Bewertung über Arbeitgeber strafbar?

20. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Sonnenblume89
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Bewertung über Arbeitgeber strafbar?

Bei mir auf der Arbeit arbeiten viele Mitarbeiter die ständig über Sex reden und dabei auch perverse Dinge von sich geben, wie zum Beispiel das sie gerne mit dem Kunden f***** würden, oder sich am Wochenende am Anus penetrieren lassen. Das stört mich ungemein und widert mich an.
Ich habe daher auf einer Bewertungsseite für Arbeitgeber diesen bewertet und dort geschrieben, dass dieser viele Leute einstellt, die ständig über ihr Sexualleben und perverse Sachen sprechen um diesen über das Thema zu sensibilisieren. Mein Arbeitgeber war darüber nicht erfreut und es gab das Gerücht, dass dieser dagegen vorgehen will. Das ich es war, weiß niemand. Habe ich hier strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten, wenn der Arbeitgeber Strafanzeige stellt? Ich habe die Bewertung (diese war eine Woche online) mittlerweile gelöscht und ich weiß selber, dass dies nicht schlau war. Es entsprach jedoch meiner Meinung nach auch der Wahrheit. Der Arbeitgeber stellt nunmal viele dieser Personen ein - natürlich nicht bewusst - aber faktisch schon.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121784 Beiträge, 40064x hilfreich)

Zitat (von Sonnenblume89):
Ich habe daher auf einer Bewertungsseite für Arbeitgeber diesen bewertet und dort geschrieben, dass dieser viele Leute einstellt, die ständig über ihr Sexualleben und perverse Sachen sprechen um diesen über das Thema zu sensibilisieren.

Interessante Taktik ... man posaunt es Zwecks Sensibilisierung des AG an alle möglichen Leute in de Welt hinaus, statt es mit ihm selber zu besprechen ...



Zitat (von Sonnenblume89):
Das ich es war, weiß niemand.

Witzigerweise hatten wir gerade einen Fall wo derjenige auch erstaunt war, das ein Schreiben vom Staatsanwalt kam, wo er doch alles anonym verfasst habe.



Zitat (von Sonnenblume89):
Habe ich hier strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten, wenn der Arbeitgeber Strafanzeige stellt?

Aufgrund der unbekannten Faktoren / Unwägbarkeiten ist das in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.
Insofern bleibt nur abwarten und gedulden.

In aller Regel sind die arbeits- und zivilrechtlichen Folgen eh gravierender ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Sonnenblume89
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Harry,
wie du sicherlich lesen konntest, war ich einsichtig. Deine Antwort zielte jedoch nur darauf ab, mich lächerlich zu machen und herabzuwürdigen. Ich wollte lediglich wissen, ob meine Äußerung, dass mein Arbeitgeber Leute einstellt, die ihren sexuellen Gedanken freien Lauf lassen, strafrechtlich relevant ist.
Wenn du dazu eine sinnvolle Antwort hast, dann höre ich dir gerne zu.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16793 Beiträge, 9393x hilfreich)

Nein - strafrechtlich relevant ist das nicht.

Strafrechtliche Relevanz ist aber nicht das Hauptproblem.
Hier könnte eine zivilrechtliche Unterlassungsklage folgen, die mit (nicht gerade geringen) Anwalts- und Gerichtskosten verbunden wäre.
Außerdem wäre das Arbeitsverhältnis belastet.

Genau das hat Harry Ihnen auch schon gesagt - nur vielleicht nicht so nett formuliert.

Den Hinweis, dass im Internet eigentlich nichts anonym ist, weil die Bewertungsportale immer alle Daten herausgeben (müssen), sollten Sie ernst nehmen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1169 Beiträge, 128x hilfreich)

Zitat (von Sonnenblume89):
Ich habe die Bewertung (diese war eine Woche online) mittlerweile gelöscht und ich weiß selber, dass dies nicht schlau war. Es entsprach jedoch meiner Meinung nach auch der Wahrheit. Der Arbeitgeber stellt nunmal viele dieser Personen ein - natürlich nicht bewusst - aber faktisch schon.


Schlau wäre gewesen, sich beim Arbeitgeber über die betreffenden Mitarbeiter zu beschweren...diese Bewertung trägt nämlich rein gar nichts zur Lösung deines Problems bei.

Zum Rest wurde bereits alles gesagt.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121784 Beiträge, 40064x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Nein - strafrechtlich relevant ist das nicht.

Den Optimismus teile ich nicht.



Zitat (von drkabo):
Außerdem wäre das Arbeitsverhältnis belastet.

Es könnte sogar zur (fristlosen) Kündigung führen.



Zitat (von Sonnenblume89):
Deine Antwort zielte jedoch nur darauf ab, mich lächerlich zu machen und herabzuwürdigen.

Nö.

Hätte man den AG tatsächlich sensibilisieren wollen, wäre man logischerweise ganz anders vorgegangen. Das Argument ist also nicht nachvollziehbar, auf gut Deutsch für die Tonne - oder anders formuliert, man würde es als Ausrede / Schutzbehauptung qualifizieren.
Wenn man nicht mehr als Verteidigung hat, steht man im Falle das Falles ziemlich schlecht da.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38863 Beiträge, 14069x hilfreich)

Mir war schon immer schleierhaft, wieso man glaubt, ein internes Problem, von dem der Arbeitgeber nichts weiß, durch so eine Aktion wie hier beschrieben lösen zu können. Ob die Form der Veröffentlichung schon strafrechtlichen Charakter hatte, keine Ahnung, da müsste man sich den ganzen Vorgang genau anschauen. Nur, arbeitsrechtlich kann das erhebliche Folgen haben, und das völlig zu recht.

wirdwerden

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