Btmg 29

2. Juli 2017 Thema abonnieren
 Von 
Hilfesuchender123456789
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Btmg 29

Hallo und schon mal vielen Dank für die Zeit die Sie sich für mich nehmen.
Da ich bereits Stunden verbracht habe mit der Suche nach ähnlichen Themen und keine passende Übereinstimmung gefunden habe, bitte ich um eine Antwort auf meine Fragen und wäre Ihnen dadurch sehr dankbar.

Hierbei geht es um einen Fall wo Herr X von der Polizei als Dealer hochgenommen worden ist. Dabei wurde sein Handy beschlagnahmt und nun werden viele aus der Kontaktliste per Post von der Polizei benachrichtigt.

Herr Y hat nun Post bekommen im Sinne einer schriftlichen Äußerung (btmg 29) wo der Besitz und Erwerb von Canabis ihm vorgeworfen wird. Dabei sind 4 Einzelfälle "festgestellt" worden, in dem Zeitraum von 5 Monaten zu jeweils 2g Canabis. Die Beweislast beruht sich auf die Aussage von Herr X und dem sichergestellten Handy.

Nun hat Herr Y auf seinem Handy 2 offensichtliche Nachrichten die diesen Tatverdacht bekräftigten und zwei in denen steht, ob Herr Y mal vorbei kommen kann bei Herr X.

Herr Y wurde vor 4 Jahren mit einer geringen Menge Canabis und Speed erwischt. (ingesamt weniger als 0,2g) Er ist auf die Polizeistation gekommen und wurde dabei regestriert. Post hat er zu diesem Vorfall aber niemals bekommen.

Nun meine Fragen,
Können alle 4 Einzelfälle nachgewiesen werden?

Welche Entscheidungen in Bezug zu diesem Vorfall mit der schriftlichen äußerung sollte Herr Y jetzt tätigen? Also welche Angaben zur Sache sollte er sinnvollerweise machen?
-1 Tat begangen ankreuzen
-ich äußere mich nicht zur Sache
-Tat nicht begangen
- äußerung durch Verdeitiger

Wäre es sinnvoll ein Kreuz zu setzten bei einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Auflage und Weisungen gemäß Paragraph 153 um eventuell höheren Konsequenzen zu entgehen?

Eine weiter Frage ist,
ist der Führerschein von Herr Y in Gefahr?

Könnte der Arbeigeber benachritigt werden?Herr Y hat keinen Job im öffentlichen Dienst und dieser Vorfall hat keinen Einfluss auf die Qualität der Arbeit.

Ist es sinnvoll für Herr Y sich einen Anwalt zu besorgen, oder sind die Kosten für den Anwalt nur verschwendetes Geld da die Beweislage offensichtlich ist?

Die letzte Frage wäre, mit welchen Konsequenzen muss Herr Y allgemein noch rechnen?

Vielen Dank schon mal für die Antwort und Ihre kostbare Zeit.

-- Editier von Hilfesuchender123456789 am 02.07.2017 23:26

-- Editier von Hilfesuchender123456789 am 02.07.2017 23:38

-- Editier von Hilfesuchender123456789 am 02.07.2017 23:41

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Zitat:
Können alle 4 Einzelfälle nachgewiesen werden?


Wenn man den Aussagen von X glaubt, sicher ...

Zitat:
Welche Entscheidungen in Bezug zu diesem Vorfall mit der schriftlichen äußerung sollte Herr Y jetzt tätigen? Also welche Angaben zur Sache sollte er sinnvollerweise machen?
-1 Tat begangen ankreuzen
-ich äußere mich nicht zur Sache
-Tat nicht begangen
- äußerung durch Verdeitiger


Was ich machen würde, ist : Tat begangen oder nicht = offen lassen und Kreuz bei: "Ich äüßere mich nicht"

Zitat:
Wäre es sinnvoll ein Kreuz zu setzten bei einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Auflage und Weisungen gemäß Paragraph 153 um eventuell höheren Konsequenzen zu entgehen?


Ja

Zitat:
Eine weiter Frage ist,
ist der Führerschein von Herr Y in Gefahr?


Ja, ist er potenziell.

Zitat:
Könnte der Arbeigeber benachritigt werden?Herr Y hat keinen Job im öffentlichen Dienst


Kommt auf den genauen Job an.


Zitat:
Ist es sinnvoll für Herr Y sich einen Anwalt zu besorgen, oder sind die Kosten für den Anwalt nur verschwendetes Geld da die Beweislage offensichtlich ist?



Wie offensichtlich die ist, ist ja noch die Frage. Das erführe man erst im Wege einer Akteneinsicht. Und die bekommt man nur mit Anwalt.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hilfesuchender123456789
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen vielen Dank für die schnelle Antwort, Streetworker! :)

Ich habe mitbekommen das einige Beschuldigte eine Vorladung bekommen haben und andere wie Herr Y eine schriftliche Äußerung. Wo liegt da der Unterschied?

Und wäre es sinnvoll für Herr Y erstmal abzuwarten welche Nachricht nach der Äußerung kommt und erst dann einen Anwalt einzuschalten?
Kann der Anwalt in der jetzigen Situation in der Herr Y steckt überhaupt etwas machen um Herr Y zu helfen? In die Akte einsehen bringt einem ja nicht wirklich weiter und es muss ja sowieso auf die nächsten Meldung gewartet werden. Oder irre ich mich da?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Zitat:
Ich habe mitbekommen das einige Beschuldigte eine Vorladung bekommen haben und andere wie Herr Y eine schriftliche Äußerung. Wo liegt da der Unterschied?


Der liegt darin,dass man die einen gerne mündlich vernehmen möchte und bei den anderen keinen Wert darauf legt. :) Warum das so ist, kann mehrere Gründe haben. Bei ersteren verspricht man sich ggf. noch weitergehende Informationen zu bekommen.

Zitat:
Und wäre es sinnvoll für Herr Y erstmal abzuwarten welche Nachricht nach der Äußerung kommt und erst dann einen Anwalt einzuschalten?


Das kann man so machen, ja

Zitat:
Kann der Anwalt in der jetzigen Situation in der Herr Y steckt überhaupt etwas machen um Herr Y zu helfen? In die Akte einsehen bringt einem ja nicht wirklich weiter und es muss ja sowieso auf die nächsten Meldung gewartet werden. Oder irre ich mich da?


Wie schon gesagt: Durch die Akteneinsicht erfährt man, was die Polizei wirklich weiß und könnte eine entsprechende Aussage -wenn man denn eine machen will- daran anpassen und so eine ggf. mögliche Verfahrenseinstellung nach § 170 StPO forcieren.

0x Hilfreiche Antwort

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