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Darf B abgeschriebene Brötchen am Kanal verschenken? Strafbarkeit?

14. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
ioasdioasd
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)
Darf B abgeschriebene Brötchen am Kanal verschenken? Strafbarkeit?

Bäckerei kalkuliert zu viele Brötchen ein, übrig gebliebene Brötchen darf Mitarbeiter A mitnehmen. Brötchen müssen nach 5 Stunden in der Auslage bereits neu geschmiert werden danach werden sie abgeschrieben.

Mitarbeiter A gibt sie einem guten Freund, dem B weiter, der die Brötchen zu Hause im Kühlschrank aufbewahrt.
Kühlpflichtige Ware , Gouda, Wurst, Salami, Schafskäse ...
Am nächsten Tag verschenkt der B sie regelmäßig am Kanal .

Kann es hier Konsequenzen geben ? Lebensmittelrecht ?

Nach 5 Stunden müssen die Brötchen abgeschrieben werden trotz dessen dass sie in der Kühlung liegen aber B verteilt sie tags darauf weiter, die Brötchen sind ja sogar noch während der Wegezeiten und bis zum Verteilen ungekühlt ?
Doch die Brötchen werden ja freiwillig angenommen und auch verzehrt also meines Erachtens ist es dann das eigene Risiko, da B darauf hinweist dass die Ware vom Vortag ist ?

-- Editiert von User am 14.08.2022 00:22

-- Editiert von User am 14.08.2022 00:28

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Kühlpflichtige Ware

Nö.



Zitat (von ioasdioasd):
Kann es hier Konsequenzen geben ?

Mitunter.



Zitat (von ioasdioasd):
Lebensmittelrecht ?

Ja, gibt es. Und?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
ioasdioasd
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Belag auf den Brötchen ist also nicht kühlpflichtig ? Also ich kenne kein Supermarkt wo Käse und Wurst nicht im Kühlregal steht. Es geht ja um die Zeiten wo mit den Brötchen umher gefahren wird, da steht es ja nicht im Kühlschrank.
Und welche Konsequenzen können auftreten?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Der Belag auf den Brötchen ist also nicht kühlpflichtig ?

Nö.



Zitat (von ioasdioasd):
Also ich kenne kein Supermarkt wo Käse und Wurst nicht im Kühlregal steht.

Und? Ist B ein Supermarkt? Dem Sachverhalt nach nicht.



Zitat (von ioasdioasd):
Und welche Konsequenzen können auftreten?

Verdorbene Mägen, Durchfall etc.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4978 Beiträge, 1255x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Nach 5 Stunden müssen die Brötchen abgeschrieben werden trotz dessen dass sie in der Kühlung liegen aber B verteilt sie tags darauf weiter, die Brötchen sind ja sogar noch während der Wegezeiten und bis zum Verteilen ungekühlt ?
Doch die Brötchen werden ja freiwillig angenommen und auch verzehrt also meines Erachtens ist es dann das eigene Risiko, da B darauf hinweist dass die Ware vom Vortag ist ?

Diese Argumentation könnte von einem Gericht verworfen werden, wenn tatsächlich jemand durch ein verdorbenes Lebensmittel Schaden nimmt. Muss man selbst entscheiden, ob man das Risiko auf sich nimmt.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4629 Beiträge, 1133x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Doch die Brötchen werden ja freiwillig angenommen und auch verzehrt also meines Erachtens ist es dann das eigene Risiko, da B darauf hinweist dass die Ware vom Vortag ist ?


Wo ist denn nun genau Ihr Problem? Wenn Sie A sind und vor rechtlichen Konsequenzen haben, sollten Sie nur so viele Brötchen mitnehmen wie Sie verzehren können.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#6
 Von 
ioasdioasd
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Es geht darum das B nicht möchte das die Brötchen unnötig in den Müll landen und sie deshalb verschenkt.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104030 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Es geht darum das B nicht möchte das die Brötchen unnötig in den Müll landen und sie deshalb verschenkt.

Warum werden sie nicht an die Tafel gespendet? Zu wenige? Oder wollen die die nicht, weil es nicht in deren Konzept passt?



Zitat (von ioasdioasd):
Es geht darum das B nicht möchte das die Brötchen unnötig in den Müll landen und sie deshalb verschenkt.

Und das Problem des B ist welches genau?

Er weist doch darauf hin, das die Teile von Vortag sind.
Das die Ware ungekühlt ist, merken die Leute ja.
Und wer hier einfach Essen nimmt und es ungeprüft verzehrt, da wird man dann mit "selber schuld" argumentieren können.

Zumal das Problem ja auch wäre, überhaupt erst mal nachzuweisen, das das Unwohlsein von den Brötchen des B kommt.
Und selbst wenn das gelänge, dann würde man noch beweisen müssen, dass die Brötchen bereits bei Übergabe verdorben waren.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25195 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von ioasdioasd):
Nach 5 Stunden müssen die Brötchen abgeschrieben werden
Das gilt für den Bäcker. Wie geht für den Bäcker *abschreiben*?
Zitat (von ioasdioasd):
Doch die Brötchen werden ja freiwillig angenommen und auch verzehrt also meines Erachtens ist es dann das eigene Risiko, da B darauf hinweist dass die Ware vom Vortag ist ?
Vermutlich ist das so. Die am Kanal haben noch mehr Risiken.
Zitat (von ioasdioasd):
Und welche Konsequenzen können auftreten?
Jede Menge, aber für wen? Für Wurst und Käse? Oder für den Bäcker oder für B oder die am Kanal?
Zitat (von ioasdioasd):
Es geht darum das B nicht möchte das die Brötchen unnötig in den Müll landen
Ja, das ist verständlich. Das ist ja nun ganz was anderes. Der Bäcker ist raus, wenn er B hinweist, dass gekühlt werden muss. Und B ist raus, denn er kann die am Kanal darauf hinweisen, dass die Brötchen vom Vortag sind...Eigenverantwortung haben auch die am Kanal.
------------------------
Zitat (von Harry van Sell):
Oder wollen die die nicht, weil es nicht in deren Konzept passt?
Du hast Recht, das passt nicht. Tafeln holen von Vertragspartnern Waren ab. Die Tafeln machen ganz sicher keinen Vertrag mit einem Bäcker, bei dem manchmal ein paar belegte Brötchen liegenbleiben. Die Tafeln arbeiten semi-industriell.
Man kann nicht mal eben X geschmierte Brötchen zu Tafel bringen. Weder der Bäcker noch B können das.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9558 Beiträge, 3960x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Du hast Recht, das passt nicht.


Richtig, aber nicht aus den von Dir genannten Gründen.

"Die Tafeln sammeln überschüssige Lebensmittel, die nach den gesetzlichen Bestimmungen
noch verwertbar sind
und geben diese an Bedürftige ab"

Die Tafeln unterliegen, anders als Privatperson B, den gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen der Lebensmittelhygiene, da passen geschmierte Brötchen, die entsorgt werden müssen, schlicht nicht rein.

-- Editiert von User am 15.08.2022 14:55

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
ioasdioasd
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Heißt das dem B also nichts rechtlich passieren kann ? Habe ich das richtig verstanden?

0x Hilfreiche Antwort

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