Diebstahl- ich weiss nicht weiter

30. September 2006 Thema abonnieren
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)
Diebstahl- ich weiss nicht weiter

hallo,

also ich fang mal ganz von vorne an...
als ich 15-16war hab ich mit einem kumpel gleichen ALters Ladendiebstahl begagen..wir bekamen damals 12 sozialstunden und es passierte nichts weiter..

ich bin zwischenzeitlich 19 und ich war vor ca 8 wochen mit deinem kumpel nachts unterwegs und wir haben an einer aussenbewirtschaftung 2 liegestühle mit bacardi aufdruck gestohlen...uns hat bei der tat niemand gesehen, erst als wir sagen wir 300m weg waren, hat uns ein ziviler barangestellter gesehen und hat uns dann nach ca 500m erneut aufgespürt, weil er sich nich sicher war ob es tatsächlich seine stühle sind, und uns zu der polizei gebracht...mein kumpel hatte üer 1promille, ich war nüchtern...

es hat uns keiner bei der tat gesehen...100% nicht...

was nun?
staatsanwalt hat öffentliche klage erhoben und beantragt das hauptverfahren zu eröffnen...

jetzt meine fragen:
-was machen? ich hab kein geld für einen anwalt da ich schüler bin, geht der rechtsschutz meiner eltern auch für mich? (schüler, gymnasium, 13. klasse)

-kann es sein dass ich vorbestraft werde? wegen wiederholungsfall?

-wir haben damals der polizei gesagt dass die stühle aussen lagen und wir sie mitgenommen haben, weil wir nicht " wussten" wem sie gehören...uns hat ja keiner gesehen?

-bin ich "schuldiger" weil ich nüchtern war?

-soll ich alles auf freund schieben, da er betrunken war und sowieso nichts bekommt?

-oder denkt ihr es wird fallengelassen weil
1. uns niemand gesehen hat
2. werbestühle usw..


danke schon mal im vorraus

steve, aus BW

-- Editiert von steverocker am 30.09.2006 11:58:34

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
C.Konert
Status:
Praktikant
(663 Beiträge, 92x hilfreich)

Erstmal, die Schutzbehauptung mit den Liegestühlen wird dir keiner abnehmen. Man hat euch mit den Stühlen gesehen, und das reicht. Bei der Wegnahme muss man euch nicht gesehen haben. Vernünftiger als irgendwelche spielchen zu treiben um da raus zu kommen wäre zu dem Mist zu stehen, den man gemacht hat, das sollte man von jemandem in der 13. Klasse, der Abitur machen will erwarten...
Die Alkoholkonzentration deines Freundes ist bei weitem nicht hoch genug um nur eingeschränkte Schuldfähigkeit zu begründen, er ist also genau so verantwortlich.
Die Rechtsschutzversicherung wird nicht einspringen, da es sich um eine Vorsatztat handelt, und dafür übernehmen die meißten keine Haftung.
Ich vermute entweder bekommt ihr eine höhere Anzahl von Sozialstunden, oder ein paar Freizeitarreste, je nachdem wie ihr euch vor Gericht verhaltet.
Die Verurteilung würde ins Erziehungsregister eingetragen, jedoch nicht ins Führungszeugniss, so dass Du immer noch als nicht vorbestraft gelten würdest. So keine weiteren Verurteilungen mehr folgen werden Eintragungen im Erziehungsregister mit 24 gelöscht.




-----------------
"stud.iur Hr. C.Konert
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg"

-- Editiert von c.konert am 30.09.2006 12:00:43

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#2
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

danke dir erstmal =)

also falls es zu einem gerichtsfall kommt, gestehen wir alles ein und bereuen die tat...das hat wahrscheinlich echt bessere ausswirkungen...

jetzt noch eine frage? anwalt lohnt sich wohl nicht...mit 100sozialstunden kann ich gut leben, das kannst du mir glauben solange NICHTS in meinem führungszeugnis steht...mir ist alles egal, hauptsache ich habe später bei der job bewerbung keine nachteile...

ist deine these, von wegen kein eintrag in führungszeugnis zu 100% sicher?

danke

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

undnoch was, hat es auswirkungen dass wir damals bei der tataufnahme was falsches gesagt haben?

also kein plan ich will eigentllich eher ehrlich sein, damals waren wir unehrlich, können vlt sagen , schockzustand o.ä...

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#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32746 Beiträge, 17223x hilfreich)

Hi,

als Beschuldigter kann man lügen, soviel man will - das ist nicht strafbar. Wenn Du vor Gericht die Wahrheit sagst, wird man das eher als positive Wandlung betrachten und Dir keine großen Vorhaltungen wegen der Aussage bei der Polizei machen.
Was das Führungszeugnis anbelangt, hat C.Konert völlig Recht.

Gruß vom mümmel

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#5
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

ok also hab ich nix zu befürchten was mich später negativ beeinträchtigen könnte..dann rechne ich mal mit 30 soz. stunden..und werde die wahrheit sagen!

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#6
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

hm aber wie schlisst ihr darauf dass es nich ins führungszeugnis kommt?

habe bisher paar laien gefragt die meinte sofort ->führungs..

naja ich denke ihr seid profis oder?

weil es ja wiederholungsfall ist und des letztemal schon soz. stunden gab..

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#7
 Von 
steverocker
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

hm ich würde gerne noch andre meinungen hören, wobei die 2 meinungen bsiher sehr eindeutig sind..

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#8
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

Wenn nach Erwachsenenrecht verurteilt würde, käme hier mit ziemlicher Sicherheit eine Geldstrafe deutlich unter 90 Tagesseätzen heraus. Bei Jugendstrafrecht ist eine Jugendstrafe (also Knast, ggf. mit Bewährung) mit noch viel größerer Sicherheit auszuschließen. Sozialstunden oder Jugendarrest kommen gar nicht erst in das Bundeszentralregister, aus dem das Führungszeugnis einen Auszug darstellt, da es sich nicht um Strafe im Sinne des §4 Nr.1 BZRG handelt, sondern nur in das Erziehungsregister; eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen wird nach §32 BZRG wenn nicht noch weitere Strafen eingetragen sind, nicht in das Führungszeugnis aufgenommen.

-- Editiert von danielB am 01.10.2006 01:10:16

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