Diebstahl - kann es überhaupt zur Anzeige kommen wenn der Geschädigte keine stellt?.

17. Februar 2010 Thema abonnieren
 Von 
Mister90
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Diebstahl - kann es überhaupt zur Anzeige kommen wenn der Geschädigte keine stellt?.

Hallo!

ich und ein Freund A haben in einer dummen Aktion unter Alkohol zwei Fahrräder mitgenommen, die in der Einfahrt eines Hauses unverschlossen standen und sind nur wenige km weit gefahren. Dann haben wir die Fahrräder bei einem anderen Freund B abgestellt, er wusste davon, aber nicht woher die waren.

Dieser Freund ist ausgezogen und schmiss die Fahrräder bei den Sperrmüll. Der Besitzer fand die und nahm sie wieder mit nach hause. Erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Nun weißt die Polizei unsere Namen durch den Freund B.

Ich war bei dem Besitzer und habe mich entschuldigt, er will keine Anzeige erstatten.

Wie geht es weiter? Bekomme ich eine Vorladung bzw. kann es überhaupt zur Anzeige kommen wenn der Geschädigte keine stellt?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Dr. Eschflegel
Status:
Lehrling
(1062 Beiträge, 317x hilfreich)

Naja..
Wenn der Bestohlene keine Anzeige stellt, ist das schon mal sehr gut für euch. Die Diebstahlsanzeige kann allerdings Jedermann stellen. Insofern muss man hier prüfen, ob die Verfolgung des Diebstahls in öffentlichem Interesse liegt oder nicht. In der Regel wird das von einem Strafantrag des Geschädigten abhängig sein. Wenn der Beklaute also keinen Strafantrag stellt, könnten Sie ohne Strafe davonkommen.

Wenn keiner eine Anzeige erstattet, wird Sie auch keiner vorladen. Wie gesagt: Natürlich kann der Diebstahl auch durch den Bruder, Onkel, von Amts wegen oder durch sonstwen angezeigt werden.

Bemerkenswert ist dann aber auch, dass bei Diebstahl immer auch der Wert des gestohlenen Gutes eine Rolle spielt

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"Kanzlei Dr. Eschflegel/Dr. O. Hung/Dr. Uckbogen, Söhne und Schwiegertöchter ( mitnichten Neffen)"

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#2
 Von 
saintmary
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
als ich heute nachmittag im Kaufhaus war, ritt mich der Teufel. Und anstatt die Geldbörse im Wert von € 39,- zu zahlen, steckte ich sie einfach ein.
Es war meine Premiere als Diebin. Prompt wurde ich von zwei Detektiven auf dem Parkplatz gestellt.
Als sie die Polizei holen , gab ich nach. Der Diebstahl ist auf Video und bilder festgehalten. Das Diebesgut wurde auf meine Zustimmung meiner Tasche entnommen. Ansonsten hätte dies die Polizei getan.
Ich machte lediglich Angaben zur Person. Ich unterschrieb nichts. Der eine der Detektive meinte, daß das Verfahren – wenn es das erste Mal sei– von der Staatsanwaltschaft eingestellt würde.
Die €80,- habe ich bezahlt.
Mir ist das Ganze schrecklich peinlich und ich würde sonst etwas tun, wenn ich das Ganze rückgängig machen könnte.
Bekomme ich Straff register oder nicht was kommt auf mich zu?

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""

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#3
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Sie können mit einer Einstellung des Verfahrens - ggf. gegen eine Geldauflage - rechnen. Einen Eintrag im Führungszeugnis werden Sie durch die Geschichte nicht bekommen.
Wenn die Fangprämie wirklich 80,-€ waren, haben Sie 30,-€ zu viel gezahlt. Da es hierzu schon jede Menge Beiträge im Forum gibt, erspare ich mir dazu weitere Ausführungen.

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

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