Diebstahl oder Unterschlagung ???

1. Oktober 2019 Thema abonnieren
 Von 
Hans03
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)
Diebstahl oder Unterschlagung ???

Die verwitwete Mutter von 2 Söhnen (A + B ) wohnt alleine in einer Eigentumswohnung. Sie liegt dem Sterben nahe.
Das wissen auch die beiden Söhne. Der Sohn A besucht seine Mutter und nutzt diese Gelegenheit aus, ins Schlafzimmer der Mutter zu gehen und entwendet aus dem Schlafzimmerschrank eine Geldkassette mit 35.000 €.
Die Mutter bemerkte dies erst als der Sohn A wieder außer Haus war. Sohn A hat auch vom Konto der Mutter 15.600 € ohne Einverständnis der Mutter abgehoben. Diese Gelder sollten in das Erbgut fallen.
Die Mutter hat ihn aufgrund dessen notarisch enterbt.
Kann die Mutter nach 8 Monaten noch Anzeige deswegen gegen A erstatten.
Macht sich A nun strafbar wegen Diebstahl oder Unterschlagung ?

-- Editiert von Hans03 am 01.10.2019 11:40

-- Editiert von Hans03 am 01.10.2019 11:42

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 270x hilfreich)

Ja und ja.

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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Die Geschichte mit der Kassette ist Diebstahl. Bei der Abhebung vom Konto müsste man erstmal wissen wie genau das zustande kam. Hat der Sohn eine Kontovollmacht?

Mit der Anzeige ist das so eine Sache. Sie kann zwar Anzeige erstatten, da sich aber in diesem Fall um ein absolutes Antragsdelikt handelt, dürfte der notwendige Strafantrag verfristet sein. Wobei ich davon ausgehe, dass mit "erst gemerkt als er wieder aus dem Haus war" wenige Tage oder allenfalls ein oder zwei Wochen gemeint sind. In dem Fall wäre ein Strafantrag nach acht Monaten zu spät und es ist ein nicht behebbares Verfahrenshindernis eingetreten.

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#3
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 270x hilfreich)

Es ist richtig, dass im Falle des Familiendiebstahls das Opfer (oder dessen gesetzlicher Vertreter, z.B. im Fall eines Betreuungsverhältnisses) drei Monate ab Kenntnis von Tat und Täter Zeit haben, den Strafantrag zu stellen. Die StA kann hier andernfalls auch dann nicht verfolgen, wenn sie das besondere öffentliche Interesse bejahen würde.

Dennoch geht es hier wohl hauptsächlich darum, dass Verletzte (und Erben) wieder an die Geldsumme gelangen, was nun im Zivilverfahren zu erreichen wäre. Eine Strafanzeige (auch wenn sie ins Leere läuft) schadet hier regelmäßig nicht.

PS: Ich möchte nicht taktlos erscheinen, aber außerdem noch auf 77b (4) StGB hinweisen, der - theoretisch - die Antragsfrist auf bis zu 6 Monate ab Todeszeitpunkt der Verletzten ausdehnt.

-- Editiert von DeusExMachina am 01.10.2019 14:06

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#4
 Von 
Hans03
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Die Geschichte mit der Kassette ist Diebstahl. Bei der Abhebung vom Konto müsste man erstmal wissen wie genau das zustande kam. Hat der Sohn eine Kontovollmacht?

Mit der Anzeige ist das so eine Sache. Sie kann zwar Anzeige erstatten, da sich aber in diesem Fall um ein absolutes Antragsdelikt handelt, dürfte der notwendige Strafantrag verfristet sein. Wobei ich davon ausgehe, dass mit "erst gemerkt als er wieder aus dem Haus war" wenige Tage oder allenfalls ein oder zwei Wochen gemeint sind. In dem Fall wäre ein Strafantrag nach acht Monaten zu spät und es ist ein nicht behebbares Verfahrenshindernis eingetreten.


Eine Kontovollmacht hat vorgelegen, dies nutzte A aus und hob vom Konto ohne Erlaubnis der Mutter das Geld 15.600 € und steckte das Geld in seine eigene Tasche.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Hans03
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Die Geschichte mit der Kassette ist Diebstahl. Bei der Abhebung vom Konto müsste man erstmal wissen wie genau das zustande kam. Hat der Sohn eine Kontovollmacht?

Mit der Anzeige ist das so eine Sache. Sie kann zwar Anzeige erstatten, da sich aber in diesem Fall um ein absolutes Antragsdelikt handelt, dürfte der notwendige Strafantrag verfristet sein. Wobei ich davon ausgehe, dass mit "erst gemerkt als er wieder aus dem Haus war" wenige Tage oder allenfalls ein oder zwei Wochen gemeint sind. In dem Fall wäre ein Strafantrag nach acht Monaten zu spät und es ist ein nicht behebbares Verfahrenshindernis eingetreten.

Ist es überhaupt erforderlich bei der hohen Geldsumme (50.000 €) einen Strafantrag zu stellen ? Eigentlich doch nur bei geringfügigen Sachen oder verstehe ich dies falsch ?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Zitat (von Hans03):


Eine Kontovollmacht hat vorgelegen, dies nutzte A aus und hob vom Konto ohne Erlaubnis der Mutter das Geld 15.600 € und steckte das Geld in seine eigene Tasche.


Die Vollmacht beinhaltet ja die grds. Erlaubnis aufs Konto zuzugreifen. Evtl. käme tatbestandlich dann Untreue in Frage.

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#7
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Zitat (von Hans03):
Eigentlich doch nur bei geringfügigen Sachen oder verstehe ich dies falsch ?


Jein... Sie meinen den 248a StGB. Es gibt aber auch noch den 247 StGB, der im Gegensatz zum 248a (relatives Antragsdelikt) sogar absolutes Antragsdelikt ist. Für Unterschlagung und "Untreue" gilt dasselbe... (bzgl. letzterem siehe Querverweis in § 266 StGB auf 247 StGB)

-- Editiert von !!Streetworker!! am 02.10.2019 14:37

0x Hilfreiche Antwort





#12
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 270x hilfreich)

Das gibt es doch gar nicht! Der ganze Einleitungssatz wird zu "nzen".. hier der vollständige Beitrag:

Ich bitte den Moderator höflichst, meinen Beitrag wiederherzustellen.

Alternativ....

... würde ich eine Begründung der Löschung begrüßen. Wir befinden uns hier in einem Rechtsforum. D.h. das Geschriebene ergibt - regelmäßig Wort für Wort - (im Gegensatz zu sozialen Netzwerken) tatsächlich Sinn. Und wenn ich in einer Antwort die Umstände und strafrechtlichen Konsequenzen eines Familiendiebstahls darstelle und der TE daraufhin offenkundig Nachfragen stellt, die meine vorherige Antwort in jeder Weise unberücksichtigt lassen, so wäre es m.E. gutes Recht und durchaus Bürde eines Forenmitgliedes, höflich darum zu bitten, gegebene Antworten zu lesen und zu verstehen. Da dies hier der Fall war (ohne Schärfe, geschweige denn Überspitzung) bitte ich um Prüfung.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Moderator1
Status:
Schüler
(242 Beiträge, 112x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
und der TE daraufhin offenkundig Nachfragen stellt,


Dann scheint es so zu sein, dass er die vorherige Antwort nicht verstanden hat, oder nicht richtig einordnen konnte, oder die rechtliche Bedeutung des Begriffes "Familiendiebstahl" nicht erkannt hat.

Er wurde dann auf § 247 StGB verwiesen, wo er die Bedeutung und die rechtliche Folge nachlesen kann.

Ein nachträgliches "anranzen" des Fragestellers war unnötig.

Und um die Antwort auf den Einwand, dass es sich nicht um anranzen gehandelt habe gleich vorwegzunehmen, zitiere ich aus der kürzlichen Stellungnahme der Seitenbetreiber:

Zitat:
allerdings macht der Ton die Musik . Die meisten sind juristisch einfach unerfahren und unwissend,


Zitat:
... würde ich eine Begründung der Löschung begrüßen.


Hiermit geschehen.

-- Editiert von Moderator1 am 03.10.2019 11:30

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 270x hilfreich)

Zitat (von Moderator1):
Dann scheint es so zu sein, dass er die vorherige Antwort nicht verstanden hat, oder nicht richtig einordnen konnte
Womit ich den TE nochmals darauf hinwies, im Übrigen ohne ihn "anzuranzen", in der Erwartung er könnte diesen Begriff bspw. bei Google eingeben, auf das erste Suchergebnis klicken und seinen Horizont, hinsichtlich der bisherigen Beiträge (rückwirkend) erweitern und die gegebenen Beiträge dadurch besser einordnen. Es fand weder ein Angriff oder eine Beleidigung statt, weshalb ich die Löschung nach wie vor als fragwürdig erachte.

Zitat:
Die meisten sind juristisch einfach unerfahren und unwissend,
Das ist mir nicht nur bewusst, sondern vielmehr andererseits auch kein Argument dagegen, dass man den TE höflich darauf hinweist, dass die gestellte Frage bereits unlängst und in breiterer Ausführung beantwortet wurde.

Des Weiteren teile ich dem User "Ratsuchender@123net", der mir nebulöse PN zu diesem Thema zukommen lässt, an dieser Stelle - ebenso höflich - mit, welche unmittelbaren Folgen seine Geisteshaltung in Hinblick auf ein Forum wie das hiesige, in dem vollkommen kostenfreie Ratschläge erteilt werden, hat:

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