Diebstahl/Urkundenfälschung

31. Januar 2006 Thema abonnieren
 Von 
Bruchpilot
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Diebstahl/Urkundenfälschung

guten tag!

ich hoffe, sie können mir hier weiterhelfen, ich fürchte, dass ich ein etwas dümmliches problem habe und würde gerne wissen, wie warm ich mich anziehen muss.

es geht um folgendes:
ich habe meinen studentenausweis verloren, bei dem es sich, um eine von mir, liebevoll angefertigte fälschung handelt. dummerweise, hat den ausweis jemand gefunden und ihn zur uni geschickt, an der ich aber weder eingeschrieben bin, noch war. ich bekam eine vorladung von der polizei für eine zeugenaussage. da ich keine ahnung hatte worum es ging, bin ich natürlich hin gegangen und dann leider voll ins messer gelaufen. man fragte mich, ob ich den ausweis vermisse bzw. ob ich den kenne und ich habe das verneint. der polizist bat mich, ihm meine brieftasche auszuhändigen. blöderweise war da natürlich ein neuer ausdruck drin und ich damit aufgeflogen. da ich erstmal alles abgestritten habe, hat man bei mir eine hausdurchsuchung durchgeführt und den computer beschlagnahmt. jetzt kommt es leider noch dicker: auf dem pc sind nicht nur der gefälschte sudentenausweis, sondern auch noch ganz viele eingescannte bustickets und mein eingescannter personalausweis drin (unbearbeitet) und leider noch unterlagen, die mich ohne weiteres des schweren diebstahls in zwei fällen und der sachbeschädigung überführen könnten.

nun meine fragen:
1) war die hausdurchsuchung rechtens, wegen einem gefälschten semesterticket???
2) wenn ich die urkundenfälschung komplett zugebe, kann es dann sein, dass der pc nicht weiter untersucht wird?
3) wenn man die unterlagen zum schweren diebstahl findet, kann man mir dafür eigentlich überhaupt an den karren fahren? es ging ja ursprünglich nur um den ausweis?

ich habe leider den fehler gemacht, dass ich die urkundenfälschung abgestritten habe und nie im leben mit einer hausdurchsuchung gerechnet habe. bis jetzt geht es nur um die fälschung, aber wenn die sich den computer genauer ansehen, dann geht es um wesentlich mehr. kann ich das irgendwie noch abwenden? oder ist da sogar irgendwas gar nicht rechtens gelaufen?

ich wäre sehr dankbar, wenn sie mir die fragen beantworten würden, damit ich mich ungefähr darauf einstellen kann, wie brenzlig die sache werden kann.

vielen dank im vorraus.


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21 Antworten
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#1
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 113x hilfreich)

Die HD wird schon i.O. gewesen sein, immerhin muss das ein Richter absegnen. Auch dass der PC mitgenommen wurde scheint mir schon gerechtfertigt, geht ja um Urkundenfälschung, die auch noch abgestritten wurde.

Prinzipiell ist das, was gefunden wurde, ob es nun zu dem Ausgangsvorwurf der Urkundenfälschung gehört oder nicht, durchaus verwertbar.

Oder sollte die Polizei gezielt danach schauen was zu Urkundenfälschung gehört und um alles andere einen Bogen machen? ;)

Nein, wenn die was finden, was nach einem anderen Tatbestand aussieht, die gehen dem nach.

Gruß Holger

PS: Wenn etwas nicht rechtens läuft, ist das hierzulande, im Gegensatz zu 'Amiland', kein Grund was fallenzulassen. Hier sagt der Richter 'Schwamm drüber' und macht weiter!
Scheint ein verbreiteter Irrtum zu sein...

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#2
 Von 
Rechtsanwalt Lars Dippel
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

Tip von mir: In Ihrem Fall wäre die Konsultation eines Verteidigers wohl erforderlich, da Sie ohne Aktenkenntnis (die nur ein RA bekommt) keine wirklich vernünftigen Überlegungen zur Vorgehensweise anstellen können.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 113x hilfreich)

Würde auch nen Anwalt empfehlen, denn die Vorwürfe sind, wenn sie so erhoben werden, nicht ohne...

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Bruchpilot
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

erstmal danke, für die antworten.

einen anwalt kann ich mir nicht so ohne weiteres leisten. deshalb versuche ich die folgen gerdae etwas abzuwägen.
bei der fälschung des semestertickets alleine, wäre nicht mehr, als ein anhörungsbogen und eine geldstrafe herum gekommen.
bei dem diebstahl sieht das wohl etwas anderst aus. es geht um gegenstände, die aus einem lagerschuppen entwendet wurden und einen wert von ca. 3000.-- haben. ich bin 34 und nicht vorbestraft. können sie mir sagen, ob es dabei noch wahrscheinlich ist, das eine bewährung rauskommt, wenn auch der diebstah raus kommt? oder ist eine bewährung im zusammenhang mit der urkundenfälschung unwahrscheinlich? ich werde auf alle fälle erst einmal abwarten, was kommt. ich fühle mich nur bedeutend wohler, wenn ich weiß, ob das nochmal auf bewährung raus laufen kann, oder ob das von vorne herein ausgeschlossen ist:

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 113x hilfreich)

Ich fasse mal zusammen:
Urkundenfälschung in einem Fall, allerdings wiederholt.
Urkundenfälschung, versucht, wenns das gibt.
Diebstahl im Wert von 3000€.
Sachbeschädigung.

Klingt schon heftig...

Nebenbei, der PC ist weg, so oder so.

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Wenns denn das erste Mal war, daß Sie wegen Straftaten aufgefallen sind, müssen Sie wohl eher nicht mit einer Inhaftierung rechnen. Aber ein Geständnis wirkt sich natürlich strafmildernd aus und beschleunigt das Verfahren ganz ungemein. Bis so ein PC ausgewertet ist, das kann ziemlich lange dauern.

-----------------
"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Rechtsanwalt Lars Dippel
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo nocheinmal,

in den "Bau" dürften Sie wohl nicht wandern. Ob eine Geldstrafe hierbei herauskommt, oder eine Bewährungsstrafe, kann ohne Aktenkenntnis nicht gesagt werden. Zwar stimme ich Herrn Wilke, Bewährungshelfer, wesentlich zu, das ein Geständnis auf jeden Fall strafmildern zu werten ist. Jedoch dürfen Sie nicht vergessen, dass dies wohlüberlegt sein muß. Denn in Ihrem Fall liegt es so, dass Sie dem Polizeibeamten einfach ihre Breiftasche übergaben und sich dort erneut wohl eingefälschtes Exemplar vorfand. Von den sich möglicherweise auf Ihrem PC befindlichen weiteren Dokumenten ganz zu schweigen.
Ich kann nur meinen Rat wiederholen, einen Anwalt (Strafverteidiger) Ihres Vertrauens zu kontkatieren und sich beraten zu lassen. Schildern Sie bitte auf jeden Fall VORHER ihre möglichen finanziellen Probleme.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Bruchpilot
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

würde ich mir sehr schaden, wenn ich erst einmal abwarte, was mir schriftlich ins haus flattert und dann erst einen verteidiger aufsuche? der computer ist mir egal. die brieftasche habe ich nicht freiwillig raus gegeben. zu diesem zeitpunkt, war ich bereits beschuldigter und kein zeuge mehr. da ich die urkundenfälschung abgestritten habe, überlege ich jetzt, ob ich nicht nochmal zur polizei gehe und die urkundenfälschung komplett gestehe. ich habe mal gehört, das es zu aufwändig ist, die computer komplett zu überprüfen und sie deshalb einbehält. wenn ich die fälschungen zugebe, dann sucht man vielleicht nicht weiter.
bei dem diebstahl. würde es um §243 gehen, weil zwei schlösser gewaltsam aufgebrochen worden sind. einen verteidiger würde ich gerne erst hinzu ziehen, wenn es nicht mehr nur um die urkundenfälschung geht.

vielen dank nochmal, für die antworten.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Bada-Bing
Status:
Schüler
(241 Beiträge, 31x hilfreich)

Abwarten Tee trinken. Spotanhandlungen werden Dir da wohl nicht helfen. Warte ab was kommt und dann beantrage Akteneinsicht nach § 147 Abs. 7 StPO . Die Akte bekommst Du natürlich nicht nach Hause, aber Du kannst dort ansagen welche Seiten für Dich kopiert werden sollen. Geht Dein Antrag nicht durch oder liegen Deine Neven anderweitig blank, ab zum Fachanwalt für Strafrecht.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Bada-Bing
Status:
Schüler
(241 Beiträge, 31x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade> Konsultation eines Verteidigers wohl erforderlich, da Sie ohne Aktenkenntnis (die nur ein RA bekommt) <hr size=1 noshade>


Guten Tag,

gilt der § 147 Abs. 7 StPO in Essen nicht ?


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#11
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Der Beschuldigte selbst hat keinen Anspruch auf Akteneinsicht. Die möglichen Ausnahmen zB §185 StVollzG oder im Bußgeldverfahren sind nicht einschlägig in diesem Beispiel. Dem Beschuldigten selbst können jedoch Auskünfte und Abschriften aus den Akten erteilt werden, soweit nicht der Untersuchungszweck gefährdet werden könnte und nicht überwiegende schutzwürdige Interessen Dritter entgegenstehen. Dieses ist genau zu prüfen insbesondere die schützwürdigen Interessen Dritter. Die Akten dürfen dem Beschuldigten grundsätzlich nicht überlassen werden. Kann er sich ohne vollständige Aktenkenntnis nicht hinreichend verteidigen, so ist ihm ein Pflichtverteidiger beizuordnen; ist das wegen des geringfügigen Vorwurfs untunlich, muss die Akteneinsicht gewährt werden. Sie müssen hier also zwischen den Möglichkeiten eines Verteidigers und denen des Betroffenen differenzieren.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Roenner am 31.01.2006 22:16:11

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#12
 Von 
Rechtsanwalt Lars Dippel
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

Morgen,
um eines mal klarzustellen:
Der Beschuldigte in einem Strafverfahren hat natürlich selbst ein Akteneinsichtsrecht.
Nur: Er bekommt die Akte selbst nicht in die Hand! Deshalb der § 147 VII StPO . Die Ermittlungsbehörden reagieren (verständlicherweise) etwas befremdet, wenn ein Beschuldigter § 147 VII StPO für sich in Anspruch nimmt. Die Einsichtsmöglichkeit durch den Beschuldigten, die - siehe § 147 VII StPO - durchaus besteht, dürfte jedoch wohl unter Berufung auf § 147 VII Satz 1, 2. Halbsatz (lesen!!!), verweigert werden.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Don Carlo123
Status:
Schüler
(446 Beiträge, 82x hilfreich)

@ icecool:

Morgen,
um eines mal erneut klarzustellen:
1.) In einem Strafverfahren gibt es keinen Beschuldigten. Beschuldigter ist man nur in einem Ermittlungsverfahren.

2.) Ein Einsichtsrecht des Beschuldigten besteht auch nach § 147 VII StPO nicht! § 147 VII StPO regelt nur die Möglichkeit des Beschuldigten, Auskünfte und Abschriften aus den Akten zu erhalten (lesen!!!). Ein weitergehendes Recht auf Einsichtnahme wird hier nicht gewährt.

3.) Selbst Verteidiger haben vor Abschluss des Ermittlungsverfahrens nur ein eingeschränktes Recht auf Akteneinsicht - § 147 III StPO .

4.) Ein Recht auf Akteneinsicht wird dem Beschuldigten ggf. durch diverse Landesgesetze gewährt. Dieses Recht wird jedoch beschränkt durch die Grenzen, die der § 147 StPO bereits normiert.

;)

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Ich schließe mich dem Beitrag von Don Carlo an.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
T-Rex
Status:
Beginner
(132 Beiträge, 15x hilfreich)

@ icecool:

Mann, da werden Sie ja eiskalt von Roenner und Don Carlo ausgekontert. Kommt da keine Antwort von Ihnen?

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Rechtsanwalt Lars Dippel
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

Ja, alle Achtung, präzise und detailliert. Sind wir hier in einem juristischem Oberseminar??

1.) Ich frage mich nur, ob es den Fragensteller wirklich interessiert, ob er nun Beschuldigter, Angeschuldigter oder Angeklagter heißt. Tatsache ist doch, dass er ein Problem hat. Wie er juristisch genau betrachtet zu bezeichnen ist, dürfte wohl zunächst unerheblich sein.

2.) Zugegeben: § 147 VII spricht nur von Abschriften, Auszügen. Hier war ich tatsächlich etwas unpräzise. Insoweit 1:0 für Don Carlo und den Kollegen Roenner. Dem Beschuldigte/Angeschuldigte/Angeklagte werden diese Auszüge/Abschriften sicherlich genügen, wenn er denn weiss, welche Informationen benötigt. Wie soll er dies aber wissen????

3.) Das der Verteidiger ein eingeschränktes AE Recht hat ist ein alter Hut und löst die Probleme des Fragenstellers am Ende auch nicht.

4.) Den Fragensteller wird es am Ende auch nicht interessieren, inwieweit Landesgesetze die AE gewähren/beschränken.

==> Quintessenz: Juristische Feinheiten, die wohl die Probleme zunächst nicht lösen.

Also: entweder kriegt der Beschuldigte/Angeschuldigte/Angeklagte "seine" Auszüge/Abschriften und damit auch "Akteneinsicht" oder er kriegt sie nicht. Dann kann er sich streiten, ob er sie bekommt oder nicht bekommt. Zwischenzeitlich ist er vielleicht verurteilt, das Verfahren eingestellt usw. usw. usw.
Im Kern geht es doch um die Frage, wie er sich verteidigen kann. Ohne Kenntnis des Akteninhalts wird dies für ihn, der verloren auf weiter Flug steht, wohl ein Problem. Von den juristischen Finessen ganz zu schweigen. Usw. usw......

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Sehr geehrter Herr RA Dippel,

dass der Beschuldigte selbst keinen Anspruch auf Akteneinsicht hat, wurde in BVerfGE 53, 207 , 214 = NJW 80, 1677; KG JR 65, 69; Düsseldorf JZ 86, 508 entschieden.

Ich schließe mich Ihren Ausführungen bezüglich der Fokussierung auf die Lösung der praktischen Probleme des Beschuldigten an. Denn es stimmt, dass es dem Beschuldigten letztlich auf die Lösung seines Problems ankommt und nicht auf juristische Feinheiten. Aber das ist nunmal die Natur eines Juristen :) Es ist übrigens von uns und den anderen nicht persönlich gemeint, wenn Korrekturen, Ergänzungen oder Anmerkungen geschrieben werden. Das ist hier Usus und selbstverständlich als positive, konstruktive Kritik/Anmerkung/Ergänzung oder Hinweis gemeint.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Roenner am 01.02.2006 11:26:18

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
T-Rex
Status:
Beginner
(132 Beiträge, 15x hilfreich)

@ icecool:

1.) ' Wie er juristisch genau betrachtet zu bezeichnen ist, dürfte wohl zunächst unerheblich sein. ': Sind für Sie genaue juristische Bezeichnungen bei Ihrer Arbeit auch unerheblich?

2.) ' Hier war ich tatsächlich etwas unpräzise ': Nur hier?`

3.) 'Dem Beschuldigte/Angeschuldigte/Angeklagte werden diese Auszüge/Abschriften sicherlich genügen, wenn er denn weiss, welche Informationen benötigt. Wie soll er dies aber wissen????': Darum gehts ja gerade!

4.) 'Das der Verteidiger ein eingeschränktes AE Recht hat ist ein alter Hut und löst die Probleme des Fragenstellers am Ende auch nicht.': Da möchte ich Sie selbst gern zitieren: 'Sind wir hier in einem juristischem Oberseminar??' - Wenn nämlich nicht, so dürfte diese Tatsache für viele kein 'alter Hut' sein.

5.) 'entweder kriegt der Beschuldigte/Angeschuldigte/Angeklagte seine Auszüge/Abschriften und damit auch Akteneinsicht oder er kriegt sie nicht. Dann kann er sich streiten, ob er sie bekommt oder nicht bekommt. Zwischenzeitlich ist er vielleicht verurteilt, das Verfahren eingestellt usw. usw. usw.': Diese 'präzisen' Angaben tragen sehr zu einer konstruktiven Diskussion bei und helfen wesentlich dabei, Lösungen zu finden. ;)

6.) 'wird dies für ihn, der verloren auf weiter Flug steht,': Über welchen Flug sprechen wir denn hier gerade? Habe ich etwas verpasst?

7.) 'Von den juristischen Finessen ganz zu schweigen. Usw. usw...... ': Schweigen Sie dazu grundsätzlich?

8.) 'Quintessenz: Juristische Feinheiten, die wohl die Probleme zunächst nicht lösen': Die aber zur Lösung konkreter Probleme wesentlich beitragen können aus meiner Sicht und auch von allgemeinem Interesse gerade im Zusammenhang mit dieser angesprochenen Problematik stehen.

:)

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Rechtsanwalt Lars Dippel
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

T-Rex:

1.) genaue jur. Bezeichnungen sind bei meiner Arbeit nicht unerheblich! Der Ratsuchende ist vielleicht doch eher etwas verwirrt.

2.) nehme ich mal als eher schlechten Scherz hin und gehe davon aus, dass Sie sich "leicht" vergallopiert haben und mich nicht persönlich angreifen. Wenn eingestanden wird "unpräzise" gewesen zu sein, sollten Sie dies vielleicht einmal eher als Stärke denn als Eingeständnis von Schwäche ansehen!!!!

3.) Die Regelung hinsichtlich der Auszüge/Abschriften macht nur Sinn, wenn der Betroffene (untechnisch gemeint!!!) weiss, was er sucht bzw. wissen möchte. Oftmals - und dies zeigt die Praxis - ergibt sich dies nur aus der Gesamtschau der kompletten Akte. Also Akte komplett als Auszug/Abschrift, so hat er zwar keine Akteneinsicht aber doch die Auszüge/Abschriften!

4.)"Alter Hut" gerichtet an diejenigen, die wissen worum es geht. Der Fragensteller scheint schon nicht mehr zu posten!

5.) "präzise" und voller Ironie!

6.) "Flug" = "Flur" (Schreibfehler) Passiert Ihnen wohl nie, oder?

7.) Manchmal ist ein Schweigen Gold! Aber ernsthaft: die juristischen Finessen werden den Laien nicht wirklich bei seiner Problematik interessieren.

8.) T-Rex: "Die aber zur Lösung konkreter Probleme wesentlich beitragen können aus meiner Sicht und auch von allgemeinem Interesse gerade im Zusammenhang mit dieser angesprochenen Problematik stehen."
Wohlgemerkt: KÖNNEN, nicht aber müssen! Wissen wir alle wirklich was das allgemeine Interesse ist?

Insgesamt an Sie und an alle :)

Bis dann

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Bada-Bing
Status:
Schüler
(241 Beiträge, 31x hilfreich)

quote:
3.) Die Regelung hinsichtlich der Auszüge/Abschriften macht nur Sinn, wenn der Betroffene (untechnisch gemeint!!!) , was er sucht bzw. wissen möchte.


Da möchte ich Ihnen und Ihren Vorredner mal widersprechen. :)

Der/die StA markiert/en zumeist die wesentlichen Punkten, für die Sie Klage erheben möchten/könnten mit einem '/' oder '!'. So war es bei 8/8 Akten die ich eigenständig, noch o. g. §, eingesehen habe. Unabhängig davon habe ich mir zumeist die gesamte Akte kopieren lassen.

Aber dennoch, auf's Wesentliche wird man durch die StA persönlich durch deren Markierungen gestoßen. :) zumindest bei der StA XXXXXXXXX in NRW.

Aber Recht haben Sie alle, man kann eigene Fehler vermeiden indem man einen RA mandatiert.

Liebe Grüße
~Bing~

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Bruchpilot
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

ich verstehe von den ganzen sachen, die sie hier diskutiert haben, rein gar nichts und kann damit natürlich auch nicht viel anfangen. ich schätze, das naheliegendste ist es, in dieser situation einen verteidiger aufzusuchen, das geht aber nicht bzw, möchte ich noch vermeiden. ich wollte eigentlich einen tipp, wie ich den formalen weg clever umgehen kann und mich damit trotzdem vernünftig verhalte.
ich habe das problem jetzt so gelöst. ich habe heut bei der polizei ein geständnis zur urkundenfälschung abgelegt und ihnen gesagt, was sie genau in dem ordner 'fahrausweise' finden. ich hoffe, dass ich damit vermieden habe, dass sie weiter suchen. ein bekannter hat mir gesagt, das solche verfahren oft pauschal abgeurteilt werden, wenn man sich damit einverstanden erklärt, dass der rechner einbehalten wird. die staatsanwaltschaft macht das wohl, um unnötige kosten zu vermeiden und den rechner genau zu durchsuchen kostet zeit und damit geld. ich hoffe, ich habe mit dem geständnis das weitere suchen nach etwas, wovon sie nichts wissen vermieden. die urkundenfälschung ist ohnehin tatsache und auch durch einen verteidiger nicht mehr zu leugnen, also kann ich nur versuchen den schaden in grenzen zu halten, indem ich sie von der schwereren straftat ablenke. für die urkundenfälschung komme ich locker mit einer ordentlichen geldstrafe weg, wenn der diebstahl auffliegt, dann steht darauf wohl freiheitsstrafe, weil es in verbindung mit einbruch war. ich warte jetzt ab, bis ich post bekomme und dann weiß ich ob ich da heil raus komme. wenn nicht, kann ich immernoch zum verteidiger gehen. die sache mit der akteneinsicht, ist mir zu heikel, weil das der normale verfahrensweg ist. ich wollte aber eine art schadensbegrenzung ausüben, was mir hoffentlich durch das umfangreiche geständnis gelungen ist.

trotzdem herzlichen dank für den versuch mir weiter zu helfen.

0x Hilfreiche Antwort

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