Einstellung nach §170 Abs. 2 Stpo

14. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12315.12.2019 20:12:17
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Einstellung nach §170 Abs. 2 Stpo

Sorry im Vorfeld, für die geschätzt zum 50 x gestellte Frage.
Könnte mir aber Erfahrungsgemäß jemand sagen wie hoch prozentual gesehen, die Chance einer eingelegten
Beschwerde bei dem Generalstaatsanwalt auf wieder Aufnahme des Verfahrens liegt ?
Muss man, dann in so einer Beschwerde alle Gründe der Ablehnung auseinander Pflücken und aus eigener
Erfahrung neu Bekräftigen ?
Welche Tipps sollte man beachten?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Könnte mir aber Erfahrungsgemäß jemand sagen wie hoch prozentual gesehen, die Chance einer eingelegten Beschwerde bei dem Generalstaatsanwalt auf wieder Aufnahme des Verfahrens liegt?


Die Chance halte ich für sehr gering ohne mich auf eine Prozentzahl festlegen zu wollen.

Zitat:
Muss man, dann in so einer Beschwerde alle Gründe der Ablehnung auseinander Pflücken und aus eigener Erfahrung neu Bekräftigen?


Logisch, denn ohne Begründung liegt die Chance bei Null. Dabei sollte die Bekräftigung nicht auf eigener Erfahrung beruhen, sondern vielmehr auf einer fundierten juristischen Argumentation.

Zitat:
Welche Tipps sollte man beachten?


Wenn man die Beschwerde ohne Hilfe eines Anwaltes einlegen will, dann sollte man sich die Mühe lieber sparen.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Antwort wie immer:

Die Frage hat was von: "wie hoch ist die Chance dass ich nächste Woche nen 6er im Lotto habe?"

Antwort:

Wenn ich die richtigen Zahlen tippe = 100%, wenn nicht = 0%

Da die Staatsanwaltschaft im Regelfall nicht aus Jux und Dollerei einstellt, ist die Chance natürlich prinzipiell eher schlecht als gut. Der Rest ist Frage des Einzelfalls und lässt sich daher nie "allgemein" sagen.

Rein statistisch liegt die Anzahl der erfolgreichen Klageerzwingungsverfahren im unteren einstelligen Prozentbereich.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12315.12.2019 20:12:17
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Eure Antworten,
eine Frage hätte ich noch , habe diesen Bescheid gestern erhalten aber bin noch nicht im standen mir die Begründung der Einstellung durch zu lesen. Nach zwei Sätzen machte meine Psyche nicht mit.
Gibt es eine Möglichkeit innerhalb der Frist von 2 Wo. Erst einmal eine Art "vorläufige" Beschwerde einzureichen,
wie das bei einem formellen Einspruch möglich ist und später erst eine detaillierte Beschwerde nachreichen ?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39018 Beiträge, 14090x hilfreich)

Du kannst den Rechtsbehelf einlegen, darauf hinweisen, dass die Begründung einem gesonderten Schriftsatz vorbehalten bleibt. Nur, eine bescheidene Frage: wenn Du jetzt schon so angeschlagen bist, wie willst Du eine Zeugenvernehmung bei Gericht durchstehen, wo es richtig zur Sache geht?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12315.12.2019 20:12:17
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erst mal für die Antwort,

Zitat (von wirdwerden):
Frage: wenn Du jetzt schon so angeschlagen bist, wie willst Du eine Zeugenvernehmung bei Gericht durchstehen, wo es richtig zur Sache geht?

Das Frage ich mich auch, aber so wie es aussieht, wird es dazu erst gar nicht kommen. Ich habe es Verbockt,
habe in etwa alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. Unwissentlich Beweise vernichtet,
Zur Aussage bin ich alleine o. Beistand erschienen (dauer 90 min.). Es wurde protokoliert z.B : Ich glaubte das Bewusstsein verloren zu haben ,obwohl ich aussagte ich habe das Bewusstsein verloren u.s.w. Jetz stutz sich die StA darauf,es handelt sich um Vermutungen (mehr konnte ich nicht Lesen). Mit einem Anwalt an meiner Seite wäre ,das mit Sicherheit nicht passiert. Ich laufe dem Schatten hinter her und es tut mir nur unwahrscheinlich Leid ,den anderen Patientinen
gegen über, dass ich so versagt habe. Ich weiß der Täter macht weiter er wird seine Taten nur besser perfektionieren was ihm diesmal schon recht gut gelungen ist.
Ich habe seinen Kontrollverlust am eigenen Leib
Erfahren und ich weis, dass er ein riesen Problem damit hat und nicht anders kann.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39018 Beiträge, 14090x hilfreich)

So Fälle sind immer schwierig. Ich hab mir nochmal den alten Thread von Dir angeschauchen. Auch da sind ja Vermutungen ohne Ende drinne. Ich hab noch den Satz (sinngemäß) in Erinnerung: es muss was geschehen sein. aber ich weiss es nicht. Und damit sind wir eigentlich am Ende der Fahnenstange angekommen. Das langt für eine Anklageschrift nicht aus.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12315.12.2019 20:12:17
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist so wenn, man das Bwewusstsein verliert und anschliessend Anzeichen dafür findet, das was passiert ist
aber es leider zu spät realisiert.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Ganz ehrlich:

Ich würde mir die Beschwerde entweder schenken, oder aber einem Fachanwalt für Strafrecht überlassen. Ich habe mir den Parallel-Thread auch gerade noch mal angesehen und gepaart mit Deiner Angabe, dass du psychisch aktuell nicht mal in der Lage bist die Einstellungsbegründung zu lesen, wird ziemlich sicher folgendes passieren:

Du wirst dir in der Begründung der Beschwerde jede Menge von der Seele schreiben, was aber rein juristisch gesehen wenig Relevanz haben wird, da du juristischer Laie bist, wie du selbst sagst.

Daher ist zu 99% zu vermuten, dass auch die Beschwerde mit ein oder zwei Sätzen vom Tisch gewischt wird. Und dann ist die Frustration nur noch größer, als sie jetzt schon ist. Falls du gegen diese Zurückweisung der Beschwerde dann noch Antrag auf gerichtliche Entscheidung stellen wollen würdest, bräuchtest du sowieso zwingend einen Anwalt.

Mein Rat daher: Entweder gleich Fachmann beauftragen, oder die Finger davon lassen.

0x Hilfreiche Antwort

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