Eltern erhalten keine Ladung?

3. August 2016 Thema abonnieren
 Von 
Ramaria
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Eltern erhalten keine Ladung?

Hallo!
Unser Sohn hat mit 17 einiges an Mist gebaut (BTMG, schwerer Diebstahl...). Mittlerweile ist er 18, das Verfahren gegen ihn wurde auch bereits eröffnet. Bisher wurden wir als Eltern mit einbezogen, da er ja zur Tatzeit noch nicht volljährig war, d.h. gemeinsamer Besuch bei Jugendgerichtshilfe, Anklageschrift auch in Ausführung für uns, Eröffnungsbeschluss ebenfalls für uns zur Kenntnisnahme. Nun ist die Ladung für unseren Sohn eingegangen - aber diesmal nichts für uns... ?

Meine Frage nun an Euch: Ist das üblich, dass die Eltern eines Volljährigen (wie gesagt zur Tatzeit jedoch noch nicht) zwar alle Infos vorher kriegen, wenn es ans Eingemachte - sprich Gerichtstermin - geht, sind wir nicht mehr involviert?
Einerseits wären wir zwar froh (es kommen jede Menge Zeugen), andererseits ist es durchaus möglich, dass wir gar nicht erfahren werden, wie es weitergeht bzw. welches Urteil gesprochen wird.

Ich weiß nicht, ob es wichtig ist, es findet vor dem Jugendschöffengericht statt, mit zwei weiteren Angeklagten (der eine bereits zur Tatzeit über 18 und auf Bewährung, der andere zur Tatzeit jugendlich, aber seit kurzem auch volljährig).

Werden wir noch etwas verspätet mit einer Ladung rechnen können oder war es das für uns?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32729 Beiträge, 17220x hilfreich)

andererseits ist es durchaus möglich, dass wir gar nicht erfahren werden, wie es weitergeht bzw. welches Urteil gesprochen wird. Und der Sohn selber sagt Ihnen das nicht? Dann müssen Sie halt hingehen - die Verhandlung ist öffentlich.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
Ramaria
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich dachte, wenn die Angeklagten zur Tatzeit nicht volljährig waren, findet die Verhandlung nicht öffentlich statt. Stand so mal im Internet.

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#3
 Von 
Ramaria
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vor allem, was mich halt irgendwie wundert, wieso erhalten wir erst vor ein paar Wochen noch den Eröffnungsbeschluss, aber keine Ladung? Er ist schon seit einigen Monaten 18.

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#4
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)

Dann hätten Sie den Eröffnungsbeschluss eigentl. auch nicht mehr erhalten dürfen.

Die Verhandlung ist in diesem Fall grds. öffentlich, da auch ein zur Tatzeit Heranwachsender mit angeklagt ist. § 48, Abs. 3, Satz 1 JGG .

Das Gericht kann die Öffentlichkeit jedoch ausschliessen, § 48, Abs. 3, Satz 2 JGG . denn für die Einstufung als Jugendlicher/Heranwachsender auch in Punkto Öffentlichkeit gilt in der Tat das .php/verhandlung/ablauf/oeffentlichkeit (Fußnote 7).

Wenn die Anklage vorm Jugendschöffengericht ist, sind diesesmal im Übrigen nicht mehr unbedingt "Samthandschuhe" zu erwarten, was die Bestrafung angeht. Einen Anwalt hat er? Bei Anklage zum Jugendschöffengericht steht ihm im Regelfall ein Pflichtverteidiger zu.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Ramaria
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort, hat mir schon sehr weitergeholfen!

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