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Erfüllt dieser Umstand den Straftatbestand der üblen Nachrede?

 Von 
Eddies01
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Erfüllt dieser Umstand den Straftatbestand der üblen Nachrede?

Ich war gestern mit meiner Frau auf einer Party. Die Gastgeberin, meine Schwägerin, wurde von einem weiblichen Gast verbal angegangen. Als ich versuchte zu beschwichtigen, meinte die Frau ich solle meinen Mund halten. Ich meinte, sie solle vielleicht mal ihren Mund halten. Sie ging dann unter die Gäste und meinte lautstark, ich solle auf meine Frau aufpassen, sie würde Männern an ihr Geschlechtsteil fassen. Meine Frau war schon nicht mehr anwesend. Dann verließ die Frau die Party. Da sich meine Frau vorher länger mit einem Gat am Buffet unterhalten hatte, fragte ich diesen, ob er dies behauptet hätte. Er meinte nein, ein Dirk, der Partner dieser Frau sei gemeint. Also hatte die Frau die Behauptung schon vorher erzählt.
Erfüllt dies den Straftatbestand einer üblen Nachrede, welcher zur Anzeige gebracht werden kann?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Nachrede Anzeige Frau erfüllt


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(26537 Beiträge, 7586x hilfreich)

Zitat:
Erfüllt dies den Straftatbestand einer üblen Nachrede, welcher zur Anzeige gebracht werden kann?

Anzeigen kann man, was man mag. Nur sollte man nicht davon ausgehen, dass es irgendwelche Konsequenzen hat, denn solch eine Sache würde mangels öffentlichem Interesse eingestellt werden.

Im Übrigen sollte man natürlich auch Zeugen dafür benennen können die ggü. der Polizei bestätigen, dass diese Frau diese Behauptung tatsächlich ausgesprochen hat, wenn man sich nicht selbst u.U. mit einer Anzeige wegen falscher Verdächtigung konfrontiert sehen möchte.

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10520 Beiträge, 7477x hilfreich)

In Anbetracht der Tatsache, dass schon unklar ist, wer mit der Nachrede überhaupt gemeint ist (also "Geschädigter" ist), wird das Verfahren quasi sofort eingestellt. Eine Anzeige kann man sich somit sparen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#3
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2175 Beiträge, 1204x hilfreich)

Zitat:
Erfüllt dies den Straftatbestand einer üblen Nachrede [...]?

Kommt drauf an. HAT denn Deine Frau anderen Männern in den Schritt gegriffen? Falls ja, wäre es ja eine Tatsachenbehauptung, die selbstverständlich straflos ist.

Die Schlammschlacht vor einem unwahrscheinlichen Gerichtsverfahren verspräche für Außenstehende aber kurzweilig zu werden. :popcorn:

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#4
 Von 
Eddies01
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Nunja, der, der gesagt haben soll, meine Frau hätte ihn dort angefasst, sagte mir gestern, er habe dies nicht gesagt, seine Freundin hätte dies erfunden. Eine Geschädigte gibt es - meine Frau. Zeugen gab es reichlich - nämlich alle Partygäste.
Ich möchte erreichen, dass sie den Spruch zurücknimmt. Ich finde nicht, dass man solch eine Beschuldigung im Raum stehen lassen sollte.

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#5
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2175 Beiträge, 1204x hilfreich)

Wenn überhaupt, hätte DEINE FRAU (und nicht Du) einen Unterlassungsanspruch. Sie könnte jetzt also...

... Strafanzeige stellen, die sehr wahrscheinlich eingestellt werden wird.
... der Dame eine strafbewehrte Unterlassungsaufforderung zustellen lassen, die sie aber erstmal selbst zahlen muss.
... ein Glas Weißwein trinken und es kopfschüttelnd auf sich beruhen lassen.

In meinen Augen hat die Dame sich durch ihre Aussagen ja selbst diskreditiert und wird vermutlich - ebenso wie "Dirk" - künftig nicht mehr eingeladen.

Je mehr Benzin ihr da jetzt ins Feuer gießt, desto eher bleibt nachher doch was in den Köpfen hängen. Und wenn Dirk vor Gericht aussagen muss, ist die Frage, ob er es sich mit seiner Freundin verscherzt oder er sich "einen misslungenen Spaß" erlaubt hat oder ihm einfällt, dass Deine Gattin evtl. irrtümlich seinen Schritt berührt hat und er das seiner Freundin erzählte und das dann zu dem Eklat geführt hat.

Sprich: Es ist nicht beweisbar, dass Deine Frau jemandem NICHT im Schritt berührt hat - sowas kann ja auch irrtümlich passieren (da gab's doch mal den Fussballspieler, der Frau Steinhaus aus Versehen "obenrum" berührt hat) - insofern ist der Ausgang vor Gericht, sofern es überhaupt verhandelt wird, komplett offen.

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#6
 Von 
HeHe
Status:
Schlichter
(7398 Beiträge, 3250x hilfreich)

Die Variante mit dem Glas Weißwein ist m. E. die beste Lösung.

Wie sollte man diese "Richtigstellung" denn auch praktisch bewerkstelligen?
Alles damaligen Partygäste wieder zusammenbringen und die Dame auffordern, das Gesagte zu revidieren?

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