Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
590.261
Registrierte
Nutzer

Erneute Aussetzung zur Bewährung

 Von 
Venuspuffel
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Erneute Aussetzung zur Bewährung

Guten Tag liebe Gemeinde, ich habe ein paar Fragen.
Es geht um folgendes, mein Bekannter Janis (Lettischer Staatsbürger) wurde im Jahr 2008 zu einer Bewährungsstrafe von 1 Jahr auf 3 Jahre verurteilt, nach der U-Haft wurde er aus der Haft entlassen (er wurde für die U-Haft extra in Schweden festgenommen auf dem Flughafen) - das Delikt war Geldwäsche (aber nichts dramatisches).
Ca. 2 Jahre später wurde er wieder festgenommen und in Dresden (Vorher Berlin) zu einer Haftstrafe von 1 Jahr verurteilt. Diese Strafe saß er letzendlich im vollen Umfang ab. Kurz vor KOMPLETTVERBUESSUNG der 12 Monate vom AG Dresden erhielt er jedoch einen Bewährungswiderruf, dagegen gingen wir dann auch in Beschwerde.
Letztendlich wurde er aus der Haft entlassen und erst Wochen nach Rückkehr in sein Heimatland wurde die Bewährung endgültig widerrufen.

Nun ist meine Frage folgende, er ist nun seit 1 Jahr entlassen und seither auch Straffrei , hält sich jedoch vor den Behörden versteckt. Er befindet sich auf den Kanaren da er Angst vor der Festnahme in Lettland oder anderen Europäischen Ländern hat.

Nun zu meiner Frage, besteht grundsätzlich die Möglichkeit , auch für mich als Privatperson, für ihn einen Antrag auf nachträgliche Aussetzung zur Bewährung beim AG Berlin zu stellen ?

Danke schonmal !

-----------------
""

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Frage Antrag Bewährung Jahr


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8318 Beiträge, 1456x hilfreich)

Er befindet sich auf den Kanaren da er Angst vor der Festnahme in Lettland oder anderen Europäischen Ländern hat
Wozu gehören denn nach Ihrer/seiner Ansicht die Kanaren?

Sie können natürlich einen Antrag stellen. Aber er hat aus mehreren Gründen nicht die Spur einer Aussicht auf Erfolg.
Der Widerrufsgrund lag ja vor. Der Verurteilte hält sich verborgen.
Um eine Strafe zur Bewährung auszusetzen müsste die Überzeugung bestehen, dass er keine Straftaten mehr begeht. Woher soll diese Überzeugung unter diesen Umständen kommen?
Aber diese Frage stellt sich gar nicht:
Auf welcher Rechtsgrundlage soll denn die Strafe jetzt zur BW ausgesetzt werden? Es gibt doch einen rechtskräftigen Widerrufsbeschluss.

-----------------
""Der Mensch sehnt sich so lange nach der Stimme der Vernunft, bis sie anfängt zu sprechen." (ZEIT)""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(29748 Beiträge, 16147x hilfreich)

auch für mich als Privatperson Na, die TE kann den Antrag aber nicht stellen - das muß schon der Verurteilte tun. Spanische Haftanstalten sollen übrigens ziemlich unagenehm sein...

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Venuspuffel
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Aber wenn er mich bevollmächtigt ?!

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8318 Beiträge, 1456x hilfreich)

Das habe ich vorausgesetzt, dass Sie eine Vollmacht haben. Aber sinnlos bleibt es trotzdem.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 217.230 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
90.111 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen