Eröffnung des Hauptverfahrens

30. November 2010 Thema abonnieren
 Von 
Tanja-78
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 19x hilfreich)
Eröffnung des Hauptverfahrens

Hallo,
ich habe heute eine Anklageschrift (wegen Betrug §263, 13 stgb ) bekommen. Dadrin steht, dass beantragt wird: "Das Hauptverfahren zu eröffnen und die Anklage vor dem Amtsgericht -Strafrichter- zur Hauptverhandlung zuzulassen.
Nun meine Frage. Bedeutet das, dass eine Strafbehlsverfahren überhaupt nicht in Frage kommt und es zur Gerichtsverhandlung kommen wird? Es geht mir um das zu erwartende Strafmaß.
Danke für Antworten.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2352x hilfreich)

Nein, einen Strafbefehl gibt es jetzt nicht mehr. Der Staatsanwalt wählt aus, ob er einen Strafbefehl beantragt oder eine Anklageschrift einreicht. Er hat sich in Deinem Fall für letzteres entschieden. Es gibt nunmehr ein ganz normales Verfahren, das heißt eine Hauptverhandlung, an deren Ende das Urteil verkündet wird.



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"justice"

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#2
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1715 Beiträge, 689x hilfreich)

Da nur du weißt, was Du Verbrochen hast und wie Deine (stafrechtliche) Vorgeschichte ist, ist es sehr schwer (überhaupt) eine grobe Einschätzung über das zu erwartende Strafmaß abzugeben, da sehr viele Faktoren:

- kriminelle Energie
- strafrechtliche Historie
- Sozialprognose
- Schaden
- (tätige) Reue und Einsicht
- usw.

mit hineinspielen.

Wie immer (so wie es hier im Forum fast zu 70 % der Fall ist) verweise ich hier drauf: StGB § 263 (Betrug).
Da steht das Strafmaß drinne. Wenn ein Verfahren vor dem Gericht eröffnet wird, so schneidet ein Strafbefehl aus, es kann aber dennoch auf ein mündliches Verfahren verzichtet werden und es wird stattdessen ein schriftliches Verfahren angestrebt (also praktisch eine Anhörung, nur schriftlich).
Es wird dann anhand der Beweise und Sachlage entschieden ob ggf. noch eine mündliche Verhandlung notwendig ist.

Zum Schluss gebe ich Dir einen gut gemeinten Rat:
Bemüh Dich den Schaden (finanziell) wieder gut zu machen, das sind Pluspunkte die immer gut ankommen.


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#3
 Von 
Andarta
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:
es kann aber dennoch auf ein mündliches Verfahren verzichtet werden und es wird stattdessen ein schriftliches Verfahren angestrebt (also praktisch eine Anhörung, nur schriftlich).
Es wird dann anhand der Beweise und Sachlage entschieden ob ggf. noch eine mündliche Verhandlung notwendig ist.


Kannst du für diese Behauptung auch eine gesetzliche Grundlage benennen?

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""

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32729 Beiträge, 17219x hilfreich)

@ TE,

für eine Strafmaßprognose müßten Sie schon ein paar Details nennen.

@ Albarion,

ein "schriftliches Verfahren", welches aber kein Strafbefehl ist - was soll das denn sein? Es ist so, wie justice schreibt: Auf eine Anklageschrift folgt eine Hauptverhandlung.

Gruß vom mümmel

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" "

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2352x hilfreich)

quote:
es kann aber dennoch auf ein mündliches Verfahren verzichtet werden und es wird stattdessen ein schriftliches Verfahren angestrebt (also praktisch eine Anhörung, nur schriftlich).
Es wird dann anhand der Beweise und Sachlage entschieden ob ggf. noch eine mündliche Verhandlung notwendig ist.


Also das ist Schmarrn.... Es gibt definitiv eine Hauptverhandlung.

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"justice"

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#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9515x hilfreich)


Zitat:
Also das ist Schmarrn


So ist es...

quote:<hr size=1 noshade>Das Hauptverfahren zu eröffnen und die Anklage vor dem Amtsgericht -Strafrichter- zur Hauptverhandlung zuzulassen. <hr size=1 noshade>


quote:<hr size=1 noshade>Es geht mir um das zu erwartende Strafmaß. <hr size=1 noshade>


Bei Anklage zum Straf-/ Einzelrichter am Amtsgericht , geht die Staatsanwaltschaft von einer Strafe von maximal 2 Jahren Freiheitsstrafe aus (§ 25, Nr. 2 GVG ), auch wenn das Amtsgericht (gleich ob Strafrichter oder Schöffengericht) bis max. 4 Jahre verhängen kann. § 24, Abs. 2 GVG

Genauer läßt sich der Bereich zwischen Geldstrafe und 2 Jahren Freiheitsstrafe nicht eingrenzen, da Sie 0,0 zum eigentl. Sachverhalt schreiben.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

-- Editiert am 30.11.2010 21:33

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