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Fahrlässige Trunkenheit im Verkehr, SB vorliegend

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 Von 
4Chris
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrlässige Trunkenheit im Verkehr, SB vorliegend

Ich bitte um hilfreiche Antwort zu folgendem Fall:

Beschuldigter A wird abends bei einer Radfahrt betrunken kontrolliert.
Nunmehr liegt ein gerichtlicher SB vor, Geldstrafe, und eine Mitteilung der StA eine Bewährung zu widerrufen.
Ferner wird eine lfd. Geldstrafe getilgt.

Objektiviert wurden bedauerlicherweise nie folgende Aspekte.
Beschuldigter A hat eine Behinderung (90 Grad).
Dass ihm Vernunft und Kritik der Selbstprüfung an Entscheidungen fehlen, ist dem Umstand geschuldet, dass er oftmals ohne seine langjährige Partnerin hilflos ist.
Diese ist selbst gesundheitlich geschädigt und oftmals in Kliniken. Fällt dieser stabilisierender Einfluss weg, führen Verunsicherung zu irrationellen Handlungen infolge Alk.missbrauchs.

Gesucht wird ein Argument, ein mildes Urteil zu tenorieren.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geldstrafe Bewährung Mitteilung Andere


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 678x hilfreich)

Eigentlich sollte man seine Jura-Hausaufgaben nicht von anderen machen lassen, sondern selber lösen.

Vielleicht erstmal den eigenen Ansatz hier einbringen, bevor man hier eine fertige Antwort einfach abschreibt.

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#2
 Von 
4Chris
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für das Kompliment, hier Jura-Hausaufgaben zu publizieren.

Ich spreche lediglich als Philosoph und Freund, der einem lieben Menschen helfen möchte.

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#3
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 678x hilfreich)

Die Antwort ist einfach:
Ist ein Alkoholkonsum (oder auch eine andere psych. Erkrankung) erkennbar, der während des Handelns oder auch davor dazu führt, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt nicht Herr seiner Sinne war (strafunfähig oder eingeschränkt), dann wir das Gericht einen Gutachter einbestellen der darüber eine Einschätzung abgibt ob eine mildere Strafe oder evtl. andere Maßnahmen (Therapie etc.) notwendig sind.

Es kann ja auch nicht Usus sein, dass besagte Person permanent in Schwierigkeiten gelangt und sich sowie andere ggf. gefährdet, hier würde vermutlich eine psychische Erkrankung deutlich bei der Urteilsfindung hineinspielen, was aber keineswegs bedeutet, dass er damit ein Freilos bekommt.

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#4
 Von 
4Chris
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zunächst vielen Dank, dass Sie mit Antworten Zeit widmen und einen Ansatz nennen, möglicherweise Gründe für ein Reduzierung zu erkennen.

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28277 Beiträge, 15388x hilfreich)

und eine Mitteilung der StA eine Bewährung zu widerrufen. Dann ist der SB doch wohl schon rechtskräftig und das Kind erfolgreich in den Brunnen gefallen. By the verursacht ein psychiatrischer Gutachter gewaltige Verfahrenskosten, die der Verurteilte dann zu tragen hat. Und der Gutachter wird auch nicht wegen jeden Bagatelldeliktes bestellt. Aber erstmal ist zu klären, wie nun eigentlich der Verfahrensstand ist.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
Rechtschreibung
Status:
Lehrling
(1108 Beiträge, 1180x hilfreich)

Zitat:
Ich spreche lediglich als Philosoph und Freund, der einem lieben Menschen helfen möchte.
Interessant. Anderswo im Netz hieß es doch:
Der Fall ist selbstverständlich rein ausgedacht, Anmerkung 4Chris.

Ich hätte hier schnellstmöglich anwaltliche Beratung eingeholt udn nicht selber oder mit Hilfe meiner Philosophen-Freunde an meiner Schicksalentscheidung über Knast oder nicht rumgewerkelt. Dafür könnte es nun zu spät sein. Jenachdem wie die Antwort auf die Frage von muemmel ausfällt. Sollte der Strafbefehl rechtskräftig sein und es nun "nur" noch um den Bewährungswiderruf der alten Sache gehen dann nun überlegen, ob es nicht wenigstens dafür noch Sinn macht, die Angelegenheit in professionelle Hände zu legen.

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#7
 Von 
4Chris
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Irgendwie gehen meine Antworten nach dem Absenden verloren.
Daher:
Der gestern zugestellte SB belehrt über die Möglichkeit des Einspruchs binnen 14 Tagen, ansonsten rechtskräftige 90 TS zu 15 Euro.
Zusätzlich zu lfd. 135 TS zu 10 Euro und 30 TS zu 10 Euro....
Zu zu zu zu, (he he), schlechtes Deutsch verbietet Wortwiederholungen, Rhetorik empfiehlt das Spiel damit.

Mein metasprachliches Deutsch hier, zurückzuführen auf 70 Semester Linguistik und 14 Semester Philosophie, alle Strömungen und Protreptik.
Verzeihen Sie mir meinen juristisch mangelhaften Sachverstand und nicht existentes Kommunikationsvermögen Fragen/ Antworten mit identisch gedachter Beipflichtung Ihrer anpromovierten Überlegenheit zu artikulieren.
Sicherlich liege ich falsch in der festen Ansicht, ob hier nicht Rechtsmittel wie nachträgliche Bildung einer Gesamtstrafe kontextualisierbar als Triplikat wären...

Doch verzeihen Sie mir bitte an dieser Stelle, doch ich muss nun schnell zurück zu den Literaten.
Die dort getrunkenen Laborfläschchen helfen meinen Ohrenschmerz zu lindern.
Der laute Applaus für meine juristischen Expertisen ehrt mich dennoch sehr.

-- Editiert von 4Chris am 23.03.2016 14:38

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#8
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 678x hilfreich)

Zitat:
Mein metasprachliches Deutsch hier, zurückzuführen auf 70 Semester Linguistik und 14 Semester Philosophie, alle Strömungen und Protreptik.

Alles schön und gut, so lange zu studieren, aber um den o.g. Sachverhalt zu lösen bedarf es halt einer juristischen Ausbildung, da hilft auch kein "Schönreden".
Wenn der Bekannte sich dem Alk hingibt, da er mit dem Leben ohne einem sozialen Bezugspunkt NICHT zurechtkommt, so ist das natürlich sehr bedauerlich, aber deswegen Straftaten zu begehen und sich oder andere auf eine Art und Weise zu gefährden und dann hier um Hilfe zu bitten, wie man "das Schlimmste verhindern kann" ist ziemlich traurig.

Ich würde mich eher darum bemühen, dem Freund einen geeigneten Therapieplatz (notfalls auch Langzeit) zu suchen, anstatt - wie es muemmel sehr schön gesagt - erst dann aktiv zu werden, wenn das "Kind nun mal in den Brunnen gefallen ist" (übrigens eine meiner Lieblingsphrase).

Zitat:
Zu zu zu zu, (he he), schlechtes Deutsch verbietet Wortwiederholungen, Rhetorik empfiehlt das Spiel damit.

Die Urteile und Richter oder Rechtspfleger scheren sich nicht dadrum dass sie in schönem Deutsch formuliert werden, sondern, dass diese sich auf die (juristischen) Fakten konzentrieren, manchmal sogar kurz, knapp und bündig.

Zitat:
Verzeihen Sie mir meinen juristisch mangelhaften Sachverstand und nicht existentes Kommunikationsvermögen Fragen/ Antworten mit identisch gedachter Beipflichtung Ihrer anpromovierten Überlegenheit zu artikulieren.

Es sei ihnen verziehen, jedoch sei noch anzumerken, dass wir das orthografisch und grammatikalisch "niedere" linguistische Volk, durchaus in der Lage sind auf einem Niveau zu kommunizieren, dass jeder versteht (und verstehen soll). Es ist nun mal nicht nötig, jeden Hauptsatz mit Appositionen und Nebensätzen überschwänglich zu drapieren und aufzufüllen, nur um seine eigenen rhetorischen Fähigkeiten hervorzuheben. - Man verzeihe mir diesen kleinen persönlichen Einschub an dieser Stelle.

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