Fahrraddiebstahl + Trunkenheitsfahrt

16. September 2007 Thema abonnieren
 Von 
kesselmann
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrraddiebstahl + Trunkenheitsfahrt

Hallo,

vor vor ca. zwei Wochen habe ich um 2 Uhr Nachts betrunken ein nicht abgesperrtes Fahrad an der U-Bahn entwendet. Nach ca. 1km bemerkte ich eine Polizeistreife neben mir auf der Straße, ich bin sofort in einen Park geflüchtet und habe das Rad entsorgt.

Als ich zu Fuß weiter bin, wurde ich von zwei Zivilbeamten aufgegriffen, mit dem Vorwurf des Fahrraddiebstahls, was ich natürlich ennergisch verneinte.

Die Streife fand das Rad auch nach ca. 5 Minuten und wir fuhren aufs Revier, wo 2,1 Promille Atemalkohol festgestellt wurden. Auch hier machte ich keine weitere Aussagen und wir fuhren ins Krankenhaus zum Blut abnehmen.

Welche Möglichkeiten bestehen, um aus der Sache wieder halbwegs vernünftig raus zukommen und den Führerschein zu behalten?

Kann man sich auf §248b berufen, da das Rad nicht abgschlossen war und man es am nächsten Morgen wieder zurück gebracht hätte?

Rechtslage, wenn das Rad niemand als gestohlen gemeldet hat?

Behaupten, die Beamten hätten das Rad als eine Art "Köder" ausgelegt?

Alles abstreiten und behaupten man sei zu Fuß durch den Park nach Hause gegangen und wurde dann von Beamten angehalten?

Besten Dank für eure Hilfe.










-- Editiert von kesselmann am 16.09.2007 20:57:26

-- Editiert von kesselmann am 16.09.2007 20:59:41

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9 Antworten
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#1
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Kann man sich auf §248b berufen

Kann man versuchen.

Behaupten, die Beamten hätten das Rad als eine Art Köder ausgelegt?

Glaubt keiner und ändert nichts.

Alles abstreiten und behaupten man sei zu Fuß durch den Park nach Hause gegangen und wurde dann von Beamten angehalten?

Glaubt keiner, wenn 2 Pol.beamte das Gegenteil aussagen.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

-- Editiert von !streetworker! am 16.09.2007 21:08:13

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

Es wäre das sinnvollste, die Tat zuzugeben und sich möglichst einsichtig zu zeigen.

Alles andere macht die Sache nur noch schlimmer. Irgendwelche fadenscheinliche Ausreden nimmt Ihnen sowieso keiner ab.



1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
dadl6
Status:
Praktikant
(609 Beiträge, 105x hilfreich)

quote:
Welche Möglichkeiten bestehen, um aus der Sache wieder halbwegs vernünftig raus zukommen und den Führerschein zu behalten?


Der Führerschein ist nicht in Gefahr. Den darfst du auf jeden Fall behalten.

quote:
Schlimmer ist der 316, aber da es NUR ein Fahrrad war geht das moeglicherweise ausnahmsweise mit Anwalt sogar mit 153A weg.


Das ist nicht gesagt. Im allgemeinen erfolgt bei Trunkenheitsdelikten im Verkehr immer einer Verurteilung. Nur in Ausnahmefällen kommt hier überhaupt eine Einstellung in Betracht.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Der Führerschein ist nicht in Gefahr. Den darfst du auf jeden Fall behalten. <hr size=1 noshade>


Das würde ich nicht unterschreiben.

Zwar kann das Gericht nicht nach § 69 StGB den Führerschein entziehen, da die Tat nicht im Zusammenhang mit dem Führen eines KRAFTfahrzeugs begangen wurde.

Aber die Führerscheinstelle kann die Eignung überprüfen.
Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille verlangt die Führerscheinstelle ein medizinisch-psychologisches Gutachten. Denn § 13 Nr. 2 c) der Fahrerlaubnisverordnung gilt auch bei einer Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad (Oberverwaltungsgericht - OVG Münster 19 B 1757/00 ).

Übrigens hat man sogar einem Fußgänger mal den Führerschein abgenommen. Dem hatte man unterstellt, wer mit einer derartigen BAK noch rumläuft, muß Alkoholiker sein und daher ungeeignet zum Führern von Kraftfahrzeugen... Wie hoch die BAK war, weiß ich nicht mehr...



1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
dadl6
Status:
Praktikant
(609 Beiträge, 105x hilfreich)

:forum:

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Zwar kann das Gericht nicht nach § 69 StGB den Führerschein entziehen, da die Tat nicht im Zusammenhang mit dem Führen eines KRAFTfahrzeugs begangen wurde.

Aber die Führerscheinstelle kann die Eignung überprüfen.


Exact so ist es, und das wird die FSST auch zieml. sicher tun.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
WasWeißIch123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo kesselmann,

könntest du kurz sagen was aus der Sache geworden ist, hab ein ähnliches Problem.

Danke!

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