Fake Schuhe als echt verkauft was droht

2. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Fake Schuhe als echt verkauft was droht

Hey mein Name ist Bastei und ich habe großen Mist gebaut

Ich habe gefälschte Schuhe für 1500 Euro verkauft dazu habe ich „originale Rechnung" für die Schuhe gefälscht

es ging ganze 3x gut beim 4 x wurde ich erwischt und ja ich weiß nicht was auf mich zukommt

Ich komme aus Thüringen bin 34 Jahre keine Vorstrafen und Befinde mich in Bezug des Arbeitlosengeld 2

Ich habe gedacht so komme ich aus dieser Situation raus ich habe davon leider kein Cent mehr ich habe davon all meine Schulden bezahlt

Ich war heute bei der Polizei und habe auch alles direkt zugegeben Und habe bei der Polizei auch gesagt das ich mit den Opfern in Kontakt stehe und hab meinen Kontoauszug mitgemacht wo drauf stehe das ich jeden 50 Euro überweise also insgesamt 150 Euro was echt viel ist für mich aber ich möchte meinen Schaden gut machen es war ein Riesen Fehler

Aber 4500 Euro Schaden ist echt sehr viel und ich habe Große Angst in Knast zu kommen

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22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120218 Beiträge, 39849x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
ich weiß nicht was auf mich zukommt

Ein Strafverfahren.



Zitat (von Basti0808):
ich habe davon all meine Schulden bezahlt

Jetzt hat man 4500 EUR neue Schulden.



Zitat (von Basti0808):
Ich war heute bei der Polizei und habe auch alles direkt zugegeben Und habe bei der Polizei auch gesagt das ich mit den Opfern in Kontakt stehe und hab meinen Kontoauszug mitgemacht wo drauf stehe das ich jeden 50 Euro überweise also insgesamt 150 Euro was echt viel ist für mich aber ich möchte meinen Schaden gut machen

Sehr positiv.



Zitat (von Basti0808):
ich habe Große Angst in Knast zu kommen

Das wäre sehr überraschend wenn das passieren würde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Harry van Sell danke für deine Antwort

Du sagst es wäre überraschend wenn ich in Knast musste das beruhigt mich ein bisschen aber kann kann man grob eine schätzung machen was am Ende für ein Urteil kommen könnte?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120218 Beiträge, 39849x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
kann man grob eine schätzung machen was am Ende für ein Urteil kommen könnte?

Ich würde mit einer Geldstrafe rechnen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hast du dafür eine Begründung das du von einer Geldstrafe ausgehst?

Ist es möglich das ich auch erkennungsdienstlich behandelt werde? Also das Bilder Fingerabdrücke usw genommen werden?

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#5
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1494 Beiträge, 310x hilfreich)

Ich störe den Dialog zwischen Euch beiden ja nur ungern..

Zitat (von Basti0808):
es ging ganze 3x gut
Daran war gar nichts gut.

Zitat (von Basti0808):
Ist es möglich das ich auch erkennungsdienstlich behandelt werde? Also das Bilder Fingerabdrücke usw genommen werden?
Die Mitglieder dieses Forums verstehen durchaus, worum es sich bei einer ED-Behandlung handelt. Nach den bisherigen Schilderungen ergäbe diese wenig Sinn, da der eBay-Betrüger (dessen weitere Straftaten dadurch ja präventiert oder leichter verfolgbar sein sollten) rglm. keine physischen Spuren hinterlässt.

Zitat (von Basti0808):
Befinde mich in Bezug des Arbeitlosengeld 2
Schade, dass die offenbar vorhandene Energie in keine anständige Erwerbstätigkeit, sondern - perspektivisch - in die gewerbsmäßige Begehung von Straftaten investiert wird. Und dies gleich doppelt zu Lasten von denjenigen, die nicht nur Teile ihres Gehaltes via Sozialabgaben direkt an Sie abtreten, sondern dann auch noch von Ihnen betrogen werden.

Zitat (von Basti0808):
Hast du dafür eine Begründung das du von einer Geldstrafe ausgehst?
Interessanter wäre die Gegenfrage, d.h. ab wann man Freiheitsstrafen gg. Straftäter wie Sie verhängt. Es bedürfte noch ein paar mehr Schuhe, dann wären wir dort. Zur Gewerbsmäßigkeit i.S.d. 263 Abs. 3 Nr. 1 Alt. 1 StGB darf man sich gerne informieren.

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#6
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für deine Antwort

Also denkst du es wäre unwahrscheinlich das eine ED durchgeführt wird?

Zum anderen habe ich jetzt mal geguckt und verstehe ich das richtig das du denkt das eher eine Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Betrug und somit dann keine Geldstrafe mehr möglich ist?

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#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32886 Beiträge, 17271x hilfreich)

Richtig, dann gäbe es eine Freiheitsstrafe. Immerhin würde diese aber mit einiger Wahrscheinlichkeit zur Bewährung ausgesetzt.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#8
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Also ist es kein normaler Betrug sondern gewerbsmäßiger Betrug?

Könnte man wage schätzen wie das Urteil sein könnte ?

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#9
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32886 Beiträge, 17271x hilfreich)

Also ist es kein normaler Betrug sondern gewerbsmäßiger Betrug? Vermutlich.
Könnte man wage schätzen wie das Urteil sein könnte ? So 9 bis 12 Monate Freiheitsstrafe.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#10
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Okay also wie wahrscheinlich ist es das gewerbsmäßigkeit angenommen wird ?

Und wenn keine gewerbsmäßigkeit angenommen wird und „nur" ein normaler Betrug ? Dann wäre eine Geldstrafe wahrscheinlich verstehe ich das so richtig?


Wären die 9-12 Monate wahrscheinlich bei gewerbsmäßigkeit und würde diese dann zur Bewährung ausgesetzt werden?

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#11
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32886 Beiträge, 17271x hilfreich)

1. Ziemlich wahrscheinlich.
2. Ja.
3. Ja und ja.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#12
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Aber wenn ich 3x Mindeststrafe 6 Monate nehme komme ich mindestens bei 18 Monaten raus

Kann auch sein das ich falsch denke

Wie wird sowas geregelt?

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#13
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32886 Beiträge, 17271x hilfreich)

Sie denken falsch - eine Gesamtstrafe wird nicht per Addition gebildet: Vielmehr gibt es da quasi Rabatt. Richtig klare Regeln gibt es dafür nicht, aber 3x6 Monate müssen am Ende mehr als 6 und weniger als 18 Monate ergeben. Und was schätzungsweise rauskommt, wissen Sie ja nun schon...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#14
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Also würde auch rein vom gesetzt her 7 Monate gehen weil ist mehr wie 6 und weniger wie 18?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47631 Beiträge, 16834x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
Also würde auch rein vom gesetzt her 7 Monate gehen weil ist mehr wie 6 und weniger wie 18?

Ja

Zitat (von Basti0808):
Befinde mich in Bezug des Arbeitlosengeld 2

Dann dürfte auch noch Sozialleistungsbetrug hinzukommen, denn ich gehe davon aus, dass man es versäumt hat, die Einnahmen zu melden.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein ich wusste nicht das ich da angeben muss es ist doch aus einer Straftat und muss zurückgezahlt werden?


Was ändert es jetzt an denn Schätzungen weil ja dann quasi eine Straftat bzw 3 weitere Straftat dazugekommen wenn das so sein sollte das es Einkommen ist

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
ghostwriter74
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
Nein ich wusste nicht das ich da angeben muss es ist doch aus einer Straftat und muss zurückgezahlt werden?

Was ändert es jetzt an denn Schätzungen weil ja dann quasi eine Straftat bzw 3 weitere Straftat dazugekommen wenn das so sein sollte das es Einkommen ist


Deswegen ist es ja Sozialbetrug. Es wurden Leistungen vom Staat in Anspruch genommen die einem so für den Zeitraum nicht zustanden. Deswegen sollen Bedürftige ihre finanziellen Verhältnisse beim Bürgergeld Antrag offenlegen um festzustellen.

Stellt sich die Frage ob Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht dem zuständigen Behörden das mitteilen. Dann wird da sicher auch Anzeige erstattet und zuviel gezahlte Leistungen von zukünftigen Zahlungen verrechnet, sofern Du noch Bürgergeld beziehst.

Da hast Du im Nachhinein noch Glück dass Du beim 4. Fall aufgeflogen bist, sonst hättest Du die Betrugsmasche noch häufiger gemacht. Da sind 2 Jahre auf Bewährung schnell erreicht, da Straftaten mit gefälschten Produkten+Quittungen/Rechnungen und Sozialleistungen beziehen ein ungesundes Maß an krimineller Energie bedeutet. Stellt sich abschließend die Frage wo die 4.500 Euro hingegangen sind, mittellos warst Du ja nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1113 Beiträge, 181x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
Nein ich wusste nicht das ich da angeben muss es ist doch aus einer Straftat und muss zurückgezahlt werden?

Auch wenn das Geld aus einer Straftat stammt, hätte es angegeben werden müssen und den Bedarf entsprechend gemindert.
Zitat:
LSG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 27.11.2019 - L 4 AS 621/15

Einnahmen, die aus einer Beteiligung an Straftaten stammen, sind als Einkommen bedarfsmindernd zu berücksichtigen.

Bedeutet, neben den 4.500 Euro hast Du jetzt zusätzlich noch Schulden aufgrund der ausstehenden Rückerstattung des Bürgergelds.


-- Editiert von User am 4. April 2024 07:35

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#19
 Von 
Basti0808
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

So wie ich das lese wird noch viel Ärger auf mich zukommen

Aber da ja dann der Sozialbetrug dazu kommt wie würde sich da das Strafmaß verändern? Es wurde ja so auf 9-12 Monte geschätzt aber jetzt sind es ja mehr Straftaten

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120218 Beiträge, 39849x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
Es wurde ja so auf 9-12 Monte geschätzt aber jetzt sind es ja mehr Straftaten

Es ist vor allem Sozialbetrug dabei, da sind die Gerichte nicht sonderlich tolerant.
Bei uns würde das mit 3-6 Monaten "Zuschlag" bewertet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32218 Beiträge, 5661x hilfreich)

Zitat (von Basti0808):
Ich war heute bei der Polizei und habe auch alles direkt zugegeben Und habe bei der Polizei auch gesagt das ich mit den Opfern in Kontakt stehe
Dann kannst du wohl nur auf einen milden Richter hoffen.
Bis dieser *spricht*, vergeht noch einige Zeit.
Evtl. ist das Warten und Grübeln bis dahin schon ein symbolischer Teil der Strafe?? :wink:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1494 Beiträge, 310x hilfreich)

Also gut, nun sollten wir auch einmal die Kirche im Dorf lassen. Der TE ist an dieser Stelle ja überdurchschnittlich auskunftsfreudig, anstatt nach der ersten erteilten Antwort nicht mehr gesehen zu werden, und verdient damit vielleicht noch eine etwas nähere Einordnung.

Zitat (von Anami):
Evtl. ist das Warten und Grübeln bis dahin schon ein symbolischer Teil der Strafe??
So sehen wir das natürlich nicht (Exceptio probat regulam in casibus non exceptis), insbesondere da wir keine Strafe vor dem (rechtskräftigen) Urteil kennen.

Die drei Fälle zu 4.500,- EUR genügen mir nach den bisherigen Schilderungen insbesondere deshalb nicht zu der Annahme einer angestrebten Gewerbsmäßigkeit i.S.d. 263 Abs. 3 Nr. 1 Alt. 1 StGB, da der Beschuldigte hier nahelegt, mittels der Taterträge ausschließlich seine Schulden beglichen zu haben. In #5 bin ich sowie später auch weitere Forenkollegen davon ausgegangen, dass der Beschuldigte tatsächlich Glück hatte, an einer (potentiellen) weiteren Fortsetzung gehindert worden zu sein. Somit können wir lediglich mutmaßen, dass er sich zu einer weiteren Tatbegehung entschlossen haben könnte.

Was haben wir hier?

1. Ratenzahlungsvereinbarungen mit den Geschädigten.
2. Geständige Einlassung im Rahmen der Beschuldigtenvernehmung.
3. Information des Jobcenters (steht noch aus?).
4. Regionaler Faktor: In Thüringen befinden wir uns so ziemlich im tatsacheninstanzlichen Bull’s eye deutscher Rechtsprechung, d.h. im Rahmen überwiegend nachvollziehbarer, erstinstanzlicher Urteile.

Ohne weiteren Vortrag würde ich in der Sache des Ersttäters bislang davon ausgehen wollen, dass hier eine Freiheitsstrafe von 6-12 Monaten, die sehr wahrscheinlich ausgesetzt werden kann, in Betracht kommt, um eben die Auflage erteilen zu können, die Geschädigten im Rahmen der vereinbarten Ratenzahlung über 2-3 Jahre (passend zur Bewährungszeit) zu entschädigen. 41 StGB kommt hier aufgrund der nicht vorhandenen Mittel m.E. nicht in Betracht, ebenso wenig wie der 59 StGB (selbst i.V.m. 59a Abs. 2 Nr. 1 StGB), da hierzu die Schuld m.E. ein My zu hoch wiegt.

-- Editiert von User am 6. April 2024 00:23

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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