Filmen Beleidung durch 2 Nachbarn

2. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Ficusia
Status:
Schüler
(160 Beiträge, 13x hilfreich)
Filmen Beleidung durch 2 Nachbarn

Servus.
Vorab: ja, das ist hier ein absolut unnötiger Kindergarten beim folgenden Fall, bitte um Nachsicht.

3 Nachbarn, A+B+C.
Alle Häuser haben gemeinsamen Blick zum Grundstück der jeweiligen Nachbarn. D.h. A+B+C können sich über Zaungrenzen hinweg "unterhalten".

B verklagt A wg. angebl. Sachbeschädigung - Verfahren vorm AG läuft.
B benennt Zeugen C.

A ist gestern im Garten und wird durch Zeugen "C" gerufen: "Geh ins Haus, sonst gibts Haue". Das ganze 3x. Dann noch: "Ich komm gleich rüber, dann gibts auf die Fresse".

B kommt daraufhin aus dem Haus und beschimpft "A" mit: Ihr Kanaken. Schleichts euch. Ihr Kanaken*******e". Das Wort mit dem Haustier wird 3x verwendet.

In der Vergangenheit wurden deutlich heftigere Beleidigungen ausgesprochen, die "A" aber nie beweissicher dokumentieren konnte (Du gehörst vergast, ihr gehört nach Dachau, so Nachbarn wie ihr gehören erschossen).

A ist Slowake.

Nun passiert dies seit vielen Monaten oft. Gestern gelang aber erstmals mit Zeuge und vor allem offensiver (nicht versteckter) Videoaufzeichnung auch der Beweis.

Frage: ist so eine Aufnahme überhaupt bei einer eventuellen Anzeige / Klage verwendbar ?

Kann man / sollte man dies überhaupt Anzeigen oder Klage erheben ?

Die Aufnahme und "Tat" fand im öffentlichen Raum statt (gemeinsame Einfahrt).

Falls es von Belang ist: Nachbar "B" hat in den letzten Jahren bereits 1x Nachbar "A" mit geschlossener Faust ins Gesicht geschlagen, es gab eine Verurteilung von "B".

Nachbar "B" hatte auch vor 5 Jahren vor laufender Kamera ggüber "A" zugegeben, dass ein Schild im Fenster von "B" hing Richtung Garten von "A" : "Ausländische Hure, verp... dich" . Entsprechende Anzeige wurde aber aufgrund mangelndem öffentlichen Interesses eingestellt und nicht weiter verfolgt.

-- Editiert von User am 2. Februar 2024 17:34

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32950 Beiträge, 5764x hilfreich)

Zitat (von Ficusia):
Frage: ist so eine Aufnahme überhaupt bei einer eventuellen Anzeige / Klage verwendbar ?
Vermutlich nicht. Man hat aber 1 Zeugen.
Zitat (von Ficusia):
Kann man / sollte man dies überhaupt Anzeigen oder Klage erheben ?
Man kann, evtl. sollte man nicht, weil vermutlich das Verfahren wieder eingestellt würde.
Zitat (von Ficusia):
Entsprechende Anzeige wurde aber aufgrund mangelndem öffentlichen Interesses eingestellt und nicht weiter verfolgt.
So wird wohl das Neue wieder sein Kindergartenende finden. Solcher Nachbarstreit ist einfach nicht öffentlich interessant genug.

(Unfug editiert)


-- Editiert von Moderator am 2. Februar 2024 18:19

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16804 Beiträge, 9396x hilfreich)

Zitat (von Ficusia):
Frage: ist so eine Aufnahme überhaupt bei einer eventuellen Anzeige / Klage verwendbar ?
Kann man / sollte man dies überhaupt Anzeigen oder Klage erheben ?

2x Ja

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anaratlos
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

@ Hallo, Ficusia,

wir haben einen ähnlichen Fall und werden auch schon seit vielen Jahren von unserem Nachbarn terrorisiert, u.a. mit Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Deshalb kann ich dich hier auch gut verstehen.

Unser Rechtsanwalt hat uns damals gesagt, dass Video- oder Tonbandaufnahmen vor Gericht nicht verwertbar sind, außer bei Mord, wo es möglicherweise zulässig ist. Wir brauchen immer Zeugen, ansonsten ist eine Klage aussichtslos. Meistens wird so etwas dann wegen Aussage gegen Aussage eingestellt. Ohne Zeugen hat eine Klage wenig Aussicht auf Erfolg. Der Kläger trägt immer die Beweislast!

Tipp von mir:
Wenn die Grillzeit wieder beginnt, würde ich einige gute Freunde oder Arbeitskollegen zu einem Grillfest in meinen Garten einladen und schauen, was der gute Nachbar so von sich gibt... Falls nötig, würde ich alles mit Zeugen dokumentieren und gegebenenfalls zur Anzeige bringen. Auch wenn eine Videoaufnahme vor Gericht nicht verwertbar ist, würde ich diese dennoch machen. Und jedes Mal eine Anzeige und Klage auf Unterlassung. Ansonsten kann man solchen Nachbarn nur mit gleicher Münze heimzahlen. Auch wenn es banal klingt, ist es am einfachsten umzuziehen. Dadurch spart man langjährigen Ärger und Stress. Denn solche Personen werden niemals Ruhe geben. Für mich ist das auch keine Kindergartenangelegenheit mehr.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Ein kurzer Hinweis @Anaratlos: Wir befinden uns hier im Strafrecht, d.h. der "Kläger" ist in diesem Fall der Verletzte.

Zitat (von Anaratlos):
Unser Rechtsanwalt hat uns damals gesagt, dass Video- oder Tonbandaufnahmen vor Gericht nicht verwertbar sind, außer bei Mord, wo es möglicherweise zulässig ist.
Das ist so nicht zutreffend. In einer wie hier geschilderten Bedrohungssituation kann man durchaus die Videoaufnahme starten, den Täter auf selbige hinweisen und z.B. um Wiederholung der Bedrohung bitten. Eine solche Aufnahme kann sodann durchaus beweiserheblich sein. Bei Straftaten gegen das Leben u.a. werden darüber hinaus Videoaufzeichnungen auch dann als Beweismittel berücksichtigt, wenn kein Mord verwirklicht wurde.

-- Editiert von User am 8. Februar 2024 00:13

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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