Frage zu Löschungsfristen erw. Führungszeugnis

1. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
ip593735-53
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Frage zu Löschungsfristen erw. Führungszeugnis

ich habe mir zum Thema "Führungszeugnis - Löschfristen nach § 34 BZRG" mittlerweile viele Beiträge im Internet, vor allem aber hier auf dieser Seite, durchgelesen. Leider ist mir mein Fall trotzdem nicht klar. Nun hoffe ich hier im Forum vielleicht eine einfache Erläuterung zu erhalten und bedanke mich für Ihr/Euer Zutun schon mal im Voraus.

Es geht um folgende Eintragungen:
1.
Datum der Rechtskraft: 23.05.2019
Angew. Vorschriften: StGB §136 Abs. 2, §353b, §52, §53, §56
Verhängte Strafe: 7 Monate Freiheitsstrafe, Bewährungszeit 3 Jahre

2.
Datum der Rechtskraft: 07.10.2019
Angew. Vorschriften: StGB §266 Abs. 1, §53, §55, §56
Verhängte Strafe: 2 Jahre Freiheitsstrafe, Bewährungszeit 3 Jahre, Einbezogen wurde 1.

Nun meine Frage:
Wann erscheinen die beiden Einträge nicht mehr in meinem erweiterten Führungszeugnis (zur Vorlage bei Behörden)?

Nach 5 Jahren? Nach 10 Jahren?
Kann ich die 3jährige Bewährungszeit von diesen Zeiten bereits abziehen, d.h. wird ab Datum der Rechtskraft ab gerechnet?

Danke für Ihre/Eure Auskunft hierzu.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2084 Beiträge, 545x hilfreich)

Hab mir jetzt mal den § 46 BZRG angeschaut und käme zu dem Schluss 15 Jahre ab Rechtskraft, wenn die Bewährungsaussetzung nicht widerrufen wird.

Aber vielleicht übersehe ich auch etwas.

-- Editiert von User am 1. September 2022 12:27

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33067 Beiträge, 17326x hilfreich)

Ja, allerdings. Der TE hat nicht nach der Tilgung aus dem BZR gefragt, sondern nach dem Führungszeugnis. Und da wird der Eintrag nach 5 Jahren plus Strafdauer entfernt, also nach 7 Jahren. Die Frist beginnt mit dem Urteil. Und ja, das gilt auch für das erweiterte FZ für Behörden, nicht nur für das normale FZ.

-- Editiert von User am 1. September 2022 13:23

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33067 Beiträge, 17326x hilfreich)

Hab mir jetzt mal den § 46 BZRG angeschaut Der hat nur nichts mit dem Führungszeugnis zu tun, sondern lediglich mit der Speicherfrist im BZR. Im Übrigen sind die 15 Jahre falsch - eben jener § 46 legt in Absatz 3 fest, dass hier die Strafdauer auf die 15 Jahre aufzuschlagen ist, so dass es 17 Jahre sind.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#4
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2084 Beiträge, 545x hilfreich)

Wusste ich doch, dass ich was übersehen hab :D

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