Frage zum Begriff Diebstahl bzw. Unterschlagung

19. November 2005 Thema abonnieren
 Von 
gucky_00
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Frage zum Begriff Diebstahl bzw. Unterschlagung

Hallo,

ich bitte hier einmal um Hilfestellung zu den Begriffen:

- Diebstahl (im besonderen
Laden..)
- Unterschlagung

Fakt:
Besuch eines Baumarktes,
Suchen (und Finden) von 1*Bohrer HSS 5,5 mm und 1*Bit-Einsatz BZ3-Gesamtwert ca. € 3,00.
Ein menschliches Bedürnis drängt -> ab zum WC, dabei die beiden Kleinteile in die Aussentasche gesteckt.
Nach WC-Besuch in anderer Abeitlung div. Preisvergleiche durchgeführt und auf dem Rückweg einen weiteren Artikel (Wert € 8,00) ausgesucht.

Ran an die Kasse, den Artikel zu 8,00 bezahlt, raus und ertappt..*g*

Nun ist es zwar Ansichtssache, aber da die beiden fraglichen (gestohlenen) Artikel in der Aussentasche gut sichtbar waren und (ausnahmsweise wirklich) nur eine Schusseligkeit/Vergesslichkeit vorlag, ob dies wirklich ein Diebstahl (von wegen Vorsatz) war oder nicht eher eine Unterschlagung durch Unterlassung, da im Grunde ja kein Vorsatz vorlag.

Könnte mir zu diesen Gedanken jemand etwas genaueres erklären?

Vielen Dank im voraus.
Gruß
gucky_00

-- Editiert von gucky_00 am 19.11.2005 21:30:52

-- Editiert von gucky_00 am 19.11.2005 21:32:05

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Indem Sie die Sachen in Ihre Tasche gesteckt haben haben Sie zunächst mal den Gewahrsam des Baumarktes gebrochen und eigenen begründet, womit der objektive Tatbestand des Diebstahls erfüllt ist. Subjektiv müssten Sie das vorsätzlich gemacht haben. Da Sie kaum in Trance waren, als Sie die Sachen in Ihre Tasche gesteckt haben (mehr ist für den Vorsatz nicht erforderlich), liegt auch Vorsatz vor.
Allerdings ist für einen Diebstahl auch eine Zueignunsabsicht erforderlich, was bedeutet, dass Sie die Sachen widerrechtlich (also ohne Bezahlung) in Ihr eigenes Vermögen überführen wollen. Wenn nur ein Vergessen vorliegt ist das nicht der Fall. Allerdings muss Ihnen das erstmal jemand glauben, was schwierig sein dürfte, wenn Sie das Ganze mit einem *g* illustrieren.
Aber wie auch immer, wenn Sie nicht vorbestraft sind düfte das Verfahren wegen Geringfügigkeit gem. § 153 Abs. 1 StPO eingestellt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
gucky_00
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

danke für die vertiefenden Infos.

Das *g* war bzw. ist als sarkastisch zu sehen, Spaß hat es nun wirklich nicht gemacht. Weder vorher noch nachher.

Als sog. 'Ersttäter' mache ich mir über evtl. strafrechtliche Konsequenzen im Moment noch nicht allzuviel Sorgen. Für mich(!) ist nur wichtig, das von meiner Seite kein Vorsatz vorlag.

Für die Beantwortung des sicherlich noch kommenden Anhörungsbogens haben Sie mir mit den o.a. Erläuterungen wirklich weitergeholfen. Danke.

Gruß
gucky_00

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Guten Tag,

ich schließe mich den Ausführungen meines Kollegen an. Ihre Schilderung wird idR wenig glaubhaft sein.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Gern geschehen.

0x Hilfreiche Antwort

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