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Führungszeugnis-Approbation

 Von 
Ralf21
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Führungszeugnis-Approbation

Hallo!

Ich wurde im Dez. ´99 zu 30 Tagessätzen à 20 DM und im Juli ´02 zu 80 Tagessätzen à 20 Euro wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr verurteilt. Die 2.te Strafe in mein Führungszeugnis aufgenommen worden.
Das Problem an der Sache ist, das ich gerade mein Medizinstudium abgeschlossen habe und eigentlich meine Approbation bzw. Teilapprobation beantragen und meine Promotionsarbeit einreichen müsste, für Beides soll ich erklären das ich nicht vorbestraft bin.
Besteht trotz meiner Vorstrafe die Möglichkeit zumindest meine Approbation zu erlangen oder muss ich warten bis mein Führungszeugnis wieder „sauber“ ist und dauert es in diesem Fall 3 oder 5 Jahre? Oder kann ich trotz Vorstrafe eine Approbation erlangen?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Führungszeugnis Sache Trunkenheit Verkehr


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24475 Beiträge, 6476x hilfreich)

Zu den Fragen bezügl. der Approbation kann ich -mangels Kenntnis- nichts sagen.

Ihr Führungszeugnis ist ab Juli 2005 wieder sauber. [§ 34(1)1a BZRG ]. Aus dem Bundeszentralregister werden die Eintragungen im Juli 2012 gelöscht.[ § 46(1)2a BZRG ]

Ich weiß nicht, wie es bei Approbationen bezügl. der "Offenbarungspflicht" gem. § 53 BZRG (unten angehängt) aussieht. Besteht diese Offenbarungspflicht nicht, dürfen Sie sich ab 07/05 wieder als "nicht vorbestraft" bezeichnen; besteht die Offenbarungspflicht, müssen Sie die Verurteilungen bis 07/12 angeben.
<hr><small>BZRG § 53 Offenbarungspflicht bei Verurteilungen

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(1) Der Verurteilte darf sich als unbestraft bezeichnen und braucht den der Verurteilung zugrunde liegenden Sachverhalt nicht zu offenbaren, wenn die Verurteilung

1. nicht in das Führungszeugnis
oder nur in ein Führungszeugnis nach § 32 Abs. 3, 4 aufzunehmen oder

2. zu tilgen ist.

(2) Soweit Gerichte oder Behörden ein Recht auf unbeschränkte Auskunft haben, kann der Verurteilte ihnen gegenüber keine Rechte aus Absatz 1 Nr. 1 herleiten, falls er hierüber belehrt wird.



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"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter, Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
Miniway
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 64x hilfreich)

Hi
bei der Approbation ist es wichtig, dass die Vorstrafen nicht in direktem Verhaltniss zum Beruf stehen. Beispiel: Ein angehender Arzt der gegen das Btm verstossen hat impliziert na klar eher einen Missbrauch als einer der drogenfrei gewesen ist.
Ich sehe hier keinen direkten Bezug, mein Komilitone ist auch einmal wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden, ist aber dennoch Arzt geworden.
Tip
einfach mal anonym beim LPA eines anderen Bundeslandes anrufen und nachfragen. ansonsten zur endgültigen Klärung mal unter www.medi-learn.de posten
Viel Erfolg
miniway

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