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Gefährliche Körperverletzung - sollen wir uns einen Anwalt nehmen?

 Von 
j4n
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Gefährliche Körperverletzung - sollen wir uns einen Anwalt nehmen?

Guten Abend,
vor einiger Zeit sind wir (2 Freunde und ich) von einer Feier weggegangen um zum naheligenden Zigarettenautomaten zu gehen. Der besagte Zigarettenautomatwar gegenüber einer Bushaltestelle inder auch 3 andere Jugendliche (geschätztes alter 18&plus ;) saßen. Diese haben uns während wir uns am Automaten versuchten angepöbelt von denen auch einer zu uns rüber kam. Nach einem kurzen gespräch war alles geklärt und wir haben die Information bekommen das ein Stück weiter der nächste Zigarettenautomat war bei dem wir dann auch Erfolg hatten. Auf dem Rückweg zur Feier sind wir dann wieder an dem ersten Automaten vorbeigekommen wo halt auch wieder diese Bushaltestelle war (incl. der anderen Personen).

Die drei Personen fingen wieder an zu pöbeln und stellten sich dann vor uns um uns den weg zu versperren. Nach einem kurzen verbalen konflikt wurde der erste von uns geschubst der dann zurück schubste. Darauf hn bekam er einen Schlag worauf hin er zurück schlug und eine Rangelei zwischen den beiden anfing. Nach kurzer Zeit stoppte die Rangelei und dann fing sie wieder an. Nach pi mal daumen 5 Minuten konnten wir drei uns absetzen und wieder in richtung Feier gehen. Ehe wir uns versaehen kamen die wieder von hinten angelaufen sprangen meine beiden Freunde an und es artete wieder eine Prügelei aus. Aufeinen meiner Freunde sind die immer rauf gegangen, der sich entsprechend halt zur Wehr gesetzt hat, der andere Freund war die eiste Zeit dabei die Rangelei zu schlichten und ich habe mich im hintergrund gehalten (da ich eine lähmung meines rechten Armes habe wollte ich einer rangelei möglichst aus dem weg gehen).
Diese Schlägerei kam und kam nicht zur ruhe, aber auf grund dessen das es schon stockfinster wahr konnte ich mich ein Stück entfernen und die Polizei alamieren, die gefühlte 30 min. später dann auch ein traf. bis die Polizei eingetroffen ist ging die ganzte Schlägerei weiter, wir wurden zum Teil "eingekässelt" und die meiste Zeit war halt ein Freund am "boxen". Kurz bevor die Polizei eintraf oder relativ zur gleichen Zeit waren 2 der 3 Personen verschwunden und wir haben den Vorfall bei der Polizei aufgegeben incl. unser Personalien. Mitte der Woche dadrauf bekam ich einen Brief von der Polizei mit dem Betreff "Vorladung als Beschuldigter" und Tatvorwurf: Gefährliche Körperverletzung.

In der Schlägerei war ich einmal beteiligt in sofern das ich von hinten attakiert wurde, mir die Brille und die Mütze vom Kopf gehauen wurde und ich den kurzerhand unter den einen Arm geklemmt habe, ihn auf den Boden geschmissen habe und mich raufgesetzt habe. Er dann auch gleich "klein bei" gab.

Mein einer Freund "der Schlichter" war heute bei der Polizei wo die Beamten dann gleich Fingerabdrücke genommen haben und ein Foto gemacht haben. Ihm wurde dann mitgeteielt das zwei Personen im Krankenhaus gelandet sind, der eine sop wie er sagte auch mindest eine Nacht. Die Eltern haben eine Anzeige aufgegeben.

Meine Frage an euch ist nun:
Was erwartet mich als mehr oder eeniger nicht eingreifender,
mein einer Freuind "der Schlichter"
und mein dritter Freund "der am meistewn Attakierte"?
Und sollen wir uns einen Anwalt nehmen?

Vielen Dank im Vorraus,
j4n

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Anwalt Freund Eltern


27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3144 Beiträge, 3396x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Die Eltern haben eine Anzeige aufgegeben. <hr size=1 noshade>


Damit dürften die "Gegner" noch keine 18 gewesen sein.

quote:<hr size=1 noshade>Mitte der Woche dadrauf bekam ich einen Brief von der Polizei mit dem Betreff "Vorladung als Beschuldigter" und Tatvorwurf: Gefährliche Körperverletzung. <hr size=1 noshade>


Einer Vorladung (als Beschuldigter) zur Polizei muss man nicht Folge leisten! Nur Vorladungen zur Staatsanwaltschaft / zum Gericht muss man nachkommen.

Grundsätzlich sollte man nur nach anwaltlicher Rücksprache bei der Polizei vorsprechen.

GKV (§ 224 StGB ): Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.

Der Versuch der GKV ist ebenfalls strafbar.

Ich unterstelle aber mal, dass Du noch unter 21 bist!? Sollte dies zutreffend sein, könnte Jugendstrafrecht (JGG) zur Anwendung kommen. Das JGG ist wesentlich humaner.

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-- Editiert am 23.09.2010 00:42

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#2
 Von 
j4n
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Da ich 22 bin falle ich wohl oder übel nicht mehr unter das Jugendstrafrecht, bzgl. des Alters der Angreifer kann ich nichts sagen, da ich in der Dunkelheit keine Aussage treffen kann.

Der Vorfall hat sich um 2 Uhr morgens abgespielt. Alle außer meiner wenigkeit waren betrunken, Wenn die kläger nicht 18+ waren stellt sich für mich die Frage, warum waren die Betrunken? Fällt das ganze nicht unter Aufsichtspflicht der Eltern (-18 und alkoholisiert)?

Ich wurde das eine Mal von hinten attackiert worauf hin ich mich ohne zu schlagen zur Wehr gesetzt habe. Können mir die dafür einen Vorwurf machen?

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#3
 Von 
DoctorWho
Status:
Praktikant
(929 Beiträge, 276x hilfreich)

Entscheidend ist, ob du dich auf Notwehr berufen kannst.

Da gibt es dann einmal den formalen Aspekt (also ob die konkrete Handlung zum konkreten Zeitpunkt vom Notwehrrecht abgedeckt war; die Schilderung läßt jedenfalls nicht das Gegenteil erkennen) und den praktischen Aspekt der Beweisbarkeit (welches von den beiden Trüppchen nun Angreifer und welches Opfer gewesen sein soll und wie glaubwürdig die Beteiligten aussagen, ob es ggfs. Dritte als Zeugen gibt etc.).

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#4
 Von 
hpunkt
Status:
Schüler
(245 Beiträge, 129x hilfreich)

quote:
Der Vorfall hat sich um 2 Uhr morgens abgespielt. Alle außer meiner wenigkeit waren betrunken, Wenn die kläger nicht 18+ waren stellt sich für mich die Frage, warum waren die Betrunken? Fällt das ganze nicht unter Aufsichtspflicht der Eltern (-18 und alkoholisiert)?


Erstens gibt es kein Gesetz, dass Minderjährigen verbieten würde Alkohol zu konsumieren und/oder sich nachts draussen aufzuhalten, zweitens würde bei einem 16- oder 17jährigen in einem solchen Fall auch kein Gericht eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern annehmen, drittens können auch die Eltern eines 20jährigen oder 50jährigen eine Strafanzeige aufgeben, genauso wie das ein 14jähriger selbst ohne die Eltern kann.

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#5
 Von 
DoctorWho
Status:
Praktikant
(929 Beiträge, 276x hilfreich)

Richtig, einen Straf*antrag* kann aber ein Minderjähriger nicht stellen, oder irre ich mich da?

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#6
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Die Eltern haben eine Anzeige aufgegeben.
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Damit dürften die "Gegner" noch keine 18 gewesen sein. <hr size=1 noshade>


Quark. Eine Anzeige kann jeder aufgeben, da diese nur die Mitteilung über eine (vermeintliche) Straftat ist.

quote:<hr size=1 noshade>Erstens gibt es kein Gesetz, dass Minderjährigen verbieten würde Alkohol zu konsumieren <hr size=1 noshade>


O weia ..... > § 9 , Abs. 1 und Abs. 4 JuSchG

quote:<hr size=1 noshade>Richtig, einen Straf*antrag* kann aber ein Minderjähriger nicht stellen, oder irre ich mich da? <hr size=1 noshade>


Aber die Eltern > § 77, Abs. 2 StGB

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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#7
 Von 
Andarta
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Erstens gibt es kein Gesetz, dass Minderjährigen verbieten würde Alkohol zu konsumieren <hr size=1 noshade>


Das ist richtig, da der zitierte § 9 JuSchG nicht dem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu trinken, sondern vielmehr die Abgabe von Alkohol und die Gestattung des Trinkens untersagt.






-- Editiert am 24.09.2010 08:11

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#8
 Von 
DoctorWho
Status:
Praktikant
(929 Beiträge, 276x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>O weia ..... > § 9, Abs. 1 und Abs. 4 JuSchG <hr size=1 noshade>


Entgegen der weit verbreiteten Urban Legend untersagt das JuSchG dem Jugendlichen überhaupt nichts.

Es untersagt nur Dritten, bestimmte Dinge zu tun, etwa (unter bestimmten Bedingungen) Alkohol an Jugendliche auszuschenken, Jugendliche länger als ... Uhr in einem Wirtschaftsbetrieb bleiben zu lassen etc.

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#9
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2484x hilfreich)

quote:
Und sollen wir uns einen Anwalt nehmen?


Existiert eine RSV? Es ist leider so, daß dir als "Beschuldigtem" die StA keine Akteneinsicht gewährt. Wenn ihr also wissen wollt, was eure "Gegner" laut Ermittlungsakten so alles erzählt haben führt kein Weg am Anwalt vorbei, siehe 147 StPO.

55, 136 StPO gut durchlesen. Oft werden die Belehrungspflichten im Ermittlungsverfahren etwas locker ausgelegt.

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#10
 Von 
hpunkt
Status:
Schüler
(245 Beiträge, 129x hilfreich)

Eine Rechtsschutzversicherung nützt bei Vorsatztaten wie Körperverletzung überhaupt nichts.

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#11
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Das ist richtig, da der zitierte § 9 JuSchG nicht dem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu trinken, sondern vielmehr die Abgabe von Alkohol und die Gestattung des Trinkens untersagt. <hr size=1 noshade>


Lustige Sichtweise!

Was bedeutet das für dich denn im Umkehrschluss?

Wenn du (oder die Polizei) also bei trinkenden Jugendlichen vorbeikommst darfst du denen dies nicht gestatten...ergo, ist es den Jugendlichen nicht erlaubt, oder ?!

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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#12
 Von 
hpunkt
Status:
Schüler
(245 Beiträge, 129x hilfreich)

quote:
Lustige Sichtweise!

Was bedeutet das für dich denn im Umkehrschluss?

Wenn du (oder die Polizei) also bei trinkenden Jugendlichen vorbeikommst darfst du denen dies nicht gestatten...ergo, ist es den Jugendlichen nicht erlaubt, oder ?!


Nein, ganz herrschende Meinung. Ein Jugendlicher, der Alkohol trinkt, sich nachts um drei in einer Disco aufhält oder für sein Alter nicht vorgesehene PC-Spiele kauft, macht sich nichtmal einer OWi schuldig. Die entsprechenden Verkäufer oder Türsteher u.U. schon. Dass der Verkauf an einen Jugendlichen nicht erlaubt ist, bedeutet noch nicht, dass der Kauf durch einen Jugendlichen nicht erlaubt wäre. Das JuSchG stellt eben niemals auf den zu schützenden Jugendlichen selbst ab.

Lustig ist eher dein Selbstbewusstsein in sämtlichen Threads hier, wenn gleichzeitig jeder zweite deiner Beiträge sachlich falsch ist.

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-- Editiert am 24.09.2010 15:22

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#13
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:
Ein Jugendlicher, der Alkohol trinkt, sich nachts um drei in einer Disco aufhält oder für sein Alter nicht vorgesehene PC-Spiele kauft, macht sich nichtmal einer OWi schuldig


Dann schau dir mal den Zusatz im § an:

"oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen [..]
weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden ."

Wenn man jemanden etwas nicht gestatten darf, ist es ja eindeutig dem Jugendlichen nicht erlaubt, ansonsten wäre der Verzehr ja gestattet!

Deine Ansichten hier sind ja auch immer wieder von lustiger Einfachheit!




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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#14
 Von 
DoctorWho
Status:
Praktikant
(929 Beiträge, 276x hilfreich)

quote:
Wenn man jemanden etwas nicht gestatten darf, ist es ja eindeutig dem Jugendlichen nicht erlaubt, ansonsten wäre der Verzehr ja gestattet!


Und wo wird dem Jugendlichen deswegen eine Sanktion angedroht?

quote:
Wenn du (oder die Polizei) also bei trinkenden Jugendlichen vorbeikommst darfst du denen dies nicht gestatten...


Was soll die Formulierung denn aussagen? Daß du verpflichtet wärst, Jugendlichen den Alkohol wegzunehmen, etwa wenn du auf der Straße welche mit Wodkaflasche siehst? Das ist natürlich Unsinn, solange keine besonderen Umstände vorliegen, sich das ganze also etwa in deiner Wohnung abspielt.

"Den Verzehr gestatten" bedeutet, daß man ihnen die unmittelbare Möglichkeit gibt, also etwa nicht einschreitet, wenn sie sich an deiner Minibar vergreifen wollen. Oder ihnen Geld gibt mit den Worten "kauft euch dafür Schnaps".

Der Jugendliche "darf" aber problem- und sanktionslos Alkohol konsumieren.
Wäre es ihm "nicht erlaubt", müßte das ja logischerweise auch sanktioniert sein.

Lustig, wie du an deinem Halbwissen festhältst, nur um nicht zugeben müssen, dich geirrt zu haben.

-- Editiert am 24.09.2010 16:26

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#15
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Lustig, wie du an deinem Halbwissen festhältst, nur um nicht zugeben müssen, dich geirrt zu haben. <hr size=1 noshade>


Na dann tun wir beide einfach unser Halbwissen zusammen und schon haben wir ein perfektes Wissen!

Ich muss hier nicht zugeben mich geirrt zuhaben (womit ich auch generell kein Problem hätte) wenn man mich nicht versteht bzw. alles aus dem Zusammenhang reisst.

Es ging mir hier um die Aussage
"der zitierte § 9 JuSchG nicht dem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu trinken".

Und eben dies tut er doch.

Einmal weil, wiederholt, da steht "oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen [..]
weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden
(gut dein Beispiel mit der Minibar ddie du anscheinend im Freien hast)

und zweitens seht da auch drin, dass "harte" Alkoholika nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen.

So, sind das jetzt Verbote für diese beide Gruppen oder nicht ???

Wie gesagt, mir gings nicht um eine evtl strafrechtliche Relevanz für die Jugendlichen sondern dass es sehr wohl Verbote im Gesetz gibt.

quote:<hr size=1 noshade>Was soll die Formulierung denn aussagen? Daß du verpflichtet wärst, Jugendlichen den Alkohol wegzunehmen, etwa wenn du auf der Straße welche mit Wodkaflasche siehst? Das ist natürlich Unsinn <hr size=1 noshade>


Sag das mal denen vom Ordnungsamt oder Polizei wenn sie draussen Jugendliche mit Wodka, Schnaps ect antreffen.


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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#16
 Von 
Andarta
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Ich muss hier nicht zugeben mich geirrt zuhaben (womit ich auch generell kein Problem hätte) <hr size=1 noshade>


Nein, du würdest dich stattdessen winden wie ein Aal und dir die Rechtslage einfach passend zurechtbiegen, wie man ja auch an deinen anderen Beiträgen sieht.

quote:<hr size=1 noshade>Es ging mir hier um die Aussage
"der zitierte § 9 JuSchG nicht dem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu trinken".

Und eben dies tut er doch. <hr size=1 noshade>


Nein, genau das tut er eben nicht.

quote:<hr size=1 noshade>wenn man mich nicht versteht bzw. alles aus dem Zusammenhang reisst. <hr size=1 noshade>


Mit Verlaub, außer dir reißt hier niemand etwas aus dem Zusammenhang. Und offensichtlich verstehst du den Gesetzestext nicht.

quote:<hr size=1 noshade>Wie gesagt, mir gings nicht um eine evtl strafrechtliche Relevanz für die Jugendlichen sondern dass es sehr wohl Verbote im Gesetz gibt. <hr size=1 noshade>


Aber nicht für den Jugendlichen.

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#17
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2484x hilfreich)

quote:
Eine Rechtsschutzversicherung nützt bei Vorsatztaten wie Körperverletzung überhaupt nichts.


Nicht ganz, meistens besteht folgende Klausel:

"Ist neben der vorsätzlichen Begehung auch eine fahrlässige möglich, wird beim Vorwurf einer vorsätzlichen Handlung Versicherungsschutz rückwirkend nur dann gewährt, wenn nicht rechtskräftig festgestellt wurde, dass eine vorsätzlich Begehung vorlag."

Im Verkehrs-RS geht das sogar noch weiter:

"Der passive Straf-Rechtsschutz schützt bei verkehrsrechtlichen Vergehen auch gegen den Vorwurf einer vorsätzlichen Begehung, doch entfällt bei rechtskräftiger Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Handlung rückwirkend der Versicherungsschutz."

Sonst hätte es der Anzeigende immer in der Hand den Versicherungsschutz auszuhebeln.

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#18
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

:bang:

quote:<hr size=1 noshade>Es ging mir hier um die Aussage
"der zitierte § 9 JuSchG nicht dem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu trinken".
Und eben dies tut er doch.
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Nein, genau das tut er eben nicht. <hr size=1 noshade>


Natürlich. Mit welchem Recht würde die Polizei denn Jugendlichen draussen die Wodkaflasche abnehmen wenn sie, wie du hier andauernd behauptest sie doch trinken dürften?!!



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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#19
 Von 
Andarta
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:
Mit welchem Recht würde die Polizei denn Jugendlichen draussen die Wodkaflasche abnehmen wenn sie, wie du hier andauernd behauptest sie doch trinken dürften?!!


Wie ich sehe, ist es absolut hoffnungslos, dir den Begriff Jugendschutz vermitteln zu wollen.
Noch mal extra für dich: Es gibt kein Gesetz, das einem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu konsumieren.
Wie oft soll man dir das eigentlich noch erklären? Hast du die obigen Antworten überhaupt gelesen?









-- Editiert am 25.09.2010 12:34

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#20
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:
Es gibt kein Gesetz, das einem Jugendlichen verbietet, Alkohol zu konsumieren.
Wie oft soll man dir das eigentlich noch erklären? Hast du die obigen Antworten überhaupt gelesen?


Oft genug um zu wissen dass deine Aussagen falsch sind!

Dann beantworte doch mal meine Frage bzw. erkläre uns doch mal den Text der des § 79 :

1. Mit welchem Recht würde die Polizei denn Jugendlichen draussen die Wodkaflasche abnehmen wenn sie, wie du hier andauernd behauptest sie doch trinken dürften?

2. (1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen

1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche,
2. andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren

weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

Was also verstehst du dann eigentlich unter den Begriffen "in der Öffentlichkeit" und "noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden" .... dass die i.d. Ö. trinken dürfen oder eben nicht??



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#21
 Von 
Andarta
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Oft genug um zu wissen dass deine Aussagen falsch sind! <hr size=1 noshade>


Keine meiner diesbezüglichen Aussagen war falsch.

quote:<hr size=1 noshade>erkläre uns doch mal den Text der des § 79 <hr size=1 noshade>


Meinst du den § 9 JuSchG ? Wenn ich den der Wand vor mir erkläre, ist das wahrscheinlich eher von Erfolg gekrönt.

quote:<hr size=1 noshade>Mit welchem Recht würde die Polizei denn Jugendlichen draussen die Wodkaflasche abnehmen wenn sie, wie du hier andauernd behauptest sie doch trinken dürften? <hr size=1 noshade>


Mit welchem Recht würde denn die Polizei einem potentiellen Selbstmörder die Waffe wegnehmen?

quote:<hr size=1 noshade>Was also verstehst du dann eigentlich unter den Begriffen "in der Öffentlichkeit" und "noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden" .... dass die i.d. Ö. trinken dürfen oder eben nicht? <hr size=1 noshade>


Die Frage ist wohl eher: Was genau verstehst eigentlich du daran nicht?

Wie hpunkt oben schon richtig bemerkt hat:

quote:<hr size=1 noshade>Das JuSchG stellt eben niemals auf den zu schützenden Jugendlichen selbst ab. <hr size=1 noshade>


Damit ist im Grunde alles gesagt.





-- Editiert am 25.09.2010 14:04

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#22
 Von 
j4n
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Also .. um den Verlauf des eigentlichen Topics weiter zu führen. Nach einer kurzen Schilderung des Beamten wie der Vorfall abgelaufen sei hat er uns vermehrt darauf hingewisen das wir die Möglichkeit haben einen Anwalt zu nehmen. durch die Blume gesagt eine halbe Aufforderung. Der Vorfall wurde von den Klägern etwas anders geschildert wo zu ich erstmal keine weitere Stellungnahme getätigt habe.

Das ganze sieht garnicht so gut aus da 2 von den ins Krankenhhaus gekommen sind. Einer von den ist am gleichen Tag raus, der andere hingegen lag wohl über längere Zeit drinne.

Mein Vorteil ist das die gesagt haben, das einer von uns mit Brille sich so ziemlich aus der Schlägerei rausgehalten hat. Ich bin der einzige von uns mit Brille. Für die anderen kann ich nur beten da diese -22 sind und das die noch unter dem JSG wenn verurteilt werden.

Aber nun wrde ich erst einmal ein Beratungsgespräch mit einem Anwalt führen.



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#23
 Von 
DoctorWho
Status:
Praktikant
(929 Beiträge, 276x hilfreich)

@Anonymer_ist_besser, du verstehst einfach die Zielrichtung von "darf nicht gestattet werden" nicht.

Dir ist verboten, einem Jugendlichen zu gestatten, Alkohol zu konsumieren.

Wenn der Jugendliche aber an Alkohol gekommen ist und auch niemand da ist, der es ihm "nicht gestatten" könnte, dann darf er trinken, soviel er lustig ist. Und genau das besagt doch, daß es ihm nicht verboten ist. Denn das hieße ja, er dürfte das nirgends, auch nicht nachts allein im Wald. Und es hieße auch, daß er selbst mit Sanktionen bedroht wird. Oder kennst du sonst noch irgendein "Verbot", dessen Verletzung keinerlei Sanktionen nach sich zieht?

Du beharrst beratungsresistent auf deiner falschen Interpretation (eigentlich ein falscher Umkehrschluß "wenn es niemandem erlaubt ist, dem A zu gestatten, B zu tun, *dann* ist B dem A verboten" ;) und führst immer absurdere Verrenkungen auf, um dich korrigierende Argumente nicht anerkennen zu müssen.

Außerdem geht das Verbot des Gestattens auch nicht so weit, daß du nun verpflichtet (!) wärst, jedem Jugendlichen, egal wann und wo, den du beim (versuchten) Alkoholkonsum beobachtest, daran zu hindern.

Ist das denn so schwer zu verstehen?

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#24
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

Zitat:
Ist das denn so schwer zu verstehen?


Solange sich alle hier mit einer anderen Meinung um die Antworten zu meiner Frage drücken, ja.

Nochmals: Das den Jugendlichen keine Sanktionen treffen, ist mir bewußt und habe ich auch mehrfach geschrieben.

Aber, mit welchem Recht, nimmt die Polizei oder das Ordnungsamt, den Jugendlichen den Alkohol ab, wenn es denen nach eurer Aussage doch erlaubt ist, diesen in der Öffentlichkeit zu trinken??

Laut Jugendschutzgesetz ist auch das Rauchen nicht explizit verboten und doch für Jugendliche nicht erlaubt.

Also, wenn mir als Jugendlicher i.d. Öffentlichkeit Alkohol und Zigaretten abnimmt, kann ich ja wohl nicht davon ausgehen dass es mir erlaubt ist odr welches Recht kann ich da als Argument angeben!!??




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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

-- Editiert am 25.09.2010 22:01

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#25
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2484x hilfreich)

quote:
... oder welches Recht kann ich da als Argument angeben!!??


Vielleicht 1 I PolG:

"Die Polizei hat die Aufgabe, von dem einzelnen ... Gefahren abzuwehren ..."

Quelle, exempl. Ba-Wü: PolG

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#26
 Von 
Anonymer_ist_besser
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 205x hilfreich)

quote:
... oder welches Recht kann ich da als Argument angeben!!??
--------------------------------------------------------------------------------
Vielleicht 1 I PolG:
"Die Polizei hat die Aufgabe, von dem einzelnen ... Gefahren abzuwehren ..."


Demzufolge ist es ja dann nicht erlaubt.

Meinte, welches Argument können die mit der anderen Meinung nun anführen wenn Ihnen der Alkohol abgenommen wird?!

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"Wüßte ich alles, wäre ich Gott - so muss ich nachschlagen!"

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#27
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2484x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Meinte, welches Argument können die mit der anderen Meinung nun anführen wenn Ihnen der Alkohol abgenommen wird?! <hr size=1 noshade>


Art. 14 GG ?

Dann kommen aber die Schrankentheorien der Grundrechte ins Spiel.

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