Große Dummheit - Urkundenfälschung

13. April 2007 Thema abonnieren
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)
Große Dummheit - Urkundenfälschung

Hallo,
ihr seit mir von Freunden empfohlen worden, denn habt ihr auch sehr gut geholfen.

Mein Problem ist, ich habe eine sehr große Dummheit begannen. Ich habe für einen neuen Mievertrag, den Gahltsnachweis von meinem Mann "aufpoliert", das Schreiben von der Bank über den Eingang der Kaution gefälscht, und noch ein weiteres Schreiben von der Bank, woraus hervorgeht, das wir die Miete überwiesen haben und das es vom Konto runter ist. Leider ist nun alles aufgeflogen und es wurde natürlich Strafanzeige erstattet. sowohl von der Bank, als auch vom Vermieter, wurde mir schriftlich von beiden mitgteilt.

Nun meine Fragen:

1) Was kann mir passieren?
2) Werden es zwei Prozesse oder nur einer, da es sich um den
gleichen Fall handelt?

Bin nicht polizeilich bekannt bzw. vorbestraft. Habe seit Jahren einen festen Arbeitsplatz. Habe diesen großen Fehler nur gemacht, damit es meiner Familie besser geht.

Bitte um schnelle Antwort

vielen Dank

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51 Antworten
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#1
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

zu 1:

Wie Sie selbst gesagt haben, wird es ein Strafverfahren wegen Betrug und Urlkundenfälschung geben. Zur Strafhöhe kann mann noch nichts sagen, da man wissen müßte, ob Sie bereits vorher schon straffällig geworden sind und wie hoch der Schaden ist.

zu 2:

Es wird nur einen Prozess geben. Die Taten werden gemeinsam abgeurteilt und es wird eine Gesamtstrafe geben.

Gruß Justice

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für die Antwort. :)

Nein, ich bin nicht vorbestraft oder polizeilich auffällig geworden.

Läuft soetwas meistens auf Gefängnis hinaus oder kann man auch eine Geldstrafe bekommen?

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich habe das eine Schreiben der Bank, komplett zusammengestellt und abgegeben. Den Gehaltsnachweis habe ich die Zahlen ein wenig "verschönt" und per Fax abgegeben, das andere Schreiben, habe auf dem gleichen Wege erstellt, aber als Fax abgeschickt.

Wie ist das mit der Geldstrafe gemeint?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

Es droht halt eine Geldstrafe, die in Tagessätzen ausgedrückt wird. Die Höhe der Tagessätze berechnet sich aus dem Einkommen (1/30) - die Anzahl aus der Schwere des Vergehens. Ab 91 Tagessätze gibt es einen Führungszeugniseintrag. Eventuell werden noch Schadensersatzansprüche auf Sie zukommen und natürlich die Prozesskosten.

Eine Gefängnisstrafe ist, wenn es eine Ersttat war, sehr unwahrscheinlich (und wenn überhaupt, dann zur Bewährung).

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

-- Editiert von klagdichreich am 13.04.2007 10:37:31

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

Ich schließe mich Klagdichreich an. Je nach Schadenshöhe wird es eine Geldstrafe geben oder eine kurze Bewährungsstrafe. Das kann man - ohne die Einzelheiten zu kennen - nicht seriös vorhersagen.

Gefängnis haben Sie also nicht zu befürchten. Was sich in solchen Fällen immer sehr gut vor gericht macht, ist Schadenswiedergutmachung. Sie sollten also nach Kräfrten den entstandenen Schaden versuchen auszugleichen und dies dem Gericht bzw der Staatsanwaltschaft mitteilen.


Hinweis an Karl.May:

Urkundenfälschung ist selbstverständlich gegeben. Bei einem Fax (Fernkopie) existiert ja noch das gefälschte Original. nach ständiger Rechtsprechung wird dem Geschädigten durch Inaugenscheinnahme des Fax ein Blick auf das gefälschte Original ermöglicht, sodaß das Original im Sinne des Gesetzes 'verwendet' wurde. Am 'Herstellen' der unechten Urkunde bzw am 'Verfälschen' einer echten Urkunde dürften ohnehin keine Zweifel bestehen.



-- Editiert von justice005 am 13.04.2007 15:08:19

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-1156
Status:
Lehrling
(1818 Beiträge, 509x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Ersteinmal Danke für die Antworten :)

Nun hat sich etwas neues ergeben. Der Anwalt vom Geschädigten hat sich gemeldet und mir Vorgeschlagen eine Rate im Vorraus zubezahlen und dann ein Schuldanerkenntniss erstellen zu lassen. Leider konnte ich den Termin nicht wahnehmen, da ich einen Unfall hatte und ím Krankehaus war. Der Mandant hatte sich bei meinem Bürgen gemeldet und ihm erklärt, das er an einer außergerichtlichen Einigung interressiert ist, wegen der hohen Anwaltskosten und so. Heute kriege ich eine Email vom Anwalt, der mir mitteilt, das alles hinfällig ist und nun doch strafanzeige gestellt wird. Daraufhin habe ich dem Anwalt mitgeteilt, das ich Krank war und nicht konnte, daraufhin erhielt ich eine weitere Email vom Anwalt, wo er mir mitteilte, das ich meine Geschichten woanders abziehen soll, aber nicht bei ihm. HAbe ihm dann wieder mitgeteilt, das sein Mandant aber etwas anderes sagte.

Was soll ich tun, wie verhalte ich mich richtig, habe leider keine Rechtschutzversicherung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

Sie dürfen nicht Strafrecht und Zivilrecht verwechseln.

Wenn Strafanzeige erstattet wurde, dann nimmt das Strafverfahren seinen Lauf, ohne dass der Geschädigte noch irgendwas machen könnte. Im Strafrecht bestraft ja nicht der Gegner, sondern der Staat.

Etwas anderes ist das Zivilrecht. Das muß der Gegner selbst geltend machen und ggf einklagen. Wenn er den Schaden zivilrechtlich einklagt, dann wird er auch gewinnen, daher sollten sie alles dran setzen einen teuren Prozess zu vermeiden. Bieten Sie dem Anwalt eine verbindliche Ratenzahlung an oder überweisen Sie einfach so Schadenswiedergutmachung. den nachweis haben Sie ja auf dem Kontoauszug. Das Zivilrechtliche Schuldanerkenntnis können Sie ruhig unterschreiben, da ja offenkundig ist, daß Sie für den Schaden aufkommen müssen. zudem verhindert es wohl eine klage, da im Falle einer Klageerhebung das sofortige Anerkenntnis erklärt werden könnte, was dazu führt, daß der Gegner auf den prozesskosten sitzen bleibt.

Insgesamt könnte es trotzdem nicht schaden, selbst einen Anwalt zu rate zu ziehen. Dieser könnte dann das Schuldanerkenntnis überprüfen, ob Sie es wirklich bedenkenlos unterschreiben können.

Dies alles hat aber nichts mit dem Strafverfahren zu tun.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten morgen,

jetzt weiß ich wirklich nicht mehr weiter.

Gestern habe ich eine Email erhalten, worin steht, das wenn ich bis heute abend 1000€ zahle, dann wird versucht den Strafantrag wegen Betrug zurück zu ziehen. Geht soetwas? :???:

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

???
Geht das denn? Wird bei Betrug nicht das öffentliche Interesse angenommen und das Strafverfahren ohnehin von Vater Staat weitergeführt?

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#12
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 13x hilfreich)

hi,
ich dachte immer, dass der Staat jede Straftat bestraft und ermittelt es sei denn es besteht kein öffentliches Interesse. Und bei soeiner Sache ist das öffentliche Interesse auf jeden fall gegeben, da die Betrugs-Summe ja nicht grade niedrig sein wird. Ich glaube, dass das eine Finte des RA ist, um wenigstens einen teil seiner kosten schon gedeckt zu haben, ohne dass sein Mandant dafür aufkommen muss.
LG Angelus

-----------------
"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

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#13
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

Genau das wäre auch meine Meinung. Der Anwalt ist nicht bemächtigt, ein Verfahren mit öffentlichem Interesse eigenmächtig einzustellen.

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#14
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten

Die Summe um die Betrogen wurde, setzt sich so zusammen:

1) Mietschulden (ca. 5000€)

2) Anwaltskosten ( ca. 1200€)

Also alles zusammen ca. 6200€)

Der Betrug ist aber anders, ich habe ja den Geghaltsnachweiß "verschönert" und die Unterlagen von der Bank (Kautionskonto gedeckt ist und ich die Miete überwiesen habe).

Was kann mir im schlimmsten Fall passieren.

Bin weder vorbestraft noch bin ich polizeilich aufgefallen.

Danke

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

Betrug würde bedeuten, dass Sie sich einen Vermögensvorteil verschaffen wollten. Eventuell kommt nur Urkundenfälschung in Betracht.

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#16
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Ein Vermögensvorteil wollte ich nicht haben, sondern nur eine Wohnung mieten, was dann auch klappte, aber leider blieb das Geld von meinem Mann aus und somit konnten wir die Miete nicht zahlen.

Sonst hätte ich doch soetwas nicht gemacht.

Was passiert dann evt. mit mir. Denn der Anwalt will Gefängniss für mich, egal ob fester Arbeitsplatz und Familie(Kind) vorhanden oder nicht?

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

Es ist vollkommen egal, was dieser komische Anwalt will und was er nicht will. Er kann weder für eine Gefängnisstrafe sorgen, noch kann er eine Bestrafung verhindern. Das ist lediglich wilde Einschüchterung, um Sie zum zahlen zu bringen.

Im Hinblick auf die Schadenshöhe braucht man weder einen Strafantrag noch ein öffentliches Interesse.

Wenn das verfahren schon läuft, kann das dieser Anwalt nicht mehr rückgängig machen.

Der Vermögensschaden ist dem Vermieter entstanden dadurch, daß Sie keine Miete zahlen konnten. Da Sie dies aber bereits bei unterzeichnung des Mietvertrags hätten wissen können (deshalb haben Sie ja die Unterlagen gefälscht) haben Sie sich wegen Betrugs strafbar gemacht.

Ich tippe auf eine Bewährungsstrafe mit der Auflage, nach Kräften sich um Schadensersatz zu bemühen.

Sie sollten versuchen, den Schaden sobald wie möglichst -wenigestens in kleinen raten - auszugleichen. Das mcht beim gericht einen guten Eindruck und mildert deutlich die Strafe.

Trotzdem ist es sicherlich sinnvoll, selbst einen Anwalt hinzuzuziehen, da ich nach den bisherigen Schilderungen nicht ausschließen kann, daß der gegnerische Anwalt versucht, Sie übers Ohr zu hauen.

Gruß Justice





-- Editiert von justice005 am 18.04.2007 19:07:28

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#18
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Habe angeboten den Schaden ersteinmal in 100€ monatlich abzugleichen bzw. wenn Urlaubsgeld und Steuererstattung da ist, mehr zuzahlen. Der Anwalt will aber 500€ im Monat haben, das geht aber nicht. Werde am Freitag 100€ einzahlen, natürlich mit Quittung.

Soll aber auch ein Schuldanerkenntniss bringen, vom Notar, werde ich auch machen.

Das nächste Problem ist nur, wir hatten einen Bürgen , der von alle dem nichts wußte, nun wollen sie an ihm ran bzw. setzten ihn unter druck, mit Worten wie "Wir werden ihr Haus pfänden" dies ist aber noch gar nicht abgezahlt. Geht dies soeinfach?

Dann hat sich der Makler eingeschaltet und einfach behauptungen aufgestellt, wie z.b. das mein Mann im Gefängniss sitzen tut.

Das wir die Miete nicht zahlen können, wußten wir nicht im vorraus.

Habe den Gehaltsnachweis nur einwenig "verschönert", weil wir einen gewissen satz verdienen mußten.

Wie teuer ist so ein Anwalt ohne Rechtschutzversicherung und muß er vom Strafrecht sein?

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#19
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 13x hilfreich)

Hi Leutz,

Also erstmal würde ich einen Fachanwalt für Strafrecht auf jeden Fall empfehlen. Er hat genaueren Einblick. Man bringt doch seinen Mercedes auch nicht zu audi in Reparatur.
Was die kosten angeht am besten einen Anwalt Ihres vertrauens aufsuchen und gleich Einkommensnachweise mitbringen. Es kann sein, wenn sie wenig verdienen, das die Kosten vom Staat übernommen werden. Voraussetzung dafür ist aber erstmal Ehrlichkeit über die Verhältnisse beim ersten Termin.
Aber ich finde die Anwaltskosten von 1200 Euro sehr viel da der Streitwert doch nur bei 5000 Euro liegt. Aber da kenn ich mich nicht aus.
LG Angelus :rock:

-----------------
"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

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#20
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

Vorsicht : Nicht schon wieder Strafrecht und Zivilrecht verwechseln.

Der gegnerische Anwalt will die 1200 Euro für die Eintreibung des Schadensersatzes. Wenn das vor Gericht geht, wird er auch gewinnen, denn die Schulden sind ja offensichtlich. Diese Kosten sollte man durch ein Anerkenntnis vermeiden. Dazu braucht man aber keinen Notar, das ist Blödsinn !

In einem solchen (außergerichtlichen) Verfahren gibt es auch keine Prozesskostenhilfe, sodaß auch der Staat nicht einspringt.

Im Strafverfahren gibt es ohnehin keine Prozesskostenhilfe.

Dieser Anwalt soll mal die Bälle flach halten. Ich würde ihm schreiben, daß Sie die Schulden anerkennen und ab sofort in raten die Schulden abbezahlen. Damit kann man ihm erstmal den Wind aus den Segeln nehmen.

Das hat aber nichst mit Strafrecht zu tun, sodaß auch kein Fachanwalt für Strafrecht nötig ist.

Ob die Anwaltskosten in Höhe von 1200 Euro gerechtfertigt sind, müßte man anhand der detaillierten Rechnung überprüfen.

Gruß justice



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#21
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 13x hilfreich)

@ justice
Aber würdest Du nicht für das Strafverfahren einen Fachanwalt emfehlen? Das kann im Zweifelsfall auch über BBH abgerechnet werden und dann muss Sie halt nur alleine zum Prozess. Aber vorher ist Sie dann schon mal gut beraten worden.
LG Angelus

-----------------
"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

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#22
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Jetzt nur mal ob ich alles richtig verstanden habe.

1) Die Straftat der Urkundenfälschung hat nichts mit den Schulden zutun, d.h. Ich kann nur für die Straftat der Urkundenfälschung belangt werden und die Schulden wären wieder ein völlig anderes anliegen/verfahren (Mahnverfahren)?

2) Kann ich so ein Schreiben selber aufsetzten, weil der Anwalt möchte das es vom Notar kommt, das Problem ist, kaum ein Notar möchte dieses machen, wegen zu geringer Kosten, hat mir ein Notar gesagt!.

3) Wie sieht es mit dem Bürgen aus?

4) Reicht es wenn der Anwalt eine Postadresse hat oder muß er meine Meldeadresse haben?

5) Gibt es soetwas wie ein Pflichtverteiger für soetwas?

Gehe ich richtig in Annahme, das es sich nur um ein Einschüchterungsversuch handeln könnte vom Anwalt und Makler und die Anzeige noch garnicht geschrieben wurde? Denn lt. Angaben vom Anwalt soll ja auch die Bank bereits informiert worden sein und ein Verfahren eingeleitet haben und ich schon vor zwei Wochen Post von der Rechtsabteilung von der Bank erhalten haben, was bis heute nicht ankam.

Danke für Eure hilfreichen Antworten :)



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#23
 Von 
netter-Kerl
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 4x hilfreich)

quote:
Ich tippe auf eine Bewährungsstrafe mit der Auflage, nach Kräften sich um Schadensersatz zu bemühen.


Leute bleibt mal realistisch, die Dame ist Ersttäterin und ich bezweifle stark, dass man wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug und einer Schadenshöhe von rund 5000 € eine Freiheitsstrafe bekommt!

Eine Geldstrafe ist hier wahrscheinlich, ich habe mich in der letzten Zeit wirklich genügend mit dem Thema befasst.

Wenn die Dame ein vollumfängliches Geständnis abgibt, Schadenswiedergutmachung betreibt (das kann auch eine längerfristige Ratenzahlung sein), dann wird das ganze hier mit einer Geldstrafe um die 60 Tagessätze zu Ende gehen.

Selbst eine HV ist vermeidbar (Stattdessen Strafbefehl), wenn ein Geständnis abgegeben wird und darauf hingearbeitet wird.

Ein Strafverteidiger wäre hier empfehlenswert, allerdings müsste man hierfür rund 1000 € einplanen, ohne HV wäre es natürlich um einiges billiger.

-- Editiert von netter-Kerl am 19.04.2007 09:56:06

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#24
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 13x hilfreich)

Hi,
da Mausi erzählt hat in welcher finaziellen lage sie ist, glaube ich, dass Foraussetzungen für Beratungsbeihilfe mit Sicherheit gegeben sind.
Abgesehen davon gebe ich "netter Kerl" recht, dass mit Sicherheit eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen dabei rauskommt, wenn eine Geständniss und Schadenswiedergutmachung in Betracht kommen.
Das Haubtproblem hat der Bürge, da er für die volle Summe haftet. Um das auszuschließen würde ich sofort eine Ratenzahlung vereinbaren. Sonst kann ihm alles weggepfändet werden.
Einen Pflichverteidiger gibt es immer nur dann, wenn eine Haftstrafe zu erwarten ist. Das ist aber in diesem Fall sehr ausgeschlossen.
LG Angelus :rock:

-----------------
"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

1x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Würde ich eine selbstgeschriebene Schuldanerkennung abgeben, mit dem Vermerk, das eine vom Notar folgt, würde doch gehen oder?

Dann noch eine frage, wegen dem Bürgen, wenn der Anwalt sagt das ihm meine Ratenzahlung nicht passt, weil es zuwenig ist, kann er trotzdem beim Bürgen pfänden? Wie sieht es eigentlich aus, da das Haus noch nicht abbezahlt ist und der Bürge ja monatlich an die Bank zahlt, kann das Haus trotzdem gepfändet werden???

Werde morgen einbezahlen und dem Anwalt ein selbstverfaßtes Anerkennis zusenden, mkal sehen was dann passiert.

Vielen Dank für Eure netten Ratschläge :)

Werde am Montag davon berichten.

Gruß Mausi

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
angelus2679
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 13x hilfreich)

Hi,
der Anwalt kann erstmal garnichts machen solange Du zahlst. Das solltest Du aber auch pünktlich machen. Schreibe ihm, dass Du bereit bist eine Ratenzahlungsvereinbarung zu unterschreiben, aber erst, nachdem Du die erste Rate gezahlt hast.
Allgemein kann selbstverständlich auch gepfändet werden, wenn man noch etwas abzahlen muss, allerdings lohnt sich dann ein freiwilliger Verkauf um so mehr, da bei einer Zwangsversteigerung nie der normale wert erreicht wird.
LG Angelus :rock:

-----------------
"Bürger sollten keine Angst vor dem Staat, sondern der Staat vor den Bürgern haben."

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Angelus,

danke für die Antwort, allerdings bei diesem "geringen" Betrag, denke ich würde sich ein Verkauf nicht lohnen, aber es geht ja auch darum, das der Bürge ja ohne seine Ehefrau unterschrieben hat und die beiden aber das Haus zusammen gebaut haben und gemeinsam im Grundbuch stehen. Kann dann trotzdem das Haus gepfändet werden? Ich dachte immer, das die Bank ganz oben steht und dann alle anderen kommen würden! Außerdem gehört das Haus ja beiden und nicht dem Bürgen alleine.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 907x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Mausi2511
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 2x hilfreich)

Also wie verhalte ich denn nun richtig, damit alles geklärt wird und es ein gutes Ende nimmt?

1) Geständniss ablegen, bei Anklage?

2) Ratenzahlung schon vorab beginnen?

3) Schuldanerkenntniss über die Summe, beim Notar erstellen lassen und vorab ein privates hinsenden?

3a) In diesem Schuldanerkenntniss, muß dort auch die Summe vom Anwalt mit eingerechnet werden oder nur das von den Mietschulden?

4)Ratenzahlungsplan erstellen und abgeben?

5) Anwalt aufsuchen?

6) Bürgen absichern?

Danke für die Hilfe

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