!HILFE! Außergerichtliche Einigung DIebstahl?

14. Juni 2016 Thema abonnieren
 Von 
Prodigy187
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
!HILFE! Außergerichtliche Einigung DIebstahl?

Hallo,
Ich (16) stehe derzeit vor einem Problem und weiß leider nicht wie ich vorgehen soll. Ich wurde beim Diebstahl von 120€ erwischt (ich weiß nicht was mich dazu geritten hat) und habe eine Anzeige erhalten. Strafretlich wurde die Anzeige allerdings von Staatsanwalt fallen gelassen. Nun habe ich das Problem das der Geschädigte zu mir persönlich kam und meinte das er eine zivilrechtliche Klage gegen mich durchführen will um die 120€ zu bekommen und sein Anwalt ihm aber geraten hat mich persönlich zu kontaktieren und das außergerichtlich zu klären. Jetzt weiß ich nicht ob er dies nur so behauptet weil der Betrag im Vergleich zu den Anwaltskosten niedrig ist oder das ernst ist und ich mich drauf einlassen soll?
Wäre ich durch das schriftliche Festhalten einer Verzichtserklärung auf eine Anzeige beim bezahlen der Summe raus aus der Geschichte?

Vielen Dank für ihre Hilfe

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(696 Beiträge, 309x hilfreich)

Wenn ich das richtig verstehe, wurde das Ermittlungsverfahren also eingestellt.

Zivilrechtlich hat der bestohlene natürlich ein Recht darauf, seine 120€ wieder zu erhalten. Dazu brauch es aber keinen Anwalt. Sie schulden ihm die 120€. Geben Sie ihm die 120€.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Rechtschreibung
Status:
Lehrling
(1107 Beiträge, 1206x hilfreich)

Zitat:
weil der Betrag im Vergleich zu den Anwaltskosten niedrig ist
Man ergänze die Anwaltskosten noch um Prozesskosten und man hat einen exzellenten Anlass dafür, wieso die vom Gläubiger gewählte Vorgehensweise tatsächlich überaus empfehlenswert ist und ohne weiteres auf den Rat eines Anwalts zurückzuführen sein könnte, der das Mandateninteresse über die Aussicht auf ein geringfügiges Honorar stellt. Klar sollte aber sein, wer Anwalts- und Prozesskosten trägt, wenn es keine außergerichtliche Lösung gibt. Und nein, "hab kein Geld" wäre da kein sinnvoller Einwand.

Zitat:
oder das ernst ist und ich mich drauf einlassen soll?
Soll das ein Scherz sein oder woher kommt die völlig weltfremde Vorstellung, es würde sich seitens des Gläubigers nur um einen Scherz halten? Ich halte es für selbstverständlich, dass der einen Anspruch auf die 120€ hat und die möglichst bald mal rüberwachsen sollten.

Zitat:
Verzichtserklärung auf eine Anzeige
Sowas hat keine rechtliche Wirkung. Erst recht gibt es keinen rechtlichen Anspruch darauf. Vor allem aber ist es eigenartig, sich über die zukünftige Möglichkeit einer Anzeige Gedanken zu machen, wenn eine solche ausweislich des staatsanwaltlichen Tätigwerdens unlängst vorliegt.

Zitat:
beim bezahlen der Summe raus aus der Geschichte?
Selbstverständlich nicht. Opfer eines Diebstahls ist unsere Rechtsordnung, in deren Namen der Staatsanwalt ganz unabhängig von der Folgenbeiseitigung den Strafanspruch durchsetzen kann, also Anklage vor dem Jugendrichter erheben kann. Nur scheint der das hier ohne Blick auf die Rückzahlung (merkwürdigerweise) nicht tun zu wollen. Ob das nun das Ende der "Geschichte" ist, lässt sich nicht beantworten, ohne den genauen Paragraphen zu kennen, nachdem der Staatsanwalt die Anzeige hat "fallenlassen".

Widerspruchsfrei lässt sich das mit der Angst vor einer Anzeige nur, indem die Notwendigkeit eines Strafantrags angenommen wird. Mir erschließt sich hier aber nicht, wie das sein könnte. Auch wäre dann interessant zu wissen, wie lange die Tat zurückliegt.

Was bedeutet eigentlich "beim Diebstahl erwischt"? Auf frischer Tat?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118574 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat:
Wäre ich durch das schriftliche Festhalten einer Verzichtserklärung auf eine Anzeige beim bezahlen der Summe raus aus der Geschichte?

Nö. Die Anzeige wurde ja offenbar bereits erstattet, also wäre dieVerzichtserklärung schon alleine deshalb sinnlos.

Raus aus der Geschichte kommt man schnellsten und preiswertesten durch eine schnelle Zahlung der 120 EUR. Nicht vergessen den Betrag quittieren zu lassen oder per Überweisung zahlen.

Ansonsten kommen so um die 300 EUR auf einen zu, statt der 120 EUR.
Und falls man kein Geld hat um das dann zu zahlen, der Gerichtsvollzieher kann mindesten 30 Jahre lang Besuche machen um nach verwertbarem zu schauen. Da kämen dann auch noch Zinsen und dieVollstreckungskosten hinzu ...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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