HILFE Betrunken Diebstahl begangen

10. Februar 2006 Thema abonnieren
 Von 
xmarcusx
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
HILFE Betrunken Diebstahl begangen

hallo alle zusammen!

ich habe mal ein paar fragen. mir ist nämlich gestern echt was verdammt dummes passiert. ich war mit ein paar freunden in einer discothek und habe dort betrunken dreimal hinter die theke gelangt und dabei 3 flaschen schnaps entwendet. so wirklich weiss ich auch nicht was mich da geritten hat (mir fehlen sowieso von gestern einige erinnerungen). beim dritten mal bin ich natürlich erwischt worden, der türsteher hat mich rausgeschmissen und mir auch noch ordentlich eine verpasst. (war heute damit beim arzt - nix ernstes aber halt hämatom unterm auge und hinterm ohr und schwellungen im gesicht)
der discothebesitzer hat dann die polizei gerufen die seine anzeige aufgenommen haben und meine personalien kontrolliert haben. mir wird also vorgeworfen 3 flaschen schnaps geklaut zu haben und diese dann in der discothe versteckt zu haben. die polizisten haben dann einen alkoholtest gemacht der 2.0 promille ergab. ich habe die tat erst einmal abgestritten.

den tütsteher der mir eine verpasst hat wollte ich direkt auch anzeigen aber der war natürlich nicht mehr da. aus den 4-5 türstehern die vorher da waren war nun eine einzige türsteherin geworden und die poliziei und der besitzer fanden das wohl auch ziemlich lustig fragten mich ob ich sie denn nun anzeigen wolle. insgesamt sind die polizisten mit mir auch eher unsanft umgegegangen obwohl ich ihnen keinerlei anlass bot und mich auch gegen nichts gewehrt habe.

sorry ich hatte wirklich noch nie was mit der polizei zu tun geschweige denn eine gerichtsverhandlung, deswegen bin ich halt vielleicht jetzt etwas panisch, also hier meine fragen:

-wie soll ich mich weiter verhalten?
-brauche ich einen anwalt ?
-bin ich vermindert schuldfähig oder sogar schuldunfähig gewesen?
-gibt das auf jeden fall eine gerichtsverhandlung ?
-oder was kann sonst passieren?
-was kann bei einer gerichtsverhandlung rauskommen?
-ich denke mal das es wohl eher ne geldstrafe und kein knast gibt oder ?
-wie hoch kann so eine geldstrafe sein bei 3 flaschen schnaps?
-bin ich dann vorbestraft?
-wie hoch sind in so einem fall die verfahrenskosten?
-und was muss ich sonst noch alles bezahlen ?
- meint ihr das es sinnvoll ist noch gegen den türsteher vorzugehen?
-wirkt sich sowas irgendwie auf das strafmass aus wenn man quasi direkt eine gegenanzeige macht?

sorry ich habe leider wirklich keine ahnung und wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir helfen oder mich ein bisschen beruhigen könntet.

xmarcusx

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9 Antworten
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#1
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Es geht ja um zwei Dinge: Ihren Diebstahl und das Verhalten der Türsteher.
Dass Sie die Flaschen weggenommen haben agen Sie ja selbst. Da es dafür auch Zeugen gibt - Sie sind ja erwischt worden - würde es keinen Sinn machen, das abzustreiten.
Wenn Sie bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheiung getreten sind, wie Sie ja sagen, wird es wohl auf eine Geldstrafe hinauslaufen, vielleicht so 20-40 Tagessätze. Was das in der Summer macht können Sie leicht ausrechnen: Teilen Sie Ihr Monats-Netto durch 30 und multiplizieren Sie es mit der Anzahl der Tagessätze.
Vielleicht wird das Verfahren aber auch eingestellt, ggf. gegen eine Geldauflage. Damit müssten Sie aber einverstanden sein.
Mit 2 Promille kann es sein, dass Sie vermindert schuldfähig waren. Zwingend ist das aber nicht. Immerhin konnten Sie nacheinander drei Flaschen nehmen.
Übrigens macht es sich nicht allzu gut, wenn die Filmrisse nur den strafbaren Teil des Abend betreffen. Seien Sie da lieber zurückhaltend.
Einen Anwalt können Sie beauftragen, müssen ihn aber dann auch bezahlen. Ich denke, Sie brauchen derzeit keinen.

Eine Gegenanzeige gegen die Türsteher wird nicht viel bringen. Vielleicht sollten Sie es als eine Art 'Sofort-Strafe' ansehen und auf sich beruhen lassen. Es wird kaum etwas dabei herauskommen.

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#2
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Wie alt sind Sie eigentlich? Über oder unter 21? Das ist nicht ganz unwichtig.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
xmarcusx
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

vielen dank schon mal für ihre antworten.

ich bin 24, und ich bin student hab also kein eigenes einkommen werde im moment von meinen eltern finanziert, und bekomme auch kein bafög. wie wird denn dann der tagessatz berechnet? und wie sehen solche geldauflagen genau aus wenn das verfahren eingestellt wird ?
können sie einschätzen wie gut die chancen stehen das das verfahren eingestellt wird? das ganze ist übrigens in baden-württemberg, hier hat ja die justiz eher den ruf etwas härter zu sein als im rest der republik. hab mich auch mal schlau gemacht, dass alles unter 90 tagessätzen nicht ins führungszeugnis kommt, nach ihren angaben würde ich diese grenze wohl nicht überschreiten oder halten sie es auch für möglich das ich eine strafe von über 90 tagessätzen bekomme?

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#4
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Ich komme zwar aus dem etwas liberaleren Berlin, aber selbst in Ba-Wü können Sie dafür keine 90 TS bekommen.

Bei der Bemessung der Tagessatzhöhe wird vom ungefähren Einkommen ausgegangen. Üblicherweise sind 5-10 € das Minimum. Weniger hat ja niemand, weil auch der Unterhalt der Eltern, das Gewähren von Wohnung usw. geldwertes Einkommen sind. Andere müssen ihre Wohnung ja auch bezahlen.

Was die Chancen auf eine Einstellung angeht: Die sind im Allgemeinen um so größer, je einsichtiger sich jemand zeigt.
Im Moment können Sie ja sowieso nur abwarten. Sie werden bald einen Anhörungsbogen von der Polizei erhalten oder eine Ladung zur Vernehmung. Auch wenn Letztere kommt können Sie sich natürlich schriftlich äußern.
Je mehr Sie sich sozusagen auf den Rücken werfen und Reue zeigen, um so größer ist die Chance, dass das Verf. eingestellt wird.

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#5
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

P.S.
Die Frage nach dem Alter hatte den Hintergrund, dass ja möglicherweise Jugendstrafrecht in Betracht gekommen wäre. Aber der Zug ist mit 24 natürlich abgefahren.

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#6
 Von 
xmarcusx
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hab nochmal ne Frage,

ich habe mich bei dem Besitzer der Discothek entschuldigt und ihn gefragt ob das denn mit der Anzeige unbedingt sein müsse. Daraufhin hat er gemeint er werde sich überlegen die Anzeige zurückzuziehen aber er weiss auch gar nicht genau ob das was bringen würde da in meinem Fall - Diebstahl von 3 Flaschen Schnaps - ein öffentliches Interesse bestehen könnte und dann ein Zurückziehen der Anzeige egal wäre. Bis jetzt hab ich noch nix von der Polizei gehört, ich will da jetzt auch nicht anrufen und fragen ob er die Anzeige zurückgezogen hat. Aber Sie hatten ja gemeint, dass ich bald von der Polizei hören würde. Bis wann müsste ich denn von denen Bescheid gekriegt haben? Also kann ich mir nach ner bestimmten Zeit sicher sein dass da nix mehr kommt ? Schlaf grad nämlich nicht so gut :-(

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#7
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 113x hilfreich)

Die Zeit, nachdem da nichts mehr kommen kann, die beginnt erst nach vielen Monden...

Würde Winnetou sagen! ;)

Justiz und Polizei sind auch so gut belastet, das kann schon dauern. Aber es kommt noch, keine Sorge!

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Eine Anzeige kann man sowieso nicht zurücknehmen. Das ist formal nichts anderes, als dass den Verfolgungsbehörden eine Straftat zur Kenntnis gebracht wird. Und die Kenntnis geht ja nicht wieder weg.
Das muss man von einem Strafantrag unterscheiden. Manche Delikte, wie zum Beispiel der Diebstahl geringwertiger Sachen, werden nur verfolgt, wenn der Geschädigte innerhalb von 3 Monaten einen schriftlichen Strafantrag stellt oder wenn das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung von der StA angenommen wird.
Den Strafantrag kann er natürlich jederzeit zurücknehmen.
Wenn sich nun zeigt, dass er den Strafantrag zurücknimmt, weil man sich bei ihm entschuldigt hat und die Sache damit für ihn erledigt ist dürfte die Neigung der StA, hier noch ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung zu erkennen, nicht allzu hoch sein, besonders wenn das Ganze aus einer Schnapslaune heraus geschehen ist.
Von der Polizei werden Sie allenfalls einen Anhörungsbogen bekommen. Zu entscheiden hat die Polizei aber nichts.
Das Verfahren muss in jedem Fall letztlich zur StA bzw. Amtsanwaltschaft, die dann über das weitere Verfahren entscheidet.
Das kann aber noch dauern. Jetzt sind ja gerade mal ein paar Tage vorbei. Richten Sie sich mal eher auf ein paar Wochen/Monate ein.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
saobras
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi, durch die Taten ist ein Schaden entstanden. Eine Entschuldigung, die ehrlich gemeint ist, ist o.k.. Eine Schadenswiedergutmachung kann einen guten Eindruck unterstützen.
:(

-- Editiert von saobras am 15.02.2006 13:41:55

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