Hab ich nur noch pech im Leben?

26. November 2003 Thema abonnieren
 Von 
der_gelernt_hat
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Hab ich nur noch pech im Leben?

Ich versuche trotz meiner Verzweiflung kurz zusammen zu fassen. Ich wurde wegen Erwerb von betäubungsmitteln in 6 Fällen zu 50 Sozialstunden verklagt (Jugendrichter).Hatte damals bei der Polizei angegeben, von wem ich die Drogen hatte. Der von dem ich sie bekam hat mich solange belabert (Zitat:"Frau ist Schwanger, machst meine Familie kaputt etc.) das ich meine polizeiliche Aussage vor Gericht zurückgezogen habe (das war heute).Obwohl mir mit Strafe gedroht wurde,hab ich gesagt das ich seinen Namen nur genannt habe weil ich mir durch aussagefreudiges Verhalten ne mildere Strafe erhofft habe. Ich sagte, das er nie was damit zu tun gehabt hätte. Nun wurde er zwar freigesprochen, aber mir werden die Kosten des verfahrens auferlegt und außerdem hätte ich mich Strafbar gemacht (falschaussage bei der Polizei ist nciht strafbar, aber wohl "falsche anschuldigung",das wußte ich nciht).
Ich habe seit der Drogensache vor etwa einem halben jahr nix mehr gemacht, war völlig fromm und froh auch von den Drogen los zu sein. Und was blüht mir nun?? Nur weil ich den eigentlich schuldigen geschützt habe?
Meine Frage: Was habe ich zu erwarten? Wird so eine Anklage automatisch erhoben,oder müßte er mich deswegen anzeigen (würd er nciht tun denke ich)? Wie hoch sind die Verfahrenskosten (Amtsgericht, 30Minuten, keinerlei Auslagen) und wie wirkt sich das auf meine 50 Sozialstunden aus? Bin totunglücklich und hoffe das mir irgend´jemand Hoffnungen machen kann.. Hört sowas nie auf?? Ich kann nicht mehr

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Tja, hättest Dich mal vor der Verhandlung hier schlau machen sollen, dann hätte man noch Schadensbegrenzung betrieben können.

Nun ja: Die "falsche Verdächtigung" (§ 164 StGB ) ist tatbestandlich erfüllt. Anzeigen muß er dich nicht. Die StA wird automatisch ein Verfahren einleiten. Strafmaß ist Geldstrafe bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe.

Wird aber wohl wieder auf Sozialstunden (oder Wochenendarrest) rauslaufen, weil Du ja wohl immer noch unter 21 bist?!

Die reinen Gerichtskosten sind im Strafrecht nicht sehr hoch (wenn kein Anwalt, Zeugen usw. zugegen waren)

-----------------
"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter in der Straffälligen- und Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32672 Beiträge, 17207x hilfreich)

Hi,

soviel ich weiß, ist es bei Verhandlungen nach dem Jugendstrafrecht doch möglich und wohl auch üblich, die Verfahrenskosten der Justizkasse aufzuerlegen, oder irre ich mich da?

Gruß mümmel

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32672 Beiträge, 17207x hilfreich)

Hi,

im Jugenstrafrecht ist es doch möglich und üblich, die Verfahrenskosten der Justizkasse aufzuerlegen, oder irre ich mich da?

Gruß mümmel

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Guten Tag,

sicherlich, jedoch kann man auch dem jugendlichen Täter die Kostenauflagen auferlegen, sofern er die finanzielle Deckung aufweist.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Du hast Recht Mümmel, normalerweise (bzw. meistens) wird bei jugendlichen Angeklagten von der Auferlegung von Kosten und Auslagen abgesehen.

Aber: Pressx1 war hier ja nicht der Angeklagte, sondern ein Zeuge, aufgrund dessen (verm.) falscher Verdächtigung das Verfahren gegen den Angeklgten erst zustande kam. Deswegen wurden ihm vom Gericht explizit die Verfahrenskosten auferlegt.

-----------------
"Gruß, Bob
(Sozialarbeiter in der Straffälligen- und Drogenhilfe)"

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