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Hausdurchsuchung bei Anbahnung dieser nicht unnütz?

17. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausdurchsuchung bei Anbahnung dieser nicht unnütz?

Hallo,

theoretischer Fall:

Die Person A erhält Kenntnis darüber, dass eine andere Person B Kenntnis über eine eventuelle (nicht zuordnungsbare, Anzeige gegen Unbekannt daher wahrscheinlicher) Straftat von Person A erlangt hat. Es könnte sein das Person B deshalb eine Strafanzeige gegen Person A stellt.

Person A hat vermutlich mehrere Monate bis Jahre nun Zeit alle Beweise zu vernichten. Gibt es in dem Fall nur eine Hausdurchsuchung weil es ein standardtisiertes Verfahren im Zuge der Ermittlungen ist?

Eigentlich hat eine Hausdurchsuchung in dem Fall keinen Sinn. Aber mit Logik hat das wohl nichts zu tun.

Außerdem interessiert mich, ob Computer mitgenommen werden, obwohl von vornherein klar ist, dass die Datenträger massiv gesichert sind. Lockdown/Sperre über Stunden nach ein paar Falscheingaben des Passwords sowie sehr komplexes Passwort (nicht in einem Wörterbuch auffindbar, auch nicht mit Mutationen).

Außerdem gibt es einen Nukemechanismus. Der nach einigen, mehrmalig in Serie wiederholten Falscheingaben des Passwords den verschlüsselten Speicher unwiderruflich löscht. TPM 2.0 ist natürlich auch aktiv.

Da müsste jeder Polizist merken, dass da nichts zu holen ist. Könnte mir vorstellen, dass trotzdem der Computer mitgenommen wird, um den Beschuldigten zu "bestrafen" oder weil die Polizei nicht sonderlich kompetent ist bzw. von IT nicht viel versteht.

Kann ein Anwalt bei solch einem "Sackgassenbeweismittel" die schnelle Herausgabe beantragen?

Abgesehen davon - zu Hausdurchsuchungen, weswegen ich jedem maximale Verschlüsselung, sehr komplexe Passwörter und Mechanismen zur Datenvernichtung bei unbefugtem Zugriff empfehle:

Leider werden Durchsuchungen selbst bei unbeteiligten Dritten durchgeführt. Wenn man einmal im Fadenkreuz steht, dann ist ein leichtes das ein 0815 Amtsrichter einfach unterschreibt.

Vor Jahren gab es mal den Fall, die Wohnung eines Programmierers, eines frei erhältlichen, legalen Chatprogramms, wurde durchsucht, weil die Polizei zu inkompetent war um die Verschlüsselung zu knacken. Ein Beschuldigter hatte dieses Programm verwendet.

Das ist ähnlich als wenn jemand Verschlüsselungsunternehmen durchsuchen würde, nur weil die Polizei es nicht entschlüsselt bekommt.

Total gaga, aber leider ist das die Realität in Deutschland. Eine Durchsuchung kann dank der Inkompetenz der Justiz (insbesondere Amtsgerichte) jeden treffen. Unterschrift von einem low level Richter reicht vollkommen.

Ich habe kein Vertrauen, dass es hohe Hürden für eine Hausdurchsuchung gibt. Ein Anfangsverdacht ist so leicht konstruiert, da reicht selbst eine astronomisch geringe Wahrscheinlichkeit einer Tatbeteiligung aus.
Prüfung von IT Sachverhalten, ist für die altehrwürdigen Amtsträger sowie so ein Buch mit sieben Siegeln.

Grüße

DHS485

-- Editiert von User am 17. August 2022 21:24

-- Editiert von User am 17. August 2022 21:27

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28 Antworten
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#1
 Von 
Dirrly
Status:
Lehrling
(1602 Beiträge, 457x hilfreich)

Hast du irgendwelche Fragen dazu, die du nicht dann mit deinen Aussagen selbst beantwortest? :-)


Zitat (von DHS485):
Könnte mir vorstellen, dass trotzdem der Computer mitgenommen wird


Ja, im Normalfall weil es da spezielle Abteilungen bei der Kriminalpolizei / dem LKA gibt, die sich mit Technik auseinandersetzen oder es werden entsprechende Fachfirmen beauftragt.

Außerdem kommt ja evt. eine Einziehung als Tatmittel in Betracht. :-)

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Solche Sicherheitsmaßnahmen würde nicht mal die NSA knacken können. Unsere Polizei nicht mal in eine Trillionenjahre. Und außerdem wird durch Fehleingaben des Passwords der Nukemechanismus getriggert.

Ob man nach Löschung der Daten die Geräte wieder bekommt?

Deiner Antwort entnehme ich, dass trotz der Kenntnis von Person A über eine mögliche Strafanzeige, die Polizei eine Hausdurchsuchung durchführt?

Denke das wäre taktisch sehr unklug. Weil dann wüsste Person A spätestens das die vorherige Möglichkeit, Tatsache ist und dann wird es keine weiteren Vergehen mehr geben. Die wird es vermutlich schon bei Kenntnisnahme einer möglichen Anzeige nicht mehr geben. Aber dann erst recht nicht.

Wie ist es eigentlich wenn die möglichen Beweismittel von Person B nicht mehr existieren? Lediglich eventuell Fotos? Reicht das für eine Durchsuchung aus. Die Zeugen die das Beweismittel in der Hand hatten können sich nicht mehr erinnern und schon mal gar nicht daran wessen Ursprung es hatte. Jedoch wurde ein eventueller Urpsrung notiert. Daher wäre eine Anzeige gegen Person A möglich. Außerdem ist Person A nicht vorbestraft.


-- Editiert von User am 17. August 2022 21:46

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Dirrly
Status:
Lehrling
(1602 Beiträge, 457x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Weil dann wüsste Person A spätestens das die vorherige Möglichkeit, Tatsache ist und dann wird es keine weiteren Vergehen mehr geben.


Dann sollten viel mehr Durchsuchungen durchgeführt werden, wenn das die Folge ist. :-)


Zitat (von DHS485):
Wie ist es eigentlich wenn die möglichen Beweismittel von Person B nicht mehr existieren? Lediglich eventuell Fotos? Reicht das für eine Durchsuchung aus?


Das wird der Ermittlungsrichter prüfen, ob eine Zeugenaussage und dazu passende Fotos ausreichend erscheinen. Der kennt dann schließlich den kompletten Inhalt der Ermittlungsakte, nicht nur ein paar dahingeworfene unkonkrete Aussagen, wie du es schilderst.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie werden denn Fotos (sind die nicht aufgrund der hohen Manipulationsgefahr alleine ungültig?) und vage (kann von Person A sein, weiß ich aber nicht mehr bzw. kann mich nicht mehr genau daran erinnern) Zeugenaussagen gewertet?

Diese theoretische Ermittlungsakte wird nicht mehr enthalten.

-- Editiert von User am 17. August 2022 21:58

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Außerdem gibt es einen Nukemechanismus.

Ja, und da gibt es auch schöne Gegenmaßnahmen die den ins Leere laufen lassen ...



Zitat (von DHS485):
sind die nicht aufgrund der hohen Manipulationsgefahr alleine ungültig?

Nur wenn sie manipuliert sind.



Zitat (von DHS485):
Wie werden denn Fotos (sind die nicht aufgrund der hohen Manipulationsgefahr alleine ungültig?) und vage (kann von Person A sein, weiß ich aber nicht mehr bzw. kann mich nicht mehr genau daran erinnern) Zeugenaussagen gewertet?

Das entscheidet das Gericht nach freiem Ermessen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Cousupp
Status:
Schüler
(155 Beiträge, 17x hilfreich)

Es haben sich schon einige andere sehr, sehr sicher gefühlt.
Zu sicher, wie sich dann irgendwann herausgestellt hat

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
CarstenF
Status:
Schüler
(265 Beiträge, 44x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Person A hat vermutlich mehrere Monate bis Jahre nun Zeit alle Beweise zu vernichten. Gibt es in dem Fall nur eine Hausdurchsuchung weil es ein standardtisiertes Verfahren im Zuge der Ermittlungen ist?


Die Gefahr, dass Beweise vernichtet wurden, hat man doch bei jeder Straftat. Nach der Logik dürften ja niemals Hausdurchsuchungen durchgeführt werden. Sie könnten das natürlich auch mitteilen, dass Sie das bereits getan haben, inwiefern das den Staatsanwalt positiv/negativ in seiner Entscheidung beeinflusst, weiß ich nicht.

Zitat (von DHS485):
Außerdem interessiert mich, ob Computer mitgenommen werden, obwohl von vornherein klar ist, dass die Datenträger massiv gesichert sind. Lockdown/Sperre über Stunden nach ein paar Falscheingaben des Passwords sowie sehr komplexes Passwort (nicht in einem Wörterbuch auffindbar, auch nicht mit Mutationen).


Wie stellen Sie sich das in der Praxis vor: "Die Festplatten müssen Sie gar nicht mitnehmen, die sind komplett gesichtert". "Ja okay, wenn Sie das sagen, dann lassen wir das alles da."

Abgesehen davon wäre ich mir in Ihrer Stelle gar nicht so sicher, es kann sehr viel entschlüsselt werden und das folgt auch in der Regel zentral von Stellen, die davon Ahnung haben.


Zitat (von DHS485):
Kann ein Anwalt bei solch einem "Sackgassenbeweismittel" die schnelle Herausgabe beantragen?


Es wird eher so sein, dass es ewig dauern wird bis Sie Ihre Festplatten wieder erhalten (wenn überhaupt).


Zitat (von DHS485):
Deiner Antwort entnehme ich, dass trotz der Kenntnis von Person A über eine mögliche Strafanzeige, die Polizei eine Hausdurchsuchung durchführt?


Wir kennen noch nicht mal den Sacherhalt bzw. den Inhalt der Anzeige, wie soll man da einschätzen, ob eine Hausdurchsuchung in Frage käme?

Insgesamt ist Ihr Denken jedenfalls reichlich naiv.



-- Editiert von User am 18. August 2022 09:29

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin mir absolut sicher, dass solche Verschlüsselung niemals geknackt werden können. Den Nukemechanismus aushebeln geht auch nicht.

Verschlüsselungen knacken geht nur wenn a) der Verschlüsselungsalogrithmus zu schwach ist und/oder b) das Password zu schwach ist, es entweder in einer Leakdatenbank oder Wörterbuch mit Mutationen (Kombination von 1 bis 2 Begriffen + ein paar Zahlen) zu finden ist. Ist bei einem komplexen Password ohne jeglichen Bezug zu geläufigen Begriffen mit Zahlen und Sonderzeichen ausgeschlossen.

Die Rechenkapazitäten der Behörden wie auch der Unternehmen sind stark begrenzt. Da wird sich an kleineren Delikten sicher nicht aufgerieben. Selbst wenn die Möglichkeit bestehen würde die Verschlüsselung innerhalb von Wochen zu knacken.

Zum Rest:

Es kann wegen jedem vermeintlichen Pups ein Amtsrichter Durchsuchungsbeschlüsse ausstellen. Es müsste weitaus höhere Hürden geben. Nicht nur ein Verdacht sondern bereits einige Beweise. Dann würde dieser Willkür schnell ein Riegel vorgeschoben.

Es geht in meinem theoretischen Fall um die Anbahnung einer Hausdurchsuchung, wenn dies der Fall ist, dann ist sie vermutlich (sofern der Beschuldigte nicht ganz blöd ist) zwecklos. Nicht jeder Beschuldigte weiß von einer möglichen Anbahnung.

Zum Beispiel habe ich von einem Fall gehört, da hat jemand vermutlich bei einem Händler etwas illegales im Darknet gekauft bzw. seine Adresse zumindestens an den vermeintlichen Händler übermittelt. Ein paar Monate später kam es zu einer Durchsuchung. Hätte der Beschuldigte dies gewusst, hätte er sichlich nicht seine realen Daten einem ihm nicht bekannten bzw. verifizierbaren Händler übermittelt. Diese wurden vermutlich von der Polizei aufgegriffen. Gefunden wurde bei dem Beschuldigten nichts. Es kann natürlich sein, dass er im Nachhinein doch zum Grübeln und Recherchieren verleitet wurde und er wusste dass es vielleicht besser ist eventuelle Beweismittel verschwinden zu lassen.

In meinem theoretischen Fall weiß der Beschuldigte bereits von einer Anbahnung und dies geht auch aus den Daten hervor. Ob es einen Unterschied macht ist laut euren Aussagen fraglich.

Nach dem ich den o.g. Fall Revue passieren ließ, kamen mir Fragen auf eine offenkundige Kenntnisnahme des Betroffenen sich auf die Entscheidungen von Staatsanwaltschaft und Polizei auswirken.

-- Editiert von User am 18. August 2022 10:35

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
CarstenF
Status:
Schüler
(265 Beiträge, 44x hilfreich)

Selbst wenn das mit Ihrer Verschlüsselung wirklich so sein sollte, irgendwas stimmt mit Ihrer Logik nicht. Denn das wissen bis jetzt ja nur Sie selbst, das müsste man den Behörden erstmal alles mitteilen.

Sie sollten sich eher mit dem Tatvorwurf beschäftigten und versuchen, diesen eventuell aufzuklären, dies wäre wohl am sinnvollsten, wenn man unbedingte eine Hausdurchsuchung verhindern will.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Egal welcher Tatvorwurf es ist, eine Hausdurchsuchung wird man, sofern der Staatsanwalt bzw. die Polizei diese fordern, sowie so nicht verhindern können.

Meiner Meinung nach arbeiten zumindestens auf regionaler Ebene häufig Dilletanten, die den einfachsten Weg wählen.

Jemand zeigt jemanden an. Polizei hat keine Lust auf Recherche. Sie nehmen dann die vom Anzeigensteller übermittelten Daten und ermitteln stumpf diese Person. Danach wird diese zumindestens vorgeladen.

Da wird gar nichts recherchiert oder ermittelt.

Seitdem ich den Fall selbst mal erlebt habe und das Engagement der Polizei vor Ort gesehen habe, habe ich mich nur gefragt: "Wofür hast du bitte eine Anzeige aufgegeben, nur um die Adresse des Kontoinhabers zu erfahren?" Ja, der Vorwurf war real und es gab einige Geschädigte. Meine eingereichten Beweise und Informationen wurden komplett ignoriert.

Wäre der Betrüger nicht so dumm gewesen und hätte seine IBAN beim Betrug angegeben, hätte die Polizei gar nichts ermittelt. Denn auf mehr hatte weder Staatsanwalt beim Amtsgericht noch die Polizei Lust.

Wie ich hörte reichen selbst falsche Verdächtigungen von irgendjemandem aus. Mich erschreckt es, dass anscheinend überhaupt keine Beweise vorliegen müssen. Ein Beweis sollte normal die Mindestanforderung für eine Durchsuchung sein.



-- Editiert von User am 18. August 2022 10:52

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
CarstenF
Status:
Schüler
(265 Beiträge, 44x hilfreich)

Wenn doch sowieso nichts ermittelt wird, warum machen Sie sich dann Sorgen? Da Sie anscheinend nur Ihren geistigen Stuss hier abladen möchten, bin ich hier auch mal raus.

Zitat (von DHS485):
Wie ich hörte reichen selbst falsche Verdächtigungen von irgendjemandem aus. Mich erschreckt es, dass anscheinend überhaupt keine Beweise vorliegen müssen. Ein Beweis sollte normal die Mindestanforderung für eine Durchsuchung sein.


Ihrer Schilderung nach gibt es Beweise.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Es müsste weitaus höhere Hürden geben. Nicht nur ein Verdacht sondern bereits einige Beweise

Nö.
Auch wenn das diversen Tätern wohl ganz gut passen würde ...


Zitat (von DHS485):
Dann würde dieser Willkür schnell ein Riegel vorgeschoben.

Es gibt da keine Willkür.



Zitat (von DHS485):
Mich erschreckt es, dass anscheinend überhaupt keine Beweise vorliegen müssen.

Falsch, es gibt regelmäßig mindestens einen Beweis.



Zitat (von DHS485):
Ein Beweis sollte normal die Mindestanforderung für eine Durchsuchung sein.

Ist erfüllt, siehe oben.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich mache mir keine Sorgen :D. Es ist ein theoretischer Fall. Mich interessiert eigentlich nur, ob ein Anfangsverdacht, Beweise erfordert und was mit unkonkreten Zeugenaussagen sowie manipulierbaren Fotos passiert.

Es geht also darum, ob unkonkrete Aussagen bzw. fingierte Beweise, deren Echtheit nicht überprüft werden kann, ausreichend sind.

Ergo kann man jemandem damit eine Hausdurchsuchung reinwürgen?

Verschlüsselung der Daten und Nukemechanismus exisitiert bei mir seitdem ich von Christian Solmecke von LizenzGo Microsoft Codes gehört habe. Hausdurchsuchung wegen so etwas hat mir gezeigt wie gestört Deutschland doch ist und das die Polizei und Staatsanwaltschaften wohl doch noch zu viel Langeweile haben.

Verkehrssicherheit spielt z.B. eine untergordnete Rolle. Wenn ich sehe wie viele Alkoholiker am Steuer erst erwischt werden wenn sie einen Unfall bauen. Oder auch das Thema Handy am Steuer und nicht auf den Verkehr achten. Solche massiven Verletzungen der Verkehrssicherheit sehe ich jeden Tag sehr häufig.

-- Editiert von User am 18. August 2022 11:19

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Dirrly
Status:
Lehrling
(1602 Beiträge, 457x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Egal welcher Tatvorwurf es ist, eine Hausdurchsuchung wird man, sofern der Staatsanwalt bzw. die Polizei diese fordern, sowie so nicht verhindern können.


Dann hast du keinen Einblick in diesen Bereich. Es werden Anträge auf Erlass von Durchsuchungsbeschlüssen durch die Ermittlungsrichter auch tatsächlich abgelehnt, wenn diese die Voraussetzungen als für nicht gegeben erachten. Zwar weniger als tatsächlich erlassen werden, aber das muss nicht daran liegen, dass die Ermittlungsrichter "keine Ahnung" haben.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Es geht also darum, ob unkonkrete Aussagen bzw. fingierte Beweise, deren Echtheit nicht überprüft werden kann, ausreichend sind.

Ja selbstverständlich.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35364 Beiträge, 13324x hilfreich)

Eine Hausdurchsuchung dient der Sicherstellung von möglichen Beweismitteln, nicht der Überprüfung von denselben. Die erfolgt immer woanders, nämlich in den Fachlaboren, Fachabteilungen. Und unnütz sind die seltensten Durchsuchungen. Man weiß zumindest nach dem Ausschlussverfahren, dass dort nichts Illegales gelagert ist.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1407 Beiträge, 998x hilfreich)

Inkompetent scheint hier nur einer zu sein, und zwar Sie. Sie schreiben hier zu Sachverhalten, von denen Sie leicht erkennbar absolut nichts verstehen. Das kann keiner ernst nehmen.

Wohnungsdurchsuchungen sind keine Routinemaßnahmen in dem Sinne, dass sie einfach immer durchgeführt werden würden, weil es ebenhalt einfach dazu gehören würde. Entgegen Ihrer Annahme sind Wohnungsdurchsuchungen bereits jetzt strenge Voraussetzungen geknüpft. Ein Anfangverdacht reicht NICHT aus. Und natürlich braucht man sehr wohl auch für einen Anfangsverdacht schon Beweise. Durchsuchungen bei einem Dritten sind dann auch an nochmals strengere Voraussetzungen geknüpft. Dass ein Programmierer wirklich ganz unbeteiligt ist, trifft aber sicherlich auch nicht auf jeden Fall zu.

Selbstverständlich dürfen Durchsuchungen auch nur erfolgen, wenn noch zu erwarten ist, dass dabei Beweismittel gefunden werden könnten. Das ist aber ziemlich oft der Fall. Die Praxis zeigt, dass es mehr als genug Straftäter gibt, die schön dumm sind und Beweismittel bei sich zu Hause lagern. Und das obwohl ihnen klar sein muss, dass es früher oder später zu einer Durchsuchung kommen kann. Diese Straftäter fühlen sich wohl einfach zu oft (und zu Unrecht) zu sicher. Genau wie Sie halten diese Straftäter ihre IT-Geräte für "unknackbar" und so weiter. Am Ende droht dann oft ein böses Erwachen.

Dass IT-Geräte wirklich unknackbar sind, muss sich erstmal bei entsprechenden Versuchen ergeben. Daher werden diese Geräte selbstverständlich erstmal mitgenommen. Natürlich müssen die die Durchsuchung durchführenden Polizisten sich nicht auf die Angaben des Betroffenen verlassen und überlassen das lieber ihren Kollegen, die für solche IT-Forensik besonders geschult sind.

Abgesehen davon können IT-Geräte nicht nur als Beweismittel, sondern auch als Tatmittel eingesackt werden. Ein Anwalt kann in beiden Fällen nicht mehr machen als es der Betroffene auch selbst tun könnte.

Die meisten Mitbürger haben auf ihren IT-Geräten übrigens keine irgendwie belastenden od
er anderswie "brisanten" Informationen gesichert. Deswegen ist diesen Mitbürgern eine sowieso nur ganz theoretisch drohende Auswertung dieser IT-Geräte ziemlich egal und der mit einer entsprechenden Verschlüsselung etc. verbundene Aufwand lohnt sich für sie nicht. Daher scheint mir Ihre Empfehlung ziemlich unnütz zu sein.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(12416 Beiträge, 4123x hilfreich)

Hallo,

irgendwie widersprichst du dir die ganze Zeit. Willst du nun mehr oder weniger Ermittlungen?
Und deine Vergleiche mit Ordnungswidrigkeiten (Handy am Steuer etc.) sind wohl ein Witz, oder?

Solange du aber weiterhin nicht sagen willst um was für Straftaten es sich konkret handeln soll kann man auch nicht sagen, ob eine Hausdurchsuchung wahrscheinlich, möglich, sinnvoll oder sonstwas ist.
Du kannst aber mal davon ausgehen, dass die Ermittler nicht dumm sind, die wissen schon wann eine Hausdurchsuchung angebracht ist und wann nicht. Erfolglose Aktionen machen sich nicht so gut in der Statistik.

Zitat:
Kann ein Anwalt bei solch einem "Sackgassenbeweismittel" die schnelle Herausgabe beantragen?
Es gibt einen ganz einfachen Weg für eine schnelle Herausgabe, einfach die Passwörter nennen.
Das nennt man Kooperation, und die beschleunigt in der Regel enorm.

Zitat:
Verschlüsselungen knacken geht nur wenn ...
In deiner Aufzählung hast du mindestens einen Punkt vergessen, und zwar die Backdoor des Programmierers deiner Verschlüsselungssoftware.
Ein zweiter könnte deine Sicherungskopie des Schlüssels sein (wenn der wirklich so kompliziert ist wie du sagst, dann kannst du ihn dir auch nicht merken, musst ihn also irgendwo aufschreiben).

Zitat:
"Wofür hast du bitte eine Anzeige aufgegeben, nur um die Adresse des Kontoinhabers zu erfahren"
Genau die Adresse ist häufig der Grund für eine Anzeige. Die Bestrafung interessiert das Opfer hingegen nicht so sehr, manchmal ist sie sogar von Nachteil für ihn (wenn der Täter eine Strafe zahlen muss oder sogar in den Knast einzieht, dann kann er vielleicht gearde deshalb den Schaden nicht ersetzen).

Zitat:
Meiner Meinung nach arbeiten zumindestens auf regionaler Ebene häufig Dilletanten, die den einfachsten Weg wählen.
Der einfachste Weg ist aber sicher keine Hausdurchsuchung. Ist dir eigentlich klar, was für ein Aufwand das ist? (weil du hier so tust, als sein das Tagesgeschäft - ich kenne beispielsweise niemanden persönlich, der je eine Hausdurchsuchung hatte)
Und klar, wenn nur nach Drogen oder Diebesgut gesucht wird, das geht relativ schnell. Aber sobald Computer ausgewertet werden sollen etc. wird es richtig aufwendig, und damit meine ich nicht nur die Entschlüsselung, sondern auch die Auswertung ansich (theoretisch müssen hunderte Urlaubsvideos angeschaut werden, nur um das eine Erpresservideo zu finden, z.B.).

Stefan

Signatur:

Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
HighwayTim
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Welche Art von Bildern hast du denn auf deinen Geräten gespeichert? Ist es das was wir denken?

Mfg

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
DHS485
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Es geht nicht um Kinderpornographie in meinem theoretischen Fall. Außerdem hat nicht Person A die Fotos sondern Person B die Person A einen reinwürgen will. Mir gehts darum ob Fotos alleine ausreichend sind. Und klar zu erkennen ist, dass man diese bzw. den gezeigten Inhalt sehr einfach, ohne großen Aufwand manipulieren hätte könnnen. Denkt man bei den Behörden so weit oder wird einfach gefeuert und nachher gefragt?

Verschlüsselungen sind nicht nur sinnvoll wenn man Willkür von Behörden zu befürchten hat. Sondern auch generell aufgrund privater Daten. Fotos hat natürlich jeder gespeichert. Ich für meinen Teil nur legale Fotos.

Die Backdoor bei den Verschlüsselungen gibt es nicht. Es gibt also nur das Knacken des Passwords. Und das ist unmöglich. Irreale Passwörter (kein Wörterbuch oder Leakdatenbankmatch) mit einigen Sonderzeichen und Zahlen sind nicht knackbar, sofern der Verschlüsselungsalgorithmus die höchsten Standards hat.

Außerdem merkt man sich die Passwörter. Wer ist so blöd und schreibt sich diese auf?
Selbst den Recoverykey habe ich z.B. in einen weiteren hoch verschlüsselten Container mit anderem hoch komplexen, irrealen Password gepackt. Dieser befindet sich auf der ohnehin bereits verschlüsselten Partition mit Nukemechanismus :D.

Auch komplexe Passwörter kann man sich merken.

Seitdem ich von Christian Solmecke erfahren habe, wie leichtfertig Hausdurchsuchungen selbst für im Edeka erhältliche LizenzGo Keys erfahren habe, ist man in Deutschland vor Willkür nicht mehr sicher.

Neulich sogar eine neue Form des Irrsinns: Jemand hat einen Windows Key auf Ebay zum marktüblichen Keypreis (used keys sind legal innerhalb der EU) gekauft. Staatsanwaltschaft hat dem Käufer ca. 2 Jahre später Geldwäsche (2.50 Euro :D) und Verstoß gegen Urheberecht vorgeworfen. Da fragt man sich echt: Was bitte arbeiten da für Leute?





-- Editiert von User am 20. August 2022 08:08

-- Editiert von User am 20. August 2022 08:14

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Dirrly
Status:
Lehrling
(1602 Beiträge, 457x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
ist man in Deutschland vor Willkür nicht mehr sicher.


Ich denke es gibt nicht viele Länder, wo man sicherer sein kann.


Zitat (von DHS485):
Und klar zu erkennen ist, dass man diese bzw. den gezeigten Inhalt sehr einfach, ohne großen Aufwand manipulieren hätte könnnen


Darum geht es doch im Ermittlungsverfahren. Man ermittelt den Sachverhalt. Und dazu gehören dann halt evt. auch Durchsuchungen.

Es geht nicht darum, ob sie hatten können, sondern ob Hinweise darauf vorliegen oder nicht. Vielleicht liegen die ja dann nach der Durchsuchung vor. Dann wird in diese Richtung weiter ermittelt.

Nach deiner Logik müsste jedes Mal wenn Fotos vorgelegt werden erst Mal ein Gutachten über diese eingeholt werden. Dauert ja auch gar nicht und ist total praktikabel.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2653 Beiträge, 390x hilfreich)

Zitat (von DHS485):
Seitdem ich von Christian Solmecke erfahren habe
Achso ... Webung für den Anwalt, der anscheinend mehr mit Youtube Clicks verdient als mit seine Anwaltstätigkeit.

Zitat (von DHS485):
Neulich sogar eine neue Form des Irrsinns: Jemand hat einen Windows Key auf Ebay zum marktüblichen Keypreis
Neulicjh? Zeitreise unternommen? Die ersten Verfahren gab es schon Anfang 2021.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
der anscheinend mehr mit Youtube Clicks verdient als mit seine Anwaltstätigkeit.

Keine Sorge, die Verdienste durch Klicks sind in Relation zur Anwaltstätigkeit wohl nur im einstelligen Prozentbereich.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1407 Beiträge, 998x hilfreich)

Zitat:
Verschlüsselungen sind nicht nur sinnvoll wenn man Willkür von Behörden zu befürchten hat. Sondern auch generell aufgrund privater Daten. Fotos hat natürlich jeder gespeichert. Ich für meinen Teil nur legale Fotos.
Auf diese Fotos von Berglandschaften aus meinem Sommerurlaub darf sich jeder gerne ansehen kommen. Ich habe da nichts zu verbergen. Und was andere Daten auf meiner Festplatte angeht: Wenn jemand anderes als die zuständigen Behörden sich bei mir zu Hause Zugriff verschafft und meine Festplatte mitnehmen kann, dann habe ich noch ganz andere (und größere Sorgen) als das mögliche Auslesen dieser Daten.

Zitat:
Die Backdoor bei den Verschlüsselungen gibt es nicht.
Was es nicht gibt ist DIE Verschlüsselung.

Zitat:
Es gibt also nur das Knacken des Passwords. Und das ist unmöglich.
Das wird sich dann ja herausstellen, nachdem die Geräte mitgenommen und von den Experten (Sie selbst sind offensichtlich keiner) untersucht wurden. Und selbst wenn das Passwort nicht geknackt wurde, dann können noch sonstige Anhaltpunkte dafür sprechen, dass diese Geräte Tatwerkzeuge waren und dementsprechend einbehalten werden dürfen.

Zitat:
Irreale Passwörter (kein Wörterbuch oder Leakdatenbankmatch) mit einigen Sonderzeichen und Zahlen sind nicht knackbar, sofern der Verschlüsselungsalgorithmus die höchsten Standards hat.
Das ist eine Frage von Zeit und Rechenleistung. Und Glück.

Zitat:
Außerdem merkt man sich die Passwörter. Wer ist so blöd und schreibt sich diese auf?
Das zeigt nur, wie wenig Ahnung Sie von der Praxis haben.

Zitat:
Auch komplexe Passwörter kann man sich merken.
Die durchschnittliche deutsche Oma schreibt sich ihre seit vielen Jahren unveränderte, vierstellige Bank-PIN auf einen kleinen Zettel in ihrer Handtasche.

Zitat:
Selbst den Recoverykey habe ich z.B. in einen weiteren hoch verschlüsselten Container mit anderem hoch komplexen, irrealen Password gepackt. Dieser befindet sich auf der ohnehin bereits verschlüsselten Partition mit Nukemechanismus
Cool.

Zitat:
Staatsanwaltschaft hat dem Käufer ca. 2 Jahre später Geldwäsche (2.50 Euro :D) und Verstoß gegen Urheberecht vorgeworfen. Da fragt man sich echt: Was bitte arbeiten da für Leute?
Menschen, die nicht nur weitergehende Kenntnis von verbreiteten Geldwäsche-Methoden haben, sondern die auch penibel darauf achten, das Gesetze eingehalten werden und dies von allen Menschen gleichermaßen. Das soll Willkür verhindern. Sie sprechen sich ja nun auch gegen WIllkür aus.

Zitat:
Mir gehts darum ob Fotos alleine ausreichend sind.
Natürlich können die ausreichen. Fotos sind sogar ein erstklassiges Beweismittel, die oft sehr viel zur Aufklärung beitragen können. Daher sind die grundsätzlich gerne gesehen. In Ihrem "fiktiven Fall" aber gibt es neben den Fotos offenbar auch noch mindestens eine Zeugenaussage (wohl die des B). Dann haben wir schon zwei Beweismittel.

Zitat:
Und klar zu erkennen ist, dass man diese bzw. den gezeigten Inhalt sehr einfach, ohne großen Aufwand manipulieren hätte könnnen.
Fotos können manipuliert werden genau wie Zeugen lügen können. Beides wird nach deutschem Strafrecht ganz empfindlich bestraft, weshalb das nur recht wenige Menschen in diesem land machen, um jemand anderen "einen reinzuwürgen". Weil die Justiz aber natürlich weiß, dass es diese Möglichkeit gibt, hinterfragt sie die Echtheit und Glaubwürdigkeit von Fotos und Zeugen. In den allermeisten Fällen spricht aber deutlich mehr dafür, dass man es ganz einfach mit der Echtheit/Wahrheit zu tun als mit einer geschickten Fälschung/Lüge. Letztendlich kann freilich auch immer noch der Beschuldigte (und dessen Verteidiger) etwas zu den Beweismitteln äußern. Die bloße, abstrakte Möglichkeit aber, dass Fotos gefälscht und Zeugen verlogen sein könnten, ist sowieso jedem Justizangehörigen bestens bekannt. Das Aufzeigen dieser Möglichkeit haut in einem Strafverfahren also niemanden vom Hocker, wenn nicht weitere Anhaltspunkte aufgezeigt werden, die auch den konkreten Fall betreffen.

Zitat:
Denkt man bei den Behörden so weit
So weit und noch weiter. Insbesondere auch weiter als SIe. Zuästzlich hat man dort nur Fachwissen und Erfahrungswerte. Ihnen fehlt beides.

Zitat:
Achso ... Webung für den Anwalt, der anscheinend mehr mit Youtube Clicks verdient als mit seine Anwaltstätigkeit.
Das dachte ich mir auch. Videos mit dem Titel "Behördenwillkür und inkompetente Justiz" werden einfach öfter geklickt als Videos wie "Grundlagen des deutschen Strafverfahrensrechts" oder "IT-Forensik für Anfänger". Vor allem von einschlägigem Klientel.

Zitat:
die Verdienste durch Klicks sind in Relation zur Anwaltstätigkeit wohl nur im einstelligen Prozentbereich.
Der Kanzleiumsatz ist der Öffentlichkeit nicht genau bekannt. Aber es ja doch ein paar Anzeichen dafür, dass der keine wahnsinnige Höhen erreicht. Zu den mit Video generierten Einnahmen kann man dabei auch die Mandate zahlen, die mit YT-Werbung eingeworben wurden und die dann mit Copy/Paste erledigt werden. Man könnte auch die Ansicht vertreten, dass die daraus resultierenden Einnahmen doch eher der Yt-Tätigkeit zu verdanken sind als einer Anwaltstätigkeit im klassischen Sinne.

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#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Zu den mit Video generierten Einnahmen kann man dabei auch die Mandate zahlen, die mit YT-Werbung eingeworben wurden und die dann mit Copy/Paste erledigt werden.

Dann würde sich das in den deutlich 2stelligen Bereich verschieben ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#26
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13869 Beiträge, 8505x hilfreich)

Woher kommt eigentlich das nicht auszurottende Märchen, dass schon Beweise vorhanden sein müssen, um eine Hausdurchsuchung genehmigt zu bekommen?

Die Hausdurchsuchung dient ja gerade dazu Beweise zu finden. Hätte man schon (ausreichend) Beweise, bräuchte man die Durchsuchung nicht.

Für eine Durchsuchung reicht ein begründeter Anfangsverdacht plus die Aussicht, Beweismaterial zu finden.

Festplatten wären ein Beweismittel. Dass die verschlüsselt sind, ändert daran nichts. Die Verschlüsselung würde auch nichts daran ändern, dass die mindestens bis zum Ende des Verfahrens bei Polizei / Staatsanwaltschaft bleiben. Das kann auch ein Anwalt nicht verhindern.

Ansonsten: Mir wurde aus zuverlässiger Quelle zugetragen, dass 50% aller Verschlüsselungen dadurch geknackt werden, dass die Polizei nicht nur Festplatten findet, sondern auch einen Zettel mit dem Passwort ...

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104271 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Woher kommt eigentlich das nicht auszurottende Märchen, dass schon Beweise vorhanden sein müssen, um eine Hausdurchsuchung genehmigt zu bekommen?

Aus der gleichen Quelle wie "Eltern haften für ihre Kinder" und ähnliches ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#28
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1407 Beiträge, 998x hilfreich)

Technisch gesehen ist diese Annahme allerdimgs tatsächlich korrekt. Denn auch der Anfangsverdacht ist nicht einfach so daher vermutet, sondern stützt sich auf mindestens eine Tatsache, für die es wiederum einen Beweis geben muss.

Nur müssen dieser Beweis und diese Tatsache noch lange nicht zum Beweis der Tat geeignet sein.

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