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Hausdurchsuchung bei Angestellter

7.6.2018 Thema abonnieren Zum Thema: Person Post
 Von 
UnknownUnicorn
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausdurchsuchung bei Angestellter

Hallo,

ich suche keine Beratung, sondern möchte mich zu einem Thema einlesen. Aber ich weiß nicht wonach ich suchen soll. Kann mir jemand mit den rechtlichen Begriffen weiterhelfen in diesem Fall:

Person A arbeitet als Angestellte bei Firma B. Person A bekommt ab und zu etwas an ihre Privatadresse geschickt, das aber Firma B betrifft. Person A ist aber nur eine ganz normale Angestellte. Eines Tages stehen Beamte bei Person A vor der Tür um eine Hausdurchsuchung zu machen.

Ich wollte versuchen herauszufinden, ob man als eine Art "Firmeninhaber" gilt und vor Gesetz so behandelt wird, nur weil man als Angestellte Post bekommt für eine Firma (Empfänger: "Firma B, z. H. Person A, Privatadresse")

Bin für jeden Hinweis und Tipp dankbar. Ich finde über die allseits beliebte Suchmaschine leider überhaupt nichts.

-- Editiert von Moderator am 07.06.2018 22:23

-- Thema wurde verschoben am 07.06.2018 22:23

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Person Post


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(68119 Beiträge, 31809x hilfreich)

Zitat (von UnknownUnicorn):
Ich wollte versuchen herauszufinden, ob man als eine Art "Firmeninhaber" gilt und vor Gesetz so behandelt wird, nur weil man als Angestellte Post bekommt für eine Firma (Empfänger: "Firma B, z. H. Person A, Privatadresse")

Je nachdem wie man von der Außenwirkung her aufgetreten ist, kann das tatsächlich passieren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
UnknownUnicorn
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die schnelle Antwort. In welchem Gesetz steht das geschrieben? Ich würde gerne mehr dazu lesen

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#4
 Von 
hiphappy
Status:
Bachelor
(3868 Beiträge, 2046x hilfreich)

Generell darf überall durchsucht werden, wo man vermutet, auf Beweismittel zu stoßen. Und wenn gegen die Firma ermittelt wird, diese aber regelmäßig Post an eine andere Adresse zustellen lässt, dann kann es natürlich dazu kommen, dass ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss erlässt, weil er auch die Vermutung teilt, das dort etwas zu finden sein könnte.
Dazu ist es auch völlig unerheblich, ob A als Firmeninhaber angesehen wird oder nicht.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(68119 Beiträge, 31809x hilfreich)

Zitat (von UnknownUnicorn):
In welchem Gesetz steht das geschrieben?

Da gibt es einige (z. B. StGB, AO, EStG, UStG).
Da müsste man mal wissen, was der genaue Tatvorwurf ist


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9002 Beiträge, 3520x hilfreich)

Hallo,

schauen wir doch mal von der anderen Seite: Kann eine Straftat unentdeckt bleiben, nur weil die Lieferung an einen Mittelsmann geliefert wurde? Natürlich nicht.

Oder noch anders: Wenn die Hausdurchsuchung aufgrund Spuren vom Absender erfolgt (etwa die Kundenliste des Onlinedrogendealers) wäre sie auch berechtigt.

In beiden Fällen wird es aber ergebnislos bleiben (Zufallsfunde ausgenommen).

Stefan

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#7
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(25774 Beiträge, 7186x hilfreich)

Zitat:
Ich wollte versuchen herauszufinden, ob man als eine Art "Firmeninhaber" gilt und vor Gesetz so behandelt wird, nur weil man als Angestellte Post bekommt für eine Firma (Empfänger: "Firma B, z. H. Person A, Privatadresse")

Nein, tut man nicht und wird man nicht. Ist aber auch gar nicht notwendig, um eine Hausdurchsuchung durchzuführen.

Wenn diese "Post" in Zusammenhang mit Straftaten steht (bzw. der Verdacht besteht) gilt man -iaR.- entweder als Beschuldigter oder als Zeuge. In beiden Fällen kann durchsucht werden.

Rechtsgrundlage für Fall 1 ist § 102 StPO, für Fall 2 § 103 StPO, jeweils iVm. § 94 StPO

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