Hausdurchsuchung nach Diebstahl

20. April 2010 Thema abonnieren
 Von 
lukas81
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausdurchsuchung nach Diebstahl

Hallo,

ich stehe noch etwas unter Schock, weil ich gerade eine Hausdurchsuchung durchgemacht habe.

Der Grund war, dass ich im September Klamotten im Wert von 200 Euro geklaut habe.
Daraufhin kam eben die Kripo mit einem Durchsuchungsbescheid.

Ich habe gestanden und die Klamotten ihnen ausgehändigt.
Es war leider mein zweiter Diebstahl, im Jahr 2008 habe ich in einem Buchladen ein Buch im Wert von 40 Euro geklaut.

Zu allem Überfluss haben die Beamten nun noch 4 Gramm Amphetamine bei mir gefunden, die zum Eigenbedarf waren, weil ich meinem Job sehr unter Druck stehe.

Ich weiß, das hört sich alles andere als toll an. Ich bereue das auch alles zutiefst.
Und habe jetzt natürliche eine riesige Panik, was da auf mich zu kommt.

Für den ersten Diebstahl in Höhe von 40 Euro musste ich damals eine Geldstrafe von knapp 500 Euro zahlen.

Was glaubt ihr, kommt nun auf mich zu?

Danke und Beste Grüße

Lukas aus Berlin

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Leider hast Du nicht geschrieben, wie alt Du bist - das wäre in diesem Fall ziemlich wichtig. Und bei den 500,- - war das ne richtige Geldstrafe, eine Verurteilung zu einer Geldzahlung oder eine Verfahrenseinstellung gegen Geldauflage nach § 153a StPO ?
Ansonsten solltest Du Dir nicht sooo nen Kopf machen. Eine Strafe wird es natürlich geben aber im Knast endet das ganz bestimmt nicht. Und den Eintrag im Führungszeugnis würde ich hier auch noch nicht sehen.

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

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#2
 Von 
hpunkt
Status:
Schüler
(245 Beiträge, 131x hilfreich)

Das Hauptproblem dürften hier die Amphetamine sein, 4g sind nicht grade wenig. Dazu ist der Schadenswert für den Diebstahl von 200 Euro auch nicht mehr geringfügig, und die Vorbelastung von 2008 steht vermutlich noch im ZStV. Eine Geldstrafe über 90 Tagessätze halte ich je nach Bundesland für durchaus möglich, diese käme dann auch ins Führungszeugnis.

Sollten die 500 Euro für den ersten Diebstahl wirklich eine Geldstrafe und keine Geldauflage gewesen sein, kämen ohnehin beide Strafen ins Führungszeugnis, unabhängig vom jetztigen Urteil, denn Raum für eine Verfahrenseinstellung gibt es hier alleine schon wegen den Amphetaminen nicht mehr.

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-- Editiert am 20.04.2010 12:05

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#3
 Von 
lukas81
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin 29.
Wegen der Geldzahlung weiß ich leider nicht genau.
Die Amphetamine waren einzig und allein für den Eigenbedarf und eine einmaige Sache, da ich sie letzte Woche in einem Berliner Club gekauft habe.
Ok, das wird den Richter sicherlich wenig interessieren, aber nicht, dass die denken, ich verkaufe so etwas.
Da ich Student bin, was würde schlimmstenfalls da auf mich zu kommen?

Vielen Dank für Ihre Antworten.

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" "

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hpunkt
Status:
Schüler
(245 Beiträge, 131x hilfreich)

quote:
Die Amphetamine waren einzig und allein für den Eigenbedarf und eine einmaige Sache, da ich sie letzte Woche in einem Berliner Club gekauft habe.
Ok, das wird den Richter sicherlich wenig interessieren, aber nicht, dass die denken, ich verkaufe so etwas.


Solange es keinerlei andere Anhaltspunkte dafür gibt, wird man Ihnen auch keinen Handel unterstellen können, aber schon der Besitz von 4g Amphetaminen zum Eigengebrauch ist nicht mehr einstellungsfähig.

quote:
Da ich Student bin, was würde schlimmstenfalls da auf mich zu kommen?


Eine Geldstrafe, deren genaue Höhe sich nicht voraussagen lässt. Die Geldstrafe können Sie in monatlichen Raten bezahlen, dass müssen Sie aber beantragen.

Ob es einen Eintrag im Führungszeugnis gibt, hängt von der Höhe der Geldstrafe ab und vom genauen Ausgang des letzten Verfahrens. Eine Geldstrafe über 90 Tagessätze würde auf jeden Fall ins Führungszeugnis kommen, eine Geldstrafe bis 90 Tagessätze nur dann, wenn die 500 Euro vom letzten Mal schon eine Geldstrafe (also X Tagessätze zu Y Euro) waren.

Beachten Sie, dass es bei einer BtMG-Verurteilung ein 5jähriges Beschäftigungsverbot mit Kindern und Jugendlichen gibt. Ich hoffe für Sie, dass Ihre beruflichen Pläne nicht in diese Richtung gingen.

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-- Editiert am 20.04.2010 15:37

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#5
 Von 
lukas81
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe jetzt sowohl am Montag, (wegen BTM Vorwurf) als auch am Donnerstag (wegen Diebstahl Vorwurf) eine Vorladung bekommen.
Da ich mich leider in solchen Rechtsfragen nicht auskenne, frage ich mich jetzt, ob es sinnvoll wäre, einen Anwalt zu nehmen.
Da ich Student bin, kann ich mir diesen eigentlich nicht leisten.
Oder würdet Ihr mir zu einem raten, weil er evtl. eine geringere Strafe herausholen kann? Wobei ich dann ja auch noch den Anwalt bezahlen müsste und es vielleicht am Ende auf die gleiche Geldzahlung hinausäuft ...

Danke für Eure Antworten.

Lukas.



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#6
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Wenn Du vor hast, Dich sowieso geständig zur Sache einzulassen, halte ich einen Anwalt für entbehrlich.
Prima wäre es, wenn Du zur polizeilichen Vernehmung ein negatives Drogenscreening (also ohne Befund) mitbringen kannst, damit Du zeigen kannst, daß Du kein Dauerkonsument bist.

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2352x hilfreich)

Wenn es bereits im Jahr 2008 zu einer echten Geldstrafe kam, dann stehen bei einer erneuten Verurteilung BEIDE Taten im Führungszeugnis. Dass eine Strafe von weniger als 90 TS nicht ins Führungszeugnis kommt, gilt nur dann, wenn es die einzige Verurteilung ist.

Ansonsten schließe ich mich an. Bei einer geständiger Einlassung ist ein Anwalt nicht nötig. Man sollte vielleicht nicht soviel auf dem sogenannten "Eigenbedarf" rumreiten, denn - wie gesagt - strafbar ist auch alleine der Besitz.

Völlig unklar ist mir aber, wieso es wegen eines einfachen Diebstahls zu einer Hausdurchsuchung gekommen ist....



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"justice"

-- Editiert am 27.04.2010 23:20

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 409x hilfreich)

Ein Anwalt kann schon hilfreich sein, um zum Beispiel die Strafe unter 90 Tagessätze zu drücken, gerade wenn die frühere Sache nicht eingestellt wurde. Letztlich würde ich das vom Studienfach abhängig machen, bei einer geplanten Laufbahn im öffentlichen Dienst würde ich schon einen Anwalt beauftragen, auch in Massenfächern wie Wirtschaftswissenschaften denke ich sollte man eine Eintragung ins Führungszeugnis verhindern. Wenn es dagegen eher auf eine Selbständigkeit hinausläuft wäre das wohl nicht so wichtig.

Ich würde mit der Beauftragtung eines Anwalts eher noch warten, sollte es einen Strafbefehl über 90 Tagessätze geben oder zur mündlichen Verhandlung kommen, ist es immer noch möglich, einen Anwalt einzuschalten. Nur bei einem Lehramtsstudium oder ähnlichen Berufen, wo man viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun hätte, würde ich wegen der Drogen dazu raten, sofort einen Anwalt einzuschalten, um zu versuchen das Verfahren bezüglich der Drogen noch irgendwie auf den §153a StPO abzubiegen, koste es was es wolle...

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