Hilfe: falscher Vorwurf räuberischer Diebstahl/ Körperverletzung Auto - ebay-Kleinanzeigen Nachricht

16. April 2021 Thema abonnieren
 Von 
wie gegen so etwas wehren
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Hilfe: falscher Vorwurf räuberischer Diebstahl/ Körperverletzung Auto - ebay-Kleinanzeigen Nachricht

Hallo!

Ich habe soeben etwas in der Post gefunden, das mir wirklich (jetzt weiß ich woher das Sprichwort kommt) fast den Atem nimmt. Habe richtig Schnappatmung bekommen, weil es unglaublich und dann doch so dermaßen gegen mich sprechend ist.

Mir wird nämlich von der Staatsanwaltschaft (völlig zu Unrecht - Sachverhalt folgt) räuberischer Diebstahl (auch wohl mit Körperverletzung) vorgeworfen. Was das Ganze so wirklich erbärmlich schlimm macht, ist dass ich Gegenteiliges kaum beweisen kann. (der von mir leider gelöschte ebay-Kleinanzeigen-Nachrichtenverlauf zu dem "Kauf" des Smartphones, um das es „eigewntlich nur" ging, könnte mich ent- und die Verkäuferin/ Klägerin belasten!!) Schlimmer noch: Es gibt sogar eine falsch aussagende (verärgerte, um nicht zu sagen hintervo...) Verkäuferin des Smartphones, das ich räuberisch gestohlen haben soll und die ich "auf der Flucht" oder wie auch immer sogar angefahren bzw. zu einem sie verletzenden Ausweichsprung mit meinem Auto genötigt haben soll. Zudem hat sie ihre ebenso falsch aussagende Freundin als Zeugin - ich jedoch war allein.

Die Staatsanwaltschaft äußert in dem Brief an mich, der mich heute erreichte, außerdem, dass ich aufgrund der "Tat" (die von den beiden Damen völlig falsch dargestellt wird) als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen sei. Die Verkäuferin/ Klägerin hatte mir vor Wochen mitgeteilt, ich solle 4500 Euro Schmerzensgeld an sie zahlen (darum geht es ihr wohl auch...). Es geht für mich also wirklich um viel und sieht erst einmal nicht gut für mich aus, weil ich ja alleine war.

Die Verkäuferin war sogar so hintervo.... mir mitzuteilen (ich weiß nicht mehr ob telefonisch oder gar über die Nachrichten bei ebay-Kleinanzeigen), dass ich sie „angefahren" habe. Meinem sofortigen Einwand, dass das ja nicht stimme, begegnete sie ganz dreist mit: „Aber ich habe eine Zeugin."

Dem heutigen Brief, der mich veranlasst hat, mich in diesem Forum anzumelden und diesen Beitrag zu beginnen, sind ein paar Dinge vorausgegangen:


1. (folgt)
2. (folgt)
3. (folgt)
Der eigentliche „Tathergang" ist hier noch gar nicht recht beschrieben. Zu den Umständen gehört auch, dass 2 Polizisten hinzugerufen wurden und ich hoffe, dass die wenigstens entlastend für mich aussagen werden.

Ich hoffe, ich kann diesen Beitrag hier noch einfach vervollständigen. Denn jetzt bin ich erxt einmal platt für heute, möchte das bereits Getippte aber schon mal einstellen.


Hinweis noch: Wirklich entlastend könnte auch der Schriftverkehr, den ich mit der Dame über ebay-Kleinanzeigen-Nachrichten, sogar mehr oder weniger „während" dem mir vorgeworfenen „räuberischen Diebstahl" (habe nämlich meine Adressdaten geschrieben und den Wunsch den Kaufpreis zu überweisen, weil es mir ja nun wirklih nicht um Diebstahl sondern lediglich um Durchsetzung des vereinbarten Kaufpreises ging. Und angefahren habe ich die Dame überhaupt nicht. Sie hat versucht, mein Auto festzuhalten, als ich (langsam) an ihr vorbeifuhr.

Habe schon recherchiert:

Leider scheint es keine Möglichkeit zu geben, den Nachrichtenverlauf von ebay-Kleinanzeigen mit der Verkäuferin/ Klägerin von ebay-Kleinanzeigen zu bekommen.

Die Nachrichten wurden am 05.12.20 ausgetauscht, Sollte IRGENDJEMAND eine Idee oder gar Kenntnis haben, diesen, von mir bei mir gelöschten Nachrichtenverlauf bei ebay-Kleinanzeigen doch noch kommen kann, lassen Sie es mich bitte bitte wissen!! Vielleicht kennt jemand jemanden bei dem Unternehmen ebay-Kleinanzeigen, der das für mich möglich machen kann. Oder jemand weiß, ob Staatsanwaltschaft/ Polizei da eine Möglichkeit haben. Wenn ja, wie manStaatsanwaltschaft/ ebay-Kleinanzeigen dann dazu bewegt. Nötigenfalls ginge ich damit auch in die Presse. Es kann ja nicht sein, dass so eine dreiste Frau mit ihrer Freundin mich um so viel Geld bringt und evtl. auch noch um meinen Führerschein. (Habe übrigens bisher soweit ich weiß, in über 30 Jahren noch nie Punkte ins Flensburg gehabt...)

Est einmal Schluss für heute, denke ich. Werde das dan hier, wenn möglich in Teilen überarbeiten und Sachverhalt, evtl. Dokumente (personenbezogne Daten dann geschwärzt) ergänzen.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Es wäre ganz interessant zu wissen, was für ein "Brief" der Staatsanwaltschaft das sein soll. Eine Beschuldigtenanhörung? Ein Beschluss über die vorl. Entziehung der Fahrerlaubnis (der käme allerdings vom Gericht)? Eine "Anklageschrift"?

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39556x hilfreich)

Zitat (von wie gegen so etwas wehren):
Leider scheint es keine Möglichkeit zu geben, den Nachrichtenverlauf von ebay-Kleinanzeigen mit der Verkäuferin/ Klägerin von ebay-Kleinanzeigen zu bekommen.

Richtig, insbesondere wenn er gelöscht wurde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Wird das jetzt ein mehrbändiger Roman?

Sie schreiben viel. Aber Sie schreiben nicht, was eigentlich passiert ist. Eher in Nebensätzen rutscht dann doch ab und zu eine Info durch oder deuten Sie zumindest etwas an. Ich habe mal versucht es zusammenzufassen und verstehe es so:

Sie wollen ein Handy von einer Frau kaufen und bahnen einen Verkauf über ebay (Kleinanzeigen) an. Ob es online zum Vertragschluss gekommen ist, ist unklar. Vor Ort gibt es einen Streit über den Kaufpreis. Sie bezahlen nicht. Stattdessen nehmen Sie das Handy, welches Sie möglicherweise schon in der Hand hielten, und steigen in Ihr Auto ein. Sie wollen davonfahren und das Handy ohne Bezahlung mitnehmen. Die Frau versucht dies zu verhindern. Unstreitig gibt es eine Berührung zwischen Ihrem Auto und der Frau. Während der Wegfahrt nutzten Sie unerlaubterweise Ihr Handy und teilen der Frau Ihre Adressdaten mit und ebenso das Angebot, einen bestimmten Betrag, diesen aber nicht in der Höhe des von der Frau geforderten Kaufpreises, per Überweisung zu zahlen. Zum Abschluss löschen Sie sämtlichen Schriftverkehr. Es kommt dann ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft. Was das für ein Schreiben ist oder welche anderen Schreiben es noch gab, bleibt unklar.

Sie sollten sich hier wohl besser an einen Strafverteidiger wenden. Sowieso denn, wenn Sie aus beruflichen Gründen auf den Führerschein angewiesen sein sollten. Ihnen dorht hier eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Und das vielleicht nicht völlig zu Unrecht.

Aufgabe des Anwaltes wird es sein, den Vorwurf so weit wie möglich zu entkräften, insbesondere auch die Aussagen der beiden Zeuginnen. Wenn man die Geschichte mit dem Auto ausgeräumt bekommt, droht aber noch immer eine Verurteilung wegen Diebstahls. Dabei könnte es auf juristische Feinheiten ankommen, die nur ein Anwalt überblicken kann. Sie würden sich da womöglich selber belasten, wenn Sie eigene Angaben zu den Vorwürfen machen. Ich würde daher lieber schweigen und meinen Anwalt reden lassen.

Das Handy dürfte weiterhin das der Frau sein. Immerhin wollte sie es offensichtlich dann doch nicht mehr übereignen. Bis die Frau es Ihnen aber willentlich überlässt, bleibt es in deren Eigentum und ist damit eine für Sie fremde Sache. Ob hier ein Kaufvertrag geschlossen wurde, scheint unklar zu sein. Jedenfalls aber haben Sie den Kaufpreis ja nicht bezahlt. Zumindest dann, wenn Sie auch die Bezahlung vor Ort nicht angeboten haben sollten (das müssten die Zeuginnen dann wohl auch bestätigen können) und keine andere Form der Bezahlung vereinbart war (was völlig unüblich wäre), hatte die Frau wohl ein Zurückbehaltungsrecht an dem Handy. Die dennoch beabsichtigte Zueignung war dann vielleicht trotz geschlossenem Kaufvertrag rechtswidrig. Wenn es denn überhaupt einen geschlossenen Kaufvertrag gibt!

Die Chatverläufe sind doch hier das allerkleinste Problem. Womöglich wird die Frau diese sowieso vorlegen. Und womöglich sind die gar nicht so entlastend wie Sie das gerade hoffen. Lassen Sie auch all das lieber von einem Anwalt erledigen.

Haben Die eigentlich jemald den Kaufpreis gezahlt oder das Handy zurückgegeben? Welchen Betrag wollten Sie zahlen, welchen Betrag wollte die Frau verlangen und welchen Betrag haben Sie letztendlich gezahlt? Ist der Brief von gestern wirklich das erste Schreiben, das Sie seit Dezember zu dieser Sache erhalten haben? Was genau steht denn da nun drin? Zumindest die Geschädigte hatte doch schonmal Kontakt mit Ihnen aufgenommen.

Das böse Wort, dass Sie da schreiben wollten, schreibt man übrigens mit F, nicht mit V. Abgesehen davon benutzen Sie es meines Erachtens falsch.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4267 Beiträge, 505x hilfreich)

Was hast du denn eigentlich bekommen? Strafbefehl, Anhörungbogen, Klageschrift, irgendwas anderes?

Beim nächsten Post wäre es gut, wenn du etwas sachlicher wärst.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13600 Beiträge, 4341x hilfreich)

Hallo,

wenn es in etwa so war wie von Zuckerberg zusammengefasst, dann liegt hier sehr wohl eine Straftat vor (ob das nun Raub oder doch nur Diebstahl war sei mal dahingestellt). Der Text hier ist schon ein halbes Geständnis.

Ich rate auch dazu einen Anwalt zu konsultieren, und selber keinesfalls Aussagen zu machen.

Zu dem Chatverlauf: Hast du denn nicht eingestellt, dass du die Nachricht als Kopie per Email bekommst?
Ohne diese Funktion kann man Ebay-Kleinanzeigen doch gar nicht sicher benutzen.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Nachtrag:

Teil des Vorwurfes ist es wohl, dass Sie die Frau (in Absicht der Beutesicherung) mit dem Auto angefahren haben. Das könnte dann schon für § 250 StGB reichen. Wenn Sie sie nicht erwischt haben, könnten Sie diese Möglichkeit ja immer noch billigend in Kauf genommen haben und daher wegen Versuchs betrafen zu sein.

Ähnliches gilt dann für die (ggf. nur versuchte) Körperverletzung. Es wäre eigentlich eine (versuchte) GEFÄHRLICHE Körperverletzung nach § 224 StGB. Ich denke, dass das ein Grund mehr für das Hinzuziehen eines Anwalts ist. Was da so für Strafen drohen, können Sie ja selber nachlesen in den genannten Paragrafen.

Der Anwalt müsste zunächst mal Akteneinsicht nehmen und schauen, was die beiden Zeuginnen (insbesondere die Unbeteiligte) wirklich für Angaben gemacht haben. Es kann hier wirklich auf Details ankommen. Und da dies schwer bestraft werden könnte, ist tendenziell nicht damit zu rechnen, dass insbesondere die unbeteiligte Zeugin gänzlich falsche Angaben gemacht hat.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Falls noch eine Fortsetzung zu erwarten ist, wäre es schön wenn dieser Teil:

Zitat (von wie gegen so etwas wehren):
habe nämlich meine Adressdaten geschrieben und den Wunsch den Kaufpreis zu überweisen, weil es mir ja nun wirklih nicht um Diebstahl sondern lediglich um Durchsetzung des vereinbarten Kaufpreises ging.


mal näher erklärt würde.

Es wurde der "Wunsch" geäußert per Überweisung zu zahlen.

Und die Verkäuferin war damit einverstanden?

Wann sollte die Überweisung erfolgen?

Vor Übergabe des Telefons oder danach? (wenn davor, wurde sie auch tatsächlich davor getätigt, also hatte die Dame das Geld in der vereinbarten Höhe auf dem Konto, als man sich getroffen hat)

Nur im letzteren Fall, also bei Vereinbarung der vorherigen Überweisung und auch deren vollständiger Ausführung vor dem Treffen zur Übergabe des Telefons, könnte man hier evtl. kein Raubdelikt sehen.

Alle anderen denkbaren Ablauf-Alternativen (jedenfalls die, die mir gerade so einfallen) dürften in der Tat einen Raub, bzw. einen RD, darstellen.

Wenn dem so ist, ist in der Tat der nächste Weg der zum Anwalt, denn zum einen liegt dann eh ein Fall der Pflichtverteidigung vor und zum anderen sprechen wir dann (mindestens) von einer Mindeststrafe von 1 Jahr, je nachdem ob § 252 StGB iVm. § 249 StGB erfüllt ist, oder iVm. § 250 StGB.

0x Hilfreiche Antwort

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