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Hund springt jemand an , absichtlich lang leine gelassen

25.11.2021 Thema abonnieren
 Von 
wenslk
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Hund springt jemand an , absichtlich lang leine gelassen

Hallo,

ich habe eine Frage.
angenommen ein Hundebesitzer lässt seinen Hund zwar nicht von der Leine, sondern "gibt ihm Schnur", und der Hund springt jemand an, der nur ein paar leichte Kratzer ab bekommt.

Ist das evtl versuchte vorsätzliche Körperverletzung, und es könnte Schmerzensgeld gefordert werden ?
und hätte das evtl weiterreichende Konsequenzen, zB. wenn der Hund abgerichtet ist oder wird ?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(94142 Beiträge, 36091x hilfreich)

Zitat (von wenslk):
Ist das evtl versuchte vorsätzliche Körperverletzung

Nö.



Zitat (von wenslk):
und es könnte Schmerzensgeld gefordert werden ?

Das die Voraussetzungen an "fordern" entsprechend niedrig sind, kann man das ja immer.
Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", insbesondere wenn die Gegenseite nicht kooperativ ist und sich sträubt die Forderung zu erfüllen.



Zitat (von wenslk):
zB. wenn der Hund abgerichtet ist oder wird ?

Abrichten auf was? Anspringen? Kratzer machen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Alter Sack
Status:
Lehrling
(1074 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von wenslk):
Ist das evtl versuchte vorsätzliche Körperverletzung


Ein Vorsatz wird wohl kaum nachgewiesen werden können, aber auch eine fahrlässige Körperverletzung ist strafbar.

Aber unabhängig davon ob eine vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung vorliegt ist der Hundehalter verpflichtet für die eingetretenen Schäden und prinzipiell auch für ein Schmerzensgeld aufzukommen. Wobei allerdings fraglich ist ob für ein "paar leichte Kratzer" ein Schmerzensgeldanspruch existiert.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33735 Beiträge, 12996x hilfreich)

Na ja, Schmerzensgeld vielleicht 3-5€. Kann man natürlich versuchen.

wirdwerden

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#4
 Von 
wenslk
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Und wie sieht es aus, wenn der Hund auf jemand gehetzt wurde ?

und, ist es erlaubt , jemanden vorzuschlagen , auf eine Strafanzeige und Zivilklage zu verzichten, wenn dieser von anderen Forderungen absieht ?

Danke für eure Hilfe.

-- Editiert von wenslk am 27.11.2021 17:43

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#5
 Von 
Zuckerberg
Status:
Praktikant
(959 Beiträge, 855x hilfreich)

Wenn der Hund (nachweislich) auf jemand anderen gehetzt wurde, dann kann es sich um eine vorsätzliche (gefährliche) Körperverletzung handeln. Dazu muss dann auch ein Verletzungserfolg eintreten. Der Scheint mit "ein paar Kratzer" zwar eingetreten zu sein. Aber daran orientiert sich dann auch die Höhe des Schmerzensgeldes und das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung.

Bei der "langen Leine" wird es auf Details ankommen. Dann kann man hier nicht im Forum beantworten. Es könnte sich um eine fahrläsige Körperverletzung handeln, vielleicht aber auch wiederum um eine vorsätzliche. Vielleicht aber auch um gar keine. Wie gesagt, es kommt auf Details an.

In beiden Fällen wird es aber vor allem darauf ankommen, dass man dem Beschuldigten diese Tat nachweisen kann. Wenn es da nur die Aussage des Verletzten gibt, für den der Beschuldigte offenbar nicht ganz unbekannt ist, dann reicht das möglicherweise nicht als Nachweis aus.

Mit diesem "Angebot" wäre ich vorsichtig. Schnell könnte es so aussehen, als wolle der Geschädigte den Beschuldigten mit diesem (tatsächlich ereignetem oder auch nur frei erfundenem) Vorfall erpressen, um sich vor berechtigten Forderungen gegen ihn zu schützen. Gerade ein solcher Hintergrund und das damit einhergehende Motiv können dann auch an der Glaubwürdigkeit des Geschädigten zweifeln lassen.

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