Ihr Ex betritt Wohnung/Körperverletzung

28. Februar 2005 Thema abonnieren
 Von 
klaus256
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Ihr Ex betritt Wohnung/Körperverletzung

Hallo,

hoffe mal das ist das richtige Forum hier.

Also folgendes der Ex von meiner Partnerin kommt bei uns vorbei um was zu klären, dabei fällt ihm ein das er seine Tochter mal sehen will, kann er auch haben aber nicht in unserer Wohnung das wurde ihm auch gesagt. Er sollte vor der Tür warten bis sie angezogen ist, was er aber nicht machte sondern sich in die Wohung drängte.
Daraufhin kam ich ins Spiel und sagte ihm das er die Wohung verlassen soll, was er nicht tat. Also bekam er was von mir auf die Nase und ging dann.
Ich sollte vieleicht noch erwähnen das unser Baby (4 Monate) auch in der Wohnung war und ich absolut nicht wollte das er an ihr verbeigeht, was weiß ich den was der so vorhatte.
Das es ne Anzeige wegen Körperverletzung geben wird ist mir klar. Aber hat er nicht Hausfriedensbruch begangen und ich nur meine Familie beschützt in unserer Wohnung?

Welche Strafe wird mich erwarten?

Danke schonmal für Antworten.

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



33 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag,

ob Ihre Handlung durch Notwehr gerechtfertigt ist, hängt von den jeweiligen genauen Umständen des Einzelfalls ab. Dieses wird die jeweilige Staatsanwaltschaft prüfen.

Sofern sich die Person gegen den Willen des Hausrechtsinhabers in der Wohnung aufhielt, so macht sich diese wegen Hausfriedensbruchs strafbar.

Die genaue Strafe kann nicht vorhergesagt werden, da dieses von den jeweiligen Einzelheiten des Falles abhängt und auch von dem Täter (zB Vorbestraftheit usw).


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Dr. jur. von Campe
Status:
Schüler
(201 Beiträge, 27x hilfreich)



Die Wohnung ist unverletzlich !


Wer gegen einen erklärten Willen mit
Anwendung von einfacher körperlicher
Gewalt (reindrängen) eine Wohnung
widerrechtlich betritt ist zu entfernen.

Keine Diskussion !

Wenns sein muß unter Anwendung von
Gewalt !

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ikarus02
Status:
Master
(4412 Beiträge, 1086x hilfreich)

Der Dr. jur.v.C. macht es sich etwas zu leicht.
Sicher handelt es sich hier um Hausfriedensbruch. Die Frage ist nur, ob die Verhältnismäßigkeiten der Mittel eingehalten wurden.
Ich meine wie Bobo, dass hier der Einzelfall zu prüfen ist.
Gruß

-----------------
"behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest."

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Trixi0703
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 21x hilfreich)

Wenn derjenige sich in die Wohnung drängelt, kommt auch noch eine Nötigung in Betracht.
Und m.E. darf ich Gewalt anwenden, um jemanden aus der Wohnung zu entfernen, der sich da gewaltsam reindrängelt.
Allerdings sind die Angaben hier wirklich zu vage, um beurteilen zu können, wie gewaltsam das Reindrängeln war und wie konkret und gewaltsam die Aufforderung zum Verlassen der Wohnung war....

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Trixi0703
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 21x hilfreich)

Wenn derjenige sich in die Wohnung drängelt, kommt auch noch eine Nötigung in Betracht.
Und m.E. darf ich Gewalt anwenden, um jemanden aus der Wohnung zu entfernen, der sich da gewaltsam reindrängelt.
Allerdings sind die Angaben hier wirklich zu vage, um beurteilen zu können, wie gewaltsam das Reindrängeln war und wie konkret und gewaltsam die Aufforderung zum Verlassen der Wohnung war....

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Abend,

bei einem gewaltsamen Eindringen in die Wohnung ist auch die Anwendung von Gewalt zulässig, um den Angreifer abzuwehren. Das Stichwort ist jedoch hier die Verhältnismäßigkeit.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-255
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 216x hilfreich)

ich finds o.k. das er ihm was auf die nase gab.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Wer in Notwehr handelt muss gerade nicht auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel achten. Die Notwehrhandlung und der Angriff dürfen nur nicht in einem krassen Missverhältnis stehen (zB Erschießen eines Apfeldiebes).
Ich denke es war hier absolut gerechtfertigt ihm eins auf die Nase zu geben!

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
RQ
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 17x hilfreich)

Hallo,
was heißt eigentlich genau"eina auf die Nase kriegen"? Ist die Nase gebrochen? Hat er einen blauen Fleck? oder wurde er "einfach" nur getroffen(wie es häufiger bei BAsketball, Füßball. Handball etc vorkommt), dass macht doch sicherlich auch einen Unterschioede zur Beurteilung der Verhältnissmäßigkeit, oder?

Gruss
rq

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag Rumor_84,

quote:
Die Notwehrhandlung und der Angriff dürfen nur nicht in einem krassen Missverhältnis stehen (zB Erschießen eines Apfeldiebes)."


Richtig, und genau sowas nennt man juristisch Verhältnismäßigkeit oder Angemessenheit. Sie sehen, jetzt sind wir wieder da, wo wir angefangen haben.

Wie auch RQ zuletzt und die anderen in den jeweiligen Beiträgen darstellten, muss man nähere Informationen über den jeweiligen Sachverhalt haben, um hier juristisch bewerten zu können. Solange dieses nicht der Fall ist, kann man sich nur auf Spekulation stützen.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Nein. Sowas nennt man juristisch das geboten sein der Notwehr. Und die Notwehr war hier definitiv geboten, denn selbst wenn die Nase gebrochen ist, steht dies nicht in einem krassen Missverhältnis zum Hausfriedensbruch.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

Angenommen der Geschädigte kam im Rollstuhl hereingeschneit. Dann wäre die Verhältnismäßigkeit bei Nasenbeinbruch nicht gegeben - man hätte ihn nur wieder rausrollen müssen. Und das ist genau die Variable, die auch Dir, Rumor, unbekannt sein dürfte. Also beurteile von hier aus lieber nicht, ob die Notwehr im Mißverhältnis zum HFB stand.

-----------------
"Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt"

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag Rumor_84,

ich muss mich doch sehr über Ihre Argumentationsweise wundern.

Bei mehreren gleichermaßen zur Gefahrenabwehr (objektiv) geeigneten Verhaltensweisen bildet nur diejenige einen Rechtfertigungsgrund, die in der konkreten Notstandssituation angemessen und geboten/verhältnismäßig ist. Gebotensein und Verhältnismäßigkeit haben juristisch gesehen im Großen und Ganzen den gleichen Inhalt, auch wenn die Verhältnismäßigkeit etwas strenger bewertet wird, als das Gebotensein. Ein solches "Gebotensein" liegt aber nicht vor, wenn von dem Täter ein anderes als das gezeigte Verhalten zu fordern oder ihm zuzumuten ist. Das bedeutet, dass innerhalb der Angemessenheit der Täter das relativ mildeste Mittel angewendet haben muss. Und genau dieses gilt es hier zu klären, was jedoch ohne weitere Informationen über den Sachverhalt durchaus schwierig sein dürfte. Wie Sie es dennoch schaffen, eine vermeintlich so handfeste und vermeintlich juristische Beurteilung abzugeben entzieht sich meiner Kenntnis. Danach wird die Gebotenheit geprüft, welche meistens vorliegt, außer in Fällen, in denen es sich um die Beeinträchtigung der Rechtsgüter des Angreifers außer jedem Verhältnis zur Gefahr für die Rechtsgüter des Verteidigers stehen, muss dieser den Angriff dulden (Behinderter kann den Kirschendiebstahl 6-jähriger Kinder nur durch Erschießen der Kinder verhindern - das wäre nicht mehr geboten).

Lesen Sie zu Ihrer Information zB mal

OLG Dresden, BußgeldS
Beschluss
Ss (OWi) 9015/01
11.04.2002


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von J. Roenner (Bobo) am 01.03.2005 14:59:16

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Nun vielleicht sollten Sie den Beschluss, den Sie hier so selbstsicher zitieren selbst mal lesen, dann würde Ihnen auffallen, dass es dabei um den rechtfertigenden Notstand § 34 StGB geht. In dessen Rahmen ist die Angemessenheit tatsächlich zu prüfen. In diesem Fall hier ist die Tat jedoch bereits durch § 32 StGB Notwehr gerechtfertigt. Und hier spielt die Angemessenheit eben gerade keine Rolle. An das Geboten Sein der Notwehr sind wesentlich niedrigere Anforderungen zu stellen.
Auf irgendwelche Übertreibungen mit Rollstühlen muss ich wohl gar nicht erst eingehen!

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Wie Sie jetzt die Angemessenheit aus der Prüfung der Notwehr herausnehmen, entzieht sich wiedermals meiner Kenntnis. Auch wenn dieses im Beschluß auf den Notstand angewendet wird, so ist dieses auch in der Prüfung der Notwehr vonnöten (sowas nennt man eine Übertragung der Rechtsanwendung/Rechtsdeutung). Dieses sollten Sie, sofern Sie Jurist sein sollten, wissen. Gleiches gilt bezüglich der juristischen Bewertung eines Sachverhaltes, dass man diesen mangels näherer Informationen juristisch nicht bewerten kann. Auch dieses sollte einem Juristen bekannt sein. Falls nicht, so sollten Sie sich ernste Gedanken darüber machen. Sollten Sie Jurastudent sein, so sollten Sie sich an die genaue Prüfung von Sachverhalten halten.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von J. Roenner (Bobo) am 01.03.2005 15:12:15

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Nun, die Angemessenheit muss nicht aus der Prüfung der Notwehr herausgenommen werden, sie gehört dort einfach nicht hin. Das Geboten sein ist etwas völlig anderes, es bedeutet nur, dass die Notwehr nicht rechtsmissbräuchlich angewandt werden darf. Das sollten Sie eigentlich wissen sofern Sie Jura studiert haben.
Des Weiteren sollte Ihnen dann auch bekannt sein, dass Analogie (was Sie wohl mit Übertragung der Rechtsanwendung meinen) im Strafrecht grundsätzlich verboten ist, sofern sie zuungunsten des Angeklagten angewandt würde. Was hier dann ja wohl der Fall wäre.
Die Informationslage ist hier ganz einfach ausreichend, einen Rollstuhlfahrer kann ich schließlich überall noch einbauen. Bei solch wesentlichen Aspekten eines Sachverhaltes sollte man wohl erwarten können, dass sie vom Fragesteller mitgeteilt werden. Ansonsten wäre ihm beim besten Willen nicht zu helfen!

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Über eine Analogie habe ich nicht geschrieben. Es geht um eine normale Subsumption des §32 StGB . Die Angemessenheit (die Prüfung über das relativ mildeste Mittel) ist definitiv Teil der Prüfung des §32.

Ich merke, dass wir offensichtlich verschiedene Ansichten über die juristische Arbeitsweise und Rechtsdeutung haben. Beenden wir diese Diskussion, bevor sie noch zu unsachlich wird. Die Fragesteller nennen meistens nicht alle nötigen Informationen, ganz einfach auch aus dem Grunde der Unwissenheit der Relevanz. Dieses merken Sie, sobald Sie einmal zB an einem Gericht oder in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeiten.

Am Schluß noch eine Frage: Sind Sie Jurist?


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von J. Roenner (Bobo) am 01.03.2005 15:46:36

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Ich studiere Jura. Es war auch keinesfalls meine Absicht unsachlich zu werden. Darf ich Sie auch nach Ihrer Qualifikation fragen. Nur aus Interesse. Wäre schließlich peinlich, wenn ich mich jetzt mit dem Präsidenten des BGH angelegt hätte ;-)

PS: Würde mich freuen, wenn wir noch öfter diskutieren würden. :-)

PPS: Das relativ mildeste Mittel wird nicht in der Angemessenheit, sondern in der Erforderlichkeit geprüft. Und hier ist lediglich das Mildeste unter gleich Wirksamen zu wählen. Es ist im Allgemeinen schwer ein milderes Mittel zu finden das genau den gleichen Erfolg verspricht. Der in Notwehr Handelnde muss hier keine Kompromisse eingehen.

-- Editiert von rumor_84 am 01.03.2005 16:22:05

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Ich stehe kurz vor dem Staatsexamen. Hin und wieder tauchen hier rechtliche Problematiken auf, in denen verschiedenen Rechtsauffassungen vertreten werden und die dann auch dementsprechend diskutiert werden.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Ob Sie einen einzelnen Punkt der Angemessenheit prüfen, oder inhaltlich die Angemessenheit des relativ mildesten Mittels in der Erforderlichkeit neben der Geeignetheit ist egal. Wichtig ist nur, dass Sie diesen Inhalt überhaupt ansprechen und berücksichtigen. Dass bei Unsicherheiten über die Wirksamkeit einzelner Gegenwehrmaßnahmen sich der Angegriffene nicht auf das Risiko einer nur unzurechenden Abwehrhandlung einlassen muss, darüber besteht Konsens.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
guest123-255
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 216x hilfreich)

mir wäre es egal mit was er kommt ... sollte er im rollstuhl gekommen sein so hätte er mehr probs als ohne ...

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
klaus256
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

ups hat sich hier viel getan

danke für die vielen Antworten

also erstmal im Rollstuhl kam er nicht

er wurde von meiner Partnerin 2x aufgefordert die Wohnung nicht zubetreten
von mir einmal, bis es zu der Tat kam

er schlug die Tür auf drängte sich an ihr vorbei bis er bei mir hängen blieb

zu Verletzungen bei ihm kann ich nix sagen, keine Ahnung

Gruß

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Könnten wir uns unter diesen Umständen also auf Notwehr einigen !?!

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Ja, unter diesen Umständen sehe ich auch die Möglichkeit sich auf Notwehr zu berufen.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Um mich zu guter Letzt auch noch einzumischen :)

So dürfte in der Tat Notwehr gegeben sein, vorher war es auch m.E. nicht ganz klar.

Um einen Satz aus einem der vorhergehenden Postings aufzugreifen:

Sicherlich hätte der (oder jeder beliebige andere Fragesteller) erwähnt wenn der Hausfr.brecher im Rollstuhl angekommen wäre; aber was Fragesteller gerne mal vergessen zu erwähnen ist z.B. daß der Angriff nicht mehr "gegenwärtig" iSd. § 32 StGB war. Nicht unbedingt aus "Böswilligkeit", sondern weil sie der Gegenwärtigkeit nicht nicht die Bedeutung beimessen, der ihr zukommt.

Deswegen halte ich es auch für richtig und wichtig, die genauen Umstände zu hinterfragen, bevor ich eine Prognose oder Einschätzung abgebe.

PS: @ BOBO

Ich hoffe, daß ich diese Woche noch schaffe, Dir die Mistra-Sachen zu mailen, ich hatte heute nachmittag nen Systemabsturz und surfe hier gerade per "Notkonfiguration" :) Muß wohl den PC formatieren. Meine mail-addys funktionieren auch gerade nicht. Hoffe daß es nicht so eilig ist ?!

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Dem stimme ich uneingeschränkt zu, allerdings war die Gegenwärtigkeit hier gar keine Frage, da der Angreifer sich noch im Haus befand.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Hallo Bob,

keine Sorge, es ist nicht eilig. Finde es überhaupt nett von dir, dass du dich darum kümmerst. Mail es mir einfach, wenn du die Zeit findest.

Hoffe, dass keine wichtigen Daten verlorengegangen sind. Aber die Arbeit alles neu zu installieren ist dennoch leider nervend :)

Vielen Dank nochmal für die Hilfe.


Grüße,

- Roenner -

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3126 Beiträge, 483x hilfreich)

Ist denn der Sachverhalt damit, daß es wohl Notwehr war, tatsächlich hinreichend geklärt? Muß bei Notwehr tatsächlich keine Verhältnismäßigkeit der Mittel gegeben sein?
Das Beispiel mit dem Rollstuhl war natürlich bewußt übertrieben, um zu zeigen, daß die genauen Umstände unklar sind.
Aber es wäre doch theoretisch gut möglich, daß der Geschädigte 1 Meter 60 groß ist und der Schlagende 1,95 m. Ist ein Schlag auf die Nase dann immernoch voll gerechtfertigt? Er hätte ihn locker raustragen können (wenn schon nicht rausrollen ;) ) Also wie sähe es dann aus?

-----------------
"Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt"

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag KlagDichReich,

mit Ihren Einwänden haben Sie schon recht. Jedoch ist dieses hier eher eine allgemein-rechtliche Analyse des Sachverhalts, da wir ja nicht alle Einzelheiten des Falles kennen.

Ob eine Gebotenheit und Angemessenheit, wie auch immer man dieses im Tatbestand prüft, gegeben sein muss, wurde breitflächig in der vorhergegangenen Diskussion erläutert.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

-- Editiert von J. Roenner (Bobo) am 02.03.2005 14:11:00

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel kommt es tatsächlich nicht an, man kann durchaus einen Angreifer der ein Messer hat erschießen oder einen Unbewaffneten mit einem Messer bearbeiten. Es kommt nur auf das angegriffene Rechtsgut an. Das angegriffene Rechtsgut und das in Notwehr beschädigte dürfen nicht in einem krassen Missverhältnis stehen. Bsp: Töten eines Diebes. Beim Mittel kommt es nur darauf an, dass kein Milderes zur Verfügung stand um den gleichen Erfolg herbei zu führen. Das Heraustragen in unserem Beispiel hätte länger gedauert als das auf die Nase hauen. Das muss der in Notwehr Handelnde nicht hinnehmen. Er darf das Mittel wählen, das die schnellste und effektivste Beseitigung des Angriffs erwarten lässt.

Ich hoffe Herr Rönner stimmt insoweit mit mir überein und ich habe alles nochmal richtig zusammengefasst.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.103 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.287 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
12