Kleine Schwester wird im Internet von einem 24 Jährigem evt. Belästigt

22. Dezember 2023 Thema abonnieren
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Kleine Schwester wird im Internet von einem 24 Jährigem evt. Belästigt

Hallo Ihr Lieben,
Ich habe ein Anliegen was mir schon ewig im Magen hängt.
Meine kleine Schwester 13 hat über Roblox einen angeblichen 16 Jährigen gefischt.
Anscheinend war alles noch recht normal, bis sie jeglichen Kontakt an alle Freunde gebrochen hat, kaum die Schule besucht und sich seit kurzen selbstverletzt.

Ich habe den Kerl gesucht und ihn gefunden. Erstmal normal gechattet um zu gucken nicht das er doch 16 ist, will ja niemanden dumm anmachen wenn das doch so ist. Es hat dich raus gestellt das er 24 ist. Das war aber erst vor 2 Tagen

Alles erstmal halb so wild.
Wir (meine Familie und ich, wohne aber alleine) haben nun nach und nach, versucht etwas rauszufinden. Ich bin nur leider der Empathie Part, und kann mit ihr am besten reden, und konnte so nach und nach die Wand lösen. Erst hat sie die Probleme auf die Schule geschoben, was im ersten Moment klar schien weil sie kaum zur Schule konnte aus Angst und keinen Kontakt zu ihren Freunden. Dann Gespräch mit Lehrern ect. Der nur meinte das die Schüler sich sogar sorgen machen und ihr helfen wollen. Nun hat meine Mama mal beim Zimmer rein luren einmal ein GIF gesehen, wo eine Katze ist, und zwischen ihren Beinen geht der Katzen Schwanz hoch und bleibt an Ort und Stelle. Dann beim zweiten Mal zum anderen Zeitpunkt, wurde meiner kleinen Schwester ein Video zu gesendet wo er auf seinen Schritt gezoomt hat, beim rein kommen hat sie sofort den pc abgeschaltet.
Dann wurde es aber noch schlimmer, weil anhand eines Telefonates hat man raus gehört, das sie sich nicht mit jemanden treffen soll (nicht mal fam) und wenn doch liebt sie ihn nicht. Er jedoch chattet mit meinem Fake Account, wo ich mich als 13 ausgegeben habe, und aus Zufall mit meinem Hauptaccount.

Wir haben mit Hilfe der Schulpsychologin und jemanden aus Saver Internet, einen schönen Text geschrieben, wo ihm sachlich die Lage geschildert wurde, das sie erst 13 ist, und der Kontakt ihr kindeswohl gefährdet. Da dieser auch sexuelle Inhalte hat, ist dies auch strafbar, und bei nicht Unterlassung wird dies zur Anzeige gebracht. Also keine Aggression und nichts.
Daher aber meine Mutter nicht in sozialen Netzwerken unterwegs ist, musste ich das nun machen, und die Antwort kam recht schnell. Erstmal hat er die ganze Zeit recht aggressiv mich mit „**** you" beschimpft und das er sie nicht kennt und nur sein Leben leben will. Zum Schluss meinte er aber nur auf englisch, „wir leben in 2024 werdet erwachsen"
Auf seine Reaktion zu folge und die damit verbundene Aggression, hofft ein Teil das er das ist. Auf der anderen Seite hab ich Angst das er es nicht ist.
Und wenn sich meine Hoffnung ergibt, kommt nur noch mehr bauschmerzen da er aus Italien kommt, und ich mir nicht sicher bin wie das strafrechtlich überhaupt behandelt werden kann.
Natürlich wenn nichts mehr von ihm kommt, ist das auf die Zukunft gesehen super, meine kleine sis wird halt Liebeskummer haben, das ist uns bewusst. Aber die Ängste sind so unerträglich das ich in einer richtigen Spirale sitze.
Aber wie ist das so aus Sachlage. Wenn ich weis im worst case kann wirklich was passieren, dann wird mich das aufjedenfall beruhigen.

Sorry für soviele Infos.

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18 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121933 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von Suma123mitglied):
Wenn ich weis im worst case kann wirklich was passieren, dann wird mich das aufjedenfall beruhigen.

Echt? Es würde Dich beruhigen zu wissen, das er im schlimmsten Fall ihr was antun könnte, das zur Beendigung ihres Leben führen würde?



Zitat (von Suma123mitglied):
Wir haben mit Hilfe der Schulpsychologin und jemanden aus Saver Internet, einen schönen Text geschrieben, wo ihm sachlich die Lage geschildert wurde, das sie erst 13 ist

Was das eigentliche Problem ja nicht löst.
Was wurde denn in der Richtung unternommen?



Zitat (von Suma123mitglied):
und der Kontakt ihr kindeswohl gefährdet.

Zum einen sehe ich keine Beweise, dass der Kontakt ihr Kindeswohl gefährdet

Zum anderen, sobald sie 14 ist, ist sie kein Kind mehr. Sie darf dann sogar mit Volljährigen sexuelle Handlungen bis hin zum Geschlechtsverkehr vollziehen.



Zitat (von Suma123mitglied):
und ich mir nicht sicher bin wie das strafrechtlich überhaupt behandelt werden kann.

Auch Italiener welche in DE Straftaten begehen, werden verfolgt.
Naturgemäß ist es halt etwas schwieriger derer habhaft zu werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo danke erstmal für die Antwort.
Das mit dem ersten Zitat was ich meinte, mich würde es beruhigen wenn ich wüsste, das man sowas strafrechtlich verfolgen kann. Die Angst ist natürlich da aber wir sind wirklich 24/7 um sie rum und legen Schichten ein um sie zu beobachten. Im Notfall haben wir eine Klinik die schon Bescheid weiß das man sofort handeln kann.

Zum zweiten Zitat (ich weiß nicht so genau wie man das macht mit zitieren)

Meine kleine Schwester wurde von allen Familien Angehörigen sowie Lehrern auf die Gefahren des Internets, hingewiesen.
Zudem wurde sie bei einem Psychiater, einer kinderpsychatrischen Klinik (für den Notfall) sowie bei Schulpsychologen vorgestellt. Sie is aktuell jeden zweiten Tag bei einem psychologen. Der Psychiater, hat meiner Mutter eine Telefonnummer gegeben (Saver Internet glaube ich) und der Herr meinte wir sollten dem Herren auch klar vermitteln das sie erst 13 ist, und durch die kindeswohlgefährdung, der Kontakt verboten wird, und bei nicht einhalten eine Anzeige gemacht wird.
Er meinte auch das sexuelle Inhalte sowie Andeutungen das er mit ihr *** haben will, Grau Zone ist. Ich muss ehrlich gestehen das ich noch nie gehört habe das es immer in Ordnung ist ab 14. So wie mir gelehrt worden ist, darf nur miteinander geschlafen werden (Erwachsener-Jugendlicher) wenn kein missbrauch der Situation vorgenommen wird bzw. Wenn man den jüngeren Part nicht zwingt, manipuliert oder in eine entweder oder Situation steckt

Wir haben uns darum gekümmert, das Handy kindersicher zu machen, und Plattformen wo nicht für ihre Altersgruppe bestimmt sind zu löschen. Eine Kindersicherung hatte sie schon öfter und hat diese einfach umgangen, sodass wir auch extra ein neues Handy geholt haben, und noch im Laden von einem Experten diese haben einrichten lassen.

Und Ich schaue regelmäßig das sie zu mir kommt.
Bezüglich der Beweise, wir haben nur die Telefonate mit bekommen, und die Teile von Chats. Und halt meinen eigenen Chat.

Vielen Dank und liebe Grüße

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#3
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo danke erstmal für die Antwort.
Das mit dem ersten Zitat was ich meinte, mich würde es beruhigen wenn ich wüsste, das man sowas strafrechtlich verfolgen kann. Die Angst ist natürlich da aber wir sind wirklich 24/7 um sie rum und legen Schichten ein um sie zu beobachten. Im Notfall haben wir eine Klinik die schon Bescheid weiß das man sofort handeln kann.

Zum zweiten Zitat (ich weiß nicht so genau wie man das macht mit zitieren)

Meine kleine Schwester wurde von allen Familien Angehörigen sowie Lehrern auf die Gefahren des Internets, hingewiesen.
Zudem wurde sie bei einem Psychiater, einer kinderpsychatrischen Klinik (für den Notfall) sowie bei Schulpsychologen vorgestellt. Sie is aktuell jeden zweiten Tag bei einem psychologen. Der Psychiater, hat meiner Mutter eine Telefonnummer gegeben (Saver Internet glaube ich) und der Herr meinte wir sollten dem Herren auch klar vermitteln das sie erst 13 ist, und durch die kindeswohlgefährdung, der Kontakt verboten wird, und bei nicht einhalten eine Anzeige gemacht wird.
Er meinte auch das sexuelle Inhalte sowie Andeutungen das er mit ihr *** haben will, Grau Zone ist. Ich muss ehrlich gestehen das ich noch nie gehört habe das es immer in Ordnung ist ab 14. So wie mir gelehrt worden ist, darf nur miteinander geschlafen werden (Erwachsener-Jugendlicher) wenn kein missbrauch der Situation vorgenommen wird bzw. Wenn man den jüngeren Part nicht zwingt, manipuliert oder in eine entweder oder Situation steckt

Wir haben uns darum gekümmert, das Handy kindersicher zu machen, und Plattformen wo nicht für ihre Altersgruppe bestimmt sind zu löschen. Eine Kindersicherung hatte sie schon öfter und hat diese einfach umgangen, sodass wir auch extra ein neues Handy geholt haben, und noch im Laden von einem Experten diese haben einrichten lassen.

Und Ich schaue regelmäßig das sie zu mir kommt.
Bezüglich der Beweise, wir haben nur die Telefonate mit bekommen, und die Teile von Chats. Und halt meinen eigenen Chat.

Vielen Dank und liebe Grüße

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#4
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich hier ein paar Verständnisschwierigkeiten habe. Was "über Roblox gefischt" bedeutet, erschließt sich mir nicht - um eine Dating-App für Minderjährige wird es sich dabei wohl nicht handeln. Auch das Beispiel mit der Katze kann ich nicht so recht einordnen. Zunächst wird geschildert, die Verletzte sei 13 Jahre alt, dann heißt es:

Zitat (von Suma123mitglied):
Ich muss ehrlich gestehen das ich noch nie gehört habe das es immer in Ordnung ist ab 14.
Das wird so auch niemand behauptet haben. Mit dem sog. Schutzalter von (mind.) 14 Jahren ist erstmal gemeint, dass sexuelle Handlungen mit/an/vor einem Kind (also einer Person, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat) ausnahmslos strafbar sind. Ab 14 Jahren kommt es auf weitere Umstände an, aber theoretisch wäre es denkbar, dass eine über 21-jährige Person eine sexuelle Beziehung zu einer unter 16-jährigen Person unterhält und sich dadurch zumindest nicht strafbar macht.

Nach den Eingangsschilderungen scheint die Verletzte aber noch ein Kind zu sein, womit zunächst - je nach Stand der Dinge - ein sexueller Missbrauch ohne Körperkontakt (hier: 176a Abs. 1 Nr. 3 StGB), die Vorbereitung des sexuellen Missbrauchs (hier: 176b Abs. 1 Nr. 1 StGB) und/oder die Verbreitung pornographischer Inhalte (hier: 184 Abs. 1 Nr. 1 StGB, der aber hinter den 176a Abs. 1 Nr. 3 zurücktritt unter der Annahme, dass die Person < 14 Jahre alt ist) in Frage kämen. Bei einem entsprechenden Verdacht wäre zu einer Strafanzeige zu raten, wobei es praktisch nicht von Belang ist, wo sich die Person zu irgendeinem Zeitpunkt aufhielt, da wir (einfach formuliert) als Tatort von demjenigen Ort ausgehen, an dem die entsprechenden Inhalte empfangen wurden (da gäbe es noch Erweiterungen, so dass es bspw. genügt, dass der Täter deutscher Staatsbürger ist und die Taten vollständig im Ausland begeht, aber darum geht es hier ja nicht).

Um die Beseitigung der potentiellen Kindeswohlgefährdung haben sich zunächst einmal die Sorgeberechtigten zu kümmern (das wurde aber wahrscheinlich auch schon zutreffend erkannt), d.h. Unterbindung des Kontaktes zu dem mutmaßlichen Täter.

Das Hauptaugenmerk müsste nach den bisherigen Schilderungen allerdings m.E. auf der (auch professionellen) Betreuung des betroffenen Kindes liegen. Die beobachteten Wesensveränderungen, die Abkehr von dem bisherigen Freundeskreis sowie das autoaggressive Verhalten, auf das bislang nicht näher eingegangen wurde, könnten Warnzeichen sein dahingehend, dass man sich mit viel Liebe, Empathie und Einfühlungsvermögen sowie auch mit - über den Schulpsychologen hinausgehender - professioneller Hilfe um das Kind mittelfristig kümmern sollte.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121933 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Was "über Roblox gefischt" bedeutet, erschließt sich mir nicht

Roblox ist eine Online-Plattform, auf der Nutzer eigene Computerspiele erstellen können, mit anderen Nutzern spielen und auch chatten können.
Schutz für Minderjährige liegt irgendwo bei 0.



Zitat (von DeusExMachina):
um eine Dating-App für Minderjährige wird es sich dabei wohl nicht handeln

Richtig - die Minderjährigen / Kinder werden da von entsprechendem Klientel "gefischt".
Also ganz klassisches fischen - Köder an die Angel dran / Netz ausgebreitet, auswerfen und warten was anbeißt / hängen bleibt. Der passende Fang wird dann schön verzehrfertig gegart, alle ungeeigneten werden zurückgeworfen.



Zitat (von DeusExMachina):
Das Hauptaugenmerk müsste nach den bisherigen Schilderungen allerdings m.E. auf der (auch professionellen) Betreuung des betroffenen Kindes liegen. Die beobachteten Wesensveränderungen, die Abkehr von dem bisherigen Freundeskreis sowie das autoaggressive Verhalten, auf das bislang nicht näher eingegangen wurde, könnten Warnzeichen sein dahingehend, dass man sich mit viel Liebe, Empathie und Einfühlungsvermögen sowie auch mit - über den Schulpsychologen hinausgehender - professioneller Hilfe um das Kind mittelfristig kümmern sollte.

Volle Zustimmung.



@Suma123mitglied
Dann ist ja schon viel mehr passiert als gedacht.



Zitat (von Suma123mitglied):
So wie mir gelehrt worden ist, darf nur miteinander geschlafen werden (Erwachsener-Jugendlicher) wenn kein missbrauch der Situation vorgenommen wird bzw. Wenn man den jüngeren Part nicht zwingt, manipuliert oder in eine entweder oder Situation steckt

Zwang, Nötigung und Missbrauch ist auch bei Erwachsenen nicht erlaubt - einzige Ausnahme wäre das Gegenseitige Einverständnis.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich checke leider immer noch nicht das mit dem zitieren.
Roblox ist eine Plattform wo mehrere verschiedene Computerspiele gesammelt sind, in einer Software.
Sowas wie YouTube nur anstelle von Videos findest du da spiele.

Das mit der Katze ist ein kurz Video, wo diese sitzt und der Katzenschwanz geht zwischen ihren hinter Beinen hoch und bleibt stehen. Kann man persönlich viel rein interpretieren, aber auf dem ersten Blick sieht das hart gesagt aus wie Andeutungen (werde ich jetzt gesperrt?!) „Einen Ständer bekommen" dieses Video und eines, wo er auf seinen Schritt gezoomt hat.
Meine Eltern kümmern sich sehr gut um sie, aber dadurch das Ihnen etwas Empathie fehlt, habe ich diesen Posten besetzt um mit ihr Gefühl voll und vorsichtig zu reden.

Zum Thema Problematik, wo ich vergessen hatte Punkte aufzuzählen.
Seit dem ist sie auch unter anderem total aggressiv und garstig, was von einem Tag zum nächsten kam. Sie verkriecht sich nur noch in ihrem Zimmer (jetzt aber mit Besserung) und zeigt ein sehr depressives Verhalten auf, welches ich aus eigener Erfahrung kenne (nicht mehr duschen, viel im Bett liegen, kaum essen)

Wie erwähnt ist sie aufjedenfall in Behandlung.

Danke nochmals für die gute Erklärung:)

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Also ganz klassisches fischen - Köder an die Angel dran / Netz ausgebreitet, auswerfen und warten was anbeißt / hängen bleibt.
@Harry van Sell: Irgendetwas bereitet mir hier Sorge; entweder der Umstand, dass Du das weißt oder aber, dass dies trotz zweier Kinder an mir vorbeigegangen ist. Wahrscheinlich handelt es sich um Letzteres.

Zitat (von Harry van Sell):
Richtig - die Minderjährigen / Kinder werden da von entsprechendem Klientel "gefischt".
Also ich bitte aufrichtig um Verzeihung und dies sprengt wohl auch das Thema, aber wie muss ich mir das vorstellen - gerade in Bezug auf den Beitrag? Da "erstellt" ein Kind also ein Computerspiel und wird daraufhin via Chat angeschrieben i.S.v. "Toll hast Du das programmiert, welche Farbe hat Deine Unterwäsche?". Kommt das so in etwa hin? Und die Erziehungsberechtigten bekommen davon nichts mit bzw. haben keine Maßnahmen gg. derartige Plattformen ergriffen?

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121933 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Irgendetwas bereitet mir hier Sorge; entweder der Umstand, dass Du das weißt

In einem meiner Tätigkeitsbereiche zählt das zu Basiswissen.



Zitat (von DeusExMachina):
Da "erstellt" ein Kind also ein Computerspiel und wird daraufhin via Chat angeschrieben i.S.v. "Toll hast Du das programmiert, welche Farbe hat Deine Unterwäsche?".

Naja, das geht nicht so schnell, erst wird mal ein bisschen unverfängliches gechattet, aber das ist genau geplant - man will halt herausbekommen wo die Schwächen sind. Die man sich zunutze machen kann um zu manipulieren und dann letztendlich das Ziel - völlige Kontrolle und Hörigkeit zu erreichen.
Farbe und Form der Unterwäsche kommen dann in Schritt 3 und ab Schritt 4 möchte ich hier nicht weiter ausführen ...

Wobei das Computerspiel wohl meist vom Erwachsenen erstellt wird (das Spiel ist der Köder / das Netz).


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Also @Suma123mitglied: Zunächst einmal vielen Dank für den Nachtrag, nun verstehe ich die Punkte doch wenigstens im Ansatz. Der aufsteigende Katzenschwanz könnte also als Erektion (des männlichen Geschlechtsteils) interpretiert werden - das Bild verstehe ich. Allerdings bezweifele ich, dass ein Kind dies dahingehend interpretieren würde, geschweige denn dass es sich damit um einen pornographischen Inhalt handelt. Offenbar ist ein solcher aber außerdem versendet worden, womit ich auf meinen vorstehenden Kommentar verweise.

Zitat (von Suma123mitglied):
Danke nochmals für die gute Erklärung:)
Ja, doch immer gerne.

Zitat (von Suma123mitglied):
Sie verkriecht sich nur noch in ihrem Zimmer (jetzt aber mit Besserung) und zeigt ein sehr depressives Verhalten auf, welches ich aus eigener Erfahrung kenne (nicht mehr duschen, viel im Bett liegen, kaum essen)
Also das hat jetzt zwar nichts mehr im Strafrecht verloren, aber: Einem Mädchen in der Pubertät sollte man tatsächlich großzügige Freiräume lassen, die Grenzen, ab denen es gefährlich wird, allerdings sehr genau abstecken.

Zitat (von Suma123mitglied):
Wie erwähnt ist sie aufjedenfall in Behandlung.
Gut, die Sorgeberechtigten sollten mit dem Therapeuten in engem Kontakt stehen. Sobald sich bspw. herausstellt, dass die o.a. Bekanntschaft kaum oder nichts mehr mit der Gefühlslage zu tun hat, sollte man diese m.E. in strafrechtlicher Hinsicht abschieben und es dabei bewenden lassen. Dass sich pubertierende Kinder ausprobieren und irgendwo Halt suchen, ist ja nicht ungewöhnlich. Den vermeintlichen Täter hält man mit straf- und notfalls zivilrechtlichen Mitteln von ihr fern.

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Wahrheit ist Verhandlungssache.

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#10
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Farbe und Form der Unterwäsche kommen dann in Schritt 3 und ab Schritt 4 möchte ich hier nicht weiter ausführen ...
Nun ja, das musst Du auch nicht. Nach meiner gänzlich bescheidenen Lebenserfahrung ist mir durchaus bekannt wie Kinder, die vorwiegend Anschluss suchen, in sozialen Netzwerken durch Straftäter mittels Fake-Profile kontaktiert, umgarnt und daraufhin missbraucht werden. Lediglich dieses "Roblox-Computerspiel-Erstellungsding" war mir neu. Danke für die Aufklärung, man lernt nie aus - das nehme ich einmal mit in einen Kreis von Menschen, die sich darüber Gedanken zu machen haben.

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#11
 Von 
wirdwerden
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Unbeschreiblich
(38893 Beiträge, 14070x hilfreich)

Meine Kinder sind aus dem kritischen Alter raus; mein erster PC wurde noch au den Staaten importiert, weil es sowas in Deutschland noch nicht gab. Sie sind also damit aufgewachsen. Und obwohl seinerzeit diese Platformen noch nicht existierten, hatte ich immer, ausnahmslos immer ein Auge darauf, was die Kids da so trieben. Das wussten sie auch. Ich denke, hier sind eben auch die Eltern gefragt. Ich sehe in diesem Fall hier nicht unbedingt einen strafrechtlichen Ansatzpunkt. Denn diese sexuelle Anmache ist ja nicht unbedingt auf unter 14-jährige ausgerichtet. Auch wäre zu überlegen, wiese das die Kleine so aus der Spur bringt.

wirdwerden

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#12
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Auch wäre zu überlegen, wiese das die Kleine so aus der Spur bringt.
Auch ich sehe da bislang nicht zwingend oder zumindest durchweg einen kausalen Zusammenhang. Hierzu interessant wäre allerdings die folgende Schilderung:
Zitat (von Suma123mitglied):
weil anhand eines Telefonates hat man raus gehört, das sie sich nicht mit jemanden treffen soll (nicht mal fam) und wenn doch liebt sie ihn nicht
Sofern der übrige Vortrag zutrifft und der 24-Jährige, der sich als 16-Jähriger ausgibt bewusst und zielgerichtet manipulativ auf die 13-Jährige einwirkt - auch durch, wie o.a. pornographische Inhalte, vielleicht auch zum Zwecke einer sexuellen Anbahnung, so sehe ich allerdings durchaus strafrechtliche Ansatzpunkte.

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#13
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke nochmals für die ganzen Antworten
Liebe Grüße und schöne Feiertage

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
mein erster PC wurde noch au den Staaten importiert, weil es sowas in Deutschland noch nicht gab. Sie sind also damit aufgewachsen.
Liebe @wirdwerden, endlich darf ich die folgenden Termini einmal verwenden, die ich über viele Jahre einstudiert habe: Die sog. "Generation Y (sowie jüngere X)" wähnt sich in der Glückseligkeit, die Evolution dieses "Komputers" und auch des "Internetz" miterlebt zu haben. Hautnah habe ich selbst die kindliche Freude verfolgen dürfen, sich zwecks Begriffsbestimmung statt des Durchblätterns des "Brockhaus-Band 4, M-Q" die CD-ROM einer Enzyklopädie einzulegen, die in einem von 150 Artikeln sogar ein bewegtes Bild beherbergte. Oder aber die unbändige Freude darüber, dass ein kurzer Text, den man irgendwie absendete, nahezu in Echtzeit auf der anderen Seite der Erdkugel von jemandem zur Kenntnis genommen werden konnte. Nein, diese Generation ließ sich im Internet nicht verführen oder missbrauchen - sie wuchs an der Technologie und wusste ihre Existenz zu schätzen.

Widmen wir uns also der Generation Z (das mutmaßliche Opfer in diesem Thema zählt dazu): Deren Angehörige wurden geboren mit Smartphones und Tablets als biologische Extremitäten. Mit Apps gehen sie im Alter von drei Jahren selbstverständlicher um als ihre Eltern. Jede Sperre, die ihnen fürsorgliche Eltern einsetzen, führt bereits in Grundschuljahren zur Ausgrenzung auf dem Schulhof - denn man nimmt schließlich nicht teil an dem kurzlebigen, aber up-to-daten Unterhaltungsstoff. Und wenn man dennoch dabei bleiben möchte, cool sein möchte? Dann sendet man dem Jungen, den man so gerne küssen möchte eben ein Nacktbild, weil es ihm so doll wichtig ist - bereits am Tag darauf kursiert es unaufhaltsam in sozialen Medien. Oder führt vor lfd. Kamera einen Buntstift in seine Vagina ein, weil es der unbekannte Fremde am anderen Ende so schön finden würde - was ist schon dabei? Ich verfolge hier gerade (völlig laienhaft natürlich) einen von unzähligen Fällen, in denen es gerade darum geht. Und wenn Elternfreigaben denn einmal greifen, so bekommen Kinder eben die Smartphones ihrer Mitschüler unter die Nase gehalten, um altersungerechte Inhalte präsentiert zu bekommen.

Von meiner Warte aus ist es absolut utopisch anzunehmen, es gäbe einen effizienten Schutz unserer Kinder gg. Missbrauch über digitale Medien - selbst wenn die fürsorglichsten Eltern bestmögliche (zur Verfügung stehende) Maßnahmen ergreifen, WhatsApp & Co. lassen sich aber nun einmal nicht verbieten. All unsere aufgestockten ZAC- und Cybercrime-Abteilungen reagieren doch lediglich (i.d.R. übrigens auf NCMEC-Anzeigen, die zu >90% historisches Material beinhalten, d.h. die Justiz zwar auslasten, aber keinen aktiven Missbrauch zum Gegenstand haben). Die Uhren von Schulen, Aufsicht und JA sind rein praktisch in den 90ern stehengeblieben und es besteht schlichtweg weder Ahnung noch Plan, außer hin und wieder zu predigen: "Macht dies nicht, tut das nicht!". Das ist also effizienter Kinder- und Jugendschutz der Gegenwart.

-- Editiert von User am 26. Dezember 2023 05:00

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38893 Beiträge, 14070x hilfreich)

Mein Lieber, ich habe nicht geschrieben, dass man alles kontrollieren kann. Das kann man ja auf der Gass auch nicht. Nur, man kann als Verantwortlicher für sein Kind gewisse Sachen im Blick haben; das sollte man auch. Und bei Veränderungen in der Psyche des Kindes Ursachenforschung betreiben. Und eben das richtige Maß an Kontrolle ausüben; quasi die Korsettstangen konstruieren. Einfach alles laufen lassen, das geht gar nicht. Und Fakt ist nun mal, dass die Erziehungsfähigkeit oder auch die Bereitschaft, Kinder zu erziehen, nach Einschätzung der Fachleute nachgelassen hat. Man überlässt alles den anderen, also dem Hort, der Schule, der Kita, was weiß ich. Und Erziehung, Fürsorge für ein Kind umfasst heute nun mal auch den Gebrauch von den modernen Kommunikationsmitteln. Eltern müssen also nicht nur ein Auge darauf haben, wo sich das Kind tagsüber draußen rumtreibt, sondern auch darauf, wo es sich wie im www rumtreibt. Das haben viele noch nicht erkannt, schlimm.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Eltern müssen also nicht nur ein Auge darauf haben, wo sich das Kind tagsüber draußen rumtreibt, sondern auch darauf, wo es sich wie im www rumtreibt. Das haben viele noch nicht erkannt, schlimm.
Ich bin doch völlig einer Meinung mit Dir, vielleicht ging mein Kommentar auch tendenziell in die falsche Richtung. Was ich hier zu versuchen anstrebte war, von meinem hohen Ross einer gewissen Lebensreife und des Umstandes, dass meine Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, abzusteigen und mich in heutige, junge Eltern hineinzuversetzen, die sich nicht selten in einem (für uns kaum vorstellbaren) Spannungsverhältnis zwischen Kontrolle, damit einhergehenden Verboten und andererseits den (daraus erwachsenden) direkten Nachteilen ihrer Kinder wiederfinden.

So habe ich bspw. erst in der vergangenen Woche an dieser Stelle von einer - insbesondere an Kinder gerichteten - App erfahren, die offenbar dazu missbraucht werden kann, auf diese in einer Form einzuwirken, so dass sich die Kommunikation zügig auf gängige Messenger-Dienste verlagert. Bereits das Leben der jüngsten Generationen findet zu einem erheblichen Teil online statt und ich sehe - angesichts dieses Faktums - gleich mehrere Gruppen in einer erheblichen Verantwortung stehend, der sie m.E. nicht in ausreichendem Maße nachkommen:

1. Warum sollten Softwarehersteller, deren Produkte auch oder gar primär durch Kinder konsumiert werden, überhaupt ermöglichen, dass die Nutzer individuell kontaktiert und angeschrieben werden können? Muss das sein? Warum begrenzt man hier die Kommunikation nicht auf vorgegebene Textblöcke zur Interaktion?

2. Warum sollten Apps, die eine unmoderierte und nicht zensierte, freie Kommunikation ermöglichen, nicht wirksam auf (nachweislich) volljährige Nutzer beschränkt werden?

3. Wie kann es sein, dass ein Softwareanbieter es zulässt, dass minderjährige oder gar jüngste Konsumenten durch Dritte genötigt werden, diese auf externem Wege (per iMessage/WhatsApp) zu kontaktieren?

4. Sollten Sorgeberechtigte befähigt sein, sämtlichen Schriftverkehr ihrer - sagen wir einmal - 13-jährigen Kinder mitzulesen? Und sollten sie motiviert sein, dies auch zu tun? Wer hier die Freuden und auch Qualen nachvollziehen kann, Eltern pubertierender Mädchen gewesen zu sein, der weiß, wie zerbrechlich dieses ganze Konstrukt aus Haltung, Sturm und Drang, Selbstbehauptung, Ich-Gefühl und Bedürfnissen ist in eben jener Phase, in der sich im Leben einschneidend Vieles ändert - aus der Utopie hinaus in die Realität und den eben auch damit einhergehenden Enttäuschungen und Rückschlägen. Welchen Effekt hat es, wenn nun auch noch die Mutter an die Tür klopft und erklärt: "Dieser Junge, mit dem Du da seit zwei Wochen über Intimes schreibst, ist kein guter Umgang für Dich!"? Diese Frage stellen sich Eltern, die da ja wissen, dass sie ihren Kindern gerade in dieser Lebensphase Freiräume lassen müssen, um sich auszuprobieren und sich selbst zu begreifen. Nun sieht man dem potentiellen, virtuellen Täter eben auch nicht an, ob er tatsächlich 13 oder 26 Jahre alt ist. Und darum geht es in diesem Thema. Es ist damit m.E. nicht ganz so simpel wie Du es jüngst zusammengefasst hast.

-- Editiert von User am 27. Dezember 2023 02:46

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Suma123mitglied
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Ihr Lieben,

Ich wollte euch ein kurzes Update geben.
Wir haben die Daten herausgefiltert und auf einen USB-Stick geladen. Wir haben gedacht man könne nichts machen sind trotzdem zur Polizei. Diese hat bestätigt das das ganze Sexueller Missbrauch ist, und nun das DKA (BKA bin nicht mehr sicher) zugeschaltet wird.
Daher seiner seits Bilder verlangt worden sind, trotz gegen ihren Willens ect pp. Die Chat Verläufe die wir gefiltert haben, sind Ekel erregend und wurden eins zu eins an die Polizei weiter gegeben.
Schöne Feiertage

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
CarstenF
Status:
Praktikant
(997 Beiträge, 169x hilfreich)

Dann dürfte das mit dem Chat ja bald ein Ende haben.

Finde ich übrigens super, wie du dich für deine Schwester einsetzt.

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