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Ladendiebstahl (14)

 Von 
wastun?
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Ladendiebstahl (14)

Hallo,
ich hatte zuvor in der Kategorie "Inkasso" gepostet, bin auf Anraten nun hier in der Kategorie Strafrecht.
Folgender Sachverhalt:
meine Tochter hat Mist gebaut. Will heißen, sie war vor Monaten nach der Schule mit einer Freundin in einem Kaufhaus (ein privater Laden, keine Kette). Ergebnis: Sie haben beide Sachen anprobiert und meine Tochter ist mit ihrer Freundin zur Kasse, weil beide ein Teil kaufen und auch bezahlen wollten. Beide hatten aber auch ein Shirt unter dem Pulli (im Wert von 7 Euro) was sie in der Umkleide einfach drunter gelassen haben. Meine Tochter hat so etwas noch nie getan, sie hatte ein schlechtes Gewissen und fühlte sich besch... dabei, so dass sie an der Kasse in Tränen ausgebrochen ist, die Sache gestanden hat (für sich!) und das Shirt wieder her geben wollte. Die Kassiererin holte den Geschäftsführer (es war kein Detektiv), die Polizei wurde geholt und der GF hat Anzeige erstattet. Meine Tochter gab das Shirt zurück und bekam einige Zeit später ein Schreiben der StA mit einer Vorladung. Sie ging zum Termin und das Verfahren wurde nach der Vernehmung eingestellt(das haben wir schriftlich!). Einige Wochen später erhielt sie von dem Laden ein handschriftliches Schreiben, in dem sie gebeten wurde, 75 Euro zu zahlen. Diesen Betrag halte ich für unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu den 7 Euro Schaden, die beim Gelingen der Tat entstanden wären und es war kein Detektiv beteiligt, der die Mädels erwischt hat. Dieser Tage ging nun ein Schreiben ein von einem Inkassobüro in Höhe von 135 Euro. Sie hatte doch aber schon ein Verfahren, das eingestellt wurde. Dort wurde keine Strafe oder dgl.betitelt. Meine Tochter war zum Zeitpunkt der Tat 14, also noch minderjährig.
Hat der Laden das Recht:
a) einem minderjährigen eine Geldforderung aufzuerlegen?
b) die Geldforderung in dieser Höhe zu bezeichnen, und wenn ja, wofür ist das? In dem Schreiben stand nur "Auslagen für das Anrufen der Polizei"
c) kann das Inkassobüro im Nach hinein an Minderjährige derartige Forderungen stellen? Sie hat kein eigenes Einkommen und noch einige Jahre Schule vor sich.
d) Kann meine Tochter deshalb nochmals strafrechtlich verfolgt werden (auch weil es ein 1.Fall ist. Sie hat geschworen es niee wieder zu tun)
e) Muß sie die Inkassobürokosten tragen?

Was kann ich da nun tun?
Ich danke für eine Antwort. Herzliche Grüße, Gabi

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Euro Lade Polizei Schaden


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29339 Beiträge, 8962x hilfreich)

Sie müssen Strafrecht und Zivilrecht auseinanderhalten. Strafrechtlich ist die Sache eingestellt worden. Zivilrechtlich kann das Kaufhaus Schadenersatz für seine Aufwendungen geltend machen. Von der Rechtsprechung sind hier 50,00 € pauschal anerkannt, so daß 75,00 € in der Tat zu hoch sind (bzw. wenn dann der einzelnen Darlegung bedürften, was man hier aber ausschliessen kann)

Zunächst mal zu den einzelnen Fragen:

a) Im Prinzip ja. Eine 14jährige ist deliktfähig und muß einen Schaden, den sie einem anderen zufügt gem. § 823 BGB: Schadensersatzpflicht ersetzen.

b) siehe oben (50,00 €)

c) Wird eine rechtmäßige Forderung nicht gezahlt kann sich der Gläubiger zur Durchsetzung der Forderung eines Inkasobüros oder eines RA bedienen. Auch diese Kosten sind dann vom Schuldner zu tragen.

d) nein

e) siehe c

In Ihrem besonderen Fall halte ich jedoch die Forderung insgesamt für nicht haltbar. Zum einen müssen Fangprämien für Mitarbeiter vorher ausgelobt werden. Ist dies nicht der Fall ist die Forderung nicht rechtmäßig. Wichtiger in diesem Fall ist jedoch, daß überhaupt kein Mitarbeiter oder Dedektiv an der Überführung beteiligt war, sondern die Tochter den Diebstahl selbst aufgedeckt hat. Insofern sehe ich hier gute Chancen, sich erfolgreich gegen eine Zahlung zu wehren. Sie sollten jedoch darauf gefasst sein, daß das Inkassobüro die Forderung versucht im Gerichtswege durchzusetzen (kommt auch drauf an, ob es die Forderung gekauft hat, oder im Namen des Ladens geltend macht). Macht es sie im Namen des Ladens geltend, braucht es für weitere Schritte 'grünes Licht' vom Laden. Die gerichtliche Verfolgung muß zunächst mal vom Laden vorfinanziert werden (und wäre nur im Falle eines Obsiegens des Ladens von Ihrer Tochter zu erstatten). Das Obsiegen des Ladens ist hier jedoch meiner Meinung nach -wie gesagt- mehr als zweifelhaft. Diese Tatsache (Kostenrisiko) sollten Sie versuchen dem Laden näherzubrinen. Evtl. verzichtet der Laden dann auf weitere Verfolgung um nicht das Kostenrisko im Unterliegensfalle einzugehen. Verfolgt der Laden trotzdem weiter, müssten Sie entscheiden ob sie 'klein beigeben' wollen und die bisher entstanden Kosten zahlen, oder ob sie rechtlich dagegenhalten wollen. Das bedeutet natürlich auch für Sie (bzw. Ihre Tochter) ein finanzielles Risiko, falls der Laden den Prozess doch gewinnen sollte.

Sie können natürlich auch einen Anwalt beauftragen einen schrieb an den Laden und Inkassobüro zu verfassen, in dem die Nichtstatthaftigkeit der Forderung rechtlich dargelegt wird. Das würde wohl die Chancen erhöhen, daß Laden und Ink.-Büro von der weiteren Verfolgung absehen. Das Dumme ist jedoch, daß Sie die Kosten für den Anwalt bei einer aussergerichtlichen Einigung selbst tragen müßten. Und die könnten ebenso hoch ausfallen , wie die jetzt vom Laden geforderte Summe.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

-- Editiert von !streetworker! am 10.06.2007 15:40:33

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#2
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9543 Beiträge, 2306x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>stand nur Auslagen für das Anrufen der Polizei <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Ich schließe mich streetworker an.

Obgleich die sogenannte 'Fangprämie' unverständlicherweise von der Rechtsprechung anerklant ist, zeigt sich in diesem Fall mal wieder, wie unsinnig diese Rechtsprechung ist. Ein Schaden, den man ersetzt haben will, muß bezifferbar sein. Und das Anrufen bei der Polizei ist schließlich kostenlos, sofern über die 110 gewählt wurde.

Mein Tip:

Des lieben Friedens willen würde ich 50 Euro bezahlen, mit dem Hinweis, daß mehr nicht zulässig ist.

Ansonsten kann man vielleicht auch erstmal abwarten, ob der Laden (wenn es den ein einzelner Laen ist) tatsächlich den Rechtsweg beschreitet. Und falls ja: Möglicherweise findet sich ja ein Richter, der diese 50 Euro genauso unsinnig frndet wie ich (insbesondere in Ihrem Fall !!) . Allerdings gehen Sie hierbei ein Kostenrisiko ein.





-- Editiert von justice005 am 10.06.2007 16:13:46

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#3
 Von 
guest123-1178
Status:
Schüler
(230 Beiträge, 28x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29339 Beiträge, 8962x hilfreich)

@Karl-Fred May-Cutter

Im übrigen hat Ihre Tochter ohnehin kein Einkommen, wie sollte ein derartiges Urteil vollstreckt werden ?

Indem es (wenn es soweit käme - was es in diesem Fall sicherlich nicht wird - da sind wir uns alle ja mal ausnahmsweise einig) tituliert würde, und vollstreckt würde, sobald die Tochter Einkommen hätte, was ja irgendwann in den nä. 30 Jahren ja mal zu erwarten wäre.

Das jetztige Alter des Schuldners wäre also kein Hinderungsgrund eine rechtmäßige, titulierte Forderung später zu vollstrecken.

Sofern Ihre Tochter deliktisch haften sollte würde ich - im Alter von 14 jahren nicht unrealistisch - und dem Ergebnis des Jugendstrafverfahrens entsprechend auf mangelnde Einsichtsfähigkeit abstellen, § 828 BGB: Minderjährige .

Das ist doch wieder nur Theorie-Geschreibe. Im Alter von 14 ist es 'nicht unrealistisch' daß ein Gericht einer halbwegs normal entwickelten 14jährigen abnehmen würde, daß Sie nicht weiß, daß sie nicht stehlen darf??? Das ist mehr als unrealistisch.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#5
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9543 Beiträge, 2306x hilfreich)

Ich schließe mich an. Mit 14 Jahren weiß man, daß man einen Schaden ersetzen muß, den man einem anderen zugefügt hat. Vollstreckbarkeit 30 Jahre, wie streetworker schon sagte.

Die 50 Euro finde auch ich in diesem Fall auch nicht gerechtfertigt. Sollte der Laden tatsächlich den Rechtsweg beschreiten (was ich bezweifle) dann muß neu abgewägt werden zwischen Kostenrisiko und Prinzipienritt.

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#6
 Von 
wastun?
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ganz lieben Dank für Ihre Antworten. Ich werde morgen gleich die ersten Schritte unternehmen und beide zunächst anschreiben, fruchtet das nicht, versuche ich die Angelegenheit über einen Anwalt zu klären.
lieben Gruss, Gabi

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#7
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5920 Beiträge, 1353x hilfreich)

@Fred

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Endlich mal ein vernünftige juristische Person. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Richtig, vor allem, was man sonst so an juristischen Personen erlebt... furchtbar! :devil:

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#8
 Von 
guest123-1178
Status:
Schüler
(230 Beiträge, 28x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5920 Beiträge, 1353x hilfreich)

Mal abgesehen von der juristischen Wertung:

Heutzutage ist die Jugend, speziell die Mädels, im Allgemeinen viel früher 'reif' als zu den Zeiten, als StGB, BGB und Co. verfasst wurden. Mit 14 spielt sich heutzutage meist auch schon mehr ab, als es vor 10-20 Jahren noch war. Von daher denke ich, dass die meisten 14-Jährigen (ich meine jetzt nicht speziell die Tochter der Fragestellerin, sondern die Durchschnitts-14-Jährige) wissen, dass man nicht klauen darf.

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"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#10
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29339 Beiträge, 8962x hilfreich)

Da muß ich aber wiedersprechen, weil ja die untergrenze gem § 19 StGB: Schuldunfähigkeit des Kindes 14 Jahre ist.

Diese StGB Vorschrift (Strafmündigkeit) ist doch für einen Zivilrechtlichen Anspruch völlig unerheblich. Dafür gilt -wie Sie ja schon rausgefunden haben- § 828 BGB: Minderjährige (Deliktfähigkeit). Und dort ist die Untergrenze 7 Jahre. (Abs.1), im Verkehr 10 Jahre (Abs. 2). Kinder/ Jugendliche die diese Altersgrenzen überschritten haben sind nur dann nicht haftbar zu machen, wenn die erforderliche Einsichtsfähigkeit hinsichtlich der schädigenden Handlung fehlt (Abs.3), also das Kind nicht weiß, daß es dem Laden mit einem Diebststahl einen Schaden zufügt. Das kann man hier aber -bei einer 14 jährigen(!)- wie gesagt ausschliessen.

Fraglich ist auch ob Ihre Tochter zur TATZEIT schon 14 war ?

Zivilrechtlich unerheblich. Strafrechtlich wurde ja bereits eingestellt. Entweder nach § 170(2) weil sie noch nicht 14 war, oder nach § 45 JGG: Absehen von der Verfolgung .

Eine andere Sache ist hier auch ggf. der (freiwillige) Rücktritt vom Versuch... Zwar wird justce, so wie wir ihn kennen jetzt sagen: Gewahrsamsenklave bei auf dem Körper tragen

Das sagt nicht nur justice, daß sagt die ständige Rechtsprechung. Der Diebstahl war vollendet. Kein Rücktritt vom Versuch mehr möglich. Ist aber auch völlig egal, da Strafrecht überhaupt nicht mehr zur Debatte steht. Zivlrechtlich ist Schadenersatz -im Prinzip- auch bei Fahrlässigkeit statthaft. Versuch/Vollendung ist deswegen hier egal. Es geht ja hier nicht um Schadenersatz für weggekommene Ware, sondern für Fangprämie/Bearbeitung, die hier im konkreten Fall -wie gesagt- nicht statthaft sein dürfte (da war man sich einmal einig, warum konnten Sie es nicht dabei belassen ;) )

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Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

-- Editiert von !streetworker! am 10.06.2007 23:28:18

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#11
 Von 
guest123-1178
Status:
Schüler
(230 Beiträge, 28x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#12
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29339 Beiträge, 8962x hilfreich)

@Karl.Cutter

Auch der Sinn des § 19 StGB: Schuldunfähigkeit des Kindes erschlißt sich mir nicht, wenn er durch das Zivilrecht angeblich wieder ausgehebelt wird.

Sorry, aber über solche Selbstverständlichkeiten habe ich keine Lust zu diskutieren. Genauso könnten wir daruber reden, ob die Erde eine Scheibe ist...oder ob die 5 eine gerade oder ungerade Zahl ist...

Wenn Sie nicht verstehen, daß es beim StGB um Straf(!!!)verfolgung durch den Staat und beim BGB um Schaden(!!!)ersatz des Geschädigten geht und das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, kann ich es auch nicht ändern.


Die Aufwendungen sind strafrechtsbezogen um die Strafverfolgung abzuwickeln. Dies ist bei einem unter 14 Jahren alten Täter nicht möglich, so daß der Aufwand entfällt. Es gibt somit keinen ersatzfähigen Schaden.

Die Strafverfolgung wird immer noch durch die StA abgewickelt, nicht durch den Laden.
Der Aufwand ist in aller Regel die Fangprämie, die dem Dedektiv/Mitarbeiter gezahlt wird, weil er einen Dieb erwischt hat (ob der letztlich strafrechtlich verfolgt wird oder nicht verfolgt werden kann, wegen Alters oder Schuldunfähigkeit gem. § 20 StGB: Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen , oder sonst was) ist dafür ohne Belang. Auch einem 13jährigen kann Hausvberbot ausgesprochen werden, was ggf. Verwaltungsaufwand erfordert usw.

Sie sind so extrem fixiert darauf, irgendetwas vermeintlich falsches in Beiträgen von Justice und mir zu finden, daß Sie sich wahrschenilich auch nicht entblöden würden zu behaupten, daß der Pabst kein Katholik sondern Hindu ist.

Aber gut, die Anlegung Ihres 2ten ich's 'Fred.Cutter' um ihr erstes ich 'Karl.May.' zu unterstützen spricht ja auch für sich. Ich habe Sie trotz allem eigentlich immer noch recht ernst genommen. So langsam aber sicher fällt mir das immer schwerer....

Wenn Sie es nun immer noch nicht glauben, haben Sie es hier auch noch mal von einer von Ihnen so geliebten 'juristischen Person', bzw. einem RA:

Filesharing: Haftung von Kindern und Jugendlichen
23. Mai 2006

Von Rechtsanwalt Christian Solmecke

Wenn die Musikindustrie mit Hausdurchsuchungen gegen die Nutzer von Internet Tauschbörsen vorgeht, dann wird oft von einer Kriminalisierung der Schulhöfe gesprochen. In der Tat lässt sich feststellen, dass die Betroffenen oft zwischen 13 und 25 Jahre alt sind. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage der Haftung von Minderjährigen und Jugendlichen.

Zivilrechtliche und strafrechtliche Verantwortlichkeit

Zu unterscheiden sind die zivilrechtliche und die strafrechtlicher Haftung : eine strafrechtliche Verantwortlichkeit für Urheberrechtsverletzungen ergibt sich aus § 106 UrhG: Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke Urhebergesetz bzw. § 108 Urhebergesetz. Kinder, die jünger als 14 Jahre sind, sind strafrechtlich überhaupt nicht verantwortlich. Für Jugendliche (14 bis 17 Jahre) ist nur das Jugendstrafrecht anwendbar. Auch für Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) kann gegebenenfalls das Jugendstrafrecht anwendbar sein. Hier wird auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Beschuldigten abgestellt.

Schadensersatzanspruch der Musikindustrie

Soweit ersichtlich wurden Strafverfahren in der Vergangenheit gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Darüberhinaus fordert die Musikindustrie Schadensersatz, der weitaus höher sein kann als diese Geldbuße. Hier geht es um die zivilrechtliche Verantwortlichkeit. Gemäß § 828 BGB: Minderjährige können auch Minderjährige zwischen <font color="red">sieben</font color> und 17 Jahren zivilrechtlich für einen Schaden verantwortlich sein.


Bedeutet: Auch ein 13jähriger kann schadenersatzpflichtig sein, auch wenn er strafrechtlich nicht verfolgt werden kann.



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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"







-- Editiert von !streetworker! am 11.06.2007 09:43:16

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