Ladendiebstahl - Einige Fragen

18. Februar 2011 Thema abonnieren
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Ladendiebstahl - Einige Fragen

Guten Abend hoch geschätztes Forum!

Gerne und oft durchlese ich hier die verschiedensten Beiträge und bin ständig über die wahnsinnige Geduld der Experten hier verblüfft und beeindruckt.

Leider habe ich gemerkt, dass auch ich nicht unfehlbar bin und wende mich daher an euch. Ich habe die unsagbar dumme Tat des Ladendiebstahls begangen. Ich bereue es selbstverständlich über alle Maßen, werde es aber hier vermeiden rumzujammern, da ich ja nun selbst Schuld bin.

Wie & warum das ganz zustande gekommen ist, ist mir selbst zum Teil noch recht schleierhaft.
Fakt ist, ich habe ein Unrecht begangen, welches nicht zu entschuldigen ist und werde aller Voraussicht nach dafür bestraft. Trotzdem würde ich gerne die Kompetenz dieses Forums in Anspruch nehmen und meinen Fall schildern, in der Hoffnung, eine mehr oder minder schlüssige Antwort zu bekommen.
Es gibt nun sicherlich genügend ähnliche Beiträge; ich glaube aber, dass ein etwas persönlicheres Eingehen meinen jetzigen Zustand verbessern würde.

Lange Rede kurzer Sinn:

Ich bin 23 Jahre alt und bin bis vorgestern nie strafrechtlich oder sonst wie in Erscheinung getreten. Ich habe in einem bekannten Elektrofachgeschäft das ein oder andere Geschenk zum Valentinstag kaufen wollen und habe im gleichen Zuge nach einem Computerspiel gesucht. Geschenke (unzählige DVD's) habe ich erfolgreich gefunden und das Computerspiel ebenfalls. Nach einer kurzen Hochrechnung war ich erschrocken, wie teuer die ganzen Sachen waren und ich überlegte mir, auf was ich verzichten könnte…Ich schätze genau das war der Moment, wo mein Gehirn in den Leerlauf ging und ich mich kurzerhand entschloss, dass Computerspiel ohne Bezahlung mitzunehmen. Wegen 34,99€… lächerlich und erbärmlich. Ich entfernte an einem vermeintlich sicheren Ort das Preisschild und steckte das Spiel in meine Tasche. Das ganze dauerte eine ganze Weile, auch wenn ich kaum noch etwas davon weiß. Anschließend ging ich gen Kasse und bezahlte meine restlichen Sachen ordnungsgemäß.
Das böse Erwachen kam dann kurz vor dem Ausgang. Zwei "nette" Herrn baten mich, Auskunft über das eben von mir entwendete Computerspiel (sogar der Name konnte sofort genannt werden) zu geben. Völlig überrumpelt und perplex suchte ich nach einer Ausrede und gab zunächst nichts zu. Erst im Hinterzimmer angekommen, sagte man mir, dass man alles auf Band hätte und es einfacher werden würde, wenn ich alles zugebe. Das tat ich dann, völlig apathisch. Man sagte mir dann noch, dass ich mir anscheinend viel Mühe gegeben hätte und man erkannt hat, dass ich etwas entfernt habe. Ob man gesehen hat, dass ich es in die Tasche gesteckt habe, weiß ich nicht.
Als ich etwas zur Besinnung kam, fragte ich, was auf mich zukommen würde. 1 Jahr Hausverbot und eine Anzeige. Abzuwenden wäre da nichts mehr, aber ggf., sofern ich Ersttäter bin, stünden die Chancen gut für eine Einstellung. Aber bei weiteren Taten gäbe es dann die Sintflut.
Meine Personalien wurden vernommen und ich unterzeichnete das Hausverbot. Erstaunlicherweise wurde keine Fangprämie oder sonst etwas von mir verlangt. Das macht mich nun im Nachhinein etwas stutzig. Hat das ggf. etwas zu bedeuten?
Anschließend konnte ich dann gehen und begriff erst beim Verlassen des Geschäfts das gesamte Ausmaß.
Seitdem stehe ich regelrecht neben mir und kriege ständig, beim kleinsten Anfall von guter Laune, einen herben Rückschlag. Ich habe mit meinem engstem Umfeld darüber gesprochen und gleich am nächsten Tag bei einem der Geschäftsführer angerufen, inständig meine Reue bekundet und um Entschuldigung gebeten. Der Herr war sehr freundlich und sagte, es tue ihm ebenfalls leid, dass es so oft soweit kommt und fand es gut, dass ich den Schritt zum Anruf getan habe. Er könne nun aber nichts einstellen bzw. zurückziehen. Verständlicherweise.
Seitdem versuche ich mit er Situation klar zu kommen und denke sehr viel darüber nach, zu welch einer Dummheit ich fähig war und wie absolut charakteruntypisch das für mich ist. Ich habe immer versucht alles richtig zu machen und bin dabei vielleicht sogar etwas prüde geworden.
Ich habe nun einiges auch über dieses Thema hier gelesen, weiß ergo also von einem bevorstehenden Anhörungsbogen der Polizei und folgend der StA.
Einige Fragen suchen allerdings doch noch eine Antwort:

1. Wie sieht das mit der fehlenden Fangprämie aus? Könnte das nachteilig für mich sein bzw. etwas bedeuten?
2. Beeinflusst das entfernen des Preisschildes (Sicherheitsetikett) den Tathergang? Macht es das vielleicht sogar zu einem besonders schweren Diebstahl? Warenwert war 34,99€, also geringwertig, oder?
3. Kann ich meinen Entschuldigungsanruf genauso im Anhörungsbogen erwähnen wie ich es mit einem Entschuldigungsschreiben machen könnte? Oder fehlt da der Nachweiß. Würde es ferner etwas bringen zu erwähnen, dass mir der GF glaubt und meine Entschuldigung angenommen hat? Banal oder vielleicht entscheidend?
4. Die leidigste Frage: Ist auch bei mir eine Einstellung möglich bzw. wahrscheinlich? Wovon hängt ab, ob mit der ohne Auflagen? Ich bin Student und kann gerade einmal meine Miete und mein Essen bezahlen ohne sonderlich was auf der hohen Kante zu haben. Würde sich eine Geldauflage/Strafe danach orientieren?

Ich entschuldige mich für diesen entsetzlich langen Text; all das beschäftigt mich wirklich sehr. Ich hoffe auf aufschlussreiche Antworten und möchte erwähnen, dass ich keine Predigt brauche, da ich diese mir selbst stündlich halte.

Die besten Grüße und vielen Dank!

Der Dieb


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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32715 Beiträge, 17216x hilfreich)

Hi,

bei einem Ersttäter und einer Schadenshöhe von unter 50 Euro wird üblicherweise ohne Auflagen eingestellt. Ein Geständnis im Anhörungsbogen soll förderlich sein - den Rest der Fragen sparen wir uns mal. Und nein, das steht nicht im Führungszeugnis.

Gruß vom mümmel

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0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Grandios. Ihre Antwort war schneller als mein eigenes Nachlesen des Beitrags!

Vielen Dank!
Zum Verständnis würde ich aber vielleicht gerne noch wissen, wann es dann zu Auflagen kommt? Oder liegt das im Ermessen der Staatsanwaltschaft und dessen Gemütszustandes?
Der Rest der Fragen wird gespart, weil selbsterklärend? Ich bin leider bis jetzt nicht fündig geworden, was das angeht.

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12318.02.2011 09:10:26
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 4x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2352x hilfreich)

quote:
1. Wie sieht das mit der fehlenden Fangprämie aus? Könnte das nachteilig für mich sein bzw. etwas bedeuten?


Das hat gar nichts zu bedeuten. Entweder es wird komplett darauf verzichtet (war denn überhaupt durch Aushänge eine Fangprämie angedroht?) oder aber es kommt eine schriftliche Zahlungsaufforderung (dann aber nicht vergessen: Höchstgrenze 50,- Euro)

quote:
2. Beeinflusst das entfernen des Preisschildes (Sicherheitsetikett) den Tathergang? Macht es das vielleicht sogar zu einem besonders schweren Diebstahl? Warenwert war 34,99€, also geringwertig, oder?


Ja, es könnte noch ein Urkundsdelikt hinzukommen. Trotzdem bleibt es alles im allem bei einer Kleinigkeit, die wahrscheinlich vom Staatsanwalt eingestellt wird.

quote:
3. Kann ich meinen Entschuldigungsanruf genauso im Anhörungsbogen erwähnen wie ich es mit einem Entschuldigungsschreiben machen könnte? Oder fehlt da der Nachweiß. Würde es ferner etwas bringen zu erwähnen, dass mir der GF glaubt und meine Entschuldigung angenommen hat? Banal oder vielleicht entscheidend?


Einen Entschuldigungsbrief an das Geschäft halte ich für überflüssig. Auf dem Anhörungsbogen sollte man in 1 bis 2 Sätzen sagen, dass einem die Tat leid tut. Übertreiben sollte man es hier aber auch nicht.

quote:
4. Die leidigste Frage: Ist auch bei mir eine Einstellung möglich bzw. wahrscheinlich? Wovon hängt ab, ob mit der ohne Auflagen? Ich bin Student und kann gerade einmal meine Miete und mein Essen bezahlen ohne sonderlich was auf der hohen Kante zu haben.


Eine Einstellung ist sogar sehr wahrscheinlich, entweder ohne Geldbuße oder mit Geldbuße. Die Höhe (vermutlich 200 oder 300 Euro) legt der Staatsanwalt nach Gutdünken fest.

quote:
Würde sich eine Geldauflage/Strafe danach orientieren?


Eine echte Geldstrafe ja. Aber es wird hier wohl keine Geldstrafe geben (siehe oben), sondern allenfalls eine Geldbuße.

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"justice"

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die wunderbar ausführliche und aufschlussreiche Antwort!

Mit dem Urkundsdelikt wäre natürlich ziemlich schlecht. Ich hoffe, das kann noch abgewendet werden. Wird sich eigentlich das Überwachungsvideo von der StA/Polizei angeschaut und auf so etwas geachtet? Oder reicht denen mein Geständnis?

Ich danke nochmals!

Grüße

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2352x hilfreich)

Wie gesagt, ich tippe mal auf eine Verfahrenseinstellung, entweder mit oder ohne Geldbuße.

Die Bänder braucht man als Beweismittel nicht wenn es ein Geständnis gibt.



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"justice"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank erstmal für die bisherige Hilfe!

Heute kam dann auch schon der Anhörungsbogen.
Hier im Forum steht einiges über das Ausfüllen, nur bin ich etwas verunsichert, ob ich nun mit einer Anwendung des Strafbefehlsverfahrens einverstanden sein soll oder nicht?!
Habe folgendes dazu gefunden:
Sie sollten AUF KEINEN FALL ankreuzen, dass Sie mit einem Strafbefehl einverstanden sind! Es ist zwar richtig, dass im Fall des Erlasses eines Strafbefehls keine mündliche Hauptverhandlung vor Gericht stattfindet. Es erfolgt aber eine Verurteilung in dem Strafbefehl (hier zu einer Geldstrafe). Wenn der Strafbefehl rechtskräftig wird, steht dieser einem Urteil nach einer mündlichen Hauptverhandlung gleich, mit allen Konsequenzen. Sie wären insbesondere strafrechtlich vorbestraft, d.h. es würde ein Eintrag in das (nicht öffentlich zugängliche) Bundeszentralregister erfolgen (ein Eintrag in Ihr Führungszeugnis würde NICHT erfolgen, insoweit dürften Sie sich als nicht vorbestraft BEZEICHNEN (etwas vereinfacht gesagt).

Allerdings auch auf einer anderen Seite, dass man das ruhig ankreuzen solle :???:

Zudem gibt es auch bei mir keine Möglichkeit anzukreuzen, dass ich mit einer Verfahrenseinstellung nach $153a einverstanden bin. Das kann ich dann einfach unten zuschreiben, richtig? Wie verfasst man so etwas richtig? (Verzeihung, will nur hier nicht auch etwas falsch machen)

Mir fällt gerade noch auf, dass auf bei Straftat gar nichts von geringwertigem Diebstahl, sonder nur von Diebstahl nach §242 StGB steht. Drunter aber die Schadenshöhe von 34,99€. Heisst das nun, dass es nicht als geringwertig behandelt wird? Panik! :sad:

Was sind besondere Tatumstände und muss ich bei den weiteren Erläuterungen den gesamten Tatverlauf schildern?

Was trage ich bei meinen Einkommensverhältnissen ein wenn ich Student bin, Bafög beziehe und einen 400€ Job habe? All das?

Vielen Dank und einen schönen Abend

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-- Editiert am 22.02.2011 19:42

-- Editiert am 22.02.2011 19:47

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Die Ankreuzmöglichkeiten sind Hilfestellungen, mehr nicht. Sie müssen sich darum überhaupt nicht scheren.

Wenn Sie die Tat einräumen, nicht bestraft sind, und ein paar Sätze dazu schreiben, was Sie dabei geritten hat (dass Sie das können haben Sie ja hier bewiesen ;) ), wird das Verfahren ziemlich sicher ohne Auflagen gem. § 153 StPO eingestellt werden.
Die Fangprämie spielt für das Ermittlungsverfahren keine Rolle.

Noch ein Hinweis:
Manchmal kommen hier Tipps, man solle niemals etwas zur Sache sagen oder sich gegenüber der Polizei äußern.
Das ist in manchen Fällen sicher richtig.
Bei einem Ladendiebstahl, bei dem die Beweislage (wegen der Detektive) klar ist, ist das aber anders.
Erfolgt keine (geständige) Einlassung gegenüber der Polizei, fragt danach erstmal keiner mehr. Die StA, bzw. die Amtsanwaltschaft, sieht dann nur einen nicht geständigen Beschuldigten und beantragt einen Strafbefehl.
So weit muss es aber nicht kommen. Wenn da so ein Auf-den-Rücken-werfen kommt, wie Sie das machen, sieht der Bearbeiter, dass sich der Beschuldigte damit auseinandergesetzt hat. Und er stellt ein.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

P.S.
Sie können einfach einen Brief an die Polizeidienststelle schreiben. Sie müssen den Fragebogen nicht verwenden. Damit wäre die Frage der Kreuzchen elegant umschifft.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

>Ladendiebstahl - Einige Fragen
Vielen Dank!
Die Ankreuzmöglichkeiten sind Hilfestellungen, mehr nicht. Sie müssen sich darum überhaupt nicht scheren.
Also habe ich mich einverstanden erklärt und hoffe auf eine Einstellung!
(Mit dem Brief habe ich leider erst nach meinem Kreuzchen gesehen :sweat:
Es macht mir nun aber dennoch sorgen, dass auf der ersten Seite nur Diebstahl nach $242 StGB steht. Können Sie mir da noch etwas zu sagen? Lese sonst immer nur, dass schon auf dem Anhörungsbogen bei Sachen bis 50€ Geringwertigkeit nach §248a vorgeworfen wird.
Ein Diebstahl nach §242 wird nicht so einfach eingestellt oder? Soll ich bei dem Polizei-Sachbearbeiter anrufen?
Grüsse

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-- Editiert am 23.02.2011 11:37

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe ich vielleicht einen Denkfehler oder mache ich mich jetzt auch unnötig verrückt? Mache mir jetzt tatsächlich große Sorgen, dass da etwas falsch läuft, oder ich mich irgendwie falsch verhalte...
Grausam wie einen nur der Anhörungsbogen schon wieder aus der Bahn werfen kann. Entschuldigen Sie, ich wollte es vermeiden hier zu nerven, aber gibt es vielleicht noch eine Antwort für mich?

Dank und Gruß

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Unnötig verrückt trifft es ganz gut.
Ein Diebstahl ist nunmal ein Diebstahl, also immer einer nach § 242. Es gibt nur die Sondervorschrift des § 248a, wenn es sich um geringwertige Sachen handelt. Dabei ist es völlig wurscht, was die Polizei auf den Anhörungsbogen schreibt, es muss nur klar sein, dass es um diesen Diebstahl, also um diese konkrete Tat geht, damit Mehrfachtäter wissen, für welche ihrer Taten sie eigentlich geladen werden.
Wenn das aber klar ist, dann ist die rechtliche Einordnung durch die Polizei absolut unerheblich.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort Wastl!
Ich gehe dann also mal davon aus, dass der StA das schon richtig zuordnet und entscheidet, ob das Diebesgut geringwertig war oder nicht. Dazu gibt es ja nun auch einige verschiedene Meinungen. Die einen sagen bis 25€, die anderen bis 50€. Das OLG Hamm hat das 2003 ja festgelegt, allerdings hab ich auch was von 2005 und 30€ gefunden.
Ich schreibe dann mal meine Reuebekundung und hoffe, dass alles noch mal gut geht!

Wäre es dennoch möglich mir folgendes noch zu beantworten?

Was trage ich bei meinen Einkommensverhältnissen ein wenn ich Student bin, Bafög beziehe und einen 400€ Job habe? Kindergeld auch? All das?


Ich würde ungern nichts angeben, da ich mir vorstellen kann, dass das eingeschätzte Einkommen sicher zu meinem Nachteil ist.

Vielen Dank und Gruß

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0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
traurige_sophie
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

schlüssel dein einkommen doch einfach auf... dein Job, das Bafög, das Kindergeld... dann wird sich der Staatsanwalt schon des rauspicken, was rein gehört..
Sophie

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0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Sie sollten schon das tatsächliche Einkommen angeben. Alles, was als Einkommen fließt. Dazu zählen dann bei Ihnen Bafög, JOb und Kindergeld.


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0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Damrod
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Abend allerseits!

Gestern habe ich, den Brief der Staatsanwaltschaft bekommen.
Da ich selbst nirgendwo, oder nur sehr selten, eine Fortsetzung der ganzen Probleme hier gefunden habe, komme ich nun nicht umhin zu berichten, wie es bei mir gelaufen ist.

Also vor allem ging alles erstaunlich zügig vonstatten. Erst der Anhörungsbogen der Polizei nach ca. einer Woche und nun nach +/- einem Monat die Nachricht der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren nach §154a eingestellt wird.
Als Auflage hatte ich eine Geldbuße von 60€, zahlbar auch in Raten. Ich muss gestehen, dass ich etwas verblüfft über den geringen Betrag bin, da ich aufgrund einiger Schilderungen mit viel mehr gerechnet habe. Natürlich habe ich sofort alles überwiesen.

Laut Brief ist meine Straftat nun mit meinem Einverständnis nicht mehr...mir fehlt leider das richtige Wort :) Wie auch immer, die Sache ist für mich erledigt und ein verdammt einmaliges Erlebnis! Nichts davon hat sich gelohnt und ich kann, trotz etwaiger geringer Auflagen und Einstellungen, nur davon abraten auch nur einen Gedanken an so etwas zu verschwenden.

Vielen Dank an euch für euren Rat und ein großes Lob!

Beste Grüße


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