Maßregel Widerruf wegen äußerer Umstände

28. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Narjan
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Maßregel Widerruf wegen äußerer Umstände

Guten Tag!

Eine Person A wurde 2017 wegen vier Bombendrohungen und zweimal Widerstand gegen die Polizei zu 1 Jahr Haft verurteilt und außerdem zu § 63.
Seit Februar 2017 bis Juli war Person A "vorläufig untergebracht" dann kam das Urteil.
Im Mai 2020 wurde Person A in das "Probewohnen" entlassen und kam dann endgültig im April 2021 auf Bewährung frei und hat Führungsaufsicht für fünf Jahre bekommen.
Person A nimmt alle 2 bis 4 Wochen an Gesprächen mit einem Therapeuten vom ambulanten Maßregelvollzug teil. Person A kommt allen Bewährungsauflagen nach und es laufen auch keine Verfahren gegen ihn.

Jetzt war Person A am letzten Donnerstag wieder bei dem Therapeuten. Da wurde Person A auf diese Flut von Bombendrohungen in Deutschland mit Islamisten Bezug angesprochen. Da hat Person A gesagt, dass er da nichts mit zu tun hat was auch stimmt. Und dann meinte der Therapeut das er das als Risikosituation für Person A sieht. Also das Person A zum Trittbrettfahrer wird. Und dann hat Person A gesagt, dass er mit Politik und sowas nichts zu tun hat.
Schließlich meinte der Therapeut dann, die Person A sollte bitte eine freiwillige Rückführung in den Maßregelvollzug als Krisensituation für 3 Monate beim Gericht beantragen. Person A hat gefragt, warum er das tun soll, da kam der Therapeut wieder auf die Risikosituation.
Person A ist 27 Jahre und hat drauf hingewiesen, dass er sich in einer Ausbildung befindet und da jetzt nicht einfach drei Monate verschwinden kann.
Und der Therapeut sagte dann, dass ansonsten die Klinik so eine Intervention beim Gericht beantragen würde und das könnte dann direkt einen Bewährungswideruf geben.

Was meint ihr dazu und ist das ernst zu nehmen bzw. gibt es dafür überhaupt eine Grundlage?
Ein Anwalt kommt jetzt aus finanziellen Gründen nicht in Frage.
Was wären jetzt die besten Schritte die Person A tun kann?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 273x hilfreich)

Also der Therapeut wird ja nicht eines Morgens in der Zeitung über eine weitere Bombendrohung gelesen und daraufhin entschieden haben, dem Probanden eine Rückführung in den MRV - unter Androhung des Bewährungswiderrufs - nahezulegen. Da sind die Schilderungen vielleicht etwas (subjektiv) verknappt und wir werden an dieser Stelle niemals an die Einsicht des Therapeuten in dem Fall herankommen. Daher ist es auch schwierig, eine über "Kann schon sein." hinausgehende Beurteilung abzugeben.

Zitat (von Narjan):
Was wären jetzt die besten Schritte die Person A tun kann?
Da ein Verteidiger nicht in Betracht zu kommen scheint: Vielleicht die Nutzung kostenloser (oder zu geringem Eigenanteil) Beratungshilfe einer gemeinnützigen Organisation (Caritas, Entlassenenhilfe usw.), um z.B. ein präventives Gespräch mit der Führungsaufsicht zu suchen.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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