Nötigung? "Wenn Du Montag nicht wieder zur Arbeit kommst, wirst Du gekündigt"

14. September 2007 Thema abonnieren
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 195x hilfreich)
Nötigung? "Wenn Du Montag nicht wieder zur Arbeit kommst, wirst Du gekündigt"

Hallo !
Liegt eine Nötigung vor,wenn mein AG mich zwingt,unter Androhung der Kündigung mich gesund schreiben zu lassen.Wortlaut vom stellv.Chef:
Wenn Du Montag nicht wieder zur Arbeit kommst wirst Du gekündigt.Krankheit ist durch MRT(Knochenhautentzündung) erwiesen bzw. belegt.

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11 Antworten
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#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Ja (strenggenommen) - aber sicherlich schwer zu beweisen, wenn die Kündigung dann unter anderer Begründung erfolgt.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

-- Editiert von !streetworker! am 14.09.2007 23:54:20

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#2
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 195x hilfreich)

Schwer zu beweisen mag schon stimmen,aber wer lässt sich gesund schreiben wenn er wirklich krank ist?die Krankheit ist durch die MRT Untersuchung belegt und dem Arzt habe ich den Sachverhalt geschildert.Auch haben wir schon 2 Kündigungen während einer Krankschreibung die der Chef verloren hat.Hier geht es jetzt auch nicht um die Kündigung an sich,sondern um die Nötigung einen kranken Angstellten während der Krankschreibung aufzufordern wieder zur Arbeit zu kommen und mit Kündigung zu drohen.Was soll man denn in einem sochen Fall tun entweder weiter krankgeschrieben dann entlassen und keine arbeit mehr oder so wie ich weiter arbeiten so lange bis sich der Arm entzündet hat.

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#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

Wenn Sie Zeugen haben und die Nötigung nachweisbar ist, dann würde ich ernsthaft eine Strafanzeige in Erwägung ziehen.

Wenn Sie krankgeschrieben sind, DÜRFEN Sie gar nicht zur Arbeit gehen. Das kann nämlich versicherungsrechtlich ganz gewaltige Probleme geben, wenn was passiert und ich würde das Risiko nicht eingehen.

Sollte Ihnen gekündigt werden, müßten Sie Kündigungsschutzklage einreichen.

Ungeachtet dessen würde ich mal zu einem Anwalt gehen und diesen mal einen gepfefferten Brief an den Chef schreiben lassen. Ein Chef, der derart wenig Ahnung von Arbeitsrecht hat, muß mal von einem Anwalt gezeigt bekommen, wo der Hammer hängt.

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#4
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 195x hilfreich)

Hallo !
Hatte zu der Zeit ein Schreiben aufgesetzt, an meinen Chef,dass er mir unterschreiben sollte,dass ich trotz Krankschreibung zur Arbeit kommen muss und er für Schäden haftbar gemacht wird,dieses Schreiben habe ich ihm von einem Kollegen vorlegen lassen.Er lehnte eine Unterschrift ab mit der Bemerkung solchen Quatsch nicht zu unterschreiben.Ob der Kollege die Nerven hat das vor Gericht zu bezeugen glaube ich nicht.Wer sagt schon gegen seinen AG aus.Mir ist es ja jetzt egal ich bin gekündigt ohne Abmahnung oder dergleichen.Klage ist eingereicht!Mir geht es hier einfach um die Ungerechtigkeit.Hier hat mein AG einer verschlechterung meiner Gesundheit vorsätzlich in Kauf genommen,denn ihm war doch durch meine Krankschreibung bewußt das ich wirklich krank war.Hatte mich auch noch an Patientembeauftragte der Bundesregierung gewand.Sie rief auch und sagte das wäre ganz schlimm aber sie hat jetzt leider keine Zeit mehr da sie zu Ihren Urlaubsflieger muss.Klatsch bumm,das war es....!Na ja angerufen hat sie ja wenigstens!Mir ist schon klar das hier eigentlich kein Krankenkassenproblem vorliegt,aber man weiss garnicht wie man sich in einer solchen Situation verhalten soll.Ein Schreiben an die KK brachte den o.g.Hinweis mir der Aufforderung doch unbedingt einen Arzt aufzusuchen.Jetzt Gipsarm links,krank geschrieben und gekündigt.AG hat wohl gehört das ich zum Arzt wollte(Buschfunk)und da gerade der 31.8.(Monatsende)passte eine Kündigung ganz gut.Es wurde auch gleich ein Neuer eingestellt!Eine Antwort auf ein Schreiben an die Gesundheitsministerin steht noch aus.Wird aber nichts bringen da ja schon die KK geschrieben hat das es ja ein Arbeitsrechtliches Problem gibt.Was mache nun Anzeige wegen Nötigung ja oder nein habe ich eine Change.Mir geht es nicht um irgendwelche Forderungen,auch meine Kollegen wünschen sich das der AG mal eine auf das Dach bekommt.zu den Kollegen ist er nicht anders.


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#5
 Von 
guest123-2067
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 302x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

Das ist im Prinzip alles richtig, aber ich glaube, hier wird ein entscheidendes Detail übersehen.

Geht ein eigentlich krankgeschriebener Arbeitnehmer arbeiten und kommt es krankheitsbedingt zu einem Rückfall oder gar zu einem Unfall, so hat der Arbeitnehmer (bzw der Versicherungsnehmer) ein Mitverschulden. Und Mitverschulden macht bekanntlich die Versicherungen (entsprechend prozentual) von der Leistung frei.

Wenn es hinterher in einem Prozess um die Frage geht, ob derjenige krank war oder nicht, so dürfte die Einschätzung des Arztes höher zu gewichten sein als das subjektive Wohlgefühl des Arbeitnehmers.

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#7
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 195x hilfreich)

Das sehe ich auch so,denn das ich krank bin bzw.war ist ja durch die den Arzt und die MRT Untersuchung erwiesen.Ich hatte doch jetzt die nur die Wahl krankgeschrieben zu bleiben und dann gefeuert zu werden oder als Alleinverdiener in meiner Familie weiter arbeiten zu gehen obwohl ich ja krank bin.Ich möchte behaupten das dieses von meinem AG eine Nötigung ist,wobei schon der Versuch strafbar war. :pc:

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#8
 Von 
guest123-2067
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 302x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Schwer zu beweisen mag schon stimmen,aber wer lässt sich gesund schreiben wenn er wirklich krank ist?

Ich hatte ja nicht gesagt, dass Sie das tun sollen. Ich halte die Nötigung -wie bereits im ersten Beitrag gesagt- für gegeben. Der Rest ist Arbeitsrecht. Zeigen Sie Ihren AG doch einfach an. Zu verlieren haben Sie dadurch nichts. Ihren Job werden Sie dadurch aber auch nicht behalten/wiederbekommen. Den müssen Sie vorm Arbeitsgericht erstreiten.

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#10
 Von 
Slavonia
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 195x hilfreich)

Zu verlieren habe ich eh nichts mehr,wenn ich jetzt meinen Gipsarm am Montag los werde kann ich auch wieder mit zehn Fingern schreiben.Werde dann auch Anzeige erstatten wegen Nötigung.Die KSK ist ja schon eingereicht,dann hole ich mir noch meine Nachtschichtzuschläge die er nie gezahlt hat rückwirkend für 2 Jahre wieder.Jeden Tag 5 Stunden da kommt schon was zusammen.Eigentlich bin ich ja froh dort weg zu sein,man war nur noch Müde jeden Tag 10 Stunden und mehr und auch noch Sonntags und man hat meistens die Schnauze gehalten um seinen AP nicht zu verlieren.Vielen Dank noch einmal an alle die mir hier geholfen haben auch beim Thema Arbeitsrecht.Vielen Dank !

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#11
 Von 
MitEtwasErfahrung
Status:
Lehrling
(1841 Beiträge, 485x hilfreich)

quote:
Wenn Sie Zeugen haben und die Nötigung nachweisbar ist, dann würde ich ernsthaft eine Strafanzeige in Erwägung ziehen.


Bei einer Strafanzeige gegen einen Vorgesetzten ist äußerste Vorsicht geboten!!!!

Es gibt genügend BAG-Urteile, bei denen Kündigungsschutzklagen abgewiesen wurden, weil das BAG davon ausging, dass das Vertrauensverhältnis durch die Strafanzeige zerstört ist. Hier müssen unbedingt bestimmte Regeln eingehalten werden.

Hier ist die Kontaktierung eines Arbeitsrechtsanwalts, der sich in diesem Gebiet auskennt, unbedingt vorher anzuraten.



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