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Polizeikontrolle - Drogentest positiv - OHNE DROGE

 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)
Polizeikontrolle - Drogentest positiv - OHNE DROGE

Wenn man bei einer Verkehrskontrolle erwischt wird und 2 Drogentests gemacht werden (Speichel und Urin) und diese seltsamerweise auf Kokain und Amphetamine positiv getestet werden (ich habe NOCH NIE DROGEN genommen, noch nicht einmal an einem Joint gezogen!!!!!) wird einem da automatisch der Führerschein entzogen? Obwohl der Bluttest noch gar nicht da ist?? Und wenn der Bluttest dann negativ ist, bekommt man ihn dann trotzdem nicht? Habe das schon öfter im Internet jetzt gelesen und bin am verzweifeln.
Vor ALLEM weil ich keine Drogen nehme. Ich weiß echt nicht mehr weiter.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
erwischt Führerschein gar


12 Antworten
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#1
 Von 
guest-12302.07.2014 22:40:46
Status:
Praktikant
(538 Beiträge, 236x hilfreich)


Wenn die Blutprobe positiv auf illegale (BtM) Betäubungsmittel ausfällt wirst Du Probleme mit dem Führerschein bekommen, insbesondere bei Kokain / Amphetamine.

Der Urin- und Schweißtest ist dagegen nicht gerichtsverwertbar und meines Wissens auch keine Grundlage für die FsSt (Führerscheinstelle) tätig zu werden.

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#2
 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)

Aber wie bitte kann denn das sein, dass der Test positiv ausfällt? ich war noch nicht einmal besonders weg am Wochenende zuvor, dass mir irgendjemand etwas untergemischt haben könnte. Ich werd echt noch paranoid, vor allem weil 2 Ärzte mit denen ich telefoniert habe mir jetzt schon ganz böse versichert haben, wenn der Urintest positiv ist ist der Bluttest definitiv auch positiv.
Wie bitte kann denn das sein?? Ich drehe noch durch! Ich HABE keine Drogen genommen!

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#3
 Von 
guest-12302.07.2014 22:40:46
Status:
Praktikant
(538 Beiträge, 236x hilfreich)

Vielleicht ein Erkältungsmittel mit Pseudoephedrin, zuviele Mohnbrötchen, verunreinigte Hände des Beamten (vielleicht hat der Herr Polizist sich eben ne Linie Koks genehmigt...).

Es gibt schon Möglichkeiten das diese Schnelltests fehlerhafte Ergebnisse liefern.

Also, wenn Sie keine Drogen genommen haben, keinen Kontakt haben mit Leuten die konsumieren und keine Getränke offen stehen lassen auf Parties, keine Zigaretten von Anderen rauchen, keine Geldscheine ablecken sind Sie fast schon auf der sicheren Seite...

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#4
 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)


Danke für die schnelle Antwort! Das gleiche denke ich mir auch, warum mache ich mir überhaupt Gedanken? ich habe ein reines Gewissen und habe mir nichts vorzuwerfen. Aber wenn so viele Ärzte etc. das Gegenteil behaupten, da wird man einfach stutzig.

Ich habe die Tage vorher gegen Halsschmerzen Dolodobendan genommen. Da ist Benzocain drinnen, habe ich im Internet herausgefunden. das ist scheinbar ein Lokalbetäubungsmittel und dieses Mittel ist auch in Kokain. Zumindest habe ich das im Internet recherchiert. Auf Anfrage bei einer Apothekerin allerdings habe ich wieder in einem sehr ruppigen Ton zu hören bekommen, dass das nicht sein kann. Der positive Drogentest könne DEFINITV nicht von den Tabletten sein. Auch diese Dame hat mich sofort als schuldig angesehen, das habe ich ihr direkt angemerkt.
Außerdem habe ich 2 Tage vorher so amerikanisches Red Bull getrunken. Vll liegts an dem?
Kanns mir einfach nicht erklären, alle sind total gegen mich (Ärzte, Apothekerin, sogar bei einem Anwalt habe ich mich schon erkundigt, der sofort gesagt hat, es sehe sehr schlecht für mich aus.)

Alle behaupten wenn im Urin Abbauelemente von Drogen gefunden werden dann werden sie im Blut definitiv auch
gefunden und dann ist es sowieso bewiesen.

Das ist ein Albtraum!



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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29715 Beiträge, 9172x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>wird einem da automatisch der Führerschein entzogen? Obwohl der Bluttest noch gar nicht da ist?? <hr size=1 noshade>


Das sind 2 Fragen in einer:

"obwohl der Bluttest noch gar nicht da ist":

Die Fahrerlaubnis kann bei solch einem Sachverhalt (Schnelltests positiv) vorläufig nach § 111a StPO entzogen werden.

"automatisch entzogen":

Auch hier sind 2 unterschiedliche Dinge maßgeblich (natürlich nur, wenn auch beim Bluttest der Drogenkonsum nachgewiesen wird):

Entweder das Ganze wird als "Straftat" verfolgt, also nach § 316 StGB . Dann wird es eine (Geld-)strafe, die Entziehung der FE nach § 69 StGB und eine Sperre zur Neuerteilung nach § 69a StGB vom Gericht geben.

Oder das Ganze wird als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Dann gibt es eine Geldbuße und ein Fahrverbot. Hier wird sich im Nachgang dann aber noch die Führerscheinstelle melden und vermutlich die Entziehung der FE im Verwaltungswege verfügen.

In beiden Fällen wird man im Normalfall um eine MPU nicht herumkommen, um die FE wiederzubekommen.


Eine mögl. Verteidigungsstrategie könnte sein darzulegen, dass man die BTM nicht vorsätzlich eingenommen hat, sondern sie einem "untergejubelt" wurden oder man per Zufall konterminiertes "was weiß ich" zu sich genommen hat. Möglicherweise(!!!) hat man dann die Chance zumindest einen Entzug der FE durch die Verwaltungsbehörde zu verhindern, indem die Verw.Beh. einem die FE erstmal nicht entzieht, sondern einem die Gelegenheit gibt durch geeignete Nachweise (Absitzensnachweise durch screenings, FÄG/MPU) seine Eignung zum Führen von KFZ unter Beweis zu stellen.

Das Ganze ist jedoch ein zieml. komplexes Themadas man keinesfalls ohne Anwalt angehen sollte, der auf diesem Gebiet (Führerschein und BTM) spezialisiert ist

[color=red]Dazu noch ein wichtiger Hinweis: [/color]

Sie werden mit zieml. großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Stunden oder Tagen eine PN (Privatnachricht) über das Forum erhalten (ggf. auch über ein anderes Forum, wenn Sie die Frage noch in einem anderen Forum eingestellt haben) in der Ihnen jemand anbietet, dass er durch gute "Kontakte" und -selbstverständlich- gegen Bezahlung dafür sorgen könne, dass Ihnen die FE nicht entzogen wird. Ich kann Sie nur dringend warnen, darauf einzugehen. Es handelt sich um einen "altbekannten" Betrüger. Das Geld (das idR. per Western Union irgendwo in den ehem. Ostblock gezahlt werden soll, meist in die Ukraine oder ins Baltikum) ist unwiderruflich weg (ohne jegliche Gegenleistung). Zunächst wird ein relativ moderater 3stelliger Betrag gefordert, den man evtl. noch bereits ist "zu riskieren". Es kommen dann jedoch immer neue und größe Forderungen, da hier noch ein neuer Vorgesetzer X geschmiert werden müßte, oder dort gegen Schmiergeld eine Bescheinigung Y "organisiert" werden muß, bevor die Sache erfolgreich beendet werdne könne.
Es liegt in der Natur des Menschen, dass man dann -wenn man schon mehrere Hundert € inverstiert hat- dann auch den Erfolg sehen will und unreflektiert Geld "nachschiesst". Wie gesagt: Dieses Geld wäre unwiderruflich verloren !!! Mir sind einige Geschädigte dieses Herren bekannt, die in diesem und anderen Foren an mich herangetreten sind (leider meist erst dann, als es zu spät war) und teilw. 5stellige Beträge verloren hatten. Erst vor wenigen Tagen hat wieder jemand über 3.000 € verloren, weil derjenige ihm vorgegaukelt hatte, er könne dafür ein Strafverfahren "verschwinden lassen" (will es jetzt nicht näher beschreiben, um das Opfer nicht bloßzustellen). Das "tragisch-komische" an der Sache war, dass demjenigen in dem Strafverfahren allesfalls eine Geldstrafe/Geldauflage von maxiaml ca. 500,00 € erwartet hätte.


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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

-- Editiert !!Streetworker!! am 10.02.2012 16:09

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#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29715 Beiträge, 9172x hilfreich)

quote:
Alle behaupten wenn im Urin Abbauelemente von Drogen gefunden werden dann werden sie im Blut definitiv auch


Das ist auch sehr wahrscheinlich. Allerdings läßt sich im Blut (wie auch im Urin - wenn man ihn richtig untersuchen würde im Labor) ja auch die Konzentration der Wirkstoffe feststellen. Und daran kann eben auch festgestellt werden, ob ein Schnelltest, der z.B. auf Opiate positiv war, von zuviel Mohnkuchen am Tag vorher stammen kann, oder nicht. Denn wenn dort ein Wert rauskommt, bei dem man 3 Zentner Mohnkuchen am Vortag hätte verspeisen müssen, würde das kaum glaubhaft sein.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

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#7
 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)

Vielen Dank das hilft mir schon mal weiter. Das heißt, wenn der Bluttest positiv ist, ist eine MPU egtl so gut wie sicher..

Und damit kann ich auch höchstwahrscheinlich rechnen das er positiv ist? Wenn dann aber nur geringe Mengen gefunden werden (zurückzuführen auf Mohnkuchen zum Beispiel) passiert dann nichts? Bußgeld, Führerscheinentzug?
Ich mein, es kann mir doch nicht zum Verhängnis werden Mohnkuchen gegessen zu haben...

Was auch nicht der Fall ist. Das einzige womit ich es mir erklären kann sind die Dolodobendan und auch noch 4 Büchsen amerikanisches (legales!) Red Bull (Mtn Dew) das ich 1 Tag davor getrunken habe.
Kann es an dem liegen?

Ansonsten bin ich ratlos und zweifle an Allem, was ich gehört habe oder höre oder sonstiges..



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#8
 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)

danke übrigens für den Hinweis wegen der PMs.
Auf das hätte ich auf keinen Fall reagiert. Sowas wäre mir sowieso spanisch vorgekommen.

Ich warte sowieso erst den Bluttest ab, bevor ich die Kosten für anwaltliche Hilfe auf mich nehme. (weil ich eigentlich immer noch der Überzeugung bin, dass das ein Albtraum ist, aus dem ich aufwache bzw. der Bluttest negativ ist)

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#9
 Von 
guest-12304.12.2012 09:02:19
Status:
Schüler
(474 Beiträge, 324x hilfreich)

Hallo,

quote:<hr size=1 noshade>Außerdem habe ich 2 Tage vorher so amerikanisches Red Bull getrunken. Vll liegts an dem? <hr size=1 noshade>


Würde ich jetzt mal nicht kategorisch ausschließen, zumal vor nicht allzu langer Zeit bei einer Laboruntersuchung der hier zu kaufenden Red Bull Cola Kokainspuren entdeckt wurden. Würde mich jetzt nicht wundern, wenn die Gummibärenbande aus unserem südlichen Nachbarland a bissl an Schmäh drauf hätt...

VG
InsoFlo

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"§ 1 InsO : "Dem REDLICHEN Schuldner...""

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#10
 Von 
guest-12329.07.2012 16:02:06
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 38x hilfreich)

Kann ich mir eben auch gut vorstellen. Das Problem wird dann nur sein, dass es dann auch im Blut nachgewiesen wird und es keinen interessiert, dass es eben nur Red Bull war (bzw. es mir keiner glaubt) Und dann bin ich trotzdem dran, auch wenn ich noch nie Drogen genommen habe..

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#11
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29715 Beiträge, 9172x hilfreich)

quote:
Das heißt, wenn der Bluttest positiv ist, ist eine MPU egtl so gut wie sicher..


Kommt wie gesagt auf die Wirkstoffkonzentration an. Das Mohnkuchenbeispiel war kein Scherz. Nach Genuß von "viel" Mohnkuchen kann durchaus ein Opiatschnelltest "positiv" reagieren.

Darum erstmal Testergebnis abwarten und dann ggf. Anwalt einschalten.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

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#12
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 686x hilfreich)

Wie bereits geschrieben, könne auch viele Medikamente u.a. auch Anti-Tussiva den Test falsch positiv ausfallen lassen. Viele solcher Medis, enthalten s.g. Opium-Derivate, die sich zwar von der Wirkung her, deutlich vom reinen Opium her unterscheiden, aber im Körper durch die Pharmakokinetik so umgewandelt wird, dass jeder Test positiv wird, da im Körper u.a. Stoffwechselprodukte, wenn auch nur temporär, entstehe, die auf dem Antikörpertest der Schelltests falsch positiv reagieren.

Es ist, wie bereits angearen, dringend zu empfehlen ein Anwalt aufzusuchen, der sich in dem Gebiet aus kennt.

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