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"Schaffner" wegen Betrug anzeigen?

13.9.2020 Thema abonnieren


#32
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Wenn er die Polizei holt und die "es aufnehmen müssen" erstattet er ja offensichtlich Anzeige wegen Erschleichung von Leistungen?! In dem Fall kann man ihn wegen falscher Verdächtigung anzeigen.

Oder holt er die Polizei jedesmal nur zur Feststellung der Personalien? Dann müssten die Beamten aber nichts "aufnehmen"...

ps.

Zitat (von go556155-69):
Das Fazit war es ist nicht klar ob die Fahrkarte gültig ist oder nicht darum das mit den Bahnen klären.

Ich denke, Du hast es bereits mehrfach und u.a. schriftlich von der Bahn bekommen, dass die Fahrkarte in der Form gültig ist?!

Was gibt's dann noch hinsichtlich Gültigkeit zu klären?

-- Editiert von !!Streetworker!! am 16.09.2020 13:05

Hmm gute Frage:

Also beim ersten Mal gab es das volle Programm mit schriftlicherer Anhörung von der Polizei und einem Schreiben von der Staatsanwaltschaft glaube da stand etwas mit der Zahl 170 drin und das damit das Verfahren vorbei ist.
Beim zweiten Mal gab es auch einen Bogen der Polizei aber das war es dann
Bei den späteren Fällen hatte ich den gleichen Polizisten der schon die anderen Sachen gemacht hat kurzen Mailkontakt die ich angegeben hatte der wollte kurz Angaben von mir was los war und das PDF File des Onlineticket danach hab ich nix mehr gehört.

Na wegen der Gültigkeit wurde oben doch schon diskutiert was der Vorlauf bedeutet das es einen Unterschied zwischen der DB und den Privatbahnen und deren Geschäftsbedingungen usw gibt.
Ob da mein Schreiben alleine reicht stand ja auch das ein Gericht das klären muss.

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#33
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

Wenn das Unternehmen, dessen Schaffner die Tickets moniert, bestätigt hat, dass das so in Ordnung ist, braucht es kein Gericht mehr um irgendwas zu entscheiden. Das Gericht weiß doch nicht besser als das Unternehmen selbst, ob das Ticket in Ordnung ist.

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#34
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

ich würde das Unternehmen noch mal ganz explizit auffordern, und zwar nicht per Mail, sondern per Telefonanruf, speziell diesen Schaffner zu instruieren, was die Gültigkeit angeht.

Und wenn der dann danach noch mal die Polizei holt und die eine Anzeige schreiben, würde ich ihn wegen falscher Verdächtigung anzeigen.

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#35
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
ich würde das Unternehmen noch mal ganz explizit auffordern, und zwar nicht per Mail, sondern per Telefonanruf, speziell diesen Schaffner zu instruieren, was die Gültigkeit angeht.

Und wenn der dann danach noch mal die Polizei holt und die eine Anzeige schreiben, würde ich ihn wegen falscher Verdächtigung anzeigen.

Ich der Zentrale der Bayerische Oberlandbahn wo ich die Adresse bekomme habe einen gelben Brief geschickt dann krieg ich die Urkunde über die Zustellung wieder zurück.

Aber was ich noch nicht ganz verstehe warum das kein Betrug sein soll? Die Fahrkarte von heute ist ja ohne Diskussion so gültig wie ich sie genutzt habe?

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#36
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

Wenn man dem Schaffner entsprechenden Drittbereicherungsvorsatz (und zwar in Form des dolus directus 1. Grades) und Täuschungsvorsatz nachweist, wäre es (versuchter) Betrug.

Dolus eventualis hinsichtlich der Drittbereicherung reicht nicht aus. Es muss dem Täter also explizit darauf ankommen, durch die Nummer seinen Arbeitgeber rechtswidrig zu bereichern (durch das erhöhte Beförderungsentgelt).

Wenn er das Ganze nur abzieht, um den Fahrgast zu maßregeln, weil der seiner Meinung nach bei der Fahrkarte trickst und ihm das nicht gefällt, fehlt es am direkten Vorsatz hinsichtlich der Bereicherung. Es läge dann nur bedingter Vorsatz vor, der aber beim Tatbestandsmerkmal "Bereicherungsabsicht" nicht ausreicht.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 16.09.2020 17:37

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#37
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Wenn man dem Schaffner entsprechenden Drittbereicherungsvorsatz und Täuschungsvorsatz nachweist, wäre es (versuchter) Betrug.

Und das reicht langsam nicht aus um das zu beweisen? die Fälle werden ja immer mehr und bei der Fahrt von heute gibt es ja jetzt mal gar keine Diskussion drüber das er bull**** erzählt?

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#38
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

Ich habe meinen obigen Beitrag noch ergänzt...

Ps. Es ist einem natürlich unbenommen, Anzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten und dann abzuwarten, was dabei rauskommt

Eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung wäre aber meines Erachtens erfolgversprechender.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 16.09.2020 17:43

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#39
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich werde das ganze mal bei der Onlinewache anzeigen

Was mir grad einfällt er hat mir gedroht mich das nächste mal aus dem Zug zu schmeissen ich hab dafür 5 Zeugen die das mitgekriegt haben weil ich heut etwas lauter wurde.
Ist das nicht Bedrohung oder sowas?

Dann würde das eben neben dem Betrug als Anzeige rein schreiben dann können die ja das immer noch prüfen und verwerfen.

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#40
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37637 Beiträge, 13509x hilfreich)

Zitat:
Wenn man dem Schaffner entsprechenden Drittbereicherungsvorsatz und Täuschungsvorsatz nachweist, wäre es (versuchter) Betrug.

Am Nachweis des Vorsatzes dürfte es scheitern. Der Schaffner braucht nur darauch verweisen, dass ja sogar auf dem Ticket aufgedruckt ist, dass die Karten nur vor dem Fernzug gültig ist und ihm bislang niemand etwas anderes gesagt hat.

Umgekehrt wird aber auch die Anzeige gegen Dich selbst dann ins Leere laufen, wenn die Fahrkarte nicht gültig sein sollte. In dem Fall wärest Du einem Verbotsirrtum unterliegen, weil Dir die DB ja die Gültigkeit bestätigt hat.


-- Editiert von hh am 16.09.2020 17:56

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#41
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):

Am Nachweis des Vorsatzes dürfte es scheitern. Der Schaffner braucht nur darauch verweisen, dass ja sogar auf dem Ticket aufgedruckt ist, dass die Karten nur vor dem Fernzug gültig ist und ihm bislang niemand etwas anderes gesagt hat.

Heut ist das Spiel aber anders gelaufen!!
Der gebuchte ICE fährt erst in einer guten Stunde.
Der ICE 580 fährt um 19:24 vom Augsburg Hbf zur gaudi kann ich also in den noch einsteigen und mir den Zangenabdruck holen!

Kann man mir eigentlich was wenn ich zur Fahrkarte von heut nix an das Fahrpreisnacherhebungsdings schicke?
Die Sache von heut ist ja viel klare also die anderen Sachen.

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#42
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37637 Beiträge, 13509x hilfreich)

Die Sache von heute ist für mich auch klar.

Im Hinblick auf den Schaffner bleibe ich dabei, dass eine Strafanzeige sinnlos ist. Dummheit wird nicht bestraft und Vorsatz wird man nur schwer nachweisen können.

Da helfen nur massive Beschwerden, damit sein Arbeitgeber eingreift.

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#43
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

Zitat (von go556155-69):
Ich werde das ganze mal bei der Onlinewache anzeigen

Da wird man Dich ohnehin persönlich vorladen, von daher kannst Du auch gleich direkt zur Polizei gehen.

Zitat (von go556155-69):
Ist das nicht Bedrohung oder sowas?

Nein.

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#44
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28123 Beiträge, 8373x hilfreich)

Zitat (von hh):
und ihm bislang niemand etwas anderes gesagt hat.

Die Frage ist halt, ob das der Fall ist. Lt. der "Entschuldigungsmails" des Unternehmens soll es ja entsprechende Belehrungen gegeben haben. Wenn nachweisbar ist, dass er daran teilgenommen hat...

Meines Erachtens wird es eher daran scheitern, dass er sich darauf rausreden kann (bzw. es ggf. sogar der Realität entspricht), dass es ihm nicht auf das erhöhte Beförderungsentgelt ankommt, sondern dass es ihn nervt, dass Leute sich über den Buchungstrick billigere Fahrkarten besorgen.

Man wird's abwarten müssen...

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#45
 Von 
go556155-69
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok und wie sieht es mit Geldseite aus?

Wenn ich ja von heute keine Nachricht an die Fahrpreisnacherhbungsdings schicke wollen die ja bald 83,15 von mir also 60 Euro und halt 23,15 für den Restweg.
Bin ich da verpflichtet zu reagieren oder kann ich einfach die übliche Story, Mahnung, INkasso, Anwalt, Mahnbescheid, Gericht durchlaufen lassen und erst bei ner Klage den Anwalt alles machen lassen?

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#46
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81157 Beiträge, 33930x hilfreich)

Zitat (von go556155-69):
Bin ich da verpflichtet zu reagieren

Nein.



Zitat (von go556155-69):
kann ich einfach die übliche Story, Mahnung, INkasso, Anwalt, Mahnbescheid, Gericht durchlaufen lassen und erst bei ner Klage den Anwalt alles machen lassen?

Ja, kann man.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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