Sohn Canabis-Dealer? Was tun? Strafen f. Eltern?

16. November 2011 Thema abonnieren
 Von 
mermaid123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Sohn Canabis-Dealer? Was tun? Strafen f. Eltern?

Hallo!

Ich stehe vor einem großen Problem: beim 16jährigen Sohn fanden wir gestern die SMS einer ganz offensichtlichen "Bestellung" für Canabis. So liegt also nun der Verdacht nahe, dass unser Sohn dealt. Wie wird man dieser Lage am besten Herr, denn offen ansprechen provoziert bei ihm erfahrungsgemäß enorme Abwehr und nur noch größere Energie, sich "nicht mehr erwischen zu lassen".

Wie sieht es in einem solchen Fall mit der Rechtslage aus? Sollte er von der Polizei augegriffen werden, ist er ja schon begrenzt strafmündig, nur...wie behandelt man in einem solchen Fall die Eltern? Verletzung der Aufsichts- und Sorgfaltspflicht? Wir sind beide ganztags berufstätig - viel Zeit für den Junior, sich seinem "Geschäft" in Ruhe zu widmen also.

Ich bitte um Rat - DANKE!

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12311.04.2019 18:17:55
Status:
Schüler
(379 Beiträge, 168x hilfreich)


eine Verletzung Ihrer Aufsichts- oder Sorgfaltspflicht lässt sich hier in meinen Augen nicht erkennen. So unterstellt man einem durchschnittlich entwickelten 16-Jährigen i.d.R. nur noch einen äußerst begrenzten Aufsichtsbedarf (vgl. § 832 BGB ). Auch eine Duldung oder Mittäterschaft Ihrerseits ist zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht gegeben.

Sie haben ein ganz anderes Problem, nämlich: wie gehen Sie mit der Situation nun um? Natürlich greift bei Ihrem Sohn noch immer die elterliche Sorge, Sie sind natürlich nicht verpflichtet, Ihren Sohn anzuzeigen. Trotzdem liegt es in Ihrem Interesse, der Situation Herr zu werden. Inwiefern Sie sich mit Ihrem Sohn auseinandersetzen oder ihm ggf. mit Sanktionen oder einer Strafanzeige drohen können, lässt sich nur von Ihnen selbst beantworten.

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Herzliche Grüße,
[color=blue]TachelesNow [/color]


[color=green]Hinweis: sollte Form oder Inhalt dieses Beitrags den Eindruck einer Rechtsberatung erwecken, so bitte ich ausdrücklich um Verzeihung! Wenn Sie in der Sache ganz sicher gehen möchten, klicken Sie bitte hier, um gegen ein kleines Entgelt in den Genuß einer echten Rechtsberatung zu kommen. [/color]

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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9529x hilfreich)

Hallo Mermaid,

Vorab kurz zu mir: Ich bin Sozialarbeiter im Bereich Straffälligenhilfe und habe auch eine gute Weile im Bereich Drogenhilfe gearbeitet, sowie -interdisziplinär- als Streetworker (Nomen est Omen ;) ). Dies nur vorausgeschickt, damit meine Qualifikation in dem Bereich richtig eingeordnet werden kann.

Was stand denn genau in der SMS? Ist das der allererste Anhaltspunkt für den BTM-Konsum (also wie gesagt auch für Konsum, nicht nur für Handel) Ihres Sohnes, oder gab es bereits früher welche (wenn ja, was, wann?). Besteht der "Verdacht" auf den Konsum auch "härterer" Drogen als Cannabis? Wenn ja, welche? Woraus ergibt sich -ggf.- dieser Verdacht?

Strafrechtlich läßt sich vorab sagen, dass Sie als Eltern der geschilderten Sachlage nach keine strafrechtliche Verfolgung zu befürchten haben.

Was die "zwischenmenschliche" Seite betrifft, kann ich Ihnen nur raten, eine örtliche Drogenberatungsstelle aufzusuchen (mit Anschriften kann ich bei Bedarf gerne weiterhelfen, wenn Sie mir Ihre PLZ nennen) und dort eine "Angehörigenberatung" wahrzunehmen. Dort kann man Sie auch über die "Do's und Don'ts" im Umgang mit BTM konsumierenden Kindern informieren.

Grundsätzlich muß man natürl. sagen, dass man einem Menschen (und für BTM-Konsumenten gilt das im Besonderen) nur "helfen" kann, wenn er sich helfen lassen will. Um sich helfen lassen zu wollen, muß die Erkenntnis da sein, dass irgendwas "falsch" ist und der Veränderung bedarf. Solange das nicht der Fall ist und vor allem kein sog. "Leidensdruck" existiert, ist das eine sehr, sehr "undankbare Aufgabe" für Angehörige, für die es auch keine Patentlösung oder einen "Königsweg" gibt.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

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