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Strafanzeige + Strafantrag wegen Beleidigung

 Von 
amz508656-24
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Strafanzeige + Strafantrag wegen Beleidigung

Hallo

Habe in Ebay kleinanzeigen jemanden als arschlocz beschumpfen weil er mir eine unfreundliche antwort gab

Derjenige hat mich nun angezeigt

Ich erhielt ein schreiben von der Polizei das der Mann Strafanzeige und Strafantrag gegen mich zwecks Beleidigung gestellt hat

Dann gab es mehrere sachen die ich auf dem schreiben ankreuzen sollte

Ich gebe die straftat zu
Ich gebe die straftat nicht zu
Ich äussere mich nicht
Usw

Ich hab dann angekreuzt das ich mich äusser

Habe dann geschrieben das ich das gesagt habe da der Herr unfreundlich mir gegenüber war

Ich hatte ihm eine liebe frage gestellt und er antwortet ohne halt nur kurz : nein danke

Ich weiss , ich bin derjenige der das wort ********* nicht hätte benutzen sollen ...

Was kann mir passieren ? Ich bib nicht vorbestraft und hatte noch nie probleme mit der Polizei oder ähnlichem

Danke und Grüsse

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Straftat Ebay Passieren


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(25254 Beiträge, 6913x hilfreich)

Wahrscheinlich wird es mangels öffentlichem Interesse eingestellt...

Aber davon abgesehen: Was ist unfreundlich daran, wenn man auf eine gestellte Frage mit "Nein, Danke...." antwortet?

Als Inserent bekommt man unter Umständen dutzende Fragen zu seinem Inserat gestellt. Wenn man da jedem ausschweifend antworten wollen würde, hätte man viel zu tun.

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#2
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8232 Beiträge, 1336x hilfreich)

Einstellen? Also einem nicht geständigen Beschuldigten würde ich einen Strafbefehl schicken, auch wenn er Ersttäter ist. Wenn es nur für ein "Nein Danke" eine Beleidigung gibt, hätte ich keine Bedenken, zumal die Umgangsformen im Netz ja immer mehr verrohen, wie man auch hier im Forum an der Einleitung auf der Startseite sehen kann. Vielleicht empfiehlt sich also eine Entschuldigung an den Beleidigten, die dann der Polizei in Kopie geschickt werden kann.

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#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(25254 Beiträge, 6913x hilfreich)

Zitat:
Einstellen? Also einem nicht geständigen Beschuldigten würde ich einen Strafbefehl schicken, auch wenn er Ersttäter ist. Wenn es nur für ein "Nein Danke" eine Beleidigung gibt, hätte ich keine Bedenken

Bedenken hätte ich auch keine ;) , aber das letzte mal, dass ich was anderes als § 170(2) mit Verweisung auf PK gesehen habe (wenn der Beleidigte nicht Amtsträger war) ist laaaange her.

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Fall wo eine Dame einem Sachbearbeiter der Kommune über's WE den dienstl. Anrufbeantworter mit 12 höchst beleidigenden Tiraden vollgequatscht hat. A-Loch ist dagegen sehr harmlos. Strafbefehl: 30 TS Gesamt-GS zu 10,00 EUR. War ihr vieeel zu viel. Sie wollte "höchstens" einen § 153 StPO. Alle Versuche ihr den Einspruch auszureden haben nichts geholfen. Zumal sich das EInkommen zwischenzeitl. auf locker 30,00 bis 35,00 EUR je TS erhöht hatte. Ende vom Lied: 45 TS á 30,00 EUR plus Verfahrenskosten. EInen RA meinte man sich auch noch leisten zu müssen. So schnell werden aus 370,00 € mal 2.440,00 €.

Ob sie Berufung eingelegt hat, oder genug hatte, weiß ich leider nicht. :devil:

-- Editiert von !!Streetworker!! am 11.02.2019 19:18

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#4
 Von 
amz508656-24
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry , war beim schreiben etwas vorschnell

Er hat nicht danke gesagt!

Er hat nur geschrieben :

Nein , da warte ich noch ...

Kein hallo , kein danke kein gar nichts ....

Und das hat mich so gefuchst das ich ihn beleidigt habe

Habe mich im nachhinein bei ihm entschuldigt

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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(25254 Beiträge, 6913x hilfreich)

Zitat:
Nein , da warte ich noch ...

Daraufhin mit A******** zu antworten ist mindestens genauso unmöglich, als wenn er "nein danke" geschrieben hätte.

Wie auch immer,... ich bleibe bei meiner Einschätzung. Wenn man gegenüber der Polizei geständig ist, Reue zeigt und auch die Tatsache der Entschuldigung Eingang in die Akte findet (ausdrucken und Anhörungsbogen beilegen) , wird das wahrscheinlich eine Verfahrenseinstellung mit Verweisung auf den Privatklageweg werden.

Es kann natürlich auch Amtsanwälte oder Staatsanwälte geben, die das anders sehen ;) und nur gegen Geldauflage einstellen, oder einen Strafbefehl bei Gericht beantragen. Dann kostet es ein paar Euro.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 12.02.2019 20:46

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#6
 Von 
ClauKoCel
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 55x hilfreich)

Zitat (von amz508656-24):
Sorry , war beim schreiben etwas vorschnell

Er hat nicht danke gesagt!

Er hat nur geschrieben :

Nein , da warte ich noch ...

Kein hallo , kein danke kein gar nichts ....

Und das hat mich so gefuchst das ich ihn beleidigt habe

Habe mich im nachhinein bei ihm entschuldigt

Nein, wie schlimm... Geht ja gar nicht, da ist eine Beleidigung natürlich total angebracht.

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