Strafbefehl aus 90 Tagessätzen werden 70?

21. April 2016 Thema abonnieren
 Von 
Herzkindchen
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Strafbefehl aus 90 Tagessätzen werden 70?

Kann das sein, dass aus 90 Tagessätze 70 werden, mein Freund hat gestern folgendes schreiben empfangen:

"Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird gegen Sie eine Gesamtgeldstrafe von 70 Tagessätze festgesetzt. Die Höhe eines Tagessatzes beträgt 30,00€, die Geldstrafe insgesamt mithin 2050,00€.

Die Einzelstrafen werden wie folgt festgesetzt:
Für die Tat zu Ziffer 1: 30 Tagessätze
Für die tat zu Ziffer 2: 30 Tagessätze
Für die tat zu Ziffer 3: 30 Tagessätze"

Oder hat mein Freund nun 90 Tagessätze?

Viele liebe Grüße.

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6 Antworten
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#2
 Von 
Rawarke
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 4x hilfreich)

Nein sieht nach einer Gesamtstrafenbildung aus.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Herzkindchen
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Das heißt, es geht ins Führungszeugnis?

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Nein, warum sollte es? Die Gesamtstrafe überschreitet ja nicht die 90 Tagessatzgrenze (selbst wenn es 90 TS wären, wäre es nicht der Fall). Für einen Führungszeugniseintrag bräuchte es 91 Tagessätze.

Ausnahme ist natürlich, wenn es bereits eine weitere Verurteilung im BZR -außer dieser- gibt. Dann kämen auch 10 Tagessätze ins Führungszeugnis.

2x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
ichhabnixgemacht
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Herzkindchen):
Das heißt, es geht ins Führungszeugnis?


Geldstrafen bis 90 Tagessätze werden nicht ins Führungszeugnis aufgenommen, wenn bisher keine Eintragung vorhanden war bzw. wenn nicht noch mehr dazu kommt. Wenn aber z.b schon eine kleinere Geldstrafe vorhanden war, die bisher nocht nicht im BZR getilgt wurde, werden auch die 70 TS mit aufgenommen.

Glaube es waren 5 Jahre (andere Fristen bei Sexualdelikten) bis zur Tilgung im BZR, in denen Nichts mehr dazu kommen darf, auch keine Strafen unter 90 Tagessätzen, andernfalls würden auch die jetzt verhängte Strafe, mit ins Führungszeunis aufgenommen.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Zitat:
Glaube es waren 5 Jahre (andere Fristen bei Sexualdelikten) bis zur Tilgung im BZR, in denen Nichts mehr dazu kommen darf,


Es sind 5, 10, 15 oder 20 Jahre, abhängig davon, was der Voreintrag beinhaltet.
In bestimmten Fällen der Freiheitsstrafe (über 1 Jahr, bei Jugendstrafe teils abweichend) ist deren Dauer noch hinzuzurechnen (auch bei Bewährungsstrafen)

20 Jahre (+ Strafdauer) nur bei Sexualdelikten und Freiheitsstrafe über 1 Jahr

Bei Geldstrafen -je nach Höhe- 5 oder 10 Jahre

Bei Fällen die der 15jährigen (oder wie o.g. der 20jährigen) Grund-Frist unterfallen ist immer die Strafdauer hinzuzurechnen.

Wenn man diesen Fall mit den 70 TS als Voreintrag nimmt, darf in den nächsten 5 Jahren keine neue Verurteilung ergehen, damit der aus dem FZ draußen bleibt, das ist richtig. Selbst wenn diese neue Verurteilung erst nach z.B. 5 Jahren und 2 Monaten zum BZR gemeldet würde, kämen die 70 TS noch ins Führungszeugnis, da es eine 1jährige Überliegefrist gibt, die Nichtaufnahmen aufgrund zu später Meldung verhindern soll. Entscheidend ist das Urteilsdatum.



-- Editiert von !!Streetworker!! am 21.04.2016 14:12

2x Hilfreiche Antwort

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