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Strafrechtlich relevante Tat der üblen Nachrede oder Verleumdung?

 Von 
Tom3663
Status:
Beginner
(110 Beiträge, 0x hilfreich)
Strafrechtlich relevante Tat der üblen Nachrede oder Verleumdung?

Fiktiver Fall: Person B arbeitet mit Person A in einem Team zusammen, in dem sich auch Person C befindet. Person B ist der Leiter des Projektes und lobt Person A konstant für deren Leistungen, dies bekommt auch Person C mit. Am Ende des Projektes ist Person A wesentlich am Projektergebnis beteiligt. Bei dem anschließenden Bewertungsgespräch in der Abteilung macht Person B nun nachweislich falsche Angaben gegenüber dem Chef von A und B sowie C. Es werden falsche Vorwürfe erhoben (u.a. mangelnde Erreichbarkeit, schlampiges Arbeiten und es wird behauptet, dass Person A nicht am Ergebnis beteiligt sei. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Person B war selbst sehr schwer zu erreichen lobte konsequent. Der Chef nimmt diese falsche Bewertung der B fälschlicherweise in die Beurteilung des A auf. Person A gibt sich nicht zufrieden und widerspricht dem ganzen vollumfänglich.

Hat sich Person B strafrechtlich belangbar gemacht?

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Person strafrechtlich


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28596 Beiträge, 8611x hilfreich)

Das kann hier niemand wissen, da niemand weiß was gesagt wurde und weiß was "wirklich war" (bzw. wie objektive Dritte beurteilen würden, was wirklich war). Grundsätzlich sind in solch einem Fall hohe Hürden an die Strafbarkeit gestellt.

Zum einen:

Zitat:
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, ...

..dürfte das schon kaum vorliegen (Fettdruck)

Zum anderen (möglw.) :

Zitat:
§ 193
Wahrnehmung berechtigter Interessen
Tadelnde Urteile über wissenschaftliche, künstlerische oder gewerbliche Leistungen, desgleichen Äußerungen, welche zur Ausführung oder Verteidigung von Rechten oder zur Wahrnehmung berechtigter Interessen gemacht werden, sowie Vorhaltungen und Rügen der Vorgesetzten gegen ihre Untergebenen, dienstliche Anzeigen oder Urteile von seiten eines Beamten und ähnliche Fälle sind nur insofern strafbar, als das Vorhandensein einer Beleidigung aus der Form der Äußerung oder aus den Umständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht.

A sollte sich hier auf die arbeitsrechtliche Seite konzentrieren. Im Strafrecht gewinnt er keinen Blumentopf. Zumal solche Dinger ohnehin meist mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt werden.

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#2
 Von 
Tom3663
Status:
Beginner
(110 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
A sollte sich hier auf die arbeitsrechtliche Seite konzentrieren. Im Strafrecht gewinnt er keinen Blumentopf. Zumal solche Dinger ohnehin meist mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt werden.

Das bedeutet also, dass Person A lieber auf Nachbesserung des Arbeitszeugnisses klagen sollte?

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#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28596 Beiträge, 8611x hilfreich)

Das ist zumindest das, was ich tun würde. Ein Strafantrag, wo das Verfahren ohnehin zu 99% eingestellt wird, bringt einen doch nicht weiter.

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