Täternachweis Beleidigung per Internet

14. März 2005 Thema abonnieren
 Von 
Justaf
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Täternachweis Beleidigung per Internet

Der Plot:

Person A erhält mehrere beleidigende Postings, die über eine von ihm betriebene Webseite mittels Kontaktformular abgeschickt wurden. Darüber erbost erstattet A Anzeige wg. Beleidigung und Verleumdung gegen Unbekannt und mithilfe der Server-log-Files (IP-Nummern) können die Postings einem bestimmten Internetanschluß von Person B zugeordnet werden, nachdem der Provider die Daten den ermittelnden Behörden zur Verfügung gestellt hat. Person B als Anschlußinhaber wird der Tat beschuldigt. B ist auch der alleinige Täter.
Zur Tatzeit befand sich jedoch eine Person C in der Wohnung von B mit uneingeschränktem Zugriff auf den Internet-PC (PC läuft den ganzen Tag, online), darüberhinaus ist Person C mit B verwandt (zeugnisverweigerungsberechtigt). Beide hätten ein Motiv, Person A zu beleidigen, machen aber keinerlei Aussage zur Sache, um sich weder selbst noch den Verwandten zu belasten.
Wie kommt A zu seinem Recht bzw. B zu seiner Bestrafung?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag,

ein Nachweis ist schwierig. Im Zweifel wird das Gericht für den Angeklagten entscheiden. Warten Sie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ab.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


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#2
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 114x hilfreich)

Erinnert mich an nen Fall aus den USA, in dem ein Autofahrer geblitzt wurde und nicht zahlen wollte. Konfrontiert mit den Fotos der Kamera sagte er nur "das bin nicht ich!", dann kam sein Zwillingsbruder rein und der Beschuldigte sagte "Der da war das!". Der Zwillingsbruder bestritt ebenfalls und da beide das Auto nutzen konnte das Gericht nicht klären wer denn nun er Raser war und sprach beide frei...

Aber das war nicht in diesem unserem Lande.

Gruß H.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1494x hilfreich)

Wenn mehrere Personen als Täter in Betracht kommen und sich aufgrund des Aussageverhaltens nicht klären lässt, wer der Täter ist, muss das Verfahren eben eingestellt werden. Das ist wie bei den vergleichbaren Fällen, wo in einer Wohnung 10 Leute zu Gast sind, alle Jacken im Schlafzimmer liegen und am Ende einer sein Portemonnaie vermisst. Klar ist, dass einer der Dieb ist, aber es kann keinem nachgewiesen werden.

1x Hilfreiche Antwort

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