USA und Jugendstrafe

17. Januar 2008 Thema abonnieren
 Von 
Robert1612
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
USA und Jugendstrafe

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage und weiß,dass es schon mehrere Fragen und Antworten gab.Bin aber bischen verwirrt.

Ich reise Ende April 08 in die USA.

Bin 2002 wegen Diebstahl zu 2 Jahren Strafe verurteilt worden.Die wurden 3 Jahre zur Bewährung ausgsetzt.Bin also seit 2005 wieder "clean".
War Jugendstrafrecht.

Jetzt geht es um das BZR.

Im JGG §30 steht,dass der Schuldspruch nach Ablauf der Bewährung getilgt wird.

BZRG stehen ja bzgl. Tilgung ja 5-15 Jahre zur Verfügung.

Was gilt hier nun?Muss ich noch Angst haben,wenn ich die Vorbestrafung verneine?Selbst bei den 5 Jahren müsste ich ja theoretisch "clean" sein.

Würde mich über Antworten freuen und somit mein Gewissen beruhigen.

Grüße Robert

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9 Antworten
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#1
 Von 
123Daniel
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 5x hilfreich)

Im Prinzip darf in die USA ohne Visum nicht einreisen, wer *jemals* vorbestraft worden ist (kleinere Verkehrsdelikte u.ä. ausgenommen). Bei Vorstrafe gibt's ein Visum nur, wenn die Tat mind. 25 Jahre zurückliegt und Sie einen guten Eindruck auf die Beamten machen. Oder Sie waren zum Tatzeitpunkt unter 18 oder auf das Delikt stand eine Höchst(!)strafe von maximal einem Jahr und es ist die einzige Verurteilung. Mord und Drogenhandel geht aber übrigens gar nicht.

(a) Classes of Aliens Ineligible for Visas or Admission.-Except as otherwise provided in this Act, aliens who are inadmissible under the following paragraphs are ineligible to receive visas and ineligible to be admitted to the United States:

(i) In general.-Except as provided in clause (ii), any alien convicted of, or who admits having committed, or who admits committing acts which constitute the essential elements of-

(I) a crime involving moral turpitude (other than a purely political offense or an attempt or conspiracy to commit such a crime), or

[...]

is inadmissible.

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#2
 Von 
123Daniel
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 5x hilfreich)

Nachtrag: Was viele nicht beachten, ist, dass hier allein US-amerikanisches Recht gilt und was die amerikanischen Behörden unter "vorbestraft" verstehen. Demnach gilt auch: "National regulations which normally expunge criminal records after a certain length of time (e.g. The Rehabilitation of Offenders Act in the UK) do not apply."

Ob es einen Eintrag im Führungszeugnis und / oder BZR gibt, ist daher für die Beurteilung unerheblich. Natürlich spielt es für die Wahrscheinlichkeit eine Rolle, ob die US-Behörden von einer Verurteilung Wind bekommen, aber falls sie es rauskriegen und man hat es nicht angegeben, kann man sich nicht darauf berufen, die Vorstrafe sei doch getilgt worden. Und in diesem Fall riskiert man eine langjährige oder gar lebenslange Einreisesperre. Gerade auch Auswanderer holt dann nicht selten ihre Vergangenheit ein.

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#3
 Von 
go_hooters
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 15x hilfreich)

Brauchst Dir keine Gedanken machen, denn ein Visum ist nicht erforderlich für eine "normale" Reise, sprich Urlaub(unter 90Tage).
Dafür musst Du das Formular I-94W ausfüllen, und nur wenn Du eine Frage mit Ja beantworten kannst, ist ein Visum erforderlich(und wird mit großer Wahrscheinlich abgelehnt).

Folgende Fragen:

A. Haben Sie eine ansteckende Krankheit, eine körperliche oder geistige Behinderung oder sind Sie drogenabhängig?

B. Sind Sie jemals aufgrund einer strafbaren Handlung, eines Sittenverbrechens oder wegen Gewaltanwendung im Zusammenhang mit Drogen verhaftet oder verurteilt worden oder verhaftet und aufgrund zweier oder mehrerer strafbarer Handlungen zu einer Haft von insgesamt fünf Jahren oder mehr verurteilt worden? Haben Sie jemals mit Drogen gehandelt? Reisen Sie zum Zweck krimineller oder sittenwidriger Handlungen ein?

C. Waren Sie jemals oder sind Sie gegenwärtig an Spionage- oder Sabotageakten oder an Völkermord beteiligt? Waren Sie in irgendeiner Weise zwischen 1983 und 1945 an politischer Verfolgung im Zusammenhang mit dem Naziregime oder dessen Verbündeten beteiligt?

D. Beabsichtigen Sie, in den USA zu arbeiten? Ist Ihnen jemals die Einreise verweigert und sind Sie deportiert oder zu einem früheren Zeitpunkt aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen worden? Haben Sie jemals ein Visum oder eine Einreisegenehmigung in die USA durch falsche Angaben oder betrügerische Darstellungen erhalten oder dies versucht?

E. Haben Sie jemals einem US-Staatsbürger, dem das Sorgerecht für ein Kind zugesprochen wurde, dieses Sorgerecht vorenthalten oder verweigert?

F. Ist Ihnen jemals ein US-Visum oder die Einreise in die USA verweigert oder ein US-Visum für ungültig erklärt worden?

G. Haben Sie jemals Schutz vor Strafverfolgung beantragt?


Solange Du davon nichts mit Ja beantworten kannst, musste Dir keine Sorgen machen....wenn Du mit **Ich reise Ende April 08 in die USA.** einen normalen Urlaub meinst.


-- Editiert von go_hooters am 18.01.2008 17:09:01

-- Editiert von go_hooters am 18.01.2008 17:09:55

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
123Daniel
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 5x hilfreich)

http://ron.unique.cc/i94wb.gif

Die ; beachten. Bei Dingen wie Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Drogen-, Sexualdelikten etc. ist die Strafhöhe irrelevant!

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#5
 Von 
Hans4Meier@yahoo.de
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Classes of Aliens Ineligible for Visas or Admission.-U.S.W bla bla bla, du reißt doch als tourist in die usa ein , wie wollen die da ein bzr Eintrag herausfinden , und falls Du dich Z.b für ein Visa Waiver Program beworben hast , für den Fall das Du dort arbeiten möchtest , wäre das auch kein Problem mit dieser Vorstafe, die eh nicht mehr drin stehen dürfte.
good fly

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#6
 Von 
DanniK
Status:
Schüler
(181 Beiträge, 15x hilfreich)

Ich kann mich aber entsinnen, dass nach den Abkommen mit den USA und der entsprechenden Regelung über Datenaustausch mit anderen Nationen im BZRG, weitgehende Auskunftsrechte bestehen- nicht nur aus dem BZR, sondern auch aus anderen Registern, etwa dem ZStV und den Polizeiregistern. Es wurden auch schon USA-Visa verweigert, weil Personen in der Vergangenheit ein Verfahren wegen eines Drogendeliktes hatten, obgleich dieses eingestellt wurde und somit niemals in das BZR eingetragen wurde.

-- Editiert von dannik am 18.01.2008 19:02:07

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Robert1612
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal,

ja hatte ganz vergessen zu schreiben,dass ich über das VWP einreisen will.
Bleib ja nur 2 Wochen.

Ich denke,dass ich mehr Chancen habe,wenn ich "nein" ankreuze.

Habe jetzt schon mehrfach gelesen,dass die Strafe in meinem Fall mit Sicherheit aus dem BZR raus ist,da schon über 5 Jahre vergangen sind und ich seit dem brav war :-)

Und ich denke auch nicht,dass die da jeden Touri im BZR verfolgen.

Danke für eure Antworten(auch für die kritischen).

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Hans4Meier@yahoo.de
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat von Danik ist schon teilweise richtig.Der Ami kann keinen Deutschen Staatsbürger überprüfen er kann aber den (BfV) im schönen Kölle beauftragen, und das wird er tuen, falls man in den USA leben und arbeiten möchte, dann wird eine sogannte Sicherheitsüberprüfung im Auftrag von der us Botschaft an den BFV weitergeleitet ,und es liegt IMMER im ermessen der Deutschen Bundesbehörden ob die Auswertung der SÜG positiv oder Negativ ist.Es gibt also keinen Datenaustausch in dem Sinne zwischen us Behörden und unseren auser man ist VIP ga gab es mal welche (11sep 01) ihr wißt schon was ich meine.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
123Daniel
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 5x hilfreich)

Mich würde nicht wundern, wenn die US-Geheimdienste bzw. das Heimatschutzministerium über Umwege direkten Zugriff auf Datenbanken wie INPOL und alles, was der Terrorbekämpfung irgendwie dienlich sein könnte, haben. Inwieweit davon auch bei Touristen Gebrauch gemacht wird, ist natürlich fraglich. Ich gehe davon aus, dass da nicht alle verfügbaren Daten auch tatsächlich verwertet werden, sofern bei einer Abfrage nur vergleichsweise kleine Delikte zum Vorschein kommen, die keinerlei Anlass bieten, eine Verbindung zur organisierten Kriminalität oder zu terroristischen Vereinigungen vermuten zu lassen.

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