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Unerlaubtes Betreten Grundstück etc.

14.10.2021 Thema abonnieren
 Von 
thOmmysu
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Unerlaubtes Betreten Grundstück etc.

Guten Abend in die Runde,

im Familienrechtsforum wurde mir bereits tatkräftig geholfen sodass ich erneut gerne eine Anfrage stellen möchte um mich dahingegen ein wenig abzusichern.

Meine Ex-Frau (Auszug aus gemeinsamer Immobilie 2019) betrat am vergangenen Wochenende das gemeinsame Grundstück (Eigentümeranteil 50/50) um Fotos für einen etwaigen Verkauf der Immobilie dieser zu tätigen. Dies geschah ohne meine Zustimmung. Zu diesem Zeitpunkt war ich auch nicht Vor-Ort. Sie war gemeinsam mit ihrem Partner hier auf dem Grundstück und hat wild Fotos gemacht. Ebenso hat sie dann mit ihrem Schal meinen Kater eingepackt, ins Auto verbracht und kehrte zum Grundstück zurück. Daraufhin hat sie die Kameras wahrgenommen und als ich ein paar Stunden später wieder Zuhause war, kam mein Kater auf mich zugerannt (Bilder der Überwachungskamera vorhanden).

Weitere Infos: Die Immobilie wird durch mich bewohnt und auch komplett eigen finanziert seitdem sie in 2019 Ausgezogen ist

Was haben wir jetzt hier für Problematiken?

Herzlichen Dank....

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30 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20446 Beiträge, 4196x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Die Immobilie wird durch mich bewohnt und auch komplett eigen finanziert seitdem sie in 2019 Ausgezogen ist
Sie ist nur ausgezogen, aber noch im Grundbuch, also noch hälftige Eigentümerin?

Zitat (von thOmmysu):
Was haben wir jetzt hier für Problematiken?
Hm. Sie hat Fotos gemacht von einem Haus, welches ihr auch noch gehört---keine Straftat.
Ohne deine Erlaubnis--- die war gar nicht nötig---keine Straftat.
Den Kater hat sie nicht gestohlen---keine Straftat.

Für mich ist keine (strafrechtliche) Problematik sichtbar.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#2
 Von 
bostonxl
Status:
Schüler
(440 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Was haben wir jetzt hier für Problematiken?
Außer Deiner persönlichen keine.

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#3
 Von 
thOmmysu
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Was heißt außer meiner persönlichen. Darf also jeder jetzt das Grundstück einfach so betreten weil er Lust und Laune hat?

Mir fehlen da gerade ein paar andere grundlegende Fakten. Wenn ich Vermieter einer Wohnung bin kann ich ja mMn. auch nicht jederzeit beim Mieter in die Wohnung eintreten um irgendwas zu machen.

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#4
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Darf also jeder jetzt das Grundstück einfach so betreten weil er Lust und Laune hat?


Ich denke man kann "jeder" und "hälftiger Eigentümer" nur schwerlich gleichsetzen.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92656 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Was haben wir jetzt hier für Problematiken?

Verdacht auf versuchten Diebstahl.
Wobei der erst mal verfolgt werden müsste und die Ex mit einer guten Ausrede (wollte Kater aufwärmen, der hat gefröstelt) da auch wieder rauskommt.



Zitat (von thOmmysu):
Darf also jeder jetzt das Grundstück einfach so betreten weil er Lust und Laune hat?

Nö. Aber hier kam ja auch nicht "jeder". Sondern die Eigentümerin.



Zitat (von thOmmysu):
Wenn ich Vermieter einer Wohnung bin kann ich ja mMn. auch nicht jederzeit beim Mieter in die Wohnung eintreten um irgendwas zu machen.

Richtig.
Und das hat was mit der Sache was genau zu tun?
Hier kam kein Vermieter zum Mieter.
Und ist auch nicht in die Wohnung eingetreten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Mir fehlen da gerade ein paar andere grundlegende Fakten.


Ich schätze mal strafrechtlich ist da nichts zu holen im Moment. Als einziges käme der Hausfriedensbruch in Betracht, sie war aber wohl nicht in der Wohnung. Hausfriedensbruch bei einem Garten wäre auch möglich, aber nur wenn der "befriedet" ist.

Zivilrechtlich wäre da vielleicht der bessere Weg (Unterlassung), denn gem. Rechtsprechung hat sie wohl wirklich kein Recht mehr Haus und Grundstück zu betreten, da nach der Trennung, wohl die Besitzverhältnisse so neu geregelt wurden, dass du da alleine wohnst (auf die Schnelle gefunden: OLG Bremen, Entscheidung vom 22.08.2017, Az. 5 WF 62/17).

-- Editiert von Dirrly am 14.10.2021 20:03

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40947 Beiträge, 14687x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Ich schätze mal strafrechtlich ist da nichts zu holen im Moment.


Nach meiner Auffassung liegt Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) vor. Allerdings dürfte das Verfahren in einem Fall wie diesem wohl nach § 153 StPO wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.

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#8
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nach meiner Auffassung liegt Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) vor.


Müsste da nicht das Grundstück (der Garten) befriedet sein dafür?

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92656 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Müsste da nicht das Grundstück (der Garten) befriedet sein dafür?

Es gibt keinen Grund das man da UN-Blauhelme oder NATO-Truppen stationieren müsste ... auch wenn es da Rosenkrieg gibt.
Den § 123 StGB müsste man mal etwas updaten ...


Aber eine Einfriedung / Umfriedung wäre bei Hausfriedensbruch durchaus ganz hilfreich, wobei das nicht mal ein Zaun oder sowas sein müsste. Maßgeblich ist allein, dass der Wille des Berechtigten zu erkennen ist, dass man den freien Zutritt zu verwehren will.


Wobei man dann wieder dabei wäre, das die Ex offenbar durchaus Berechtigte ist ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40947 Beiträge, 14687x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wobei man dann wieder dabei wäre, das die Ex offenbar durchaus Berechtigte ist ...


Warum sollte die Ex Berechtigte sein? Um berechtigt zu sein, muss man Besitzer sein, Eigentümer reicht dafür nicht.

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#11
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wobei man dann wieder dabei wäre, das die Ex offenbar durchaus Berechtigte ist ...


Hab ja oben ein Urteil zitiert, dass die Berechtigung von einem "Vorliegen eines besonderen Grundes" abhängig macht. Ob das hier vorliegt (Fotos machen) weiss ich nicht. ^^

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92656 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Ob das hier vorliegt (Fotos machen) weiss ich nicht.

Bei "Fotos machen" wohl eher nicht, aber bei "Fotos machen weil im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung verkauft werden soll" eher schon.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#13
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4174 Beiträge, 1117x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):

Was haben wir jetzt hier für Problematiken?

Wenn das Grundstück "befriedes" ist (d.h. mit einer Einfriedung versehen, also Zaun, Mauer, Flatterband o.ä.), ist es Hausfriedensbruch.

Daß sie 50% Eigentümerin ist ändert nichts daran, daß sie kein Hausrecht hat, das hat der Besitzer, nicht der Eigentümer. Sie kann zwar durchaus beanspruchen, ihr Miteigentum zu besichtigen, aber sie muss sich vorher anmelden und einen Termin vereinbaren.
Von der Straße aus Fotos machen kann sie nach Belieben, das darf jedermann.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#14
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4174 Beiträge, 1117x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Bei "Fotos machen" wohl eher nicht, aber bei "Fotos machen weil im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung verkauft werden soll" eher schon.

Verkauft werden kann immer nur, wenn alle Miteigentümer einverstanden sind.

Spielt einer nicht mit, bleibt nur die Teilungsversteigerung.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#15
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
aber bei "Fotos machen weil im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung verkauft werden soll" eher schon.


Wobei man das so sicher nicht aus der Angabe "etwaiger Verkauf" ableiten kann.

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#16
 Von 
thOmmysu
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Morgen in die Runde,

vielen Dank, für die bereits getätigten Auskünfte. Ich versuche mit weiteren Hintergrundinformationen noch ein wenig Licht ins dunkle zu bringen.

Zitat (von hh):
Nach meiner Auffassung liegt Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) vor. Allerdings dürfte das Verfahren in einem Fall wie diesem wohl nach § 153 StPO wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.


Davon gehe ich natürlich auch stark von aus, dass dieses eingestellt wird. Fakt ist dass meine Ex-Frau und ihr Partner mich schon seit Jahren mit Polizei und Anwälten beschäftigen ohne einen sachlichen und faktischen Grund.

Zitat (von hh):
Warum sollte die Ex Berechtigte sein? Um berechtigt zu sein, muss man Besitzer sein, Eigentümer reicht dafür nicht.


Wo ist da jetzt der Unterschied? Natürlich steht sie zur Hälfte im Grundbuch drin.

Zitat (von Harry van Sell):
Bei "Fotos machen" wohl eher nicht, aber bei "Fotos machen weil im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung verkauft werden soll" eher schon.


Also meine Ex-Frau und ich sind seit einem halben Jahr rechtskräftig geschieden. Es hieß bis vor langen noch, dass ich die Immobilie übernehme. Die Entscheidung hierfür ging ihr nicht schnell genug sodass sie dann ein Teilungsversteigerungsverfahren in den Gang gebracht hat. Die Bilder hätte Sie im übrigen auch von der Gutachterin bekommen können welche vom Gericht hier war dafür hätte sie keine eigenen machen müssen.

Zitat (von eh1960):
[...] ihr Miteigentum zu besichtigen, aber sie muss sich vorher anmelden und einen Termin vereinbaren.


So sieht es denke ich jeder gute Menschenverstand als einfach hier zu stehen und frei zu machen mit dem Kommentar "Ich bin ja Eigentümer"

Zitat (von eh1960):
Wenn das Grundstück "befriedes" ist (d.h. mit einer Einfriedung versehen, also Zaun, Mauer, Flatterband o.ä.), ist es Hausfriedensbruch.


Das Grundstück ist ringsherum mit einem Zaun befriedet außer der Bereich Einfahrt / Carport.

Einen schönen Freitag ...

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#17
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(29724 Beiträge, 9176x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Müsste da nicht das Grundstück (der Garten) befriedet sein dafür?


Ja, aber dazu gehört ja nicht viel.

Zitat (von eh1960):
Daß sie 50% Eigentümerin ist ändert nichts daran, daß sie kein Hausrecht hat, das hat der Besitzer, nicht der Eigentümer.


Richtig. Es kommt darauf an, was seinerzeit bzgl. des Hauses vereinbart wurde. Wenn der Mann es zur alleinigen Nutzung überlassen bekommen hat, hat die Frau nur eine Stellung inne, die der eines Vermieters gleicht.

Zitat (von thOmmysu):
Davon gehe ich natürlich auch stark von aus, dass dieses eingestellt wird


Richtig ...und zwar wahrscheinlich schon nach §§ 170(2), 376 StPO

Zitat (von thOmmysu):
Wo ist da jetzt der Unterschied? Natürlich steht sie zur Hälfte im Grundbuch drin.


Ein Besitzer übt die tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache aus (unabhängig vom Eigentum an der Sache).

Zitat (von thOmmysu):
So sieht es denke ich jeder gute Menschenverstand als einfach hier zu stehen und frei zu machen mit dem Kommentar "Ich bin ja Eigentümer"


So sieht es auch das Gesetz. Ein Eigentümer ist nicht zwangsläufig "Berechtigter" im Sinne des § 123 StGB. Er kann es aber sein. Kommt wie gesagt auf die "Feinheiten" an.

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#18
 Von 
bostonxl
Status:
Schüler
(440 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Die Entscheidung hierfür ging ihr nicht schnell genug sodass sie dann ein Teilungsversteigerungsverfahren in den Gang gebracht hat.
Und damit ist doch jede Diskussion überflüssig. Sie ist Miteigentümerin und hat daher ein berechtigtes Interesse bzgl. Teilungsversteigerung.

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#19
 Von 
thOmmysu
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Und damit ist doch jede Diskussion überflüssig. Sie ist Miteigentümerin und hat daher ein berechtigtes Interesse bzgl. Teilungsversteigerung.


Die Teilungsversteigerung ist schon längst im Gange und das Gericht arbeitet. Eine Gutachterin war ebenso schon hier und hat Fotos gemacht. Die Bilder welche durch meine Ex Frau getätigt wurde sind ausschließlich dafür da, dass sie diese -wie auch bereits geschehen- bei immobilienscout etc reinsetzt um den freien Verkauf ins Rollen zu bringen was ich aber nicht möchte.

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#20
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8132 Beiträge, 3957x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Eine Gutachterin war ebenso schon hier und hat Fotos gemacht.
Deine EX wird wohn nur die Bilder die die Gutachterin gemacht hat nicht für andere Verkaufsanzeigen nutzen dürfen, so einfach wird das sein.

Zitat:
um den freien Verkauf ins Rollen zu bringen was ich aber nicht möchte.
Was ich aus deiner Sicht her auch verstehen kann, bei Teilungsversteigerungen kommen deutlich geringere Preis raus. Was wiederrum für dich besser wäre.

Bei einem Immnobilenverkauf geht es aber darum, den bestmöglichen Preis für die Immobilie zu bekommen. Ist der Preis geringer, kann man das las Schaden ansehen.

Es wäre durchaus denkbar, dass du hier als Miteigentumer somit den Schaden so gering wie möglich zu halten hast und auch dabei mitzuwirken hast.

Alleine aufgrund der "Schadensminderungspflicht" würdest du das machen der Bilder ermöglichen müssen, denke ich...

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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92656 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
sodass sie dann ein Teilungsversteigerungsverfahren in den Gang gebracht hat. Die Bilder hätte Sie im übrigen auch von der Gutachterin bekommen können welche vom Gericht hier war dafür hätte sie keine eigenen machen müssen.

Damit wäre ihr Position deutlich geschwächt.

Ausnahme: sie will wirklich auf dem freien Markt das Haus verkaufen und darf das Gutachten bzw. dessen Inhalt dafür nicht verwenden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#22
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20446 Beiträge, 4196x hilfreich)

Zitat (von thOmmysu):
Ich versuche mit weiteren Hintergrundinformationen noch ein wenig Licht ins dunkle zu bringen.
Es war bisher nicht dunkel. Du selbst hast leider anfangs *zu wenig* Licht gegeben.. Unterschied: Sie STEHT im Grundbuch. Sie SITZT nicht im Haus. ;)
Ah, es wird endlich Licht...Teilungsversteigerung läuft schon.
Sie hat nicht gesagt, dass sie Eigentümerin ist. Du hast nur in der Kameraaufzeichnung gesehen, dass sie überhaupt da war. Es darf ihr egal sein, ob du es lieber hättest, dass sie die GA-Fotos nimmt. Es darf ihr egal sein, was du nicht möchtest.

Rest-Problematik?
Nix von Belang. Üblicher Knaatsch zwischen Geschiedenen.
Aber es ist nicht verboten, eine Anzeige wegen HFB loszujagen. Sie ist aber wahrscheinlich durch die Einfahrt gegangen...

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#23
 Von 
bostonxl
Status:
Schüler
(440 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ausnahme: sie will wirklich auf dem freien Markt das Haus verkaufen und darf das Gutachten bzw. dessen Inhalt dafür nicht verwenden.
Möchte sie doch ...
Zitat (von thOmmysu):
Die Bilder welche durch meine Ex Frau getätigt wurde sind ausschließlich dafür da, dass sie diese -wie auch bereits geschehen- bei immobilienscout etc reinsetzt um den freien Verkauf ins Rollen zu bringen was ich aber nicht möchte.


@thOmmysu: Was Du in Bezug auf den Verkauf möchtest, zählt hier nicht mehr. Im übrigen: warum nicht lieber im freien Verkauf einen höheren Erlös erzielen?

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#24
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8132 Beiträge, 3957x hilfreich)

Zitat:
warum nicht lieber im freien Verkauf einen höheren Erlös erzielen?
Das dürfte doch auf der Handliegen, wieso dem TE eine Teilungsversteigerung lieber ist als ein freier Verkauf mit höherem Erlös ;)

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#25
 Von 
Dirrly
Status:
Praktikant
(938 Beiträge, 327x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Was ich aus deiner Sicht her auch verstehen kann, bei Teilungsversteigerungen kommen deutlich geringere Preis raus. Was wiederrum für dich besser wäre.

Bei einem Immnobilenverkauf geht es aber darum, den bestmöglichen Preis für die Immobilie zu bekommen. Ist der Preis geringer, kann man das las Schaden ansehen.

Es wäre durchaus denkbar, dass du hier als Miteigentumer somit den Schaden so gering wie möglich zu halten hast und auch dabei mitzuwirken hast.

Alleine aufgrund der "Schadensminderungspflicht" würdest du das machen der Bilder ermöglichen müssen, denke ich...


Ich habe glaub schon 2x das Urteil des OLG Bremen erwähnt, da steht es anders drin. Aber egal... ^^


Zitat (von Harry van Sell):
Ausnahme: sie will wirklich auf dem freien Markt das Haus verkaufen und darf das Gutachten bzw. dessen Inhalt dafür nicht verwenden.


Und auch hier wäre das egal, ob sie das will oder nicht, denn das ist, wenn die Teilungsversteigerung schon läuft, eben gem. dem Urteil des OLG Bremen gerade KEIN besonderer (ausreichender) Grund für ein Betreten. ^^

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#26
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92656 Beiträge, 35885x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
denn das ist, wenn die Teilungsversteigerung schon läuft, eben gem. dem Urteil des OLG Bremen gerade KEIN besonderer (ausreichender) Grund für ein Betreten.

Also das steht in dem genannten Urteil aber nicht drin.

Da gab es kein Zutrittsrecht, weil ein freihändiger Verkauf der Immobilie von vornherein an der ablehnenden Haltung des Ehemannes scheiterte.

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#27
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20446 Beiträge, 4196x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
nach dem Urteil des OLG Bremen gerade KEIN besonderer (ausreichender) Grund für ein Betreten.
Ich lese dort:

Ein Ehegatte, der das im Miteigentum stehende Hausgrundstück endgültig verlassen hat, hat kein Recht auf Gewährung von Zutritt zu der Immobilie für sich oder Dritte ohne Vorliegen eines besonderen Grundes

Hier hat weder der TE noch sonst jemand hat der Frau den Zutritt verwehrt. Die war ja dort, als er nicht zu Hause war.
Da bleibt evtl. nur noch (da wir einen anderen besonderen und ausreichenden Grund der Frau nicht kennen):

Ohne einen solchen besonderen Grund stellen das Betreten und die Besichtigung der vormals gemeinsam genutzten Ehewohnung durch den ausgezogenen Miteigentümer vielmehr eine von dem in der Immobilie verbliebenen Miteigentümer nicht hinzunehmende Verletzung seiner nach Art. 13 GG geschützten Privatsphäre dar.
;)
Schon lugt eine GG-Problematik durch das offene Tor.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#28
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40947 Beiträge, 14687x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Hier hat weder der TE noch sonst jemand hat der Frau den Zutritt verwehrt. Die war ja dort, als er nicht zu Hause war.


Was willst Du denn jetzt damit sagen? Es war natürlich trotzdem oder sogar gerade deswegen Hausfriedensbruch.

Zitat (von Anami):
Ohne einen solchen besonderen Grund stellen das Betreten und die Besichtigung der vormals gemeinsam genutzten Ehewohnung durch den ausgezogenen Miteigentümer vielmehr eine von dem in der Immobilie verbliebenen Miteigentümer nicht hinzunehmende Verletzung seiner nach Art. 13 GG geschützten Privatsphäre dar.

Schon lugt eine GG-Problematik durch das offene Tor.


Und wie nennt das der Strafrechtler, wenn man es dennoch macht? Richtig!
Hausfriedensbruch.

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Alleine aufgrund der "Schadensminderungspflicht" würdest du das machen der Bilder ermöglichen müssen, denke ich...


Das mag schon sein. Ein Mieter muss dem Vermieter auch bei gewissen Umständen den Zutritt gewähren, was aber nichts daran ändert, dass der Vermieter Hausfriedensbruch begeht, wenn er sich ohne Erlaubnis den Zutritt verschafft. Das ist in diesem Fall nicht anders.

Wie aber das Urteil des OLG Bremen zeigt besteht in diesem Fall nicht einmal der Anspruch auf ein Betretungsrecht.

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#29
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8132 Beiträge, 3957x hilfreich)

Zitat:
was aber nichts daran ändert, dass der Vermieter Hausfriedensbruch begeht, wenn er sich ohne Erlaubnis den Zutritt verschafft. Das ist in diesem Fall nicht anders.
Ich wollte auch keineswegs damit sagen, dass das Vorgehen der EX korrekt war.
Ich hatte es so gemeint, dass er das Bilder machen in der Zukunft gewähren wird müssen.

Dem TE geht es ja wohl auch darum, dass er das Objekt nicht ausserhalb der Teilungsversteigerung angeboten haben möchte. Nur wird er darum nicht drum herum kommen. Er kann es um ein paar Tage verzögern, mehr aber auch nicht...

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#30
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40947 Beiträge, 14687x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Dem TE geht es ja wohl auch darum, dass er das Objekt nicht ausserhalb der Teilungsversteigerung angeboten haben möchte. Nur wird er darum nicht drum herum kommen. Er kann es um ein paar Tage verzögern, mehr aber auch nicht...


Das hat aber das OLG Bremen anders gesehen und daher in einem vergleichbaren Fall das Zutrittsrecht abgelehnt.

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