Urkundenfälschung Einspruch

30. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Urkundenfälschung Einspruch

Guten Tag,

Ich habe einen Strafbefehl erhalten über 11 mal Urkundenfälschung (Rezeptfälschung) .

Leider sind 3 Rezepte jedoch echt und die Staatsanwaltschaft hat sich geirrt.

Außerdem stimmt die Tagessatzhöhe nicht.

1. Frage wenn ich Einspruch einlege kann ich diesen im späteren Verlauf zB kurz vor Verhandlung in einen beschränkten Einspruch auf die Tagessatzhöhe umwandeln?

Ich bin leider zu schwer erkrankt um an einer Verhandlung teilzunehmen, der
Antrag zur Beiordnung eines Pflichtverteidiger/in läuft noch.

Zur Not würde ich die teilweise unrechte Strafe akzeptieren und einen beschränkten Einspruch einlegen.

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32715 Beiträge, 17216x hilfreich)

1. Nein, können Sie nicht.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehe ich das richtig das die Anwaltskosten in dem Fall theoretisch um 3/11 übernommen werden würden?
Also wenn ich einen Wahl Anwalt nehmen würde.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16318 Beiträge, 9239x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Sehe ich das richtig das die Anwaltskosten in dem Fall theoretisch um 3/11 übernommen werden würden?
Also wenn ich einen Wahl Anwalt nehmen würde.


Nein.
Im Strafrecht gibt es keine Aufteilung der Anwaltskosten nach Quote.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Okay im Worst Case Szenario wird der Einspruch verworfen weil ich nicht erscheinen kann.

Ich habe noch einen anderen Strafbefehl, insgesamt sind die Kriterien der Nachträglichen Gesamtstrafenbildung erfüllt.
Diese werden ja dann durch Beschluss zusammengefasst, genau da könnte ich ja die falsche Tagessatzhöhe korrigieren richtig?
Bei dem einen Strafbefehl ist die korrekte angewendet worden, beim anderen nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13622 Beiträge, 4344x hilfreich)

Hallo,

was erwartest du eigentlich davon, die 11 auf 8 zu reduzieren?
Imho wird sich die Strafe jedenfalls dadurch nicht ändern.

Wenn es anstatt 11 nur eine einzige Fälschung war, ja dann könnte das was bringen.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Doch 30 TS.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32715 Beiträge, 17216x hilfreich)

(Editiert)

-- Editiert von User am 30. Oktober 2023 22:24

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 272x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Ich bin leider zu schwer erkrankt um an einer Verhandlung teilzunehmen
Die Hürden zu einer Verhandlungsunfähigkeit sind höher als gemeinhin angenommen.

Zitat (von Bolus123):
Doch 30 TS.
Worauf bezog sich dieser Kommentar? Auf eine erhoffte Reduzierung? Auf die Zahl an TS aus dem neuerlichen SB?

Zitat (von Bolus123):
Außerdem stimmt die Tagessatzhöhe nicht.
Dann sollte man sich überlegen, den Einspruch auf die Höhe der TS zu begrenzen.

Zitat (von Bolus123):
Leider sind 3 Rezepte jedoch echt und die Staatsanwaltschaft hat sich geirrt.
Um welche Schadensumme geht es denn bei den "8 Falschen"?

Zitat (von Bolus123):
Antrag zur Beiordnung eines Pflichtverteidiger/in läuft noch.
Mit welcher Begründung?

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Wer wird schon gerne wegen 3 legalen Rezepten verurteilt?

Zitat (von DeusExMachina):
Worauf bezog sich dieser Kommentar? Auf eine erhoffte Reduzierung? Auf die Zahl an TS aus dem neuerlichen SB?

Von 80 TS auf 50 TS.
30 TS Reduzierung.

Zitat (von DeusExMachina):
Um welche Schadensumme geht es denn bei den "8 Falschen"?

0€
Zitat (von DeusExMachina):
Mit welcher Begründung?

Ersichtlichkeit des nicht verteidigen könnens

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Von 80 TS auf 50 TS.
30 TS Reduzierung.


Und wie kommt du darauf?

Sind im Strafbefehl Einzelstrafen angegeben? 10 Tagessätze pro Tat? Das läuft dann aber nicht darauf hinaus, dass die Gesamtstrafe deshalb um 30 TS reduziert wird, denn... wenn du rechnest 11 x 10 würden 110 ergeben, die Gesamtstrafe sind aber nur 80 TS. Wenn also 3 Fälle wegfallen, könnte es theoretisch trotzdem bei 80 bleiben oder es wird 75 oder 70 reduziert.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Jetzt wo Sie es erwähnen.

11 a 20 TS.
Eigentlich hätte ich doch 120 bekommen sollen?

Anderseits hier
https://www.saechsische.de/bautzen/lokales/geldstrafe-fuer-gefaelschte-medikamentenrezepte-5606175-plus.html

Zufällig auch 11 mal und mit 85 TS ähnlich bestraft.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Problem ist wegen etwas legalen verurteilt zu werden fühl sich extrem schlecht an.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 272x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Ersichtlichkeit des nicht verteidigen könnens
Aufgrund der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage oder aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung (Seh-, Hör-, Sprachbehinderung)?

Zitat (von Bolus123):
0€
Ist meine Frage dahingehend richtig verstanden worden? Gemeint war, welchen Gegenwert die zu erschleichenden Mittel in der Summe gehabt hätten (sofern dies Rezepte nicht eingelöst wurden).

Zitat (von Bolus123):
Von 80 TS auf 50 TS.
30 TS Reduzierung.
Das habe ich bislang nicht herauslesen können, womit mir schleierhaft ist, wie der Vorredner damit arbeiten konnte. Wie dem auch sei (falls es noch nicht deutlich genug wurde): Man kann nicht hingehen und die Rechtsfolge durch die Anzahl der Tat(handlung)en teilen (in diesem Fall "80 TS / 11 = 7 TS" (gerundet)) und folgerichtig darauf schließen, dass die Nichtberücksichtigung von drei Taten zu einer Reduzierung um ca. 21 TS führen würde.

Auch darf man sich nicht darauf verlassen, dass ein unbeschränkter Einspruch nicht zu einer Verschlechterung führen kann, selbst wenn sich jene drei Fälle als unzutreffend erweisen sollten (bei dem - auf die TS-Höhe beschränkten Einspruch - wäre dieses Risiko eliminiert).

Neben der (potentiellen) Schadensumme, die bislang nicht genannt wurde, spielen für etwaige Abwägungen noch weitere Faktoren eine erhebliche Rolle, die am besten mit einem Verteidiger evaluiert werden sollten (dieses Forum wird da niemals einen hinreichenden Einblick erhalten können). Nun möchte man sich immer noch einen Pflichtverteidiger beiordnen lassen, während man sich strammen Schrittes der Einspruchsfrist nähert. Warum? Diesen wird man ja ebenso entlohnen müssen wie den Wahlverteidiger - lediglich mit dem Unterschied, dass man erst einmal (und vielleicht auch absehbar) alleine dasteht.

Zitat (von Bolus123):
Das Problem ist wegen etwas legalen verurteilt zu werden fühl sich extrem schlecht an.
Zunächst einmal wird man ja wg. offensichtlich verwirklichten Straftaten verurteilt. Die Frage, die wir ja nun an dieser Stelle auch behandeln, wäre lediglich, ob sich eine HV lohnen würde. Was bringt es einem, wenn am Ende nur diese 8 Taten festgestellt werden, sich an der Zahl an TS aber nichts ändert bzw. zum Nachteil des Verurteilten? Wie wahrscheinlich dies wäre, lässt sich nach den bisherigen Schilderungen aber nicht feststellen.

-- Editiert von User am 30. Oktober 2023 22:12

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Nochmal :
insgesamt sind die Kriterien der Nachträglichen Gesamtstrafenbildung erfüllt.
Diese werden ja dann durch Beschluss zusammengefasst, genau da könnte ich ja die falsche Tagessatzhöhe korrigieren richtig?
Bei dem einen Strafbefehl ist die korrekte angewendet worden, beim anderen nicht

Dadurch könnte ich ja das Einspruch Risiko wagen und zur Not verwerfen lassen.

Zitat (von DeusExMachina):
Aufgrund der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage oder aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung (Seh-, Hör-, Sprachbehinderung)?

Beides

Zitat (von DeusExMachina):
Gemeint war, welchen Gegenwert die zu erschleichenden Mittel in der Summe gehabt hätten

100€ die ich bezahlt habe
Zitat (von DeusExMachina):
Man kann nicht hingehen und die Rechtsfolge durch die Anzahl der Tat(handlung)en teilen (in diesem Fall "80 TS / 11 = 7 TS" (gerundet)) und folgerichtig darauf schließen, dass die Nichtberücksichtigung von drei Taten zu einer Reduzierung um ca. 21 TS führen würde.

Ich weiß.
Trotzdem fallen 3 mal 20 TS zur Berechnung raus.

Zitat (von DeusExMachina):
Nun möchte man sich immer noch einen Pflichtverteidiger beiordnen lassen, während man sich strammen Schrittes der Einspruchsfrist nähert. Warum?

Utopie

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 272x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
insgesamt sind die Kriterien der Nachträglichen Gesamtstrafenbildung erfüllt.
Und da ist man sich auch sicher? Und diese möchte man wie genau forcieren - ohne Verteidiger? Nach den bisherigen Schilderungen liegen bis jetzt lediglich zwei separate, einspruchsfreie SBe vor.

Zitat (von Bolus123):
Trotzdem fallen 3 mal 20 TS zur Berechnung raus.
Das verstehe ich nicht.

Zitat (von Bolus123):
Dadurch könnte ich ja das Einspruch Risiko wagen und zur Not verwerfen lassen.
Das auch nicht.

Zitat (von Bolus123):
Utopie
Und das noch weniger.

Verzeihung, aber so kann ich nicht weiterhelfen.

-- Editiert von User am 30. Oktober 2023 22:29

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Und da ist man sich auch sicher? Und diese möchte man wie genau forcieren - ohne Verteidiger? Nach den bisherigen Schilderungen liegen bis jetzt lediglich zwei separate, einspruchsfreie SBe vor.

Ja 100% sicher. Ganz normal per Antrag.

Zitat (von DeusExMachina):
Zitat (von Bolus123):
Trotzdem fallen 3 mal 20 TS zur Berechnung raus.
Das verstehe ich nicht.

3 Fälle Urkundenfälschung a 20 TS fallen zur Berechnung raus.

Zitat (von DeusExMachina):
Zitat (von Bolus123):
Dadurch könnte ich ja das Einspruch Risiko wagen und zur Not verwerfen lassen.
Das auch nicht.

Nachträglichen Gesamtstrafenbildung = Neuer Beschluss.

Zitat (von Bolus123):
Zitat (von DeusExMachina):
Nun möchte man sich immer noch einen Pflichtverteidiger beiordnen lassen, während man sich strammen Schrittes der Einspruchsfrist nähert. Warum?

Wie soll man auf so eine wirre Anti Haltung Ihrerseits antworten?

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Das habe ich bislang nicht herauslesen können, womit mir schleierhaft ist, wie der Vorredner damit arbeiten konnte.


Als Justizbeamter "lernt" man nach und nach die Gedankengänge der Kundschaft zu verstehen. :P


Zitat (von Bolus123):
3 Fälle Urkundenfälschung a 20 TS fallen zur Berechnung raus.


Die fallen raus, aber die fallen nicht beträchtlich ins Gewicht.

Gesamtstrafenbildung funktioniert so, dass die höchste Einzelstrafe genommen wird (bei dir 11 x 20 TS, also 20 TS ist die höchste Einzelstrafe, die sogenannte Einsatzstrafe) und dann wird die je nach Schuldgehalt angemessen erhöht, aber nur so hoch, dass sie nicht die gesamte Summe (11 x 20 = 220 TS) erreicht. Rein theoretisch könnte man für die Gesamtstrafe also bei 21 TS bis 219 TS landen. Das ist der "Bonus" für den zeitlichen und sachlichen Zusammenhang.

Wenn jetzt 3 Tatenrausfallen, bleiben 8 x 20 TS = 160 TS, womit die Spanne sich wie folgt reduziert: 21 TS bis 159 TS und dann könnte das Gericht immer noch 80 TS als angemessen erachten.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

§ 460
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung
Ist jemand durch verschiedene rechtskräftige Urteile zu Strafen verurteilt worden und sind dabei die Vorschriften über die Zuerkennung einer Gesamtstrafe (§ 55 des Strafgesetzbuches) außer Betracht geblieben, so sind die erkannten Strafen durch eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung auf eine Gesamtstrafe zurückzuführen.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Wenn jetzt 3 Tatenrausfallen, bleiben 8 x 20 TS = 160 TS, womit die Spanne sich wie folgt reduziert: 21 TS bis 159 TS und dann könnte das Gericht immer noch 80 TS als angemessen erachten.

Vielen Dank. Ja verstehe ich.
Aber es wurmt mich sehr wegen einem legalen Rezept verurteilt zu werden.
Also bei genau der Mitte wären es 90 TS bei 8 Fällen.
Ich kann mir vorstellen das meine Einlassung relativ ght gewirkt hat, deswegen 80 TS bei 11 Fällen.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung


Da solltest du die Daten der Tatbegehung und die Daten der Strafbefehle nennen, um herauszufinden, ob die beiden auch wirklich gesamtstrafenfähig sind. ;-)

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 272x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Ja 100% sicher. Ganz normal per Antrag.
Na dann ist ja alles gut, Sie scheinen da Profi zu sein :wink:

Zitat (von Bolus123):
3 Fälle Urkundenfälschung a 20 TS fallen zur Berechnung raus.
Das kann man aber so bitte nicht rechnen. Der Vorredner hat ja bereits ausgeführt.

Zitat (von Bolus123):
§ 460
Nachträgliche Gesamtstrafenbildung
Ja, das sagt mir etwas :augenroll: Ich wollte nur höflich für die Allgemeinheit darauf hingewiesen haben, dass man nicht stillschweigend davon ausgehen kann, dass diese auch vorgenommen wird.

Zitat (von Bolus123):
Wie soll man auf so eine wirre Anti Haltung Ihrerseits antworten?
Was soll denn das jetzt? Sie sind doch derjenige, der hier den Fall einer notwendigen Verteidigung bejahen lassen möchte, weil ihm alles zu kompliziert ist. Und Ihre bisherigen Äußerungen und irrigen Annahmen sprechen durchweg dafür, dass Sie damit auch durchaus gut beraten wären. Nun überlassen Sie den Umstand eines Verteidigers aber dem Schicksal - warum das Gericht wg. ein paar Rezeptfälschungen einen derart schwierigen Fall annehmen soll, dass Sie sich nicht selbst verteidigen können sollen, wissen wohl nur Sie selbst am besten. Und dass Sie eben jenen Pflichtverteidiger genauso bezahlen müssten wie den Wahlverteidiger ist eben ein Fakt. Der einzige Unterschied wäre, dass Letzterer Ihnen aber tatsächlich zur Seite stehen würde, während Sie bei dem anderen lediglich auf dessen Beiordnung hoffen. Aber ich sehe, Sie haben das ja alles im Griff. Viel Erfolg dabei :rock:

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Taten vom letzten SB liegen vor dem Urteil des ersten SB.
Mich interessiert nur " durch eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung auf eine Gesamtstrafe zurückzuführen"
Durch die gerichtliche Entscheidung die dann folgt könnte ich die Tagessatzhöhe ja wieder korrigieren.
SB 1 richtige Höhe nachgewiesen durch Unterlagen SB 2 geschätzt durch die Staatsanwaltschaft.

Verstehen Sie worauf ich hinaus möchte?

-- Editiert von User am 30. Oktober 2023 23:37

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Sie sind doch derjenige, der hier den Fall einer notwendigen Verteidigung bejahen lassen möchte, weil ihm alles zu kompliziert ist. Und Ihre bisherigen Äußerungen und irrigen Annahmen sprechen durchweg dafür, dass Sie damit auch durchaus gut beraten wären. Nun überlassen Sie den Umstand eines Verteidigers aber dem Schicksal - warum das Gericht wg. ein paar Rezeptfälschungen einen derart schwierigen Fall annehmen soll, dass Sie sich nicht selbst verteidigen können sollen, wissen wohl nur Sie selbst am besten.

Jo es geht nicht darum das ich zu faul bin um zur Verhandlung zu gehen, bei mir liegen schwerwiegende Gründe vor.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1358 Beiträge, 272x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
bei mir liegen schwerwiegende Gründe vor
Das glaube ich Ihnen mittlerweile aufs Wort. Die Forenkollegen übernehmen ab hier, ich lasse mich für ehrenamtliche Hilfe nicht beleidigen. Viel Erfolg!

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

(Editiert)

-- Editiert von Moderator am 31. Oktober 2023 12:34

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16318 Beiträge, 9239x hilfreich)

Ganz allgemein wurde ja schon zur Gesamtstrafenbildung was gesagt. Da gibt es ja einen großen Spielraum.
Die Faustregel ist aber immer noch "Einsatzstrafe plus Hälfte vom Rest".

Wenn Sie 11 Taten haben und jede Tat mit 20 TS bewertet wurde, wäre das nach der Faustregel eine Gesamtstrafe von 120 TS. (20 TS + 10 x 10 TS)
80 TS für 11 Taten sind also schon deutlich unterhalb von dem, was erwartbar war.

Bei 8 Taten wären nach der Faustregel 90 TS als Gesamtstrafe erwartbar (20 TS + 7 x 10 TS).

Einerseits ist es also schon richtig, dass eine Verringerung der Taten von 11 auf 8 zu einer niedrigeren Gesamtstrafe führen sollte. Andererseits sind 80 TS für 11 Taten schon so deutlich unter dem Wert der Faustregel, dass es auch bei 8 Taten nicht noch wesentlich weiter nach unten gehen kann.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
guest-12301.11.2023 11:26:17
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich frage mich bei der Nachträglichen Gesamtstrafenbildung.

SB 1 : 40 TS, 30 TS, 20 TS, 20 TS
Insgesamt 70 TS bekommen.

SB2: 11 x 20 TS
Insgesamt 80 TS bekommen.

So wären es dann 150.

Würde man wie bei Ihrer Rechnung Einsatzstrafe plus Hälfte vom Rest nehmen wären man insgesamt mit allem Taten bei 185 TS.
Also die Nachträglichen Gesamtstrafenbildung würde mich sogar benachteiligen.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13622 Beiträge, 4344x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ich weiß.
Trotzdem fallen 3 mal 20 TS zur Berechnung raus.
Offenbar weißt du es nicht.
Die Gesamtstrafe lässt sich doch nicht mittels Dreisatz berechnen. Wie schon gesagt ändern 8 anstatt 11 imho rein gar nichts.

Das es um eine Gesamtstrafe geht war mir übrigens bei meinem ersten Post noch gar nicht bekannt, aber es ändert trotzdem nichts.

Zitat:
100€ die ich bezahlt habe
Direkt beim Kauf der Medikamente?

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Bolus123):
Leider sind 3 Rezepte jedoch echt und die Staatsanwaltschaft hat sich geirrt.

Vor dem Strafbefehl gibt es ja einiges an Vorlauf - warum gelang es da nicht, diesen Irrtum zu beweisen?



Zitat (von Bolus123):
Durch die gerichtliche Entscheidung die dann folgt könnte ich die Tagessatzhöhe ja wieder korrigieren.

Nein, kann man nicht. Diese Befugnis fallen einzig dem Gericht zu.

Man kann ja nicht mal die Rückfragen richtig beantworten, insofern hoffe ich, dass das mit dem / der Verteidiger/in klappt.



Zitat (von Bolus123):
Das Problem ist wegen etwas legalen verurteilt zu werden fühl sich extrem schlecht an.

Richtig - das ist das Restrisiko, das man hat.
Kann man am effektivsten vermeiden, im dem an erst gar nichts macht, für das man verurteilt werden könnte.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.949 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.194 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen