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Urkundenfälschung durch Vorlegen eines fremden Zettels zur Unterschrift

 Von 
Gast0819
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Urkundenfälschung durch Vorlegen eines fremden Zettels zur Unterschrift

Liebe Forums Leser ich würde mich über eure Meinungen bzw.
Ratschläge zu folgendem Sachverhalt freuen:

Ist es als Urkundenfälschung anzusehen, wenn man den Anwesenheits-Laufzettel eines nicht anwesenden Kommilitonen bei einem anwesenheitspflichtigen Seminar auf einen Stapel mit zur Unterschrift legt?

Gilt so etwas schon als Dokumentenfälschung?


Was muss als Konsequenz befürchtet werden, wenn das bemerkt wird?

Über Ratschläge würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen

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Urkundenfälschung Konsequenz Unterschrift


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(34078 Beiträge, 12210x hilfreich)

Zitat:
Gilt so etwas schon als Dokumentenfälschung?

Das gilt wohl eher als Betrug.

Zitat:
Was muss als Konsequenz befürchtet werden, wenn das bemerkt wird?

Z.B. die Exmatrikulation.

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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Lehrling
(1847 Beiträge, 647x hilfreich)

Urkundenfälschung wäre es, wenn du die Unterschrift des Kommilitonen nachmachst und dann den Zettel ablegst

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#3
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10248 Beiträge, 7374x hilfreich)

Zitat:
Das gilt wohl eher als Betrug.

Nö, dazu fehlt die Vermögensdisposition.
Aber eine "mittelbare Falschbeurkundung" (§271 StGB) wäre es.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#4
 Von 
Zuckerberg
Status:
Schüler
(267 Beiträge, 462x hilfreich)

Zitat:
eine "mittelbare Falschbeurkundung" (§271 StGB) wäre es.
Würde ich verneinen. Soll dieses Schreiben eine "öffentliche Urkunde" sein? Wohl eher nicht.

Zitat:
Gilt so etwas schon als Dokumentenfälschung?
Könnte man so gerade noch vertreten. Wenn dem Unterzeichnenden gänzlich unbewusst ist, dass er gerade eine Anwesenheitsbestätigung abgibt, könnte man dahingehend argumentieren, dass ihm die gegebene Erklärung nicht zuzurechnen ist. Dann ist die Urkunde "unecht". Wenn da aber ein Stapel mit 20 Anwesenheitsbestätigungen liegt und der Unterzeichnende diese nach und nach unterzeichnet, dürfte ihm das bewusst sein und man könnte so dann doch nicht argumentieren. Zwar schaut der Unterzeichner nicht jeweils hin, wessen Anwesenheitsbestätigung das werden soll (oder ob dieser mensch auch wirklich anwesend ist). Abder darauf verzichtet er offenbar bewusst.

Der Unterzeichnende nutzt ein täuschungsanfälliges System und gibt dabei (unbewusst) falsche Erklärungen ab. Aber das macht die Urkunden nicht "unecht".

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#5
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10248 Beiträge, 7374x hilfreich)

Zitat:
Würde ich verneinen. Soll dieses Schreiben eine "öffentliche Urkunde" sein? Wohl eher nicht.

Doch, da bin ich eigentlich ziemlich sicher.

Sinn der Aktion ist ja, eine Bescheinigung vom Dozenten darüber zu erlangen, dass jemand an einer Pflichtveranstaltung teilgenommen hat, obwohl derjenige gar nicht anwesend war. Diese Bescheinigung sehe ich schon als öffentliche Urkunde im Sinne des §271 StGB. Zum Einen sind Dozenten an Universitäten auch Amtsträger zum Anderen liegt der Zweck solcher Bescheinigungen darin, bei Prüfungsanmeldungen im Prüfungsamt der Uni vorgelegt zu werden.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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