Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
587.068
Registrierte
Nutzer

Verdacht + Verleumdung/üble Nachrede

 Von 
ignoramus
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Verdacht + Verleumdung/üble Nachrede

Hallo,
ich möchte wissen, wo die Grenze zur strafbewährten Verleumdung kontra Verdachtsanzeige einer Straftat (In-Kauf-Nahme des Todes einer Person aus vermögensrechtlichem Motiv) liegt.

Fakten:
A) Eine vermögende Person X verunfallt u. verstirbt an den Folgen des Unfalls
Obduktion u. kriminalpolizeiliche übliche Ermittlung erfolgte ohne Ergebnis
B) Eine Person Y (Lebenspartner von X) weist sich aufgrund handschriftlichen Testats überraschend als Alleinerbe aus (der Erblasser hatte stets andere Erbansichten mitgeteilt)
C) Ein kurz nach dem Tod von X in dessen Stammbuch gefundendes mehrseitiges maschinengeschriebenes Dokument mit erbrechtlichen Bezug ist nicht mehr auffindbar - vermutlich Entwurf eines beabsichtigten Testaments in neuerer Zeit
D) X wusste von einer neuen Partnerschaft des Y!
X war zuletzt aufgrund mehrerer Schlaganfälle in hohem Maß abhängig von Y, konnte aber noch Willensentscheidungen treffen (z.B. Aufsuchen Notar)
E) Die Familie des X hinterfragt das Testament im erbrechtlichen Verfahren aufgrund der o.g. Ausführungen

Frage: Wenn die Familie des X aufgrund verschiedener weiterer Hinweise (Aussagen des Y gegenüber Dritten, die erkennen lassen, dass die Sicherung von Vermögen als Motivation im Vordergrund steht), auffällige Betonung eines Alibis am Unfalltag zeitnah zum Unfallgeschehen, wesentliche Änderung der Angaben zum Unfallgeschehen (Storyänderung), Bestreiten des Vorhandenseins eines Dokuments, welches 2 Personen im Beisein des Y gesehen haben )nun zur Kripo geht,
erfüllt dies den Tatbestand übler Nachrede, sofern kein Nachweis einer Straftat erbracht werden kann?

Das Problem ist, dass der Verdacht besteht, jedoch aufgrund der stattfindenden vermögensrechtlichen Auseinandersetzung die <a class="gaethema" title="Anzeige Themenseite" href="https://www.123recht.de/thema/anzeige.html">Anzeige</a><!--crawlerok--> eines solchen wiederum belastet ist, da der Anzeigende zugleich vermögensrechtliche Position erkämpft.

Für valide Aussagen bedanke ich mich im voraus u. hoffe, der Sachverhalt ist nicht zu umfangreich!

-----------------
""

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Nachrede Anzeige Straftat Person


4 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9543 Beiträge, 2309x hilfreich)

Ich schließe mich an.

Es handelt sich hier nicht um ein strafrechtliches Problem, sondern um eine erbrechtliche Auseinandersetzung. Daher sollte man auch mit den Mitteln des Erbrechts arbeiten (ggf. Testamentsanfechtung), aber das Strafrecht aus dem Spiel lassen.



-----------------
"justice"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90407 Beiträge, 35533x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>erfüllt dies den Tatbestand übler Nachrede, sofern kein Nachweis einer Straftat erbracht werden kann? <hr size=1 noshade>

Üble Nachrede/Verleumdung wäre der zivilrechtliche Teil, § 164 StGB Falsche Verdächtigung dann der strafrechliche.


Wobei das sachliche Schildern von Indizien verbunden mit der Äußerung das man den Verdacht strfrechtlich relevanter Ereignisse habe keine der beiden Definitonen erfüllt.



Idealerweise bespricht man dies mit dem Anwalt der auch die Erbauseinandersetzung führt. Dieser kann auch die Anzeige rechtsicher formulieren und die Sinnhaftigkeit der Anzeige beurteilen.





-----------------
"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
ignoramus
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Stellungnahmen.

Hat mir zum Verständnis geholfen.

Gruß
ignoramus

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 215.085 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
89.377 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen