Verdacht des besonders schweren Fall des Diebstahls!

11. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Hagens
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Verdacht des besonders schweren Fall des Diebstahls!

Hallo,
ich habe heute Post von der Polizei bekommen. Es handelt sich dabei um eine Vorladung wegen des Verdachts "besonders schweren Fall des Diebstahl hier: Entwenden eines Werbeplakates aus einem Werbeschaukasten einer Bushaltestelle". Das ganze ist vor 5 Tagen mit einem Freund passiert, ein privater Sicherheitsdienst hat uns dabei beobachtet, als wir dann angehalten wurden hatten wir zuvor dsas Poster weggelegt, jedoch wurde es direkt gefunden.

An dem Abend haben wir alles abgestritten und uns ansonsten nicht dazu geäußert. Es wurde uns damals gesagt, dass uns der Versuch des Diebstahls und der Sachbeschädigung vorgewurfen wurde, was jetzt eben zum besonders schweren Diebstahl wurde.

Ich wollte jetzt zum einen mal fragen, ob bei diesem Verdacht die Sachbeschädigung mit inbegriffen ist oder ob es sich jetzt eben doch nur um den (besonders schweren) Diebstahl handelt? In welchem realitischen Rahmen könnte sich die Strafe befinden?
Ausserdem wollte ich fragen, wie man sich am besten verhält, sind 18 und 19 Jahre alt und sonst polizeilich nicht aufgefallen, ausser einer BtmG Sache vor 1-2 jahren, die aber ohne irgendwelche Folgen fallen gelassen wurde

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6 Antworten
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#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Es geht dann nur noch um den "schweren Diebstahl" nach § 243 StGB . Die Sachbeschädigung nach § 303 StGB wird vom § 243 StGB "verdrängt", wie es im Juristendeutsch heißt.

Mit 18 und 19 werdet hier sicherlich noch nach Jugendstrafrecht behandelt. Dort sind Strafmaßerwartungen immer sehr schwer zu schätzen (noch schwerer als im allg. Strafrecht sowiso schon), da die Mindeststrafandrohungen und Regelstrafrahmen des allg. Strafrechts nicht fürs JGG gelten.

Ich könnte mir vorstellen, daß es eine "richterliche Verwarnung" gibt, mit den Auflagen:

a) den angerichteten Schaden wiedergutzumachen

und

b) einige Stunden gemeinnützige Arbeit abzuleisten.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
Hagens
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke schon mal für die Antwort. Ist es denn in so einem Falle am besten, alles im Nachhinein doch nochmal zuzugeben (Die Sache war eigentlich relativ offensichtlcih, die 3 Sicherheitsbeamten haben uns eben beobachtet und danach angehalten, weiss aber nicht, inwieweit sowas dann im Endeffekt wirklich nachverfolgt werden würde)? Haben wie gesagt am besagten Abend die tat bestritten.

Besteht bei der Sache auch die Gefahr vorbestraft zu werden?

Bezüglich des angerichteten Schadens ist das ganze ja eigentlich schwer einzuschätzen. Da wir selbst davon überzeugtsind, nichts an der haltestelle kaputt gemacht zu haben, wäre es ja ansonsten der Werbeausfall. Das Plakat sollte jedoch am nächsten Tag sowieso getauscht werden (das ganze ist nachts um 3 Uhr passiert? Sollte ich sowas bei einer Vernehmung auch erwähnen?

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#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Ist es denn in so einem Falle am besten, alles im Nachhinein doch nochmal zuzugeben (Die Sache war eigentlich relativ offensichtlcih, die 3 Sicherheitsbeamten haben uns eben beobachtet und danach angehalten

Dann ist ein Geständnis (auch im Nachhinein) wohl das beste.

Bezügl. des Schadens würde ich erstmal abwarten, ob überhaupt eiener geltend gemacht wird.

Aber wenn "Schwerer Diebstahl" zur Last gelegt wird, müßt Ihr ja den Schauskasten irgendwie geöffnet haben. Wurde er dabei nicht beschädigt?


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Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#4
 Von 
Hagens
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ne also soweit ich es mitgekriegt habe nicht. Sind sehr einfach zu öffnen mit bestimmten Fahrradschlüsseln. Wurde uns aber dennoch ein Sachbeschaden vorgeworfen, den wir uns dann aber zeigen lassen haben, da wir eben eigentlich "vorsichtig" vorgegangen sind. Naja und die Polizei hat dnan selber erstmal gesucht und konnte uns nicht eindeutig zeigen, wo der Sachschaden denn liegen würde. Jedoch soll jetzt wohl ein kleiner Metallhebel abgebrochen sein, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass wir das waren, da dazu schon mehr Gewalt angewand werden musste.

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#5
 Von 
Hagens
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ach ja, da es sich um einen "besonders schweren Diebstahl" handelt, kann es da sein, dass es sogar zu einer Gerichtverhandlung kommt, sodass ich dfann die Kosten tragen müsste?

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#6
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Auf die Auferlegung von Kosten und Auslagen im Jugendstrafverfahren wird in aller Regel verzichtet. [vgl. §§ 74 iVm. 109 JGG ].

Selbst wenn es keine Verhandlung geben würde, sondern ggf. im schriftlichen Verfahren (Strafbefehl) abgeurteilt werden sollte, wären die Kosten -wenn sie denn auferlegt würden- nicht wesentlich niedriger als mit Verhandlung. (ca. 20 - 40 €) [vgl. Anlage 1 zu § 11 GKG ]

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Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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