Verfahrenseinstellung bei Ladendiebstahl im Wert von ca 100 euro möglich?

19. März 2008 Thema abonnieren
 Von 
cindyk
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)
Verfahrenseinstellung bei Ladendiebstahl im Wert von ca 100 euro möglich?

ist bei einem ladendiebstahl im wert von ca 100 euro, einer ersttat, alter 24 jahre, studentin, noch eine einstellung des verfahrens mit geldauflage möglich?
sollte man im anhörbogen wenn schreiben dass man in den staatsdienst möchte und deshalb ein eintrag in bzr die zukunft verbauen könnte... welche äusserungen könnten helfen.

hoffe ihr könnt mir auskunft geben

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2357x hilfreich)

Eine Einstellung ist nicht nur möglich, sondern bei einer Ersttäterin sogar wahrscheinlich.

Sie sollten in dem Anhörungsbogen nichts davon erwähnen, dass Sie in den Staatsdienst wollen. Sie sollten stattdessen die Tat zugeben, sich reuig zeigen und dann ankreuzen, dass Sie mit einer Einstellung des Verfahrens nach § 153a einverstanden wären.

Dann wird das Verfahren auch zu einer hohen Wahrscheinlichkeit eingestellt (vielleicht sogar ohne Auflage).

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#2
 Von 
cindyk
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

bei einstellung eines verfahrens steht doch auch nichts im brz oder wird da doch ein eintrag erscheinen.
sind 100 euro warenwert nicht zu viel für eine einstellung?
wieso sollte ich neben eingestehen der tat und reue nicht auch erwähnen dass eine verfahrenseinstellung für mich wichtig wäre da meine zukunft in gewissem maß davon abhängt... wirkt sich das möglicherweise auf die beurteilung durch den stattsanwalt aus?

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#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2357x hilfreich)

weil man damit schlafende Hunde weckt und möglicherweise erst recht eine Anklage oder einen Strafbefehl provozieren kann. (So nach dem Motto: die ist charakterlich nicht für den Staatsdienst geeignet, da machen wir mal einen Strafbefehl...)

Eine Einstellung gegen Auflage ist allemal drin. Ob bei 100,- Euro auch eine Einstellung ohne Auflage drin ist, hängt von der Laune des Staatsanwalts ab und ist auch regional unterschiedlich.

Bei einer Einstellung steht nichts im BZR. Sollte es - wider Erwarten - doch zu einem Strafbefehl oder Anklage kommen, können Sie immernoch vorbringen, dass ein Eintrag für Sie eine besondere Härte wäre. Üblicherweise interessiert es aber die Justiz nicht, weil der Wunsch, in den Staatsdienst zu gehen, Sie ja auch nicht davon abgehalten hat, eine Straftat zu begehen. Also hält es auch die Justiz nicht von einer Verurteilung ab.

Trotzdem nochmal zusammenfassend: Machen Sie sich keine Sorgen. Ein Ladendiebstahl ist bei einem Ersttäter echt kein Beinbruch.

Gruß Justice

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#4
 Von 
cindyk
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

ich wohn ein bayer, sind die da etwas strenger?? hab so einiges gehört.... in hamburg im gegensatz sollten die strafen milder sein. stimmt das?

danke für die nette auskunft

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#5
 Von 
cindyk
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 1x hilfreich)

ach ja noch was. bei einstellung gegen auflage wird doch ein bestimmter betrag gefordert der zb an gemeinnütige einrichtungen gespendet werden muss. bei einem strafbefehl ist das doch mit den tagessätzen oder?

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#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2357x hilfreich)

ja, das stimmt. aber auch in Bayern wird bei einem Ersttäter das Verfahren bei einem Ladendiebstahl eingestellt. Vermutlich aber nicht ohne Geldbuße... aber das ist letztendlich reine Raterei...


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#7
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1493x hilfreich)

Ich sehe es wie justice. Die Absicht, in den Staatsdienst zu gehen, würde ich für mich behalten, weil das nicht etwa ein Qualitätsmerkmal ist, sondern eben den Gedanken 'brauchen wir nicht im öffentlichen Dienst' provozieren kann.
Ein frühzeitiges Geständnis, also im Anhörungsbogen, ist für eine Einstellung förderlich, auch die Angabe, dass man mit einer Einstellung gegen eine Geldauflage einverstanden wäre.

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