Verführung Minderjähriger - Kann man Anzeige erstatten?

10. Juli 2006 Thema abonnieren
 Von 
Synthia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Verführung Minderjähriger - Kann man Anzeige erstatten?

Hallo

Ich habe mir mal die ganzen Problematiken zu diesem Thema durchgelesen aber keine Antwort für mein Problem gefunden, deshalb wäre ich sehr dankbar für Antworten!!!

Also.. Ich(15) und meine Freundin(21) verstehen uns sehr gut. Sie ist lesbisch, ich nicht. Wir führen keine Beziehung oder jegliches dieser Art. Ihr wird aber nun mit Anzeige wegen Verführung Minderjähriger gedroht. Meine Frage ist nun: Kann man unter diesen Vorrausichten Anzeige erstatten? Können nur meine Eltern deshalb Anzeige erstatten oder könnte das jeder?

Ich wäre äußerst dankbar um Antwort!!!

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Was ist dann der Grund der Androhung einer Strafanzeige, wenn Sie nur 'befreundet' sind?


Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 114x hilfreich)

Mehr Informationen wären nicht schlecht! ;)

Generell kann jeder ne Anzeige machen.
Aber ob die dann auch was ergibt ist eine ganz andere Frage.

Wer droht denn und weswegen genau?

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

Soweit es um den §182 II StGB geht, was zum geschilderten Sachverhalt am besten passt, wird die Tat nur auf Antrag (Antragsberechtigt sind die Eltern!) oder bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses verfolgt. Die Drohung mit einer solchen Anzeige kann je nach Zielsetzung des Drohenden den Tatbestand der Nötigung erfüllen, gegenüber anderen zu behaupten, ihr würdet eine derartige Beziehung führen wäre üble Nachrede.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Marc007
Status:
Schüler
(265 Beiträge, 39x hilfreich)

Die Androhung eines Rechtsweges kann nach eilhelliger Rechssprechung keine Nötigung sein, da über die Eröffnung eines Verfahens die STA und das Gericht entscheidet.

Lassen Sie sich nicht ins Boxhorn jagen setzten Sie Ihre Freundschaft fort. Sie haben nichts zu befürchten. Da Sie ja offenbar in der Lage sind über Ihre Sexsualiät selbst zu entscheiden, ich kann nicht sehen wie Ihre bekannte das ausnutzen sollte.


MFG

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1495x hilfreich)

Ein strafbares Verhalten ist nicht ersichtlich.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Synthia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

zu Rönner und Holger: Gedroht wird mit Anzeige wegen Verführung Minderjähriger und der Grund der Bedrohung ist der, dass wir uns in Augen anderer viel zu gut verstehen. Es begreift einfach keiner, dass auch eine Homosexuelle und eine Heterosexuelle eine sehr gute Freundschaft haben können. In den Augen anderer ist es keine Freundschaft mehr sondern geht darüber hinaus, was nicht der Fall ist.

Ich danke euch allen schon mal für eure Hilfe!!!!

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 114x hilfreich)

Tja, würde sagen versuch es Deinen Eltern zu erklären, und ihnen zu verstehen zu geben, dass sie Dich nicht von abhalten können.

Strafbar kann das, soweit geschildert, nicht sein. Passiert ja eh nichts.

Also keine Angst, da käme auch mit Anzeige nichts bei raus! :)

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Unter den geschilderten Umständen sehe ich auch keine Strafbarkeit.


Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Ich auch nicht...

Um es Dir, Synthia, noch mal -rechtlich- zu verdeutlichen:

Eine Strafbarkeit (Deiner Freundin) könnte überhaupt nur dann vorliegen, wenn es zwischen Euch zu sexuellen Handlungen käme. Dann käme § 182 StGB jeweils unter den Voraussetzungen die in den Absätzen 1 oder 2 genannt sind, in Betracht.

<small><center>§ 182 StGB
Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen

(1) Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,


und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt , wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
</small>
</center>

Meines Erachtens würde -selbst wenn(!!) es zu sexuellen Handlungen käme (für die Deine Freundin Dich weder 'bezahlen' würde, noch die unter Ausnutzung einer Zwangslage stattfinden würden)- nur Abs. 2, Nr. 1 in Betracht kommen. Also wenn Deine Freundin Deine ggf. fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzen würde. Zum einen müßte Dir also diese 'Fähigkeit' fehlen (was im konkreten Einzelfall durch ein Gutachten festgestellt werden müßte) und zum anderen müßte Deine Freundin dieses 'Fehlen' bewußt ausnutzen, um Sex mit Dir zu haben. Du siehst also, daß recht hohe 'Anforderungen' daran gestellt sind, daß hier selbst bei sexuellen Handlungen eine Strafbarkeit gegeben ist.

Sobald Du 16 wirst, fällt das eh alles weg. Ab dann könntet ihr auch absolut problemlos Sex haben.

Da Du aber sagst, daß es zwischen Euch zu keinerlei sexuellen Handlungen kommt kann hier nicht mal theoretisch eine Strafbarkeit vorliegen. Eine Beziehung zwischen Euch (ohne Sex) ist keinesfalls(!) strafbar. Eine Anzeige Deiner Eltern würde also -wegen des Nichtvorliegens einer Straftat- eingestellt werden.

Dennoch können Deine Eltern Deiner Freundin den Umgang mit Dir verbieten. Das folgt aus § 1632, Abs. 2 BGB . Damit ein solches Verbot aber irgendwelche Folgen (keine strafrechtlichen!) für Deine Freundin hätte, müßten Deine Eltern dieses Umgangsverbot gerichtlich anordnen lassen (zusammen mit der Androhung eines Ordnungsgeldes für den Fall der Zuwiderhandlung). Damit das Gericht solch ein Verbot erläßt, müßten Deine Eltern plausible Gründe dafür vorbringen.

Also: Mein höchstpersönlicher Rat an Dich/Euch: Laßt Euch Eure Freundschaft/Beziehung nicht vermiesen. Ab Deinem 16. Geburtstag sieht dann sowiso vieles anders aus. Dann könntet ihr -wie schon gesagt- auch Sex haben, ohne daß das strafrechtliche Folgen für Deine Freundin haben könnte.





-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Hallo Bob,

das ist in solch gelagerten Fällen leider so nicht ganz richtig. Dem Dritten gegenüber bedarf ein Umgangsverbot keiner triftigen Gründe. Desweiteren wurde bereits in der Rechtsprechung ein Umgangsverbot aufgrund einer lesbischen Beziehung begründet.


Viele Grüße,

J.

-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Rönner am 12.07.2006 01:04:20

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Hi Justin.

Ja, Du hast Recht, daß dem "Dritten" ggü. keine Begründung abgegeben werden muß (seitens der Eltern/Personensorgeberchtigten wenn diese das Umgangsverbot aussprechen)

Ich war aber davon ausgegangen, daß in dem Fall, in dem der Dritte (oder auch das 'Kind', bzw. der Jungedliche) das Familiengericht anruft, um sich gegen das Umgangsverbot zu 'wehren', die Eltern/PSB dem Gericht schon eine plausible Begründung nennen müssen. Als Quelle dafür habe ich folgende gefunden:

<small>Dieter Bindzus/Karl-Heinz Musset in "Grundzüge des Jugendrechts" 6. Kapitel, Nr. 6.6.3, Rdn. 170:

Den Eltern steht das Recht zu, den Umgang des Kindes mit Wirkung für und gegen Dritte durch Gebote und Verbote zu bestimmen (§ 1632 II BGB ). Der Verkehr mit Dritten wird i. d. R durch Umgangsverbote unterbunden.

Zu der Frage, wann Umgangsverbote zulässig sind, schweigt das Gesetz. Die Rspr. sieht das Recht der Eltern insoweit durch das Verbot des Sorgerechtsmißbrauchs begrenzt. Unter Sorgerechtsmißbrauch versteht man das Ausnutzen der elterlichen Sorge zum Schaden des Kindes (§ 1666 I BGB ). Teilweise fordert sie (die Rechtssprechung) auch im Hinblick auf die wachsende Selbstbestimmung des Kindes das Vorliegen triftiger oder zumindest doch plausibler Gründe. </small>


Dort ist auch noch mal explizit genannt, daß ggü. dem Dritten das Verbot nicht begründet werden muß (das meinte ich aber wie gesagt auch nicht, sondern ich meinte ggü. dem Fam.-Gericht)

Weiterhin ist dort auch Deine Aussage bestätigt, daß ein Umgangsverbot bei einer lesbischen Beziehung als zulässig erachtet wurde. Dabei gehe ich jedoch davon aus, daß damit eine lesbische, sexuelle Beziehung gemeint ist. Eine solche liegt hier ja aber nach Aussage von Synthia nicht vor, sondern nur eine platonische.

Richtig ist aber auf jeden Fall, und das hatte ich (@ Synthia) oben nicht ausreichend differenziert dargestellt , daß auch nach
nach Synthias 16. Geburtstag bei einer sexuellen Beziehung zwar keine Strafbarkeit gegeben ist, aber die Eltern auch dann noch die Beziehung verbieten können.

Daher, @Justin, danke für den Hinweis :)


-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

-- Editiert von !Streetworker! am 12.07.2006 01:45:00

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Gerne. Du weisst ja, dass ich das immer als gutgemeinten Zusatz/Hinweis/oder produktive Korrektur meine. Aber wir 'arbeiten' hier ja schon jahrelang zusammen, dass es in dieser Hinsicht sicher keine Missverständnisse gibt, oder!?

-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Rönner am 12.07.2006 02:00:55

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

@Marc007:

quote:

Die Androhung eines Rechtsweges kann nach eilhelliger Rechssprechung keine Nötigung sein, da über die Eröffnung eines Verfahens die STA und das Gericht entscheidet.



Ich denke so pauschal kann man das auch wieder nicht so sagen. Wenn jemand zur Verfolgung seiner berechtigten Interessen, damit mit zutreffenden Aussagen eine Strafanzeige (die ich dennoch als empfindliches Übel sehen würde) zu erstatten ist das in der Tat keine Nötigung (da nicht verwerflich). Anders sieht es jedoch meiner Ansicht nach aus, wenn die Angst des Täters vor einer Strafe dazu genutzt wird, ihn darüber hinaus zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zu nötigen. Die Androhung einer falschen Anschuldigung gegenüber einer Behörde oder auch einer üblen Nachrede oder Verleumdung würde ich dagegen grundsätzlich als verwerflich ansehen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Ich schließe mich dem Beitrag von Daniel B. an. Auch die Androhung mit der Erstattung einer Strafanzeige kann, je nach Umständen im Einzelfall, den Tatbestand der Nötigung erfüllen, sofern die Mittel-Zweck-Relation (jur. Begriff) eine Verwerflichkeit ergibt.


Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Rönner am 12.07.2006 03:06:10

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Aber wir 'arbeiten' hier ja schon jahrelang zusammen, dass es in dieser Hinsicht sicher keine Missverständnisse gibt, oder!?

Richtig :)

Ich schließe mich dem Beitrag von Daniel B. an.

Ich auch :) ...und führe mein 'Paradebeispiel' ins Feld, nach dem bei der Drohung mit einer Strafanzeige zum 'Druck machen' hinsichtlich der Durchsetzung einer 'nicht festgestellten'/bestrittenen zivilrechtlichen Forderung, eine Nötigung angenommen wurde.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Synthia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich muss schon sagen, bin echt begeistert von dieser Seite!!!!
Ich danke euch allen recht herzlich für eure Hilfe und eure Bemühungen!!!
Ihr habt mir sehr geholfen auch wenn meine Freundin jetzt nicht mehr mit mir redet, weil se mich net in so nen ****** mit reinzerren will!!!
Naja mal schauen um Anzeige brauch ich mir, dank eurer Hilfe, keine Sorgen mehr machen!!!

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Vielen Dank für das Kompliment. Es freut uns, wenn du mit dem Forum zufrieden bist.

Gern geschehen.


Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

Liebe Synthia,
du solltest dir wirklich überlegen, ob du auch selbst möchtest, dass deine Freundin eure Freundschaft quasi auf Eis legt, nur um dich aus der Schußlinie einer Leute zu nehmen, die etwas gegen Lesben haben. So lange nicht ausgerechnet deine Eltern dazugehören und man mit Ihnen wirklich nicht darüber diskutieren kann, kann euch niemand eine solche Freundschaft verbieten. Natürlich kann es passieren, dass vielleicht andere über dich tuscheln und das das vielleicht nicht immer angenehm ist; ich denke aber, man sollte sich nicht allzuviele Gedanken über das Gerede anderer Leute machen, sondern selbst entscheiden was man möchte. Meiner Meinung nach haben Personen, die im 21. Jahrhundert noch ein Problem mit lesbischen Personen wie deiner Freundin haben wirklich nicht verdient, dass man Ihnen mehr Beachtung als unvermeidbar schenkt. Wenn der Kontakt mit deiner Freundin abbricht, bekommen diese Leute genau das, was sie wollen, aber ist das auch das was ihr wollt? So lange das nicht in einen alltäglichen Spießrutenlauf ausartet, sehe ich wirklich keinen Grund, warum ihr nicht eure Freundschaft wie bisher weiterführen solltet.

Gruß
Daniel

-- Editiert von danielB am 13.07.2006 02:20:52

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Showjumper
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, ich habe da mal eine Frage, die ich sehr hoffe beantwortet zu bekommen.
Also, ein Freund von mir ist 22 und er hat eine 15 jährige Freudin.

Jetzt ist es so langsam ans Licht gekommen und bis vor kurzen hat sich auch nimand drüber aufgeregt.

SO, aber vor drei Tagen, find eine aus unserem Bekanntenkreis ( 25Jahre) an, sehr viel "Mist" rum zu erzählen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, sagte sie öffentlich zu dritten das er ein Kinderficker sei und sie wolle ihn anzeigen etc.
So, nu is natürlich ein bisschen aufregung bei den beiden und ich wollte fragen, ob mir jemand die Rechtslage simpel erklären kann, und was die 25 jährige für eine Handhabe hat.

VIelen Dank schon mal im Vorraus.

MFG,
Showjumper.


-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9575 Beiträge, 2359x hilfreich)

Grundsätzlich besteht keine Strafbarkeit mehr, wenn die jugendliche 14 oder älter ist.

Zwischen 14 und 16 besteht nur dann eine Strafbarkeit, wenn ein Abhängigkeitsverhältnis ausgenutzt wurde (Lehrer/Schülerin oder Ausbilder/Auszubildende etc.)

Es wäre auch strafbar, wenn er Ihre sexuelle Unerfahrenheit ausgenutzt hätte (Casanova mit der jungfräulichen Klosterschülerin)

Wenn aber eine solche besonderheit nicht vorliegt, dann besteht auch keine Strafbarkeit.

Allerdings könnten die Eltern des Mädchens zivilrechtlich den Kontakt verbieten, da sie erziehungsberechtigt sind. Wenn er sich nicht dran hält, dann kann ggf. mit zivilrechtlichen Möglichkeiten (einstweilige Verfügungen etc) dagegen vorgegangen werden.

Gruß Justice

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag,

das Verhalten der 25-jährigen Bekannten erfüllt, zumindest entsprechend Ihrer Sachverhaltsinformationen, die Tatbestände der Beleidigung und der Verleumdung.

Bezüglich der Beziehung ist folgendes zu sagen:

Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Strafbar ist es auch, wenn ein Abhängigskeitsverhältnis dazu ausgenutzt wird.

Ist etwas davon einschlägig?

Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

-- Editiert von Cand. jur. Hr. J. Rönner am 12.04.2007 10:56:04

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Showjumper
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja danke erstmal, dann bin ich erstmal insofern beruhigt das nicht passieren kann. Denn es trifft nichts der gleichen Dinge zu wie z.B. ein Abhängigkeit und diese 15jährige ist glaub ich manchmal dem 22 jährigen fast vorraus, deswegen glaube ich an ihre "Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung".

Naja, was diese "bekannte" noch so ablässt über ihn, da muss mal halt mal sehen ob man gegen sie vorgehen muss.

Danke, Danke!

MFG,
Showjumper. :cheers:

-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.588 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.521 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen